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Aufmerksamkeitsdefizit und depressiv - Konzentrationsschwäche

Alexandra2
Schon wieder Corona auf der Familienfeier. Und schon wieder Isolation, bis ich Klarheit habe.
Ich hasse das, es triggert mich so maßlos. Was tun, wenn man zurück katapultiert wird? Ablenken, ignorieren, den Tag irgendwie rumkriegen.... Wie oft ich das schon gemacht habe: abwarten, Augen zu und durch...

26.12.2023 22:39 • x 3 #121


Alexandra2
Die Kuh ist vom Eis, negatives Testergebnis. Und erholt habe ich mich auch. Aber was ich gegen den Trigger Isolation machen kann, ist das nächste Thema. Und das bei der neuen Therapeutin ab Januar. Ich hoffe meine Skepsis schnell abzulegen. Angespannt bin ich aber trotzdem.
Die körperliche Anspannung- Fluchtreflex- hab ich im riesigen Supermarkt gespürt. Die Leute kaufen ein, als gäbe es kein Morgen... Ich kann es nicht haben, wenn direkt jemand hinter mir steht oder knapp an mir vorbei nach Waren greift. Leider hat die Anspannung den fiesen Nackenschmerz verstärkt. Auch das geht vorbei.
Meine vorherige Therapeutin ist nun in Rente und ich meinte noch, sie sicher viele Nerven gekostet zu haben. Nach kurzer Überlegung meinte sie, ich sei ihr Erfolgserlebnis und hätte viel erreicht. So'n Mist, daß ich das meiste davon vergessen hab. Ich weiß nur noch, wie groß meine Verzweiflung war und wie schwer die Depression.
Aber so einige positive Erlebnisse möchte ich schon noch erinnern...
Sohni hat die Schnauze voll vom unfähigen Betreuer, schon wieder waren Rechnungen nicht gezahlt. Er löste ein Konto auf und gab den Gläubigern nicht die neue Kontoverbindung.
Infolgedessen lehnt Sohni einen anderen Betreuer ab und schon fürchte ich, er könnte wieder spielen... Ich muss loslassen.

29.12.2023 16:03 • x 3 #122


A


Hallo Alexandra2,

Aufmerksamkeitsdefizit und depressiv - Konzentrationsschwäche

x 3#3


Alexandra2
Die Stimmung ist im Keller, was macht sie da? Ist es weil mir heute klar geworden ist, dass mich das ganze letzte Jahr die Antriebslosigkeit im Griff hatte? Meistens konnte ich nach ca 3 Stunden nichts mehr machen, die Luft war raus. Dadurch konnte ich meine Ideen nicht in die Tat umsetzen. Entrümpeln kleiner Dinge ging mit großen Unterbrechungen, Renovierung fand nicht statt, Wohnungssuche auch nicht, Sport auch nicht.
Das muss ich mit meiner Ärztin besprechen. Ist wieder ein Medikamentenwechsel fällig?

03.01.2024 12:16 • x 1 #123


schusi26
@Alexandra2 Ich habe auch ADS-/+H, und sehe mich hier in fast allem wieder. Was für ein Medikament hilft dir?

03.01.2024 14:41 • #124


Alexandra2
Ohje, @schusi26 das ist ein Brett... Ich nehme Elontril 300mg plus 450mg Lithium seit 7 Jahren.
Medikinet wirkt nicht.
Übrigens kann Computersucht in Kliniken behandelt werden. Mein Sohn (auch A D S) hat letztes Jahr eine Behandlung gegen Spielsucht begonnen. Das hat positive Veränderungen gebracht... Also manchmal denke ich, das darf doch nicht wahr sein! Überall Probleme, seine versuche ich loszulassen. Nicht einfach, aber es geht voran.
Versuche weiter einen vernünftigen Therapeuten zu finden, der sich auch mit A D S auskennt.

