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Depressiv durch Smartphone

Frederick1

Frederick1

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hallo ihr Lieben,

wie geht ihr mit den ganzen neuen Medien um. Selbst habe ich gemerkt, ein falscher Umgang damit, kann mich süchtig machen, depressiv, und noch mehr Ängste. Viele Menschen sind heute nicht mehr ansprechbar. Gleich nach dem Aufwachen schaue ich nach mails usw, nehme es überall mit hin, sogar noch auf die Toilette.

Ohne dein smartphone fühlst du dich hilflos und unvollständig. Eigentlich ist smartphone eine gute Sache, aber immer dieses Klingeln, vibrieren, piepsen, neue Botschaften, Texte, unser Innerstes dreht durch, wird noch depressiver.

Gut, es ist jetzt schon besser bei mir, aber je süchtiger ich wurde, um so mehr wurde meine Depression, meine Angst größer, nachts zu schlafen wurde immer schwieriger mit diesem Wundergerät.

Wenn ich vernetzt bin, können Hunderte von Menschen in mein Leben eindringen, wenn mir langweilig ist, kannst du dich durch voll viel Mist, neueste Nachrichten, skandalöse Neuigkeiten ablenken. So viel kann mein Innerstes nicht schaffen, und so wurde ich noch mehr depressiver.

Und wohin ich schaue, siehst du Menschen mit smartphone zwischen Ohr und Schulter geklemmt, Im Einkaufswagen, Kinderwagen, Auto lenken, kochen bügeln, beim Mittagessen. Niemand redet mehrt mit dir, jeder sieht nur noch sein Wundergerät. Ich als Mensch bin weniger wichtig als das smartphone.

Es geht oft um das eigene Ansehen, um das sich selbst darstellen im Netz, ich habe es drauf, aber du schnallst ja gar nicht.

Gut unser Forum ist irgendwie anders.

Aber wie geht ihr mit dem smartphone um Hund hat noch keines. .dieser "Nullchecker. "

"ich bin online" also bin ich in oder doch nicht.

viele liebe Grüße an euch alle hier,

Frederick

21.01.2019 15:41 • x 1 #1


hardymei

Das Gute am Smartphone ist, daß man immer und überall erreichbar ist.
Das Schlechte am Smartphone ist, daß man immer und überall erreichbar ist.

Hallo Frederick.

Sehr modernes, aktuelles, neuzeitliches, alltägliches, normales, gesellschaftliches Thema.

Nein, ich will das nicht ins Lustige ziehen ..... ich denke einfach, es ist so wie mit vielem, wenn nicht sogar mit allem: die gute alte Medaille mit ihren zwei Seiten.

Vermutlich ist es tatsächlich für viele ein Suchtfaktor, ein Suchtthema. Da brauch ich nur einmal aufmerksam durch eine Fußgängerzone gehen, dann ist das bestätigt. Ohne großen Aufwand.
Ich bin allerdings der Meinung, daß jeder Mensch das prinzipielle Recht hat, zu etwas NEIN zu sagen. Und sei es zu etwas so profanem wie die Nutzung des Smartphones. Vielleicht auch nur ein Nein mit Einschränkungen ..... bei mir zB ist es so, daß ich es zum telefonieren nutze, für Nachrichten empfangen und schreiben, also SMS und whatsapp, und um Fotos zu machen. Ich bin entweder zu doof (negative Auslegung), das Gerät für alles zu nutzen, was es kann. Oder ich verweigere mich nur konsequent (positive Auslegung) den ganzen Nutzungsmöglichkeiten.

Ich denke, so oder so ist jeder gehalten, das für sich selbst zu entscheiden, wie wichtig ihm das Gerät im Vergleich zB zu realen Kontakten ist. Solchen etwa, die bei einmal kurz aufblicken total überraschend neben einem stehen ..... nach dem Motto "huch, ein Mensch".

