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Burnout oder Depression? Was habe ich?

Marylu
Liebe Bonita, ich habe deinen Chat gelesen und finde es ganz toll, dass du so schnell einen Therapeuten gefunden hast
Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man sich endlich wieder besser fühlen möchte, es aber noch einige Zeit dauern wird
Ich wünsche dir ganz viel Kraft
Wir sind hier Gruppenumarmung

x 1 #16


Caro66
Liebe Bonita,
Ich habe leider auch gerade erst deine Beitragsfolge hier gelesen.
Respekt, das sind etliche Baustellen, die du da gleichzeitig betreust.

Nun, ich habe in dem Alter keinen Gedanken an Wechseljahre ( hätte es haben sollen,denn sie wäre manch Blickwinkel viel eher ein anderer geworden )überhaupt gehabt, so war ich ebenfalls mit meiner "Perfektion", dem Alltagsstress und meinem psychischen Innenleben ausgelastet.

Glaube mir, du bist nicht allein auf dem grossen Feld der "Sucher" nach den Gründen für die auch bei dir auftretenden Leistungseinbrüche, so man diesen Zustand für sich überhaupt selbst so bezeichnen möchte bzw.könnte.

Toll, dass du so schnell therapeutische Hilfe bekommen kannst, das macht Sinn und ist schon lange nicht mehr Normalität hier im Land.

Es wäre falsch, dir vorzeitig Hinweise oder gar Tips geben zu wollen.Du wirst mit Sicherheit viele Dinge selbst erkennen können auf dem Weg nach vorne.

Den Anfang hast du gemacht, dir Hilfe gesucht.
Ich wünsche dir Mut, Kraft und auch den nötigen Humor, die Dinge weiter anzugehen und hoffe, weiter von dir hier zu lesen...von deinem Weg....

Herzfahne
Caro66

x 2 #17


A


Hallo Bonita,

Burnout oder Depression? Was habe ich?

x 3#3


B
Heute hatte ich wieder nen Termin beim Therapeuten und wir sprachen aufgrund einer von mir geschilderten Situation über Glaubenssätze, die aus Vorerfahrungen resultieren und die mir jetzt aktuell richtig zu schaffen machen. Irgendwie hab ich als Kind ein paar Sachen missverstanden. Wenn alles gut läuft, habe ich jetzt wöchentlich einen Termin in kongnitiver Verhaltenstherapie.

Ich hoffe, das hilft mir

x 3 #18


Dys
@Bonita
Verhaltenstherapie half mir persönlich gut, am meisten brachte mir das Konzept der Schematherapie, dass mittlerweile wohl die meisten Therapeuten auch anbieten und für mich eine sinnvolle weiterführende Behandlung darstellt, wenn mal eine ACT zugrunde liegt.

Ich wünsche Dir, dass Du einen Therapeuten hast, der beide Konzepte gut miteinander kombinieren kann, denn gerade wenn an Glaubenssätzen aus Erfahrungen gearbeitet werden soll, sehe ich in diesen Konzepten, wenn ein Verständnis gegeben ist, wie alles damit zusammenhängt, eine gute Möglichkeit sich selbst auf die Schliche zu kommen, wie Glaubenssätze einen nicht nur im gefühlt positiven Sinne beeinflussen, obwohl sie ja mal begründet waren und im richtigen Kontext, ja auch weiter angewendet werden dürfen, im Bezug auf eine subjektive Wahrnehmung, die ja durchaus zutreffend sein kann.

Schematherapie ist in jedem Fall hilfreich, sich nicht zu Verallgemeinerungen hinreißen zu lassen, was Glaubenssätze angeht, sondern wann es gesund ist, den einen oder anderen Modus situationsbedingt anzuwenden. Denn was man mal um sich selbst zu schützen gelernt hat, kann eben unter Umständen irgendwann das umgekehrte bewirken und was mal beängstigend war, kann durchaus das beängstigende verlieren und tatsächlich das Notwendige sein, dass es zu tätigen gilt, auch um sich seiner Selbstwirksamkeit mal wieder bewusst werden zu können.

