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Meine Erfahrungen mit Quetiapin - hoffe auf einen Tipp

Renaultzeros

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Ich hatte mit Quetiapin (früher Seroquel) meinen ersten Kontakt vor vielen Jahren in einem Klinkaufenthalt. Mir ging es so schlecht durch das Medikament, das der Arzt es zum Glück gleich wieder abgesetzt hat. Leider 5 Jahre später, hat es meine damalige Psychaterin wieder angesetzt. Leider hatte ich zuviel Vertrauen zu Ärzte. Sie meinte nur, Zolpidem würde stark abhängig machen, und hat dieses eben durch Seroquel ersetzt. Dosis 200mg. Die Folge war verheerend. Ich habe mich innerhalb eines Jahres vom Gewicht her fast verdoppelt (vorher 85 Kilo zu 140 Kilo). Jetzt bin ich fett, faul, und träge. Ich bin fast täglich stundenlang Mountainbike gefahren. Jetzt habe ich es verkauft, da ich einfach nicht mehr seit einem Jahr fahre. Das will ich jetzt nicht komplett auf Quetiapin schieben, aber es hat gut seinen Teil dazu beigetragen.
Natürlich versuche ich jetzt, dieses wieder abzusetzen. Aber weder Perazin, noch Trazodon helfen mir beim Durchschlafen. Nach zwei Nächten, in denen ich keine Minute schlafen konnte, habe ich aus Verzweiflung, das "Rattengift" (also Quetiapin) wieder genommen. Ich komme von den Dreck nicht weg. Ich kann den Mist nicht mal runterdosieren, da ich dann wieder Nachts wach bin, spätestens nach 4 Stunden. Falls jemand einen Rat hat, wäre ich sehr dankbar (also ein gutes Medikament).
Von wegen Zolpidem macht abhängig und Quetiapin nicht, das erzählen einem die Ärzte immer. Im Internet steht ganz was anderes, das es umgekehrt ist, und so ist es auch. Ich traue seitdem keinem Psychiater mehr über den weg. Zolpidem geht jetzt leider nicht mehr, da ich nur zwei Stunden damit schlafe. Abhängig macht Zolpidem in keinster Weiße.
Was mich zusätzlich an Quetiapin stört, man darf kein CBD-ÖL zu sich nehmen, wegen Wechselwirkung, na toll. Hatte versucht Quetiapin durch teures CBD-ÖL zu ersetzen. Schlafen ging, aber ich hatte am nächsten Tag übelste Angstzustände.
Ich leide seit Jahrzehnten an Depressionen, Manisch war ich wirklich nur eine Woche in meinem Leben. Psychose, Neurose oder ähnliches hatte ich zum Glück noch nie. Ich kann einfach nicht verstehen warum diese Psychaterin auf mich solange eingeredet hat, bis ich Quetiapin wieder genommen habe. Für mich war es damals schon in der Klinik, als ich es zum ersten Mal genommen hatte Rattengift.
Das beste Antidepressiva ist für mich Citalopram, da nehme ich die Höchsdosis, also 40 mg am Morgen. Nichts hat mir sogut geholfen, weder Trevilor noch Mao-Hemmer, noch Lithium .
Also nochmals meine Frage zum Schluss, kennt jemand ein Medikament, mit dem man Quetiapin wieder los wird? Sollte natürlich nicht schlimmer sein von den Nebenwirkungen, als dieses Zeug. Also nicht das man vor dem Schlafengehen, erstmal eine halbe Sau mit Senf fressen möchte. Ist wirklich so, ich nehme eine Quetiapin Tablette 200 mg, lege mich ins Bett, und spätestens nach 10 Minuten ist an einschlafen nicht mehr zu denken. Mein Hirn sagt essen, essen, essen. Und ich esse dann was, damit ich endlich pennen kann und nicht etwa einen Apfel, sondern eine ausgewachsene Mahlzeit, sonst läuft das Fressprogram im Hirn weiter und an einschlafen ist weiterhin nicht zu denken.
Also bevor Ihr euch das Zeug verschreiben lasst, versucht es mit was anderem, wenn das nicht hilft wieder was anderes, Quetiapin wirklich gut überlegen ob ihr das wirklich wollt. Ihr werdet nur noch mehr unglücklicher und die Lebensqualität ist dahin für lange, lange Zeit. Man wird betäubt und es stumpft einfach nur ab. Zusätzlich braucht man was für den Antrieb am Morgen, da es auch noch einen Überhang gibt, selbst wenn man 7 oder 8 Stunden geschlafen hat. Tagsüber habe ich das Fressbedürfnis nicht. Ein Medikament war noch schlimmer als Quetiapin, Stangyl. O Gott, nehmt das bloß nicht. Das ist Rattengift zum Qudrat. Achso, Blutfettwerte sind jetzt auch schlecht, und Blutdruck zu hoch. Na toll, danke Quetiapin das ich noch mehr Chemie fressen muss und dadurch sicherlich noch früher sterbe als ohne Chemie. Die Hoffnung das ich wieder auf 85 Kilo runterkomme habe ich fast aufgegeben, selbst Kraftsport, und 8 Stunden durchschnittliche körperliche Arbeit, Werktags über ein halbes Jahr, hat nichts gebracht vom Gewicht her, halt mehr Muskeln und weniger Fett, aber das ich 20 kg oder nur 10 kg abgenommen habe, Fehlanzeige. Vielleicht wenn Quetiapin weg ist, aber ich fürchte da wurde was im Körper zerstört durch diese Chemie.