03.01.2024 14:54 • #125


Alexandra2
Heute versuchte ich, der Antriebslosigkeit zu entkommen. Ich nahm mir Fotos und Alben vor, immerhin eines konnte weg. Alle anderen waren mir nach 5 Minuten zuviel.
Also gut, Lesen fällt schwer, fesselt mich nicht und die Konzentration lässt das nicht zu. Das stellte ich fest nach 5 Minuten... Es nervt. Ich langweile mich, was tun? Abwarten, Tee trinken. Nichts interessiert mich. Und ich will mich nicht zwingen, wie ich es früher immer gemacht habe.
Immerhin habe ich rausbekommen, dass ich spätestens jeden 3.Tag einen persönlichen Kontakt brauche. Und morgen möchte ich mit einer Freundin über Existenzängste sprechen.
Zwischendurch fällt mir Sohni ein und nein, ich denke nicht für ihn, erinnere ihn an nichts. Er muss seine Erfahrungen selbst machen, und die Abnabelung wird fortgesetzt. Das hinterlässt eine wohltuende Leere und Schreckmomente ('hat er an dies und das gedacht...?)
Und eine MFA machte mich auf eine versäumte Vorsorgeuntersuchung letztes Jahr aufmerksam, freundlich-vorwurfsvoll, eine lustige Konstellation. Also gut, Termin abgemacht und ich dachte, wieso was war denn letztes Jahr? Erst fiel es mir nicht ein. Aber dann, ach, die Erschöpfung, das ewige Tief und 10 Wochen Klinik. Danach Sohni 8 Wochen (?) in der Klinik, Besuche, Post... Kurzurlaub in DK inkl Verfahren, abgebrochener Urlaub in Schottland wegen Unwetter, Abschied von meiner Therapeutin.
Ich fürchte das Thema Medikamentenwechsel muss angeschnitten werden. Wieder Klinik? Wie geht es mir ohne Medikamente, wo jetzt bereits das Gefühl besteht, mein Stecker wurde gezogen...?

03.01.2024 21:09 • x 1 #126


schusi26
Du schreibst wie ich mich meist fühle, hick-hack, hin-her, oben-unten ich kann auch nicht lesen, 2 Seiten und ich langweile mich tödlich. Ich langweile mich sogar beim Duschen, ich hasse es. Medikinet wirkt bei mir auch nicht, bin non responder, macht mich fahrig, aggressiv, hektisch.
Mein Sohn hat von ca.12-16 J. Medikinet bekommen, er wollte es, hat ihm geholfen. Er ist Addi ohne H, man kann ihm beim Gehen die Schuhe besohlen. Mein mittlerer Sohn hat Ängste Depressionen, sehr schlimm, der jüngere ist wohl plus H, mega hektisch macht alles kaputt, Stühle Tische, Geschirr....usw

Aber weißt du was mich runter bringt und mir hilft?

Schreiben ( habe 5 Bücher geschrieben) und laute TRANCE Mukke. Dabei kann ich prima hyperfokussieren.

Ich drücke dich und denk dran, wenn man zig mal in den Keller rennt weil man so vergesslich ist, bleibt man schlank

03.01.2024 22:18 • #127


Alexandra2
Es können noch andere Krankheiten dahinter stecken: Schilddrüsenunterfunktion (beim Laufen Schuhe besohlen) in Kombi mit Depression, Vitamin D Mangel ganz fies, lässt sich aber behandeln.
In der Klinik in der ich war, kamen Kombinationen A D S mit/ ohne H mit und ohne Impulskontrollstörung (Aggressionen, Zappeligkeit) vor, und auf jeden Fall riesige Erleichterung bei Patienten, endlich zu verstehen was passiert, dass man behandeln kann und viel selbst dazu beitragen kann, mit seinen Vogeleien leben zu lernen. Wissen Deine Kinder etwas zu ihren Erkrankungen/ Besonderheiten?
Gespräche mit Sohni zeigten, wie wichtig es ist, sich als anders akzeptieren zu lernen. Man wird ja blitzschnell in Schubladen gepackt, sobald man sich ungewöhnlich verhält... Leider hat sein Lehrer das damals nicht verstanden und ihn immer angeschnauzt. Sohni stand bei Lärm von seinem Platz auf, lief durchs Klassenzimmer und war verbal nicht erreichbar, zur Belustigung der Mitschüler. Es gab eine einfache Lösung, die der Lehrer nicht anwandte. Ich finde es äußerst wichtig, mit seinem Kind auch dafür in Kontakt zu sein. Und nun akzeptiere ich, dass er sich damit auseinander setzen will.
Zumal er im Kindesalter wegen Mobbing suizidal war
Es ist schön, daß Du Dich mit Schreiben bei lauter Musik etwas entlasten kannst. Ich müsste mich körperlich auspowern, wenn ich genug Antrieb habe.

