Zitat von Caro66: Antibiotikum wäre kein Mittel meiner Wahl.
Antibiotika sind verschreibungspflichtig und genau genommen ein Mittel der Wahl, dass ein Arzt einem nahelegen sollte, wenn es notwendig ist. Dazu muss der Arzt aber wissen, ob es sich um etwas bakterielles handelt oder eben nicht. Eine Infektion mit einem Virus wird damit nicht behandelt, wohl aber eine durch die Infektion verursachte bakterielle Erkrankung. So kann aus einer Grippe eben auch eine bakterielle Lungenentzündung werden und wenn man das „Mittel der Wahl“ dann nicht nehmen will, trägt man die Konsequenz alleine.
Was Hildegard von Bingen mal alles an Mittelchen zusammengestellt hat, hat nachweislich geholfen, wenn es denn geholfen hat. Wenn es nicht geholfen hat, wovon man aber auch ausgehen muss, dann war es nicht das richtige Mittel für die Heilung, obwohl es ihr Mittel der Wahl gewesen sein dürfte.
Somit ist eigentlich nur bewiesen, dass bestimmte Mittel helfen können. Andere aber eben nicht. Und was dem einen hilft, muss deswegen nicht allen helfen. Dieser Umstand sollte einem zumindest bewusst sein und wenn man dann ein „Hausmittel“ das einem jemand nahe legt probieren will, so kann man das ja tun. Wenn man dann beispielsweise etwas zu sich nimmt, dass nicht hilft und dummerweise sogar für zusätzliche Beschwerden sorgt, weil man es zufällig nicht verträgt, ist man um diese Erfahrung reicher.
Mein grundsätzliches Mittel der Wahl ist, bei einer gesundheitlichen Beeinträchtigung den Fokus nicht darauf zu legen, was ich momentan nicht kann, weil ich beeinträchtigt bin. Denn es nutzt ja nichts, darüber zu jammern, was ich gerade nicht tun kann, weil es eben nicht geht. Aber es wird mich niemand, außer ich selbst, davon abhalten mich auf etwas zu fokussieren, dass ich tun kann um mich auf meine Genesung zu fokussieren und auf das was ich selbst dazu beitragen kann, weil ich es kann. Da ist der Konjunktiv nämlich nutzlos. Besonders wenn ich beispielsweise Sport treiben könnte, aber faktisch eben nicht kann, dürfte der Gedanke Sport treiben zu wollen, doch nur zusätzlich frustrierend wirken. Andererseits ist es manchmal ja eine bewusste Entscheidung, etwas nachzutrauern, dass man verloren hat oder das aktuell nicht möglich ist und das ist auch okay, wenn es nicht zum Selbstzweck wird und irgendwann mal Alternativen zulässt über die man sich dann Gedanken machen kann.