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Ich vertrage das Quetiapin nicht

B

blossom79
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Ich hab es geahnt!

Seit 2 Jahren nehm ich Quetiapin als Verstärkung zum Venlafaxin.

Seitdem ich jetzt einen Monat 200mg Quetiapin nehme, rebelliert mein Körper gegen den Wirkstoff!
Mein Freund meinte, ich bilde es mir nur ein.

Jetzt gerade hab ich durch Rücksprache mit meiner Psychiaterin tatsächlich die Bestätigung, dass ich das Quetiapin nicht vertrage.

Schei***! Im wahrsten Sinne des Wortes….

#1


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Drache

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@ blossom und @ bones
Nein es geht mir nicht gut damit. Seit dem vertrage ich kaum noch irgendwas an Nahrungsmitteln ohne gleich Durchfall zu bekommen. Das geht halt irgendwann an die Substanz. Man hatte mir gesagt das wird wieder. ich warte inzwischen fast 5 Jahre darauf....

Für mich ist es auch keine Frage mehr ob ich darauf verzichten würde. Ich nehme seit dem KEINE Medikamente mehr weil sie eh nicht lang genug "drin bleiben" um zu wirken.

Heute bereue ich,mich überhaupt auf die Psychopharmaka /Antidepressiva eingelassen zu haben. Die Ursachen werden damit nicht beseitigt und zu den Depressionen hab ich nun auch noch körperliche Beschwerden,die mich oft massiv einschränken.

Das was mir passiert ist, muss nicht jedem passieren.

Mein Fazit aus dem was ich erlebt habe; Jeder Körper reagiert anders. Als Notfallmedikation mögen die Psychopharmaka bei einigen vielleicht sinnvoll sein. Aber auf Dauer verändern sie nichts. Das zeigt sich daran dass immer wieder höher dosiert wird wenn keine positive Wirkung eintritt. So war es auch bei mir.
Ich finde es bedauerlich ,dass auf die Gefahr solcher Nebenwirkungen nicht explizit hingwiesen wird. In keinem Beipackzettel habe ich von Darmverschluss gelesen. Verstopfung und Verdauungsbeschwerden- ja. Aber wer nimmt das schon wirklich ernst,wenn man mal 2 Tage nicht "auf´s Klo" kann. Da sind die anderen Probleme einfach zu sehr im Vordergrund.
Im Nachhinein dann zu erfahren dass mein Darmverschuss auf die Psychopharmaka zurückzuführen ist, hat mich nochmal ganz bewusst nachdenken lassen.

Ich bin für mich zu dem Ergebnis gekommen, dass die Medikamente gar nicht wirklich geholfen haben. Betäubt war ich-oft hab ich vieles wie durch Watte wahrgenommen. Aber weniger depressiv war ich deswegen nicht wirklich.
Nachdem ich nach der OP eh keine Tabletten mehr vertragen habe, war auch ein Ausschleichen gar nicht möglich.
Und im Ernst - seelisch ging es mir nicht schlechter .

Ich hab meine psychischen Probleme angenommen- annehmen müssen.Hab irgendwann akzeptiert : Heilung gibt es nicht. Ich kann nur lernen damit zu (über-) leben.

30.03.2023 14:31 • x 3 #21


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A


Hallo blossom79,

Ich vertrage das Quetiapin nicht

x 3#3


Drache

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Zitat von blossom79:
@bones: Die Verstopfung nehm ich in Kauf. Da kann ich mit Makrocol oder Laxoberal entgegen wirken. Die Verstopfung hatte ich ja schon seit Beginn des Quetiapin. Ich denke, die Dosiserhöhung war jetzt einfach Zuviel…… Ja über das Lithium mach ich mir schon Gedanken. Aber eher über eine mögliche Gewichtszunahme. ...

wenn ich vorher von diesen Nebenwirkungen gewusst hätte,wäre mir manches erspart geblieben.

Plötzlich heftigste Bauchkrämpfe und Schmerzen. Innerhalb 30 Minuten so heftig dass ich gerade noch den Notruf absetzen konnte. Wieder 30 min später Not-Op- 3 Meter Darm entfernt weil abgestorben ! Ohne vorherige deutliche Symtome die mich hätten warnen können.
Diagnose Darmverschluss. Der Arzt meinte, sie hätten am Anfang nicht gewusst ob ich überlebe.

Will hier keinem Angst machen. Aber nehmt die Symtome ernst und experimentiert nicht mit irgendwelchen Mittelchen bei Verstopfung oder Durchfall

29.03.2023 18:13 • x 1 #17


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bones
Woran erkennst du denn dass dein Körper gegen quetiapin sich bemerkbar macht und nicht die erkrankung?

x 1 #2


B
Durch das Quetiapin hab ich Verstopfung bekommen. Weil es den Darm träge macht. Also hab ich irgendwann angefangen, 1x pro Woche das Quetiapin weg zu lassen, um aufs Klo zu können.
Als ich jetzt auf 200mg hochdosiert wurde, hab ich nicht mehr 1x pro Woche pausiert…ich hab dann 2 Wochen nicht aufs Klo gekonnt, dann aber explosionsartigen Durch*all mit Mega Bauchkrämpfen bekommen! Ganze 2 Wochen lang!
Erst hab ich gedacht, es sei ein Virus. Hausärztin meinte aber das sei kein Virus. Hat auch Ultraschall gemacht. Dann hatte ich wieder Verstopfung und nach knapp 2 Wochen wieder alles von vorne.
Hab dann in den Kalender geschaut… und meiner Psychiaterin heute angerufen.
Ich hab ihr meine Symptome geschildert und sie wusste gleich, dass das Quetiapin schuld ist!

