17

Diffuse Angstzustände plötzlich wieder da

C

Charly9233
Mitglied

60
8
53
Hallo Leute

Ich war bis Anfang Dezember in der Klinik für 8 Wochen.
Danach ging es einigermaßen und durch die Medikament Erhöhung stabilisierte ich mich.
Dann habe ich auf Grund von einem Infekt und Urlaub 3 Wochen Zuhause bis heute.
Seit heute Mittag kamen plötzlich aus dem Nichts die Angstzustände zurück.
Es macht mich einfach nur fertig, ich bin alleine, habe niemanden der bei mir sein kann oder mich in den Arm nimmt.
Ich fühle mich hilflos und allein.
Ich wünsche mir das das endlich aufhört.
Aufgrund der schweren Angst und panikstörung kann ich auf dem normalen Arbeitsmarkt nicht arbeiten und bin in einer WfbM.
Ich schaffe es nicht alleine zu wohnen, ich brauche ganz besonders was das psychische angeht Leute um mich herum die sich um mich kümmern.

Ich schaffe es nicht mehr alleine 😭 die Klinik will mich nicht wieder aufnehmen weil ich 8 Wochen schon dort war.
Die andere Alternative wäre die geschlossene wurde mir gesagt und das macht mir Angst

x 4 #1


Fritz
Hi Charly9233
Erstmal Willkommen!
Angst ist eine sehr "beschiss..." Sache.
Ich leide auch darunter und kann es nachvollziehen.
Ich kann dich natürlich nicht in den Arm nehmen, aber ich sende Dir eine Umarmung von mir.
Ich glaube, dass du dich mit Büchern, die über Überwindung der Angst und der Depression schreiben,
befassen solltest.
Ich mache es so und ich habe schon sehr viel darüber gelernt.
Ich arbeite täglich an meiner Angst, Depression und meinem Minderwert.
Vor allem, Geduld, Geduld, Geduld.
Von Heute auf Morgen passiert so gut wie nix.
Da musst du dran bleiben, bis sich was positives einstellt.
Ich wünsche dir, dass du deine Sorgen überwinden kannst.
Servus und eine schöne, angstfreie Zeit!

#2


A


Hallo Charly9233,

Diffuse Angstzustände plötzlich wieder da

x 3#3


Fritz
Hi Charly9233
Nochmal ich.
Ich möchte dir nur mitteilen, mit welchen Büchern ich mich befasse.
Es sind mehrere Bücher.
Es gibt bestimmt viele Autoren, die sich mit der menschlichen Psyche befassen
Ich befasse mich mit dem Buch von Dr. Doris Wolf, Ängste verstehen und überwinden.
Dieses Buch würde ich niemals mehr vermissen wollen.
Aber, es passt halt für mich und wie gesagt, es gibt bestimmt mehrere Anleitungen.
Jeder, wie er will und wie er kann!
Nochmal, Servus und eine schöne, angstfreie Zeit!

#3


C
Wie finde es so unfair, Klinik hat mich einfach vor die Tür gesetzt hat mir nichts in die Hand gegeben oder geholfen dass man sagt ich soll lernen damit alleine zurecht zu kommen und ich schaffe es aber nicht alleine jetzt habe ich so zu Therapie und ich finde das so unfair dass die Leute mir gut zu reden und sagen dass ich mir keine Sorgen machen brauche wir stehen das gemeinsam durch wir sind für dich da du bist nicht alleine und am nächsten Tag werde ich wegen der Bürokratie weil eine alte Therapeutin und kooperativ ist wird das dann alles eingestellt und ich im Regen stehen gelassen. Ich hasse es anderen Menschen zu vertrauen ich hasse es dass Leute immer so heucheln müssen 😭 ich hasse es mit mir immer falsch Hoffnung gemacht das ist so unfair

x 1 #4


Nuance
Es gibt doch sicher was wie betreutes Wohnen.
Bei gewisser Stabilität könnte eine normale Wohngemeinschaft hilfreich sein.

Bist Du ganz alleine? Ohne jede Familie, Verwandtschaft, Freunde, Kontakte? Wirklich Null?
Falls ja - das dürfte für die meisten Menschen objektiv sehr schwierig sein - auf Dauer.
Andererseits müsste man natürlich schon eine gewisse Stabilität haben, eine Art von sozialem Verhalten - damit es andere überhaupt freiwillig mit einem aushalten können.