Gruß,
Hartmut

21.01.2019 16:03 • x 1 #2


Ylvi13

Ylvi13

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Hallo,
ich habe ein smartphone und ja, es ist wichtig für mich. Wichtig in sofern, meine Tochter kann mich erreichen und ich sie, egal wo, wie und wann. Ich selbst kann mir immer Hilfe holen. Das gibt mir ein sicheres Gefühl. Ich nutzte die Kamera sehr gern und Musik, die ich zum fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln brauche, ist auch drauf.
Ich kann sagen, ich habe einen entspannten Umgang mit dem Ding, beim Bahnfahren schau ich aus dem Fenster, beim laufen schau ich auf den Weg, ich lese noch Papier, also so richtig altmodisch. So bin ich und ich bin gern so.
Und ich finde es sehr schade, das so viele Menschen mit Blick auf' s Handy unterwegs sind, weil sie kriegen von ihrer Ungebung nichts mit.

21.01.2019 16:16 • x 1 #3


Frederick1

Frederick1


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vielen herzlichen Dank für eure klugen Antworten,

ja ich merke es mehr und mehr, ich muss da besser, achtsamer und wertschätzender mit mir umgehen als Mensch. Es gibt

halt so viele unendliche Möglichkeiten mit diesem "Wundergerät." Dadurch bekommst du auch mehr wertschätzende Rückmeldungen, "likes" werden verteilt, viele Emotionen und Gefühle, viele Fotos, und du fühlst dich da wertgeachtet.

Doch manchmal ist das für mich auch eine Illussion, ist das wirklich immer ehrliche Anerkennung und Wertschätzung.

Fühle ich mich manchmal durch kommentierende Beurteilungsaktionen nicht zu wichtig, statt unbedeutend. Wird mein Geltungsbedürnis da nicht zu groß.

Ja ich suche ja auch Anerkennung und Liebe. Aber solche Texte, wie geht es dir. gut! und dir.

auch gut...Prima, na denn tschüss...die gehen nicht tief genug, erreichen nicht so mein Innerstes.

Man nimmt voneinander Notiz, doch es ist etwas anderes, als eine echte körperliche Begegnung. Es ist eine Kurzbotschaft, cool.

Nein, ich möchte diese Kontakte ja nicht abwerten, es kann ja Spass machen, Langeweile vertreiben, aber hat das etwas mit Wertschätzung zu tun? Und leiden deshalb heute immer mehr Menschen unter der Depression, weil sie sich nicht mehr angenommen und wertgeschätzt fühlen.

Wir sind doch auf menschliche Beziehungen angewiesen, ohne das ich groß etwas dafür tun muss. Im Dorf, oder im Stadtteil, wo jeder jeden kannte.

Mein smartphone hilft mir Beziehungen zu finden, aber ob die immer so echt sind.

Auf sozialen Netzwerken wirst du mit vielen Informationen zugeschüttet. Vielleicht zeige ich mich nicht immer so wie ich bin, sondern so, wie ich gesehen werden möchte, immer cool und gut drauf.

Ich lebe meine Fassade, meine Rolle. Und dann sitzt du in einer Gruppe, redest nicht mehr miteinander, jeder schaut nur noch auf sein Handy.

Letzte Woche im Wartezimmer von meinem Therapeuten, ich wollte mit Menschen in ein Gespräch kommen, ging aber nicht, weil jeder auf seinem handy herumtippte.

Aber ich merke schon, da muss ich jetzt selbst mehr auf mich selbst achten.


liebe Grüße,

Frederick

21.01.2019 17:19 • #4


Juju

Juju

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Für mich ist es ein Segen und ein Fluch zugleich.
Wirklich gut ist es, wenn man auch da mal ""nein" sagen kann.
Habe gestern noch überlegt, es einfach mal für paar Wochen abzuschalten, also das Handy.

Auf der einen Seite entspannt es mich.
Auf der anderen Seite macht es mir auch Angst nicht mehr ständig auf dem neusten Stand zu sein, nicht mehr interessant für andere zu sein.

Wenn ich es mal mache, dann informiere ich aber alle meine engsten Leute.
Telefon oder persönlich zu erreichen.
Also Festnetz.
Aber da dann auch nur bedingt, weil ich telefonieren hasse.

21.01.2019 17:35 • x 1 #5


Frederick1

Frederick1


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hallo Juju,

da muss ich auch noch die Mitte finden. Behandle ich andere Menschen so, wie ich selbst behandelt werden möchte.

Macht es mir Freude, mit jemandem zu reden, dessen Aufmerksamkeit ich mit dem Handy teilen muss?

Empfinde ich es als wertschätzend gegenüber mir selbst, wenn jemand ein Gespräch mit mir unterbricht, nur weil das

smratphone klingelt?