Ich drücke Dir die Daumen für Deine Therapie. Meine beginnt nach gut einem Jahr auf der Warteliste auch heute und ich weiß was mich da erwartet und auch dass es Zeiten geben wird, die nicht einfach sein werden und mir viel abverlangen werden.

x 3 #19


Marylu
Ich wünsche euch beiden eine gute Sitzung
Ach ich habe schon zwei VT hinter mir
Sie haben mir nachhaltig geholfen
Liebe Grüße

x 1 #20


B
So, gestern hatte ich wieder eine Therapiesitzung und ich durfte mit Hilfe der Schematherapie einen Bruchteil meiner Kindheit anschauen. Ich hatte eine wirklich schöne und behütete Kindheit und war ein glückliches Kind - dachte ich zumindest. Das Ergebnis dieser Sitzung bis jetzt ist, dass ich gelernt habe, unauffällig und nicht unbequem zu sein, gute Leistungen abzuliefern, um keinen Kummer zu verursachen und immer schön brav zu sein, damit keine schlimmen Dinge passieren. Heute bin ich nur am Weinen und fühl mich sehr verletzlich - es fühlt sich an, als trage ich die Schuld der Welt auf meinen Schultern. So ne Therapie ist echt hart - bleibt das so anstrengend und aufwühlend? Oder wird’s erst richtig schlimm bevor es gut werden darf?

#21


Dys
Zitat von Bonita:
bleibt das so anstrengend und aufwühlend?

Anstrengend ist es für mich nach wie vor, aufwühlend mittlerweile nur noch sehr sehr selten.
Zitat von Bonita:
Oder wird’s erst richtig schlimm bevor es gut werden darf?

Es darf auch direkt gut werden, ohne dass es erst schlimm sein muss.

Ich persönlich fand meine Schematherapie bislang nie schlimm, schwierig allerdings schon. Allerdings ist schlimm sicher auch Definitionssache.

x 1 #22


B
Morgen hab ich den nächsten Termin beim Therapeuten und bin seit Samstag so sehr durch den Wind, dass ich gar nicht recht weiss, was ich da morgen erzählen soll- also was am dringendsten ist🤷‍♀ in meinem Kopf sausen die Gedanken rum, ich könnt wegen „nix“ losheulen oder explodieren und würd mich gern irgendwo verstecken, wo mich niemand findet.
Es fühlt sich an, als ob nach einem oder zwei „guten“ Tagen mindestens 3 richtig üble kommen. Ich bin nicht sicher, ob der Medikamentenwechsel gut war und fühl mich einfach gar nicht, wie ich selbst. Wobei ich mir gar nicht mehr sicher bin, wie ich mich ohne Tabletten fühle🤔. Ich weiss, dass auch wieder andere, gute Phasen kommen und dass dieser Zustand vorbeigeht - aber es fühlt sich aktuell überhaupt nicht danach an und die kleine Zweiflerin in mir hat ganz schön Oberwasser😢 und hext dumme und gemeine Gedanken in meinen Kopf

x 1 #23


Marylu
Achja, es ist so blöd, dass man sich, wenn es schlechter geht, so gar nicht vorstellen kann, dass es wieder besser wird
Auf jeden Fall ist es ja gut, dass du morgen zum Therapeuten gehst und du brauchst dir gar keine Gedanken drüber machen, wir es wird, dafür ist er der Fachmann
Alles Liebe dirl Kumpel

