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Hallo Jessica,
beim Lesen deiner Zeilen musste ich so an mich denken, als ich damals in deiner Situation war.
Ich habe damals das Gespräch mit unserer Pflegedienstleitung (PDL) gesucht und ihm gesagt, dass ich angst habe irgendwann auf der Arbeit zusammen zu brechen. Mir ging es wie dir jetzt, mich krank schreiben zu lassen, das war für mich keine Option, weil die Kolleginnen mich brauchen und ich nicht als Versagerin dastehen möchte.
Es war WE und als ich montags zum Dienst erschienen bin kam die PDL und sagte zu mir, dass ich nach Hause gehen soll und mich erstmal erholen. Ich sei so nicht tragbar.
Also bin ich zu meiner Hausärztin gegangen und die hat mir eine ÜW zum Psychiater gegeben. Dort wurde ich erstmal 2 Wochen krank geschrieben. Und mit der Krankschreibung kam auch der Zusammenbruch, da ich jetzt erst die Erlaubnis hatte, so fühlte es sich zumindest für mich an.
Ich habe mich auch jahrzente lang überfordert, aber das war mir gar nicht bewusst, erst als ich krank wurde und viel Zeit zum Nachdenken hatte, ist mir das bewusst geworden.
Ich möchte dir so sehr ans Herz legen zum Arzt zu gehen, bitte warte nicht mehr länger, ich wünsche dir nicht, dass es dir so ergeht wie mir. Lass dich krank schreiben, denn du bist krank, es ist ja nicht so dass du simulieren würdest. Du darfst auch schwach sein, kein Mensch ist immer stark, auch, wenn wir immer stark sein mussten.
Ich wünsche dir von Herzen den Mut den du brauchst um den nächsten für dich wichtigen Schritt zu gehen.
Herzliche Grüße
Robbe