Paroxetin scheinst Du zu nehmen. Es scheint ja nicht wirklich (ausreichend) zu wirken.
Ich las irgendwas von Kopfschmerzen nach Dosiserhöhung. Man sollte immer an das Serotoninsyndrom denken - und den Blutdruck messen.

Generell ist das Aufdosieren natürlich keine nachhaltige Lösung. Es bildet sich eine Toleranz.
Ich wünschte Dir eine Lebenssituation die Dich stabilisiert. So sehr, dass Du Dir ein Absetzen vorstellen kannst. Oder Phasen, mit niedrigerer Dosis, damit keine Toleranz entsteht.

#5


C
@Nuance Hallo Nuance,
danke für deine Einschätzung, aber ich glaube, du missverstehst meine aktuelle Situation komplett.
Es geht hier nicht um mangelndes 'soziales Verhalten' oder darum, ob mich jemand 'aushalten' kann. Ich arbeite jeden Tag in einer Werkstatt (WfbM) und funktioniere dort. Mein Problem ist nicht mein Charakter, sondern dass mein professionelles Hilfesystem (Soziotherapie und Wohnbetreuung) aufgrund von bürokratischen Fehlern der Anbieter von heute auf morgen zusammengebrochen ist.
Wenn man in einer schweren Krise plötzlich ohne die versprochene Hilfe dasteht und keine Angehörigen hat, ist das kein 'objektives Problem', das man wegdiskutieren kann, sondern eine existenzielle Notlage.
Bezüglich der Medikation: Ich bin in enger Abstimmung mit meinem Facharzt. 12,5 mg ist eine sehr niedrige Einstiegsdosis, und es geht aktuell um Stabilisierung in einer Akutsituation, nicht um eine langfristige 'Lösung' durch Tabletten allein.
Ich suche hier Austausch mit Menschen, die wissen, wie man sich im Behördendschungel wehrt, wenn man seelisch krank ist und man Hilfe braucht

x 1 #6


Nuance
Betablocker - Dein BD ist durch Angst/Panik sicherlich zu hoch.
Und sie dürften diese Gefühle abmildern.
Und vlt. machen sie das Antidepressiva überflüssig. Das Absetzen wäre natürlich nicht einfach.
Wie dem auch sei - man sollte einen erhöhten BD senken.

x 1 #7


Dys
Zitat von Charly9233:
Ich suche hier Austausch mit Menschen, die wissen, wie man sich im Behördendschungel wehrt, wenn man seelisch krank ist und man Hilfe braucht

Hallo Charly,
aus Deiner Schilderung geht hervor, dass es Probleme gibt, die offenbar mit oder durch eine ältere Therapeutin, deine Entlassung aus der Klinik und dem Anbieter der sich um Dein betreutes Wohnen kümmert, entstanden sind. Leider ist nicht ersichtlich welches Problem jetzt genau mit Behörden zu klären wäre. Vielleicht kannst Du das mal konkretisieren.

x 1 #8


C
@Dys leider verstehe ich das selber nicht wirklich. Ich hatte vor ein paar Monaten eine soziotherapeutin, jetzt habe ich nach der Klinik eine neue. Die benötigten Unterlagen um mit der Therapie zu beginnen. Leider ist die alte soziotherapeutin total unzuverlässig und sie kommen an den Unterlagen nicht dran.
Ich finde es nur unfair jemanden der in Not ist zu sagen "Alles wird gut, wir sind bei dir du bist nicht alleine" und am nächsten Tag wird aus dem bürokratischen Grund die Behandlung eingestellt weil kein Geld fließt.
Meine AWB wurde jetzt auch schon wieder gewechselt weil meine alte Betreuerin gekündigt hat und die sind überfordert mit mir.

Ich habe das Gefühl eine Last zu sein ich fühle mich hilflos und allein gelassen. Morgen habe ich endlich ein Termin beim Psychiater, ich habe aber Angst noch mehr im Regen stehen gelassen zu werden

x 1 #9


Momo58
Zitat von Charly9233:
Ich arbeite jeden Tag in einer Werkstatt (WfbM) und funktioniere dort.

Können die Betreuer dir dort helfen? Sie sind an deinen Problemen wahrscheinlich näher dran.
Zumindest hast du dadurch eine Tagesstruktur.