03.01.2024 23:01 • x 1 #128


schusi26
Ja, mein Sohn weiss das, lebt entsprechend, ruhig, zurückgezogen , braucht seehhrrr viel Ruhe und Zeit und Rituale, er nimmt Antidepressivas aber nicht mehr ernst. Er ist fast 29. Mit 12 hat er Medikinet sogar verlangt, heute will er davon nichts mehr wissen. Er glaubt nicht daran. Glaube ich zumindest.

03.01.2024 23:11 • x 2 #129


Alexandra2
Ich bin immer der Meinung, daß niemand mit sinem Kummer allein bleiben muss. Die ganz Introverterten/ Schüchternen brauchen eine Hand, nach der sie greifen können. Kummer besteht auch dann, wenn jemand aufgegeben hat... wie sollen sie sonst einen Anfang finden, ihr Schneckenhaus zu verlassen? Weil ich das Alles nicht hatte und mich immer allein durchgekämpft habe, weiß ich wie kräftezehrend das ist, wie einsam und verzweifelt, ja hoffnungslos ich war. Das muss ja nicht jedem so gehen.
Ich spreche von Kontaktaufnahme ohne Reglementierung, nach dem Motto wie geht es Dir, was möchtest du im Leben erreichen? Es dauert eine Zeit bis die Skepsis abgelegt wird. Dazu gehört auch, ehrlich zu sein zu den Kindern: es macht mich traurig, daß ihr nur im Zimmer seid und stundenlang spielt... ich habe mir gewünscht, daß ...
Das Schicksal meines Sohnes hat mich soviel Kraft gekostet, daß es mir schlechter ging und ich 10 Wochen in die Klinik musste. Es fiel mir schwer, ihm das zu sagen. Wenn einer seine Schwäche preisgibt, ermutigt das den Anderen, sich zu öffnen. Aber inzwischen bin ich der Ansicht, daß offene Gespräche leichter geworden sind. Dazu muss ich erwähnen, daß es außer mir kein anderes Familienmitglied mehr gibt. Dadurch war das Loslassen kompliziert. Mein Sohn hat viele Fehler gemacht und ich war da, damit er die Konsequenzen tragen kann (ua Anzeigen, Inkasso, Kündigung, Schwarzarbeit...) und habe sehr viel Schwieriges geregelt., ihm erklärt. Jungerwachsene brauchen auch Halt. Und aus dieser Erfahrung heraus schreibe ich Dir, gemeinsam über eine Zukunft nachdenken...

04.01.2024 15:16 • #130


schusi26
Huhu,

ja du hast recht und es löst ein schlechtes Gewissen in mir aus, weil ich es nicht schaffe meine Söhne aus eigenem Antrieb zu fragen wie es ihnen geht, oder was sie aktuell machen. Aus der Erfahrung heraus, dass sie die Augen verdrehen und mich stehen lassen. Ich meckere auch viel, weil morgens der schmutzige Kochkram in der Küche steht und mich das total aufregt, weil sie wissen wie sehr ich das hasse. Dementsprechend flüchten sie schon, wenn sie mich nur sehen. So kommen keine Gespräche auf. Ich wusste nicht mal dass mein Jüngster dabei ist seine Bachelorarbeit zu schreiben, das erfuhr ich als die Schwägerin ihn Weihnachten danach fragte. Uns als Eltern wird aus dem Weg gegangen und nichts erzählt. Das ist schon traurig.
Dass es mich traurig macht, weil sie nur ohne Freunde zuhause am PC sitzen, das wissen sie nur zu gut, darum meiden sie mich ja. Ich bin ziemlich ehrlich und direkt, oft zu meinem Leidwesen. Sie wissen auch genau was ich mir von ihnen wünsche ( Enkel, Schwiegertochter, Auszug, Jobsuche, dass sie einfach ihren Weg machen udn glücklich werden) was dazu beiträgt dass sie vor mir flüchten. Sie sind wie der WhatsApp Affen Emoji, ab ins Zimmer, Augen zu, Ohren zu, Mund zu!

