Citalon und Schlafstörungen - Nebenwirkungen?

Maunz

Maunz

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Hallo!
Da ich am Freitag ja endlich den Schritt zum Psychiater gewagt habe, bin ich jetzt mit einer Diagnose und Medikamenten versorgt...
Ich habe jetzt Citalon (morgens) und Insidon (abends) verschrieben bekommen.
Citalon schleiche ich ein (1 Woche 10mg, danach 20mg) - bei den Insidon-Tropfen soll ich noch die richtige Dosis herausfinden, momentan nehme ich 12 Tropfen - kann das bis zu 24 steigern (das soll wohl gegen die Schlafstörungen helfen).

Wenn ich jetzt irgendwelche Probleme habe - woher soll ich wissen, welches der Medis dafür verantwortlich ist? Ich fühle mich tagsüber teilweise wie benebelt, habe aber starke Schlafstörungen (seit Wochen) - das kann also vielleicht auch daher kommen?!
Wie schnell treten Nebenwirkungen denn normalerweise auf? Die Wirkung der Medikamente wird ja erst in 1-2 Wochen einsetzen...

Außerdem bin ich verunsichert, da ich in einem Jahr mehr als 10 kg zugenommen habe (u.A. durch Fressanfälle) und jetzt überall lese, dass die Meisten von Citalopram (Wirkstoff des Citalon) zunehmen. Mein starkes Übergewicht ist glaub ich eine der Ursachen meiner Depression - daher wäre das irgendwie eher kontraproduktiv...

Vielen Dank für Antworten und Hilfe!

10.03.2009 17:09 • #1


Serafina

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Hallo Maunz,

das Eintreten evtl. Nebenwirkungen ist sehr unterschiedlich und muß nicht sein.

Ein Antidepressiva braucht bis zu 5-6 Wochen. Allerdings können die Nebenwirkungen schon eher auftreten. Ich würde an deiner Stelle den Medikamenten noch eine gewisse Zeit geben, um zu wirken. Dein Körper muss sich erst darauf einstellen und das ist bei jedem unterschiedl. Wenn du unsicher bist, konsultiere deinen Arzt nochmals.

Eine Gewichtzunahme ist auch nicht unbedingt vorprogrammiert. Es ist einfach noch zu früh, die Auswirkungen zu beurteilen.

Halte durch und hoffe auf eine schnelle Besserung.

Serafina

10.03.2009 17:17 • #2


Mika

Hallo Maunz,

die Wirkung eines Antidepressivum setzt frühestens nach zwei Wochen ein, allerdings können bis zum Wirkungseintritt durchaus auch acht Wochen vergehen. Du wirst Geduld haben müssen - sei jedoch zuversichtlich: du hast schließlich den ersten Schritt gewagt und jetzt kann es ja nur noch bergauf gehen.

Die Nebenwirkungen der Medikamente treten in der Regel (leider...) gleich nach der ersten Einnahme auf. In den meisten Fällen werden sie nach einiger Zeit schwächer oder verschwinden ganz. Natürlich gibt es jedoch NW, die nicht weggehen und mit denen man nicht leben kann, z.B. enorme Gewichtszunahme bei bereits bestehendem Übergewicht. Ich selbst habe einmal von einem Medikament innerhalb von zwei Wochen acht Kilo zugenommen und die Waage zeigte von Tag zu Tag mehr an. Ein Ende war nicht in Sicht. Natürlich wurde das Medikament abgesetzt, da ich bereits übergewichtig war. Ein anderes Medikament hat mir dann, nachdem ich diese acht Kilo wieder abgenommen hatte, in einem Zeitraum von ca. einem halben Jahr eine Gewichtszunahme von mehr als 20kg beschert. Da es mir mit diesem Medikament aber sehr gut geht, nehme ich diese NW, in Form von 20kg mehr auf den Rippen, in Kauf und lebe damit, denn mein aktuelles Gewicht ist durchaus nicht so hoch, dass man denken müsste, ich könnte einen Berg hinunterrollen.

Zum Insidon: Es ist in der Tat wahrscheinlich und auch ganz normal, dass zu Anfang der Einnahme dieses Medikaments Tagesmüdigkeit auftritt (genannt "Hangover"). Ich hatte das bei einem anderen Mittel auch, aber nach ein paar Tagen war dieses "Benebelt-Sein" tagsüber verschwunden. Mach dir keine Sorgen und vor allem: Habe Geduld! Du wirst innerhalb der nächsten Tage und Wochen merken, ob du mit den Medikamenten klarkommst oder ob es nicht geht. Selbst wenn letzteres der Fall ist, ist das kein Weltuntergang. Es gibt noch zig andere Mittel und es findet sich mit Sicherheit eins, welches dir hilft und mit welchem du klarkommst!

Ich drück die Daumen, dass alles besser wird!

LG
Georg

12.03.2009 06:22 • #3


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Freddy87

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Hallo zusammen!

Kann Agomelatin eigentlich mit anderen Antidepressiva kombiniert werden? Meine Neurologin war da etwas vorsichtig und wollte es bei mir nicht zu meiner derzeitigen Medikation dazugeben.
Ich nehme im Moment Mirtazapin, Cipralex und Edronax, bei mir kommt es immer wieder zu schrecklichen Rückfällen mit schweren Depressionen und ich hätte gedacht es ist vielleicht sinnvoll das Agomelatin hinzuzufügen, um solche Rückfälle zu vermeiden.
Wäre nett, wenn ihr bischen berichten könntet, ob ihr bereits Erfahrungen mit Komibationen aus Valdoxan und anderen Antidepressiva gemacht habt oder diesbezüglich bescheid wisst.

Vielen Dank schonmal im Vorraus!