Vielen Dank

25.07.2019 06:35 • #1


Renaultzeros

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Ich möchte noch anmerken, das es mir so erging, kann wirklich sein das Zolpidem abhängig machen kann, aber das berichten nur wenige. Aber Quetiapin ist sicherlich unter den topp ten, der Fettmacher, wenn nicht auf Platz eins. Da fast jeder Psychiater es gerne verschreibt. Aber das mit den Blutfettwerten und vor allem dem erhöhten Blutdruck, das hatte ich nie vor Quetiapin obwohl ich schon in den 15 Jahren davor immer Medikamente eingenommen habe, wegen Depression. Ist ja auch logisch, wenn man fett wird, geht der Blutdruck meistens nach oben, wenn man so schnell an Gewicht zunimmt sowieso. Und das mit den erhöhten Blutfettwerten ist eigentlich selbsterklärend. Psychisch stabilisiert es schon, aber das schreibe ich nicht dem Medikament zu 100% zu (mit dem Schlaf ja), aber dicke Menschen sind stressresistenter als dünne Menschen. Na toll, wenn diese Psychiaterin, auf die ich jetzt ziemlich Hass schiebe, gesagt hätte: Ich gebe ihnen was, damit sie schön fett werden, dann kommen sie besser mit Stresssituationen klar, dann ginge das in Ordnung. Dann hätte ich das Zeug aber auch nicht mir verschreiben lassen. Leider war ich zu der Zeit ziemlich durch, aber nicht suizidal, dann hätte ich noch Verständnis für diese Frau, wenn ich suizidal gewesen wäre.