Vermutlich muss ich demnächst auf Lithium umsteigen.

#3


LittleWing
Es kann immer mal sein,dass man ein Medikamet nicht verträgt.
Schön ist das wirklich nicht denn der Körper zeigt einem das u.U. deutlich,wie Du gemerkt hast.

Es gibt ja noch eine Reihe andere Medikamente,die Dir helfen können,da wird sich sicher was finden,hab keine Sorge.

x 1 #4


bones
@blossom79 Hm ok. Für mich ist es diese Aussage nicht aussagekräftig genug. Versteh mich nicht falsch, aber du hast ja ein spiegel aufgebaut, mit einmal weglassen ist ja quetiapin nicht aus dem Körper. Und das du deshalb Probleme hattest. Wäre mir irgendwie zu einfach.

Nun da du Lithium erwähnst, kann ich dir gleich sagen, dass du davon auch Verstopfung kriegen kannst. Wenn du da Probleme hast. Lithium ist da weit aus schlimmer.

x 1 #5


B
@bones: Die Verstopfung nehm ich in Kauf. Da kann ich mit Makrocol oder Laxoberal entgegen wirken.
Die Verstopfung hatte ich ja schon seit Beginn des Quetiapin. Ich denke, die Dosiserhöhung war jetzt einfach Zuviel……

Ja über das Lithium mach ich mir schon Gedanken. Aber eher über eine mögliche Gewichtszunahme.
Die Depression hängt halt leider immernoch an mir wie Superkleber.

x 1 #6


LittleWing
Zitat von blossom79:
Die Depression hängt halt leider immernoch an mir wie Superkleber.

Kann hartnäckig sein und deswegen hilft nur Geduld (die man nicht hat,ich weiss 😉)

x 1 #7


bones
Du kannst quetiapin nicht nehmen wegen Verstopfung. Jetzt sagst du, du nimmst die Verstopfung in Kauf! Macht irgendwie kein Sinn ! Warum nimmst du Verstopfung dann in Kauf bei Lithium nu, aber die Verstopfung bei quetiapin geht gar nicht!

Ja, Lithium kann Gewichtszunahme fördern. Ist ein Bekannte nw von dem.

x 3 #8


B
@bones: ich glaube ich hab mich irgendwie falsch ausgedrückt!

Die Verstopfung nehme ich ja schon vom Quetiapin in Kauf, das würde ich auch beim Lithium machen.
Was ich NICHT möchte, ist nach 2 Wochen Verstopfung dieser explosionsartige Dur**Fall mit schlimmen Bauchkrämpfen!
Deshalb wird jetzt das Quetiapin runter reduziert.

Beim Lithium habe ich große Angst, dass ich dadurch zunehmen kann! Gott sei Dank habe ich bis jetzt bei meinem bisherigen Antidepressiva nie an Gewicht zugenommen.

#9


bones
Das versteh ich natürlich. Ist auch nachvollziehbar. Am besten redest du mit deiner Ärztin mal in Ruhe darüber mit dem zunehmen. Es gibt mit Sicherheit andere Wege zu gehen als mit Lithium. So dass es dir auch besser gehen wird bestimmt.

x 1 #10


B
@bones: Ja das Gespräch wegen dem Lithium hab ich Ende April mit meiner Ärztin. Dann überlegen wir gemeinsam.

#11


Alexandra2
Liebe @blossom79, ich habe mehrere Jahre Lithium nehmen müssen als "Verstärkermittel" für das Venlaflaxin. Es half mir gut, ohne Nebenwirkungen. Und das wünsche ich Dir auch, liebe Grüße Alexandra

x 2 #12


B
Verdammt, trotz Reduzierung der Dosis (mit meiner Psychiaterin besprochen) bleiben die Symptome der Unverträglichkeit bestehen. Dazu kommt dann noch der Stimmungsabfall….

Jetzt darf ich morgen wieder meine Ärztin anrufen 😭😭😭

#13


bones
Nun was erwartest du denn von deiner Ärztin?

Du schilderst ja dass du es nicht verträgst. Und ausschleichen möchtest. Dass dein deine Stimmung schlechter wird, war abzusehen. Was ist denn wenn deine Ärztin sagt, du sollst wieder erhöhen, machst du das dann? Ich denke, wenn man medis umstellen möchte und Symptome schlimmer werden, sollte jedem klar sein. Wenn ich mi h richtig erinnere, nimmst du ja venlafaxin. Und mit Sicherheit hat deine Ärztin dir nicht erwähnt, das wird dir dann die apo tun!, besteht Wechselwirkung mit Lithium, was ihr ja vorhabt. Sollte dir bewusst sein. Klar die Ärzte sagen in der Regel meist, dass es dosisabhängig sei. Aber das ist allgemein bezogen.

#14


A


Hallo blossom79,

x 4#15


B
@bones
Meine Ärztin hatte gehofft, dass durch Reduzierung der Dosis die Symptome der Unverträglichkeit wieder verschwinden.
Das kann man ja nur herausfinden, wenn man es versucht.
Versuch jetzt also fehl geschlagen.
Was ich von meiner Ärztin erwarte? Eine andere Idee- ich kann doch nicht einfach so weitermachen, bis wir Ende April wieder einen Termin haben!

Nein, dass es zwischen Venlafaxin und Lithium Wechselwirkungen gibt, wusste ich noch nicht. Aber wie gesagt, über Lithium haben wir noch nicht ausführlich besprochen…

#15

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