x 1 #24


B
Ich brauch ne Pause vom Leben - nur die gibts irgendwie gar nicht, weil ja immer einfach alles weitergeht. In den letzten Wochen und Monaten kommt gefühlt eine schlimme Nachricht nach der anderen. Ich hab zwischen diesen Ereignissen gar nicht die Zeit, irgendwie auch nur ansatzweise etwas zu verarbeiten oder zu begreifen und loszulassen. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis häufen sich die Meldungen über wirklich schlimme Diagnosen und Krankheiten, plötzliche Todesfälle - einer davon war letzte Woche meine erste Liebe. Ich komm nicht mit den Dingen klar, die um mich herum passieren und fühle mich hilflos und ausgeliefert.
Trauern Depressive anders? Ist das, was ich fühle die Depression oder ist das Trauer? Resultiert meine Angst von den wirklich schlimmen Dingen, die passiert sind oder ist sie Bestandteil der Depression? Evtl. erneut geweckt? Ich hab versucht, mich abzulenken und sortiere zu Hause Dinge aus, räume um und entsorge vieles - aber ich bin so erschöpft, dass das oft nur 3-4 Stunden geht. Danach bin ich so müde, dass ich sofort einschlafe, sobald ich mich hinlege. Meine Gedanken sind durcheinander und ich kann oft das Thema nicht halten, weil schon das nächste auftaucht. Und irgendwie herrscht unter den Menschen denen ich begegne eine Unruhe und Hektik - jeder eilt und hetzt durchs Leben. Es kommt mir zeitweise fast unwirklich vor

x 1 #25


Lunatica
Das könnten meine Worte sein liebe Bonita!

Ich komme auch irgendwie nicht klar mit dieses schnelllebigen Zeit, den ganzen KI´s, AI´s usw.
Allerdings habe ich eher das Gefühl ich fühle nicht mehr richtig, als ob ich in einem Film wäre und nichts mehr selber in der Hand habe. Wie im Film Matrix. Weg
Einige würden jetzt sagen, das kommt von der Impfung. Wir sind alle vergiftet und genmanipuliert aber das möchte ich mir dann doch nicht vorstellen.
Jeden Tag passiert etwas unerfreuliches wenn man in die Medien schaut, sogar vor der eigenen Haustüre.
Ich wünsche dir viel Kraft und das etwas Ruhe in dein Leben einkehrt Herzfahne

x 1 #26


B
Ich bin jetzt die zweite Woche nach meinem Urlaub wieder in der Arbeit und bin gefühlt wieder am Anfang: Überforderung, Perfektionsdenken, Vermeidung, Rückzug, Misstrauen und noch einiges mehr.
Während der drei Wochen Urlaub hab ich (soweit es ging) mein Leben voll runtergefahren und mir für die Dinge, die ich gemacht habe, richtig Zeit genommen und diese bewusst erlebt bzw erledigt. Die Hitze hat mich ab Mittag so gut wie täglich zum Pause machen und nichts tun gezwungen. Das tat einerseits gut, weil es das Runterkommen erleichtert hat - andererseits hab ich gemerkt, dass mich dieses Nichts-Tun-Können, weil durch die Wärme einfach alles so anstrengend erscheint, unglücklich und unzufrieden macht. Es ist zum Verrücktwerden! Ich merke, dass ich Ruhe und Pausen zum Erholen brauche, halt es aber nur schwer aus, nichts oder nur wenig zu tun und rutsch dadurch in ein Stimmungstief. Die Therapie läuft bisher gut und ich konnte tatsächlich schon ein paar von den Dingen, die mich Kraft kosten, aus der Welt schaffen - dadurch wurde schon einiges leichter bzw.absehbarer für mich aber es geht in meinen Augen sehr, sehr langsam vorwärts und bei dem kleinsten Problemchen verlier ich entweder die Nerven oder den Mut (oder beides). Die nächsten drei Wochen hab ich keine Therapie ( auch ein Therapeut macht mal Urlaub) und ich hoffe einfach mal, dass nix passiert, das mich vollends überfordert. @Lunatica
Zitat:
Ich wünsche dir viel Kraft und das etwas Ruhe in dein Leben einkehrt