Vielen Dank

25.07.2019 10:46 • #2


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Alexandra2

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Hallo Renaultzeros,
Es tut mir leid, daß Du so leidest. Bist Du in ärztlicher und therapeutischer Behandlung?
Und wenn Du unzufrieden mit dem Arzt bist, müsstest Du Dir einen anderen suchen, daß bist Du Dir allemal Wert. Also das hat oberste Priorität.
Das Absetzen kann auch in einer Klinik, die Du Dir aussuchst, geschehen. Dort könntest Du gleich etwas tun gegen Dein Gewicht. Das fände ich praktisch.
Hast Du mal Deine Schilddrüse checken lassen? Eine Unterfunktion bremst den Stoffwechsel u. a.
Generell kann man zu Psychopharmaka sagen, daß bereits nach 14 Tagen eine leichte Besserung eintreten soll, wenn das nicht der Fall ist, wird etwas anderes verordnet. Das geht solange, bis das passende. Medikament gefunden wurde. Jeder Mensch reagiert anders auf Eingriffe im Hirnstoffwechsel.
Quetiapin habe ich nur im Krisenfall. Lange Zeit half Venlaflaxin, hochdosiert bis 275mg. Das Absetzen war viel zu schnell in einer Klinik, aber alternatives. Dort wurde ich auf Elontril 150mg eingestellt, zu Hause zeigte sich, dass das nicht ausreicht. Dann würde es verdoppelt und Lithium dazu verordnet, damit bin ich einigermaßen stabil.
Also ganz anders, als Deine Erfahrungen mit Lithium. Weil das jährlich 2kg plus auf die Waage bringt, mache ich Intervallfasten 8:16 seit 6 Monaten. Ich habe nicht zugenommen, es funktioniert für mich.
Du brauchst einen Facharzt auf Augenhöhe mit dem Du offen sprechen kannst und der Dich ernst nimmt. Das sollte selbstverständlich sein.
Zum Absetzen kannst Du mal nach Erfahrungen googeln, das Forum Adfd ist leider geschlossen.
Ein Therapeut könnte Dich begleiten im Umstellungsprozeß.
Liebe Grüße Alexandra

25.07.2019 11:08 • x 1 #3


Renaultzeros

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Danke Alexandra2, nimmst du ein Medikament ein zum Schlafen. Leider haben meine bisherigen Versuche nichts gebracht. Mit Trazodon habe ich leider einen üblen Nebel im Kopf und mir ist alles egal, Antrieb ist noch schlechter, der davor an manchen Tagen kaum vorhanden war ist jetzt einfach gar nicht mehr vorhanden. Echt übel.
Vielleicht ist Perazin eine Lösung und zusätzlich Zolpidem als Schlafanstoß.

Vielen Dank, das Du dir die Mühe gemacht hast zu Antworten und Danke für deine tröstenden Worte.

Jo Depression ist ein schei., aber was mich mehr ärgert, das es viele Medikamente gibt (die meisten), zur Depressionbehandlung, wo die Nebenwirkung so stark ist, das man die Wirkung vernachlässigen kann. Das ginge in Ordnung falls jemand suzidal ist, damit er sich nicht wegräumt das man ihn lahmlegen muss, aber nicht für Menschen die eine Steigerung der Lebensqualität wollen und nicht eine Verschlechterung.

Lithium vertrage ich leider nicht. Vielleicht versuche ich es mal mit Johanniskraut, die Natur bietet oft die beste Medizin. Damit kann man halt kaum Geld verdienen, darum bekommt man immer bevorzugt nur solche Chemiekeulen. Ich frage meine jetzige Psychaterin ob wir das mal probieren könnten, also Johanniskraut.

Also nochmals vielen Dank für deine Worte.

26.07.2019 10:12 • #4


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Alexandra2

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Moin,auf die Schnelle von unterwegs: ich nehme kein Schlafmittel und schlafe dann eben nicht. Nach ein paar Tagen pendelt sich das wieder ein.
Ich muss aber auch nicht mehr arbeiten.
Liebe Grüße Alexandra

26.07.2019 10:57 • x 1 #5


Renaultzeros

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Danke freut mich zu hören, das Du keine Schlafmittel brauchst, ich leider schon, da ich ohne wirklich 48 Stunden lang nicht schlafen kann, Quetiapin sei dank, und dann nehme ich halt aus Verzweiflung bevor ich auch noch suizidal werde, das Zeug wieder.
Also kannst Du mir leider da nicht weiterhelfen, aber Danke für den Austausch, schön das Du Dir die Zeit genommen hast, aber ich möchte Deine Zeit nicht unnötig in Ansbruch nehmen. Falls Du einen Tipp hast, wegen anderes Schlafmedikament, wäre ich sehr dankbar dafür.

