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Delegierte Depression mit ADHS - Venlafaxin / Opipramol

Oljafrie32

Oljafrie32

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Hallo liebe Community
Ich habe die ganze Zeit seit April gedacht ich leide nur an Generalisierter Angststörung.
Jetzt kam heraus das Ich ADHS und eine Delegierte Depression habe(eine Depression mit ängstlicher Unruhe und getriebenheit)
Nehme 187,5 Venlafaxin und morgens und abends 50mg Opipramol.Ansonsten halte ich die innere Unruhe nicht aus.
überlege jetzt auf 225 mg zu erhöhen ,weil das venlafaxin ab dieser Dosierung auch bei ADHS wirkt.
HAt jemand erfahrungen ob es bei innerer ruhe hilft?
LG

29.12.2018 10:40 • #1


Ex-Mitglied

Hallo Oljafrie32,

Zitat von Oljafrie32:
HAt jemand erfahrungen ob es bei innerer ruhe hilft?


Meinst Du hier die ängstliche Unruhe / Getriebenheit? Ob es hilft, innerlich ruhiger zu werden?

Ich kann nur von mir reden. Ich habe einige Zeit lang Venlafaxin genommen, und mir hat es nicht geholfen. Allerdings wurde bei mir Borderline Persönlichkeitsstörung diagnostiziert (starke Depressionen, Angstzustände, Suizidgedanken).

Es ist gut, die Packungsbeilage zu lesen. Manche Medikamente können deinen Zustand / Symptome verstärken bzw. verschlimmern.

Du kennst Dich selbst am Besten und wirst Veränderungen feststellen können. Im Zweifel immer Rücksprache mit Arzt.

Alles Gute.

29.12.2018 12:46 • #2


Oljafrie32

Oljafrie32


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Zitat von Versunkenheyt:
Meinst Du hier die ängstliche Unruhe / Getriebenheit? Ob es hilft, innerlich ruhiger zu werden?


Ich meinte ob das Venlafaxin gegen die innere unruhe hilft .
Ab 225 mg soll es auch bei ADHS helfen. Traue mich aber nicht zu erhöhen.

Welches medikament nimmst du jetzt?

Ich hatte eigenlich bis vor paar monaten keine suizidgedanken aber ich bin leider ein mensch der durch die ADHS eine geringe Frustationsgrenze hat und ich habe angst dass ich nie wieder gesund werde und so weiter leben muss, dass wäre die hölle.
ich will so gerne wieder einfach mal aufstehen und nicht diese innere unruhe haben. die ist morgens übrigens am schlimmsten

29.12.2018 12:58 • #3


Ex-Mitglied

Zitat von Oljafrie32:
Ich meinte ob das Venlafaxin gegen die innere unruhe hilft .
Ab 225 mg soll es auch bei ADHS helfen. Traue mich aber nicht zu erhöhen.


Ich denke, daß du unter ärztlicher Kontrolle bist, und Venlafaxin wird nicht einfach aus einer Laune heraus verschrieben. Der Arzt weiß also, was er tut.

Wie hast Du Dich denn bei geringerer Dosierung gefühlt? Wenn alles ok war, dann brauchst Du keine Bedenken haben, die Dosis zu erhöhen. Wenn Du Auffälligkeiten bemerkst an Dir nach Dosiserhöhung, immer den Arzt kontaktieren.

Ich kann Dir auch nicht sagen, ob dieses Medikament Dir helfen wird. Ich bin keine Ärztin. Ich kann Dir nur meine Erfahrungen und meine Meinung dazu mitteilen. Und jeder Mensch, jeder Körper ist anders, ergo reagiert jeder Körper anders. Was Dir hilft, muß mir noch lang nicht helfen.

Zitat von Oljafrie32:
Welches medikament nimmst du jetzt?


Ich nehme regelmäßig gar kein Antidepressiva mehr. Im Notfall Tavor (Lorazepam), diese aber wirklich nur für den Notfall. Ärzte verschreiben sie ungern, und sie machen mich auch sehr müde.

Ich hab den Glauben an diese ganzen Antidepressiva verloren, da nichts wirklich geholfen hat. 3 Sorten hab ich ausprobiert bzw. der FA f. Psychologie an mir. Ich bekam Spritzen, die haben temporär geholfen. Dies betrifft allerdings meine Person und meine Erfahrungen damit.

Wie gesagt, wenn Du Zeifel hast, der erste Weg ist Dein Arzt. Aber auch Deine Sinne für Deinen Körper / Geist.