Sie wissen auch alle drei, dass mein Mann und ich hinter ihnen stehen und helfen würden, wenn es hart auf hart kommt, das Problem dabei ist eher, dass unser Problemkind stets die helfenden Hände wegschlägt. Ich abe alles versucht ihm ins Leben in den Job in den Alltag zu helfen, alles wurde zurückgewiesen. Er WILL alleine, kannn aber nicht alleine, will es aber wohl nicht wahrhaben. So macht er eben nichts außer schlafen.

04.01.2024 15:38 • x 1 #131


Alexandra2
Das tut mir sehr leid!
Wie/ wo kannst Du Dich zurück ziehen? Wenn es momentan nicht möglich ist, eine eigene Wohnung suchen?

04.01.2024 15:45 • #132


Alexandra2
Mein zur Hälfte angespannter Rücken zieht Wirbel in Schieflage, Dehnung zu einer Seite ist prima, zur anderen sehr eingeschränkt... Was das Trauma mit mir macht. Ich konnte halverspannt durch die Stadt fahren zu Untersuchungen. Gott sei Dank ist alles gut.
Mittags gab's endlich Labskaus und später gehe ich zu Freunden. Keine Zeit für Grübeleien. Der Tag ist wesentlich besser als der gestern. Konzentration ist schwierig...

04.01.2024 15:53 • #133


schusi26
Je mehr zu tun, je mehr Aktivitäten, je mehr Ablenkung, desto weniger Grübeleien. Das ist gut.

Ich habe definitiv zu viel Zeit, zuviel Langeweile, bin zuviel alleine.

Gute Besserung und hab Spaß bei deinen Freunden

04.01.2024 16:12 • x 1 #134


Sifu
Zitat von schusi26:
Je mehr zu tun, je mehr Aktivitäten, je mehr Ablenkung, desto weniger Grübeleien. Das ist gut. Ich habe definitiv zu viel Zeit, zuviel Langeweile, bin zuviel alleine. Gute Besserung und hab Spaß bei deinen Freunden

Das geht mir auch so. Auch bei intellektueller Unterforderung springt mein Gehirn direkt wieder grübelnd in die Ängste.

04.01.2024 17:20 • x 1 #135


schusi26
@Alexandra2

ich hab ein eigenes Zimmer im Haus, das ist nicht das Problem. Allein sein ist mein Problem. Das halte ich nicht tagelang aus

04.01.2024 17:31 • x 1 #136


schusi26
@Sifu

...ist leider so

Und ich denke immer stundenlang über so einen Mist nach, der mir dann wieder schlechte vibes beschert und mir absolut nix bringt.

Was macht eine einzige Person mit 48 Millionen Lottojackpot und wie kann man nur so ein Glück haben?

Warum stehen wir alle morgens im Stau bei Dauerregen , mit muffligem Face und ändern nichts daran?

Warum bin ich nicht in Barbados oder Curacao geboren und aufgewachsen?

Wann ertrinkt die letzte Malediven Insel?

Wieso setzt man noch guten Gewissens Kinder in diese Welt?
Warum wünsche ich mir da auch noch Enkel?

Was kann ich tun um etwas sinnvolles zu tun?