26.07.2019 11:30 • x 1 #6


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ZeroOne

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Hi @Renaultzeros !

Schnell vorab: ich schließe mich @Alexandra2 an - wenn du mit deiner Psychiaterin unzufrieden bist und ihrer Medikation nicht vertraust, dann solltest du andere Fachärzte und Therapeuten ausprobieren. Es ist nicht unüblich, während seiner "psychischen Karriere" öfters mal zu wechseln.

Natürliche Präparate kann man immer gut mal ausprobieren, wenn es um das Schlafen geht. Allerdings scheinen deine Schlafprobleme so massiv zu sein, dass ich nicht annehme, dass dir Mittelchen wie Johanneskraut, Baldrian, Lavendel, Bachblüten & Co. ausreichend helfen werden. Aber wie gesagt: probieren geht über studieren.

Was das Gewicht und Psychopharmaka betrifft, darf man nicht pauschal urteilen und muss auch sagen, dass der Glaube Berge versetzen kann. Klar: es ist nachgewiesen, dass einige davon tatsächlich (indirekt!) dick machen können. Auf der anderen Seite muss man aber auch sehen, dass Essens- und Trinkgewohnheiten häufig aufgrund der seelischen Erkrankung an sich aus dem Gleichgewicht geraten.
Du hast z.B. geschrieben, dass du (Es-)Citalopram sehr schätzt. Aber auch gerade bei diesem Medikament berichten extrem viele Patienten von Gewichtszunahme. Es muss also nicht unbedingt das verteufelte Quetiapin sein.
Zu mir hat mal ein Arzt sinngemäß gesagt, dass Psychopharmaka vielleicht appetitfördernd wirken, aber fressen muss man immer noch selber. Harte Aussage, aber da ist was dran!

Bzgl. der Abhängigkeit hat deine Psychiaterin recht: die ganzen sog. "Z-Medikamente" (Zopiclon, Zolpidem, Zaleplon, etc.) sind zwar keine klassischen Benzos, haben aber trotzdem ein hohes Abhängigkeitspotenzial! Über die Jahre habe ich diverse Mitleidende kennengelernt, die erstmal einen Entzug in der Psychiatrie machen mussten, bevor man sie therapeutisch weiter begleiten konnte.
Meine persönliche Meinung ist, dass einen alles in "gewisser Weise abhängig" machen kann, das einen abschießt, oder runterfährt und man es über längere Zeit konsumiert: lässt man es weg, ist man auf einmal nicht mehr gechillt, wird rappelig und zappelig und wenn man dann auch noch schlafen will, passt das nicht mehr zusammen.
Nachteil von den "Z-Medikamenten" ist auch, dass sie nur kurz wirken: ca. 2-5 Stunden. Das hast du selbst ja auch schon festgestellt.

Aber welches Medikament - das weder dick noch abhängig macht, oder extrem auf die Organe geht - hilft dauerhaft bei gravierenden Schlafstörungen? Das war ja deine Hauptfrage. Ich beschäftige mich seit einem Jahrzehnt mit dem Thema und muss antworten: ich kenne keines!

Bei starken Schlafstörungen finde ich nach wie vor Neuroleptika - wie Quetiapin - nicht schlecht! Vielleicht hat auch deine Psychiaterin diese Ansicht und weicht daher nicht von diesem Neuroleptikum ab?
Was ich allerdings nicht verstehe, ist deine Dosierung über 200mg. Die schlaffördernde Wirkung entfaltet Quetiapin in niedriger Dosierung von 25mg, max. 50mg. Es ist ein Irrglaube, dass in diesem Fall mehr auch mehr hilft. Höhere Dosierungen sind für andere Krankheitsbilder bestimmt (Schizophrenie, bipolare Störungen, etc.). Vielleicht kannst du diesen Punkt ja nochmals mit deiner Psychiaterin (oder einem anderen Facharzt) erörtern?