Danke, das wünsch ich mir wirklich auch - aber irgendwie klappt’s noch nicht so richtig

x 1 #27


FranzFranz
Zitat von Bonita:
Das tat einerseits gut, weil es das Runterkommen erleichtert hat - andererseits hab ich gemerkt, dass mich dieses Nichts-Tun-Können, weil durch die Wärme einfach alles so anstrengend erscheint, unglücklich und unzufrieden macht. Es ist zum Verrücktwerden! Ich merke, dass ich Ruhe und Pausen zum Erholen brauche, halt es aber nur schwer aus, nichts oder nur wenig zu tun und rutsch dadurch in ein Stimmungstief.

Das kenne ich in gewisser Weise auch.
Herumlungern mag ich nicht.
Dauerstress mag ich nicht.

Die richtige Balance zwischen Spannung und Entspannung zu finden ist nicht immer einfach.
Bei 30 Grad in meinem Arbeitszimmer mochte ich mich auch nicht mehr viel bewegen, aber ich habe was gefunden, was ich innerhalb meiner Leidenschaften vor allem am Computer erledigen konnte. Die alltägliche Mutterbetreuung, Haus- und Gartenarbeit bleiben sowieso, ganz unabhängig von der Temperatur.

#28


Dys
Zitat von Bonita:
andererseits hab ich gemerkt, dass mich dieses Nichts-Tun-Können, weil durch die Wärme einfach alles so anstrengend erscheint, unglücklich und unzufrieden macht.

Nur so ein Gedanke, aber mit der Wärme oder Hitze haben viele Ihre Anstrengung. Ist es da dann vorteilhaft, den Fokus darauf zu legen, was (wegen der Hitze) nicht geht, wenn es zu Unzufriedenheit führt? Denn das (wegen der Hitze) so einiges nicht geht, ist ja nunmal so und wäre dann nicht ein Zufriedensein mit dem was (noch) geht, nicht zielführender?

Vermutlich kannst Du einiges nicht, weshalb auch immer. Dann ist das so. Welchen Sinn hat es, deswegen unzufrieden zu sein. Und vermutlich kannst Du einiges mehr, dass Du wahrscheinlich auch tust. Hätte es einen Sinn, wenn Du das mal anerkennen würdest?

Persönlich denke ich, es hätte einen, weil mir das eben keine Unzufriedenheit generieren würde. Allerdings nimmt es mir dann auch die Argumente, mich zu beklagen über das, was mich unzufrieden macht. Jedenfalls bin ich der Überzeugung, das Zufriedenheit auch ein gewisses Wohlbefinden generiert, dass man allerdings auch zulassen müsste, um es als solches zu empfinden. Selbstverständlich schaffe ich es auch bei aller Zufriedenheit immer noch etwas zu finden, dass mich unzufrieden machen kann und auf das ich mich dann fokussieren kann, wenn mir danach ist, weshalb auch immer mir danach ist.

x 2 #29


A


Hallo Bonita,

x 4#15


B
@Dys
Ich versuche zu verstehen, was du meinst - und ja, es gibt Dinge, die ich trotz der Hitze und Schlappheit tun kann und dann auch ja auch mache. Nur genügt das meinem Anspruchsdenken nicht und ich hab ein schlechtes Gewissen, weil so viel mehr zu erledigen ist und ich untätig rumsitze und nicht ausm Quark komme. Ich freu mich für alle Sonnenanbeter, die mit der aktuellen Wärme aufblühen und weiss ja auch, dass wieder kühlere Tage kommen, an denen ich dann auch wieder viel erledigt bekomme und mich wohl fühle und zufrieden mit mir und meinem Leben bin. Aktuell ist dieser Zustand noch nicht erreicht - ich bin aber nicht krampfhaft auf der Suche nach Dingen und Situationen, die meine Zufriedenheit ausbremsen, falls du das über mich denkst

#30

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