Viele Grüße

Frederik

01.06.2009 19:51 • #4


Alannis

Ich finde es richtig, dass sich Deine Ärztin da ziert - denn der Wirkstoff zeigt zwar sehr viel Positives,
hat aber auch einiges, wo man Nutzen und Risiko abwägen sollte.

Es ist nicht möglich, Deine Medikamente auszuschleichen und dann das Agomelatin
anzusetzen? Besprich Dich bitte nochmal mit Deiner Ärztin, die kennt Dich 1. am Besten
und 2. können wir dazu nicht wirklich was Sinnbringendes raten oder sagen..

LG, Alannis

01.06.2009 20:29 • #5


Serafina

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Hallo Freddy,

grundsätzlich werden wir hier keine Empfehlungen aussprechen. Das können und dürfen wir nicht. Das mußt du in jedem Fall mit deinem Artz besprechen.

Alles Gute für dich und berichte mal, was du erreicht hast.

Serafina

01.06.2009 20:30 • #6


Psyche

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Moin Freddy,

vermutlich kann es nicht oder nur eingeschränkt kombiniert werden, sonst würde sich Deine Psychiaterin nicht "zieren". Wenn Du gut eingestellt bist, ist es natürlich riskant jetzt an der Kombination was zu ändern. Es könnte passieren, daß Du dann erstmal wieder ganz bei 0 anfängst. Darum vertrau auf den Rat Deiner Ärztin und besprich mit ihr eine Alternative zur Rückfallprävention.

LG
Petra

02.06.2009 10:13 • #7


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Freddy87

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@Psyche

Meine Neurologin meinte, der Hersteller gebe keine Informationen zu Wechselwirkungen heraus, deshalb wolle sie das Medikament nicht mit meinen Medis kombinieren. Ein Freund von mir ist allerdings stationär in Behandlung und bekommt das Agomelatin sehr wohl zusammen mit anderen Medikamenten, die Ärzte sehen das anscheinend unterschiedlich, deshalb frage ich hier nach. Schade, dass keiner meine wirkliche Frage bis jetzt beantwortet hat, ich fragte, ob hier im Forum jemand Erfahrungen gemacht hat im Bezug auf Kombination des Valdoxan mit einem anderen Antidepressivum.

@Serafina
Ich erwarte keine Empfehlungen, sondern fragte lediglich nach Erfahrungsberichten hinsichtlich der Kombination des Agomelatin mit anderen Antidepressiva.

02.06.2009 12:52 • #8


Psyche

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Freddy, vermutlich hat dann einfach noch keiner Erfahrung mit der Medikamentenkombination von Dir gemacht, sonst hätte schon jemand geantwortet. Kein Grund schnippisch zu werden. Wir bemühen uns zu helfen wo es geht, einen Arzt können wir nicht ersetzen.

02.06.2009 13:34 • #9


Ina20.01

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Hallo zusammen,

gestern war ich beim Arzt, weil ich mit dem jetzigen Antidepressiva (Trimipramin) nicht klar komme. Um eine gute Wirkung (Schlaf, Entspannung, Abbau der Angst) zu haben, bräuchte ich 75mg oder sogar mehr. Aber dann muss ich immer nur essen! Das ist einfach nur ekelhaft - ich bin so satt, dass ich platze, aber ich kann nicht aufhören. Im Gespräch stellte sich dann auch heraus, dass ich die SSRI-Gruppe nicht vertrage.Wir haben so viel durchprobiert (Sertralin, Citalopram, Ciprales, Paroxetin), es hat keinen Sinn. Nun habe ich das ganz neue Valdoxan bekommen und fange heute Abend damit an. Ich soll es erst mal mit 25mg Trimipramin kombinieren, die Ärztin sah darin überhaupt kein Problem. Aber es dauert etwa 2 Wochen, bis die Wirkung richtig eintritt und für den Übergang ist halt das zusätzliche Trimipramin. Mal sehen, wie sich das so entwickelt. Ich habe extra bis zum Wochenende gewartet, damit ich sehe, was passiert. Wie gewohnt werde ich mich auch hier mit einer halben Tablette einschleichen, ich reagiere immer so stark auf alles.

Auf jeden Fall muss man lt. Ärztin und auch Beipackzettel in der ersten Zeit die Leberwerte in Abständen von 6, 12 und 24 Wochen unbedingt kontrollieren. Stellt sich bis dahin keine Verschlechterung der Werte ein, kann die Überwachung in längeren Zeiträumen erfolgen.

Ich werde hier mal berichten, wie das V. bei mir so anschlägt.

Gruß
Ina

14.08.2009 18:58 • #10


Ina20.01

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Hallo zusammen,

vielleicht interessiert es ja jemanden, deshalb schreibe ich noch mal was zum Valdoxan + Trimipramin.

Ich bin nun eine Woche dabei, habe inzwischen die normale Dosis von 25 mg (+abends 25 mg Trimi) und komme prima zurecht. Zum ersten Mal habe ich keine Nebenwirkungen außer ein bißchen Müdigkeit am Morgen. Ich habe nie verstanden, wenn andere hier schrieben "gleich volle Dosis und ich habe keine Probleme", weil ich unter allen bisher probierten Antidepressiva (alle aus der Gruppe SSRI) schrecklich gelitten habe. Am allerschlimmsten war es mit Paroxetin, ich bin hier bald die Wände hochgegangen. Nun kann ich selbst sagen, ich habe wol das für mich passende Antidepressiva endlich gefunden. Das Trimi werde ich erst mal weiter nehmen, Anfang September habe ich den nächsten Termin und dann schauen wir mal. Wenn ich nun keine Probleme mit der Leber bekomme, bleibe ich auf jeden Fall dabei!

Gruß
Ina

21.08.2009 16:48 • #11

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