Neben Medikamenten vermittelt man in der Psychotherapie häufig noch das Thema "Schlafhygiene": also Dinge, die man -außer Medikamenten - tun kann, um das Ein- und Durchschlafen zu unterstützen. Dazu findest du im Netz eine Menge, wenn du unter dem Begriff googelst.

LG
ZeroOne

26.07.2019 13:52 • x 3 #7


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Dakota

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ZeroOne sagte:
Zitat von ZeroOne:
Zu mir hat mal ein Arzt sinngemäß gesagt, dass Psychopharmaka vielleicht appetitfördernd wirken, aber fressen muss man immer noch selber. Harte Aussage, aber da ist was dran!


Puh, das finde ich von dem Arzt fachlich nicht in Ordnung. Ganz ehrlich, ich habe unter Serotonin-Wiederaufnahmehemmern Escitalopram und dann Citalopram sehr viel zugenommen (fast 25 kg in 1,5 Jahren). Aus eigener Erfahrung kann ich sagen-der Apetit war zwanghaft und so stelle ich mir Suchtdruck vor, du kannst einfach nicht anders. Der Drang zu essen war unmittelbar und nicht zu steuern. Die Erfahrung fehlt dem Arzt. Groß reden können sie alle. Einem Menschen, der von einem Stoff abhängig ist kann man auch nicht sagen "Ja, dann drück halt nicht mehr.".
Was das Schlafen angeht. Meine Ärztin hatte mir mal vor Jahren Valdoxan als Antidepressiva verschrieben. Als Antidepressiva hat es mir gar nichts gebracht, aber als Schlafmittel. Ich muss sagen so gut wie in dem halben Jahr habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht geschlafen. In Kliniken habe ich gehört, dass selbst manche Ärzte sagen, dass es als Antidepressiva nicht taugt, aber zum Schlafen sehr gut sei. Kann aber wie viele andere Medis auch auf die Leber gehen.
@Renaultzeros Die Gewichtszunahme von 85 auf 140 Kilo finde ich sehr extrem und es tut mir in der Seele Weh, davon zu lesen. Wenn unter Psychopharmaka derartiges passiert, sehe ich persönlich auch die Psychiater in der Verantwortung. Viele machen es sich da aber einfach nach dem Motto "Ja, was ist denn schlimmer, Depression oder Gewichtszunahme?". Beides ist schlimm. Und wenn mal als psychisch kranker Mensch, wo Selbstwert leidet, wo man mitunter den eigenen Körper ablehnt etc. dann noch zunimmt, kann das immens die andere Grunderkrankung befeuern! Von daher hoffe ich, Du findest Deinen Weg in dieser komplexen Situation. Psychiater checken das noch nicht ganz meiner Erfahrung nach, da muss sich in deren Denke was ändern.
Bei mir ließ der Ess-Zwang nach mit Absetzen des Serotonin-Wiederaufnahmehemmers. Dann nahm ich Elontril (Dopamin-Wiederaufnahmehemmer), der sogar den "normalen" Appetit in den ersten 2-3 Monaten bei mir relativ unterdrückt hat. Daher dürfen bspw. magersüchtige Menschen dieses Mittel nicht nehmen.

26.07.2019 14:13 • x 3 #8


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ZeroOne

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Hi @Dakota !

Zitat von Dakota:
Als Antidepressiva hat es mir gar nichts gebracht, aber als Schlafmittel.


In der Kombi Antidepressivum + Schlafmittel ist mir auch noch Mirtazapin eingefallen. Viele schwören darauf als Schlafunterstützung, wobei ich als Antidepressivum nix von ihm halte. Gerade Mirtazapin sagt man ja eine enorm gewichtsfördernde Wirkung (Appetitsteigerung) nach, weshalb ich es anfangs nicht nennen wollte.