29.12.2018 13:30 • #4


Acon

Acon

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Hallo,
Meine Dosis Venlafaxin beträgt jetzt schon seit 2014 225 mg. Zeitweise habe ich versucht in Absprache mit meinem Arzt auf 150 mg zu reduzieren, hat nicht funktioniert. Bin also wieder bei der oben genannten Dosis. Das Venlafaxin bewirkt bei mir eine innere Ausgeglichenheit, höhere Konzentration zu erreichen. Es hilft mir mein Grübeln und meine Antriebslosigkeit einzuschränken. Ob es bei bei ADHS wirkt kann, kann ich Dir nicht sagen, vertraue da Deinem Arzt. Wenn Du bisher Venlafaxin gut vertragen hast, dann versuche die Erhöhung, solltest Du feststellen, dass es nichts bringt, dann wird Dir Dein Arzt Alternativen nennen können.

Liebe Grüße
Andrea

30.12.2018 04:52 • x 1 #5


Oljafrie32

Oljafrie32


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Darf ich Fragen was deine Diagnose ist und was du in der Zwischenzeit an Therapien hattest.

Ich bin sicher dass meine ganzen beschwerden durch ADHS entstanden sind

30.12.2018 10:26 • #6


Acon

Acon

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Natürlich darfst Du mich fragen. Meine Depression wird als endogene Depression bezeichnet oder jetzt heisst es rezidivierende depressive Störung und PTBS. An Therapien hatte ich viele. Erst eine psychsomatische Kur vom Renteversicherungsträger, dann eine tiefenpsychologische Therapie mit einer Psychologin, danach ein 12 wöchigen Aufenthalt in der tiefenpsychologischen Klinik in Uchtspringe bei Stendal. Dann 2014 ein zehnwöchentlicher Aufenthalt in der Tagesklinik Lübben Verhaltenstherapie und danach bis 2016 Ergotherapie. Die beiden letzteren Therapien haben mir sehr geholfen. Habe Ende 2017 wieder versucht eine Ergotherapie zu beginnen, ging aber schief, denn zu meiner alten Ergotherapeutin ging durch meinen Umzug nicht mehr, zu langer Anfahrtsweg und mein damaliger AG hat mir eh schon Steine in den Weg gelegt. Hab mir am neuen Wohnort eine Ergotherapeutin gesucht, war ein Fehlgriff, bei uns stimmte die Chemie nicht. Also wieder weg da.
Es kann durchaus sein, dass Deine Probleme durch eine nichtbehandelte ADHS sich entwickelt haben können. Dazu befrage mal Deinen Arzt. Mein Sohn hat ADHS, was sich aber in der Pubertät positiv gebessert hat. Er war davor ein ziemlich schwieriges Kind.
Ich nehme derzeit 225 mg Venlafaxin am Morgen und 100 mg Trimipramin am Abend. Zur Zeit befinde ich mich mal wieder in einem depressiven Schub mit allen Nettigkeiten, die eine Depression so zu bieten hat.

Liebe Grüße
Andrea

30.12.2018 11:44 • #7


Josh

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Hallo,
ich will hier keinen schwarzen Peter spielen und bin auch kein Arzt, nur habe ich selbst auch ein Jahr Venlaflaxin genommen (375mg), aber ohne ADHS und nur gegen Depressionen. Mittlerweile möchte ich es wieder absetzen und ich wünschte mir hätte vorher jemand gesagt was ich jetzt sage:

Venlaflaxin war (bei mir) ein tolles Mittel. Es hat meiner Depression den Kampf angesagt, mich dazu gebracht endlich wieder ruhig denken zu können und meinem Studium nachzugehen und es hatte bis auf anfängliche Albträume die nach 4 Wochen nie wieder kamen auch keine offensichtlichen Nebenwirkungen, ein wahres Wundermittel!

ABER: Nach einer Einnahme von über einem Jahr habe ich 10kilo zugenommen ohne Änderung meines Essverhaltens und als ich dann auch mal eine Freundin hatte durfte ich im zarten Alter von 23 mit Poten. kämpfen. Mittlerweile bin ich durch Gesprächstherapie denke ich soweit, dass ich es wieder absetzen kann, aber das Absetzen ist die Hölle. Ich kämpfe mit permanenter Müdigkeit, gepaart mit Rastlosigkeit und Schwindelattacken. Ich kann mich absolut nicht konzentrieren und durch den Schwindel kann ich nichtmal viel physische Arbeit wie aufräumen verrichten, aus stetiger Angst umzufallen. Wenn ich mich dazu zwinge mich zu konzentrieren und Uni Aufgaben versuche zu lösen habe ich nach spätestens 15min bestialische Kopfschmerzen, aber ich kann nichtmal ein Nickerchen machen, weil ich nicht schlafen kann.