#10


Dys
@Charly9233 Ok, wenn ich es richtig verstanden habe, geht es um die Kostenübernahme für Deine Behandlung, beziehungsweise Betreuung. Von welcher Behörde oder Institution wurden denn bisher die Kosten getragen? Könntest Du da, vielleicht bei der Krankenkasse beispielsweise, nicht in Erfahrung bringen, ob eine Übernahme trotzdem möglich wäre, bis eine Klärung stattgefunden hat? Möglicherweise wäre aber auch das Sozialamt zuständig, wobei das die Krankenkasse zumindest wissen müsste und Dir einen Ansprechpartner nennen könnte.

Das Du es unfair findest, wenn Zusagen nicht eingehalten werden ist nachvollziehbar. Persönlich denke ich, dass die Aussage, Du wärst nicht alleine, eher beruhigend wirken sollte und nicht zwingend abweisend. Aber leider sind Sachbearbeiter an Ihre vorgeschriebenen Arbeitsweisen gebunden und müssen sich auf Dokumente stützen, die Ihnen vorliegen. Das Deine frühere Therapeutin diesbezüglich unzuverlässig ist, ist weder Deine Schuld, noch die des Sachbearbeiters. Wie Momo58 es schon angesprochen hat, wäre die Frage, ob es denn nicht jemanden in der Werkstatt gibt, der kompetent genug ist um Dir da zu helfen.

x 2 #11


C
@Dys das weiß ich ehrlich gesagt nicht. Habe Kontakt mit der Krankenkasse aufgenommen, warte noch auf Antwort

x 1 #12


C
@Momo58 leider nur bedingt weil sie eher auf Menschen mit Behinderungen spezialisiert sind

x 1 #13


C
Hallo zusammen,
ich muss mir das einfach mal von der Seele schreiben, weil ich nicht mehr weiterweiß. Ich bin 33 und kämpfe seit Jahren mit einer massiven Angst- und Panikstörung. Früher hatte ich mein Leben im Griff, eine eigene Wohnung, eine Ausbildung – ein normales Leben eben. Aber seit einiger Zeit (besonders schlimm wurde es nach meiner Corona-Impfung) ist alles wie weggeblasen.
Ich lebe in einer ständigen 24/7-Dauerangst. Es fühlt sich an wie die Hölle auf Erden. Mein Nervensystem ist im Dauerallarm, ich habe diffuse Ängste, Gliederschmerzen und das Gefühl, mein Körper ist völlig „verstellt“. Aktuell lebe ich wieder bei meinem Vater, was aufgrund seiner narzisstischen Züge alles andere als ein sicherer Ort für mich ist. Ich habe es nicht freiwillig gemacht ich musste mich entscheiden weil in meiner alten Wohnung ich richtig Probleme mit Terror Nachbarn hatte.
Gestern war ich bei meinem Psychiater. Er nimmt mich zwar ernst und wir versuchen, einen Platz im „Besonderen Wohnen“ zu finden, aber die Bürokratie und die Steine, die mir von Ämtern (wie dem SpD oder dem LWL) in den Weg gelegt werden, erdrücken mich.
Ich bin an einem Punkt, an dem ich einfach lebensmüde bin. Nicht, dass ich mir etwas antun will, aber ich habe keine Hoffnung mehr und wünsche mir oft, dass es einfach vorbei ist. Ich kann nicht mehr kämpfen. Die Welt fühlt sich nur noch feindselig und dunkel an.
Gibt es hier jemanden, der das kennt? Dieses Gefühl, mit Anfang 30 am Ende zu sein und keine Zukunft mehr zu sehen, obwohl man früher wusste, wie sich „glücklich sein“ anfühlt? Wie geht ihr mit dieser absoluten Trostlosigkeit um, wenn selbst das eigene Zuhause kein Rückzugsort ist?
Danke fürs Lesen

#14


A


Hallo Charly9233,

x 4#15


bones
Bin nach wie vor der Meinung, dass deine Medikation nicht optimal ist. vielleicht sollte man verschied Möglichkeiten austesten. Damit erstmal deine ängste abgemildert ist bzw weg gehen. vielleicht benötigst du dann kein betreutes wohnen. Mal so ne Theorie meiner Seite

#15

Weiterlesen »