LG
ZeroOne

26.07.2019 14:25 • x 3 #9


Renaultzeros

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Vielen Dank das du das auch so siehst. Sind wirklich üble Dro.dealer dabei unter den Psychiatern. Wahrscheinlich liebt meine Krankenkasse auch Seroquel keine Ahnung, oder die Psychiater bekommen einen fetten Bonus vom (Quetiapin) Serquel-Vertreter könnte ich mir gut vorstellen. Warum die so einen Mist verschreiben, einfach fahrlässig sowas. Ich denke gerne an die Zeiten zurück als ich noch schlank war, manchmal auch schmerzlich, darum habe ich mein geliebtes Mountainbike verkauft, mit dem ich sicherlich mehr als tausend Kilometer gefahren bin. Einmal nach Österreich und zurück. Habe ich mir vom Zivigeld gekauft für 2400 DM. War über 20 Jahre in meinem Besitz. Super schönen Stevens in rot-weiß, immer nur mit roten Mänteln. Ärzte machen oft mehr kaputt als das sie helfen. Meiner Meinung nach sollte man mit Natur behandeln. z.B endlich mit Cbd-Öl, bevor man man mit der Chemiesch. anfängt. Macht im Körper oft was kaputt. Jetzt habe ich einen erhöhten Blutdruck und erhöhte Blutfettwerte, was mich ehrlich gesagt bei dem Gewicht nicht wundert, was ich jetzt habe. Hausarzt will mir nochmal Chemie verschreiben um dem entgegen zu wirken. Ohne mich, ist noch im Rahmen, noch nicht bedenklich.

Danke auch für den Vorschlag des Schlafmedikamentes darauf habe ich gehofft, das mir jemand was Vorschlagen kann.

Daher echt hilfreich Deine Antwort. Coole Sache, danke Dir herzlich.

26.07.2019 17:40 • #10


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Alexandra2

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Hast Du mal Schüssler Salze versucht?
https://www.netdoktor.de/schuessler-sal.sphoricum/

26.07.2019 18:57 • #11


Renaultzeros

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Danke SeroOne, also Schlafhygiene habe ich, gehe vor 24 Uhr ins Bett und wache immer früh auf, war auch schon so vor Quetiapin (Hörbücher sind eine super Sache, wenn man starkes Gedankenkreisen im Bett hat und deswegen nicht einschlafen kann). Es stimmt schon das mir jetzt pflanzlich nichts mehr großartig hilft, außer CBD-ÖL aber das kann ich leider nicht nehmen wegen dem verflixten Quetiapin, da schlimme Wechselwirkung (angstauslösend statt angstlösend). Aber vor Quetiapin hatte ich nicht das Problem das ich nicht durchschlafen konnte. Wenn ich nicht einschlafen konnte, hat mir Zolpidem als Schlafanstoß völlig ausgereicht. Leider ist es jetzt wirklich so, das ich mir 100 mg Quetiapin spätestens um 4 Uhr morgens wach bin (das geht solange bis ich wieder aufdosieren muss, da ich psychisch, irgendwann wegen zu wenig Schlaf völlig durch bin. Nur mit 200mg Quetiapin habe ich jetzt, einen Schlaf von 7-8 Stunden. Wenn das mit dem harten Druck kurz nach Einnahme nach Essensaufnahme nicht wäre, könnte ich damit gut leben, so aber möchte ich unbedingt auf ein anderes Medikament wechsel, wo es nicht gar so extrem ist, also das man auch einschlafen kann ohne was zu essen. Na ja, ist momentan meine Situation, hoffe ich finde mit meiner neuen Psychiaterin einen guten Weg, also ein Medikament. Vielleicht findet sich jemand hier, den es ähnlich ergangen ist mit Quetiapin (Krankheitsbild, nur Depression evtl. mal mit ganz wenigen manischen Phasen) der mit einem anderen Medikament, eine Lösung gefunden hat.

