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Bin sehr aggressiv und hasse es auf dieser Welt zu sein

wds

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Guten Morgen. Nie habe ich mit meinem Hausarzt, Freunde oder Familie geredet und doch ist es klar. Ich habe Depression. Es ist furchtbar und ich denke immer öfters daran mich umzubringen. Mich hindert nur der Gedanke meine Familie diesen Schmerz zuzufügen.
Wie alles begann: Aufgewachsen im Wohlstand und von Liebe umgeben, kann ich sagen das meine Kindheit an sich toll war. Leider war ich als Kind sehr dick und zu dem war ich in der Klasse der einzige mit Migrationsherkunft und wurde deswegen gemobbt. Ich war bis ich 15 / 16 war immer der fette sch. Ausländer.
Meine schulischen Leistungen litten darunter was dazu führte das ich keinen Ausbildungsplatz fand nach der Schule. Ich wurde Altenpfleger. Meine Eltern drängten mich quasi dazu. Ich hätte mich niemals überzeugen lassen sollen denn bis heute arbeite ich dort und das ist auch ein großer Auslöser meiner Depression. Jedenfalls ich beschloss damals anzunehmen ( mit 16 bei Beginn der Ausbildung) und von 110 Kilo ging ich in weniger Zeit auf 70 Kilo runter. Ich aß einfach kaum. aber ich wurde attraktiv. Ich wollte endlich eine Freundin und so kam das. Leider stieg mir die Attraktivität zu Kopf sodass ich von 16 bis ca. Meinem 22 Lebensjahr fast wöchentlich Partnerinnen wechselte. Ich fühlte mich wirklich wie ein Gott . Aber als ich mich wirklich verliebte und mich dieses Mädchen verließ ging es bergab. Ich rauchte wie ein Kamin. Die Arbeit wurde immer anstrengender. die Wochenenden die man im Altersheim verbringt. Streit mit Eltern. Kollegen die sich beschweren. Schicht Beginn um 5 Uhr und ich kam oft zu 2 oder 3 Stunden Schlaf. Mein Lebensstil wurde vom braven Jungen zum Bad Boy. Am Ende schaffte ich die Ausbildung und auch ich beruhigte mich. ich wurde vernünftiger nahm wieder etwas Gewicht zu verdiente mein erstes Geld und machte den Führerschein. Auch hatte ich eine süße Freundin die mich glücklich machte. Das ganze ging gut bis ca. 2017. Ich verlor meine Freundin. Die schwere Arbeit machte mich kaputt. 12 Tage am Stück arbeiten. ständiges Elend mit alten Leuten . Stress mit Kollegen. zuhause Streit bis zum geht nicht mehr. Ich bin wieder dick. und zur Krönung habe ich Idiot eine spielsucht entwickelt die mich dazu führte das ich mich immer mehr gehen lies und mich nicht pflegte. Heute bin ich 24. Habe seit 2017 keinen S. und keine Partnerin weil mein Selbstvertrauen im Keller ist . Ein paar date versuche scheiterten. Ich bin Impot. geworden. Habe mich unter Druck setzen lassen und kann keine Frau befriedigen. zumindest ist es diese Blockade im Kopf. Ich bin außer der Arbeit nur zuhause. Treffe meine Freunde nicht mehr . Sehne mich nicht nach Frauen . Spiel zwar nicht mehr aber rauche zu viel . Fresse zu viel. Bin mit mir unzufrieden. bin sehr aggressiv und hasse es auf dieser Welt zu sein . Ich habe mich isoliert wie ein höhlen Mensch und sehe echt keinen Ausweg . Jedermal wenn meine Schwester es gut meint und sagt gehen wir weg sage ich im letztenMoment ab und bekomme schuld Gefühle. Ich kann mich einfach nicht überwinden etwas anzufangen. Selbst vom Sofa zum Briefkasten kostet mich Energie. Ich bin Tot . Das ist das richtige Wort und ich erkenne keinen Sinn im Leben. Nichteinmal 1 Million Euro kann mich aufmuntern ich gehe zugrunde und möchte eigentlich nur noch gehen. Was soll ich tun . Männlich, 24 Jahre alt .

02.02.2019 06:31 • #1


rik4

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Hallo wds,

du hast in deiner Schilderung ja schon selbst gemerkt, dass etwas absolut nicht stimmt. Das ist schonmal gut, um sich damit auseinanderzusetzen. Beziehungsende und Arbeitsbelastung - zwei Faktoren die sehr häufig Auslöser von depressiven Episoden sind. So geht es vielen hier im Forum, mir selbst auch. Das hilft dir vielleicht nicht direkt weiter, es zeigt aber dass du damit keinesfalls alleine bist. Da du auch bisher mit niemandem darüber gesprochen hast und es eine ganze Weile versucht hast, mir dir selbst auszumachen, wäre es sinnvoll zu einem Arzt zu gehen. Freunde, Familie, die alle können dir letztlich nur sehr selten helfen, insbesondere wenn du auch Suizidgedanken hast. Der Hausarzt ist vielleicht der erste Anlaufpunkt um dann zu besprechen wie es weitergehen soll, z.B. mit einer Therapie. In akuten Verzweifelungslagen könntest du in eine psychiatrische Notambulanz (Krankenhaus, Uniklink) gehen. Versuche zumindest erstmal externe Hilfe anzunehmen. Das darf nicht unversucht bleiben!
Gibt es jemanden in deinem Umfeld mit dem du über deinen Zustand sprechen könntest?

Gruß.

02.02.2019 08:28 • x 1 #2


wds


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Hallo rik4. Ich bedanke mich herzlich für deine Rückmeldung. Ich werde schnellstmöglich Hilfe in Anspruch nehmen, da wie du sagst, Familienmitglieder mein "gerede" nicht ernst nehmen. Man muss funktionieren. Es wird alles verharmlost. Du bist jung usw. bekommt man da zu Hören. Leider fallen mir sporadisch keine Personen ein, die mir konkrete Tipps geben könnten.

02.02.2019 11:13 • #3


rik4

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Hallo wds,
ich kenne das von mir. Man selbst ist in einer ganz anderen Empfindungswelt als die anderen um einen herum. Das führt immer zu Missverständnissen und Enttäuschungen. "Dir steht doch das Leben noch offen", "Geh mal spazieren oder mach Sport" etc. Alles Sätze die ja stimmen, die aber keinesfalls helfen, eben aufgrund der extrem unterschiedlichen Sichtweise auf alles. Die meisten haben halt auch keine Erfahrung im Umgang damit und versuchen dann hilflos irgendwas zu raten. Daher ist es nicht verkehrt,jemanden aufzusuchen der das berufsmäßig betreibt und eher weiß, was zu tun ist. Und ansonsten schreib oder lies hier im Forum. Das kann auch etwas bringen.
Gruß.

02.02.2019 13:54 • x 1 #4




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