Fazit: Venlaflaxin tut (bei mir) was es soll und es ist empfehlenswert wenn man es wirklich braucht weil es einem schlecht geht. Bedenke nur, dass das eine Dro. ist die abhängig macht und nur weil sie ein Doktor verschreibt ist sie nicht ungefährlich. Überlege für dich selbst ob du dieses Mittel wirklich brauchst und ob die Nebenwirkungen und der in Zukunft bevorstehende Entzug es wert sind.

02.01.2019 11:32 • #8


Ex-Mitglied

Zitat von Josh:
ABER: Nach einer Einnahme von über einem Jahr habe ich 10kilo zugenommen ohne Änderung meines Essverhaltens und als ich dann auch mal eine Freundin hatte durfte ich im zarten Alter von 23 mit Poten.


Das müsste aber im Beipackzettel gestanden haben und dein Arzt hätte es eigentlich auch sagen müssen, das sind beides die Sachen die eigentlich "fast normal" sind als Nebenwirkung. Und mit 10kg bist du eigentlich noch gut davon gekommen.

Und wie setzt du es denn ab? Und seit wann?

02.01.2019 14:23 • #9


bethany

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Die Ärzte sagen das von sich aus aber nicht. Ich werde generell (auch bei körperlichen Dingen) eher wenig über Nebenwirkungen aufgeklärt. Erst, wenn ich dann was sage, dann heißt es: "Ja, das kann unter der Einnahme passieren".

Ich nehme übrigens Fluoxetin. Das ist fast das Einzige, bei dem man nicht zunimmt.

02.01.2019 15:35 • #10


Ex-Mitglied

Also meine hatten das gesagt. Beim ersten mal die Hausärztin - die hatte mir Escitalopram verschrieben mit den Worten das man das man davon nicht so zunehmen soll, wie von den anderen.
(Die auf dieser "Stufe" stehen - Duloxetin hat ja andere Wirkstoffe)

Und dann der Umstieg in der Klinik auf duloxetin - da hatte ich das für und wieder mit anderen Medikamenten besprochen.
Und bin letztendlich beim Duloxetin gelandet, weil das nicht so stark auf den Magen gehen soll.

02.01.2019 15:58 • #11


bethany

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Und nimmst du darauf zu?

02.01.2019 16:09 • #12


Ex-Mitglied

Ja habe ich - momentan versuche ich wenigsten ein bisserl weniger zu wiegen.... aber ok.

Da stelle ich mir immer die eine Übung aus der Klinik vor

Es ist nicht gut - es ist nicht schlecht - es ist so wie es ist

Nützt ja nichts - es gibt wenige Deprimittel die nicht dick machen - ich neige da eh zu und musste immer aufpassen.
Einige nehmen davon ja wohl nicht zu.

Aber mir ist es auch wichtiger den Magen zu entlasten, weil meine Eltern scheinbar so großzügig waren - von Vatern das Gen für die Depressionen und von Mutter das erhöhte Risiko auf Magenkrebs

02.01.2019 18:17 • x 1 #13


bethany

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Tja,.... die schönen Geschenke der Eltern

02.01.2019 19:38 • x 1 #14


Oljafrie32

Oljafrie32


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Zitat von Josh:
Fazit: Venlaflaxin tut (bei mir) was es soll und es ist empfehlenswert wenn man es wirklich braucht weil es einem schlecht geht. Bedenke nur, dass das eine Dro. ist die abhängig macht und nur weil sie ein Doktor verschreibt ist sie nicht ungefährlich. Überlege für dich selbst ob du dieses Mittel wirklich brauchst und ob die Nebenwirkungen und der in Zukunft bevorstehende Entzug es wert sind.


Guten Morgen
ja ich brauche sie umbedingt ,denn ohne sie konnte ich nicht mal mehr aufstehen(Zusätzlich kaputt durch die Ängste)
also momentan habe ich keine andere Alternative.

Setzt du vieleeicht zu schnell ab?
Ich kann dir ein tolles forum empfehlen
ADFD. Dort wird empfohlen alle 6 wochen 5-10% zu reduzieren damit es so wenig absetzsymptome wie möglich gibt. wenn du willst dann schaue dich dort um. lg

03.01.2019 10:27 • #15




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