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Burnout? Hypochondrie?

coco86

coco86

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Hallo zusammen,

Ich bin neu hier und muss etwas los werden.

Am Donnerstag Abend war es soweit, ich hatte einen totalen Zusammenbruch aufgrund eines Strangs welchen ich in der Brust entdeckte. Ich fing stark an zu weinen, in mir kam ein komisches Gefühl hoch und ich war (bin) mir sicher etwas ganz schlimmes zu haben.

Vielleicht fange ich Mal von vorne an;

Seit Jahren habe ich in regelmäßigen Abständen Tage an denen alles in sich zusammenbricht und ich denke es geht nicht mehr weiter. Hier geht es nicht um die Arbeit sondern eher um zu Hause. Mein Großer Sohn hat ADHS. Bei uns ist fast täglich ärger und Geschrei. Des weiteren rennt man quasi von einem Arzt zum Anderen. Nebenbei will der kleine auch noch Aufmerksamkeit. Im Moment habe ich das Gefühl ich kann nichts mehr schaffen. Alles wächst mir über den Kopf. Abgeben an meinen Mann fällt mir auch schwer. Dann kommt der Gedanke aber er arbeitet ja 8 Stunden am Tag und du musst das übernehmen - wann soll er das noch machen. Ich fühle mich pausenlos müde, antriebslos und erschöpft. Am liebsten würde ich nur noch im Bett liegen.

Seit neuestem kommt dazu, dass ich bei jedem bisschen denke, ich hätte eine schwere Krankheit. Erst ein Fleck am Bein bei dem ich dachte es sei Hautkrebs. Am Donnerstag die Veränderung in der Brust. Freitag ging ich zu einem Bereitschaftsdienst der mir sagte es wäre nix schlimmes, ich soll aber nochmal zum Ultraschall. Nach der nächsten Panikattacke heute Nacht bin ich heute morgen in die Klinik gefahren. Die Ärztin stellte auch hier einen unauffälligen aber tastbaren Befund. Der Ultraschall war auch unauffällig. Ich soll aber dennoch nochmal zu meinem Gyn. Das macht mir schon wieder Panik. Was ist wenn es doch was schlimmes ist? Was wenn sie einfach nicht richtig geschallt hat (obwohl sie es sehr ruhig und zeitaufwendig getan hat)?
Morgen sollte ich eigentlich arbeiten gehen, aber aktuell ist es so, dass ich keine Kraft und keinen Kopf habe und echt überlege mich diese Woche krank schreiben zu lassen .
Ich habe seit 6 Wochen kreisrunden Haarausfall was mich ebenso nervlich sehr stark belastet. Bisher habe ich noch keine Diagnose, aber alles was ich lese passt zum Burnout.
Wie kann ich mir selbst helfen? Was kann ich tun, dass es mir etwas besser geht?

11.09.2022 15:33 • x 1 #1


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buddl1

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... was ich lese, dir wird ein Problem gestellt und noch bevor du nachfragst nach dem warum und dem wieso, versuchst du dieses anzugehen, zu übernehmen und letztlich- allein- zu lösen.
klar, dass funktioniert recht lang und auch gut,
ja bis du eben leer bist, der Körper und auch dein geistiges inneres es nicht mehr kompensieren kann.
zunächst sind es kleine Alarmzeichen, die schnell weggewischt werden können, der Körper hat hat ja Reserven ebenso wie beim Alltagsstress. aber wenn nichts mehr da ist...
dann, ja dann nennt man das Heute Burnout!

lehne dich mal zurück, lausche deinem Atmen, wie dein eigenes Blut durch den Körper rauscht,
lass auch mal alles einfach liegen, auch die Kinder können mal warten.
sie haben nichts davon, wenn du zerbrochen bist, nicht mehr funktionierst, auch wenn sie dich nur so kennen und es von dir erwarten.
sortiere die wichtigsten Dinge und arbeite sie nacheinander ab, nicht alles zugleich, auch wenn das bisher so passte,
es ist Zeit ein Stoppzeichen zu setzen. sich etwas zurück nehmen...

sicher wird das nicht einfach, aber das ist der einzige Weg, oder du findest dich bald in einer noch schlimmeren Lage, dann stehst du hinter einem Zaun und kommst da nicht mehr heraus,
buddl1,

12.09.2022 05:35 • x 1 #2


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Stromboli

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Liebe Coco
Erstmal herzlich willkommen im Forum. Dich mit deiner Not hier zu zeigen, ist schon ein Schritt in die Richtung, wo du was tun kannst.
Weiter: Mir scheint es wichtig, dass du dir eine konstante professionelle Hilfe holst. Also nicht von einem zum andern Arzt, alle untersuchen was in ihrem Fachgebiet und anschliessend bist du damit allein. Zumindest regelmäßige Termine beim Hausarzt alle 2-3 Wochen, sofern du einen hast, dem du vertraust. Noch besser eine/n gute/n Therapeutin/-en, die oder der dich begleitet. Denn alleine gerätst du in dieses Hamsterrad von Überforderung und Versagensgefühlen.
Fühlst du dich von deinem Mann ernstgenommen und unterstützt?
Hast du eine gute Freundin, mit der du dich austauschen kannst?
Neben dem professionellen ist auch ein persönliches Bezugsnetz wichtig.
Und hier kannst du dich weiterhin mitteilen oder auch bei anderen mitlesen, es gibt hier viele, denen deine Not vertraut ist.
Alles Liebe, Stromboli

12.09.2022 06:13 • x 1 #3

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