28.07.2019 05:32 • x 1 #12


bones

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Ich habe schon mal eine Geschichte gehört, wo man,wie bei dir extrem essattacke hat unter quetiapin. Was ich aber nicht verstehe ist, dass von ärztlicher Seite nicht sorgfältig geprüft wird, sofern keine Besserung in Sicht ist. Quetiapin ist normal nicht in erster Linie dafür gedacht schlafprobleme zu bekämpfen. Kann man mit einer niedrigen Dosis verabreichen, macht es vielleicht Sinn, je nachdem wie man drauf anspricht. Aber keine hohen Dosis,ist alles als andere logisch.
Aber quetiapin sowohl auch Stangyl (trimipramin) als schlecht abzustempeln, halte ich für fragwürdig. Hab beide selber genommen und kann dir nix schlechtes dazu sagen,ausser dass es mir nicht geholfen hat.

Nun es gibt schon paar medikament , die den Schlaf fördern können.
Amitriptylin (ist stark dämpfend und macht müde),valdoxan, doxepin, mirtazapin(Bei dir aber nicht zu empfehlen, weil es eine gewichtszunahme üblich ist und appetitfördernd ist), auch wäre risperidon (ein Kandidat,was man in Erwähnung ziehen könnte).gibt noch einige neuroleptika ,die man anwenden könnte. Benzos werden auch verabreicht am Anfang, um mal schlafen zu können, werden wohl nur kurzfristig angewendet(da es abhängig macht).

Zu zolpidem kann ich nur aus Erfahrung sagen, Wende es mit bedacht an. Man gewöhnt sich dran und kann abhängig machen. Nachteil bei den z-Benzo ist, dass es nur eine sehr kurze halbwertzeit hat. Wirkt nicht lang. Sollte man wissen.

28.07.2019 15:13 • x 2 #13


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Mandinka

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Ach, du dickes Ei. Ich habe gerade über die Suche nach Quetiapin gesucht, weil mein Sohn mir vorhin sagte, dass man ihm jetzt dieses Medikament gibt. Er hatte davor ca drei Wochen Fluoxetin. Das hatten wir bzw der ambulante Psychiater gewählt, weil er möglichst nicht zunehmen wollte von einem Antidepressiva. Und jetzt lese ich das hier. Am Wochenende hatte ich zwei Tafeln dunkle Schokolade im Kühlschrank. Die atmete er förmlich weg. Und generell ist plötzlich der Kühlschrank extrem schnell leer. Ich werde auf keinen Fall zulassen, dass er sich mit gerade mal 20 durch so Einen Stoff den Körper ruiniert. Er hatte im vergangenen Jahr so gut abgenommen und war glücklich darüber. Wenn er wieder Richtung Übergewicht geht, wird das sein Selbstbewusstsein noch mehr schwächen als es eh schon ist.

08.08.2019 15:04 • x 1 #14


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ZeroOne

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Hi Mandinka!

Zitat von Mandinka:
Ich habe gerade über die Suche nach Quetiapin gesucht, weil mein Sohn mir vorhin sagte, dass man ihm jetzt dieses Medikament gibt. Er hatte davor ca drei Wochen Fluoxetin.


Den Wechsel von Fluoxetin auf Quetiapin kann ich persönlich nicht verstehen, aber der Psychiater wird sich schon was dabei gedacht haben. Ist dein Sohn bipolar? Quetiapin wird eigentlich nicht als klassisches Antidepressivum eingesetzt, sondern u.a. zur Dämpfung der extremen depressiven und manischen Episoden im Rahmen einer bipolaren Störung (und natürlich bei Schizophrenie).

Aber davon abgesehen würde ich noch keine Panik bekommen und das Gewicht erstmal 4 bis max. 12 Wochen im Auge behalten. Jeder reagiert anders auf die Wirkstoffe und -mechanismen. Auch das Essverhalten in Zusammenhang mit der Grunderkrankung, den individuellen Gewohnheiten (Ernährung, Bewegung, Schlaf, usw.), etc. unterscheidet sich von Mensch zu Mensch derart, dass man keine pauschale Aussage treffen kann, ob man jetzt speziell vom Medikament A zunimmt, von B nicht und von C sogar abnimmt.
So gibt es auch Patienten, die von starker Gewichtsabnahme unter antriebssteigernden Psychopharmaka berichten. Aber über negative Erfahrungen berichten Menschen bekanntermaßen um ein Vielfaches mehr, als von positiven, oder gar keiner Veränderung.