Habe ich zu wenig Selbstvertrauen, brauche ich deshalb mein Handy, weil ich Angst haben muss, niemand will mehr etwas von mir wissen, und ich deshalb mir der ständigen Aufmerksamkeit und Zuwendung anderer versichern muss, um mich wertvoll zu fühlen?

Ja wir leben in einer Kultur, wo wir Menschen uns nicht mehr so wertschätzen, wir Menschen entwerten uns selbst, unser Leben, aber auch unsere Umwelt.........

Nein, früher war nicht alles besser, vielleicht aber wertschätzender. Und wenn Menschen nur noch Wertschätzung oder ein Danke bekommen, weil sie eine gute Leistung bringen.

Und wenn ich als Depri keine gute Leistung mehr bringen kann, nicht mehr so cool und interessant für andere bin.....

Mehr als annehmen kann ich das nicht. Aber Menschen machen auch durch handy auf cool, auf sich aufmerksam, aber innerlich sind sie leer. Leer nach innen, cool nach außen, aber das merkst du oft nur bei einer echten Beziehung, von Mensch zu Mensch.


liebe Grüße an dich, Frederick

21.01.2019 18:09 • #6


Ex-Mitglied

Gruezi,
ich denke die Smartphone/Internet Sucht hält inzwischen locker mit Nik., TV und Alk. mit. Wenn es mir mal ganz schlecht geht, wird Whatsapp deinstalliert und zum Glück fing ich das Facebook Theater noch nie an also vermisse ich es nicht.
In manchen Diskussionen der Smartphone Freaks konterte ich einfach mit dem Szenario, das mal für 5tage das Internet bzw mobile Daten inklusive Empfang nicht mehr vorhanden ist, solche Netzstörungen gibt es immer öfters, manchmal tagelang und dies sogar im Stromnetz!
Darf sich nun jeder selbst erahnen was da bei manchen Familien zuhause dann abgeht
Schon so mancher Polizei Einsatz wurde dadurch ausgelöst.

21.01.2019 18:25 • x 1 #7


Frederick1

Frederick1


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lieber recovery,

ja was da in manchen Familien abgeht, echt Wahnsinn. Meine liebe Frau ist Schulbegleiterin einer Gesamtschule. Von daher weiß ich auch, wie süchtig diese Wundergeräte machen können. Und wie du deinen Wert als Mensch am smartphone festmachst. Und wie heute diese Dinger geklaut werden.....................................................................................................

Bei mir haben auf dem Esstisch smartphones nichts verloren.

Fake and Facebook statt Face to face..Ich bewege mich in meiner realen, und meiner virtuellen Welt. Ich nehme meine Welt durch Filter wahr, Filter die Facebook, Imstagram usw. heißen, und meinen Blick verzerren.

Ich nehme mir jetzt vor, achtsamer damit umzugehen, ist doch mir egal, ob in London ein Stuhl umfliegt oder nicht, oder wenn die ganzen Stars und Sternchen sich wieder trennen oder nicht. Diese blöde Gier, alles zu erfahren , alles zu wissen..

Und immer mehr Menschen bekommen Angst von den vielen Infos.


liebe Grüße,

Frederick, Hund ist noch glücklich, weil er kein so ein Wunderding hat.................


liebe Grüße,

Frederick

21.01.2019 18:55 • x 1 #8


Frederick1

Frederick1


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hallo ihr es,

Smartphone, das wurde mir heute klar, ist für mich eine Sucht, wenn ich es nicht unter Kontrolle habe, sondern das Smartphone über mich die Kontrolle hat. Aber ich möchte immer freier werden, nichts soll mich mehr unter Kontrolle haben, keine Religion, kein Alk, keine Spiele, keine Dro., keine Ängste, keine Zig., keine Menschen usw.....

Süchte können uns gefangen nehmen und depressiv, abhängig machen..............es kommt auf unser Innerstes an, was möchte ich, und was möchte ich nicht.

Wenn ich aber für mich einen Sinn finde, einen ganz persönlichen Sinn in meinem Leben, das macht mich innerlich stärker.

Ich wünsche dir und mir die Freiheit, los zu lassen, was uns Angst macht, was uns festhalten möchte, uns gefangen hält.


liebe Grüße,

Frederick Hund ist von nichts abhängig, der Glückliche.

22.01.2019 15:22 • x 1 #9




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