Aus Reha Klinik arbeitsunfähig entlassen worden - Tagesklinik

BlueAngel

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Hallo,

ich habe mal eine ganz allgemeine Frage:

Ich war von März bis Mai 2009 in Reha und bin dort arbeitsunfähig entlassen worden. Die Reha hat mir viel gebracht - allerdings nur in der Zeit, wo ich auch dort war. Mittlerweile lebe ich schon wieder sehr isoliert von der Aussenwelt, kann mich aber einfach nicht überwinden mehr raus zu gehen etc.
Mein Arzt empfahl mir in eine Tagesklinik zu gehen. Aber nur, wenn ich das wirklich möchte. Ich könnte auch in Ruhe drüber nachdenken.
An meinem Wohnort gibt es eine Tagesklinik, die er mir empfohlen hat und die er auch kennt.

Meine Frage hierzu: Wer war schonmal in einer Tagesklinink? Ist das vergleichbar mit einer Reha-Klinik (Anwendungen etc.) - nur mit dem Unterschied zuhause zu schlafen? Wie lange kann ein Aufenthalt in der Tagesklinik insgesamt dauern?

Ich weiß es sind sehr allegemeine Fragen. Aber vielleicht kann trotzdem jemand mir hierzu etwas sagen.

Liebe Grüße

Blue Angel

10.07.2009 06:58 • #1


Alannis

Hallo Blue Angel!

Ich war im letzten Jahr vom 2.4.-6.6. in einer Tagesklinik (die leider nicht gut war, aber das ist ein anderes Thema).

Du kannst davon ausgehen, dass man in einer Tagesklinik einen Plan bekommt, an welcher Therapeieinheit man wann
teilnimmt. Bei uns war das unterschiedlich und die tatsächlichen Anwendungen sehr überschaubar, die Therapeuten
haben ihre Stunden nur gemacht, wenn sie Lust hatten - aber das muss bei Dir ja nicht so sein.
(Wir haben hier auch noch eine gute Tagesklinik, bin leider irgendwie in der falschen gelandet).

Wir mußten um 8 Uhr dort sein, dann gab es gemeinsames Frühstück (ohne Therapeuten)
dann Begrüßungsrunde, in der man ansprechen konnte, wenn man ne Bescheinigung brauchte oder Medikamente.

Und verteilt auf die Woche gab es laut Plan:
- Gestaltung
- Kreativ
- 2x die Woche Körpertherapie
- Gruppengespräche, wo man das zu sagen hatte, was die Therapeuten hören wollten
- 1 Einzelgespräch je Woche (wo man strammen Schrittes durch den Park laufend besprechen sollte was man zu besprechen hat)
- Naja es gab dann auch noch Akupunktur (bekamen die Patienten je nach Sympathie)
- und Entspannungskram

Naja, es gab irgendwann auch Mittagessen, worum sich die Patienten kümmern mußten.
Und die TK sollte täglich bis 16.45 gehen, aber es gab keinen Tag an dem man länger da gewesen ist als längstens 15.30Uhr.

Um Essen, Tisch auf und abdecken, um Patienten die zusammenbrachen ... mußten sich immer die Mitpatienten kümmern (unglaublich).

Aber so wird es sicher bei euch dort nicht sein.
Ich finde Tagesklinik ansich eine gute Sache, wenn sie denn gut ist.
Es ist als wenn man zur Arbeit geht und nach Feierabend nach Hause.

LG, Alannis

10.07.2009 12:36 • #2



Hallo BlueAngel,

Aus Reha Klinik arbeitsunfähig entlassen worden - Tagesklinik

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marolonga

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@Alannis, man meint, dass du von unserer Tagesklinik schreibst, da wurde an mir so total vorbei therapiert,
aber an die Wurzel des Übels hat sich keiner dran getraut. ich fühlte mich als blinder Fleck.

Ich bekam in drei Wochen lediglich 2x ne halbe Stunde Einzelgespräch und ich fühle mich heute noch
sehr veräppelt.

Ich hatte einen Plan, der voll angstrichen war und andere die meinen Plan geesehen hatten, meinten,
ob ich nicht überfordert wäre, bei so vielen Anwendungen.

Ha, was für Anwendungen, Ergrotherapie, dass mache ich jeden Tag, also Handarbeiten und Gestaltung ist
zufällig mein Hobby, mit behinderten Hunden 1 Stunde durch den Wald rennen, einmal die Woche einen
Besuch in einem Cafe, Nordic Walking, Yoga, Rückenschule und das wars dann, wir mussten um 7:30 Uhr da
sein und es wurde peinlichst darauf geachtet, dass man erst um 16 Uhr ging. Wir wurden richtig durchgezählt.

Oft saß man nur rum und wartete auf die nächste Therapie, Es war nur graußlich, eine wirkliche Therapie
war das nu nicht.
Andere, die ich von der Hohen Mark noch kannte, die in ihrer Gegend in den Tageskliniken waren, wie
Frankfurt, Fulda und Friedberg, waren so begeistert von ihrer Tagesklinik dass ich wirklich meine, dass ich
egal wo, ins Klo greife.

Nun warte ich auf eine Reha, aber ob die nict wieder abgelehnt wird, ist jetzt wieder eine Frage.

Ich habe einen Arbeitsplatz an den ich laut Betriebsärztin erst zurückkehren kann, wenn ich eine Reha gemcht habe,
aber wenn die wieder abgeleht wird (3x wurde abgelehnt), dann weiß ich auch nicht mehr weiter, denn Geld bekomme
ich leider auch nicht mehr, da ich jetzt schon 2 Jahre krank bin und mir bis heute noch nicht geholfen wurde, denn
ich warte auch widerum auf seit 8 Monaten auf einen Therapieplatz bei einem Psychotherapeuten, es ist schon zum
stundenlang heulen.

Für mich nur ein Teufelskreis.

Aber Tagesklinik nie nie nie wieder

10.07.2009 14:58 • #3


bhoernchen

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Hallo, ich war auch mal in der Tagesklinik, hatte ziemlich viele Anwendeungen. In der Grupppe war ein Teil der Patienten, sie war 2 x pro WOche,einmal pro Woche war Einzelgespräch. Dann gab es noch Ergo und Enstspannung und für eineige Patienten Kochgruppe. Wir sind z.B. mal ins Museum gegangen oder zum BIZ beim Arbeitsamt, dann gab es noch Frühsgymnastik oder Spazieren gehen. Das gemeinsame Frühstück war freiwillig, Jeden Tag gab es eine Ablschlussrunde, 1 x die Woche eine Medikamentengrppe.

Gruß bhoernchen

18.07.2009 18:44 • #4

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