LG
ZeroOne

08.08.2019 16:04 • x 3 #15


bones

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Zitat von Mandinka:
Ach, du dickes Ei. Ich habe gerade über die Suche nach Quetiapin gesucht, weil mein Sohn mir vorhin sagte, dass man ihm jetzt dieses Medikament gibt. Er hatte davor ca drei Wochen Fluoxetin. Das hatten wir bzw der ambulante Psychiater gewählt, weil er möglichst nicht zunehmen wollte von einem Antidepressiva. Und jetzt lese ich das hier. Am Wochenende hatte ich zwei Tafeln dunkle Schokolade im Kühlschrank. Die atmete er förmlich weg. Und generell ist plötzlich der Kühlschrank extrem schnell leer. Ich werde auf keinen Fall zulassen, dass er sich mit gerade mal 20 durch so Einen Stoff den Körper ruiniert. Er hatte im vergangenen Jahr so gut abgenommen und war glücklich darüber. Wenn er wieder Richtung Übergewicht geht, wird das sein Selbstbewusstsein noch mehr schwächen als es eh schon ist.



Nun muss ja nix heissen,dass dein Sohn davon zunimmt. Ich hatte in der Zeit,wo ich es nehmen sollte, nix zugeholt . Auch versteh ich nicht wieso man ein Antidepressiva gegen ein neuroleptika getauscht hat? Als Kombi hätte ich es noch verstanden,da quetiapin eine leichte antidepressive Wirkung erzeugen kann.daher wird es gern in Kombi genutzt,aber allein muss ich doch den Kopf schütteln, weil es nicht ausreichend gegen Depressionen wirken kann.

Was für eine Form der Depression hat denn dein Sohn?

08.08.2019 19:43 • x 3 #16


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Mandinka

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Danke für eure Reaktionen. Nein, mein Sohn ist nicht bipolar. Er hat aufgrund Asperger und A. D. S soziale Ängste und Depressionen, und er ist schnell reizueberflutet.

08.08.2019 19:48 • x 3 #17


bones

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Meiner Meinung nach gehört ein Antidepressiva auch dazu.quetiapin könnte passen. Würde dein Sohn raten, ein Gespräch zu suchen mit einen Arzt und dem mal nachhaken, welchen Weg der gehen würde. Damit ihr überhaupt wisst,was auf euch zukommt. Auch wenn dein Sohn das ungern macht,aber wird vielleicht auch ne Hilfe sein.

08.08.2019 21:01 • x 2 #18


SusieSorglos66

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Hallo,
bin zum ersten Mal in einem Forum. Von daher komplettes Neuland.
Möchte hier kurz meine Erfahrungen mit Quetiapin kundtun.
Nehme seid gut zwei Jahren diesen Dickmacher.
Möchte davon runter. Habe unlängst versucht von 200 mg auf 150 zu kommen.
Hat mich einige Nächte gekostet, aber ich habe es geschafft. Seit vier Tagen nehme ich CBD Öl, gestern habe ich geschafft 50 mg zu reduzieren. Die Nacht war ok bis gut. Ich schlafe eh nie durch. Morgens hab dann tatsächlich Angst und Unruhe bekommen, die ich aber mit einer erneuten Cbd Einnahme überwunden habe.
Also mein Gefühl ist nicht dass die Angst durch die Wechselwirkung kommt , sondern dass der Körper definitiv auf Entzug ist.
Wie gesagt die ersten 50 mg haben mich auch sehr gestresst, aber die neue Erfahrung mit dem cbd Öl motiviert mich nun auf Dauer Quetiapin durch Natur zu ersetzen.
Ich wünsche allen die hier Rat und Hoffnung suchen das Allerbeste, ist echt anstrengend, wenn man sich verlaufen.
Liebe Grüße
SusieSorglos

15.10.2019 18:37 • #19

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