Warum muss ich mich zu allem zwingen. Woher nehmen andere die Lust für den Alltag

Warum steht unser Schlafzimmer dank Dauerregen wieder unter Wasser.

wieso wohne ich da wo ich wohne, ich will Tiere und einen Bauernhof

Warum ist mein Mann ein Drinni und ich ein Draussi? Wie konnte das passieren....

usw..usf

puhhh, und das sind nur wenige dieser sinnfreien Gedanken, und das geht so tagein tagaus

04.01.2024 17:44 • x 1 #137


Alexandra2
Heute ist wieder ein umsonst -Tag: umsonst aufgestanden, versucht mich aufzuraffen, versucht mich abzulenken, umsonst. Ich hatte telefoniert, Wäsche gewaschen, Rückenyoga gemacht, mir Salat geschnippelt. Zu mehr war ich nicht in der Lage. Dabei gibt es soviel, das ich tun könnte. Die Antriebslosigkeit ist wirklich fies.
Mir ist klar geworden, daß mich die zweite unfreiwillige Isolation wegen dem Coronafall in der Familie sehr getriggert hat. Alle Gefühle der Isolation sind einbetoniert. Mental sind sie mir klar, aber abgespalten werden sie wohl immer die Depression am Laufen halten. Das ist schon ein großes Thema für die neue Therapeutin.
Ich kann nicht weinen, noch nie, das habe ich mir sehr früh abgewöhnt. Daher denke ich manchmal, wenn ich weinen könnte, täte es mir gut?
Vielleicht telefoniere ich Montag mit der Praxis; ich vermute seit längerem Wirkverlust der Medikamente. Wenn ich morgens so Mühe habe aufzustehen, ist eigentlich alles klar.
Ich könnte Montag auch Kontakt aufnehmen zur Vertretung der Therapeutin, mal sehen, das ist mir gerade auch zuviel...

06.01.2024 19:02 • x 2 #138


Ziva
Zitat von Alexandra2:
Ich hatte telefoniert, Wäsche gewaschen, Rückenyoga gemacht, mir Salat geschnippelt.


Zitat von Alexandra2:
Zu mehr war ich nicht in der Lage.

Liebe Alexandra,

ich finde, dass das, was du heute alles gemacht hast, schon recht viel ist. Lies es dir selbst noch einmal durch. Das sind vier Tätigkeiten und mindestens zwei davon sind körperlich sehr anstrengend. Mach dich nicht klein. Du hast heute viel geschafft.

06.01.2024 19:07 • x 7 #139


Alexandra2
bislang ist der Tag dunkel in meiner Seele, das kann ein Morgentief sein. Immerhin habe ich trotzdem etwas getan und warte auf Stimmungsaufhellung.
Ich verzettele mich, weil die Konzentration/ Aufmerksamkeit irgendwo spazieren geht, aber nicht bei mir ist. Das habe ich nur registriert. Beim Aufräumen springe ich von A nach B, ohne bei A fertig zu sein. Wenn ich dorthin zufällig zurückkehre, wundere ich mich, wer das da hingetan hat oder liegen ließ. An helleren Tagen finde ich das witzig, heute nicht. Aber wie lautet mein Motto: nicht nachdenken (geht sowieso nur holprig), einfach weitermachen...
Wie die neue Therapeutin mit mir weiter arbeiten will, ist mir schleierhaft. Mutig bin ich dabei auch nicht. Ich fürchte, es muss jetzt ums Eingemachte gehen: Triggerwarnung wo ist der Button?
Traumatisierung in der Kindheit und Gefühle hochholen.... Es sind von frühester Kindheit (vorsprachlich) an bis ich auszog bedrohliche Gefühle, die ich zwar mental in groben Zügen benennen kann, aber ich fühle sie nicht- ich weiß sie.
Nun mache ich weiter im Haushalt, ablenken...

08.01.2024 12:18 • x 5 #140


schusi26
Ich finde auch, dass du viel getan hast, ich habe Sa und So den halben Tag verpennt und nix getan. Verschwendete Lebenszeit und wieder schlägt das schlechte Gewissen zu.

08.01.2024 12:29 • x 2 #141


Alexandra2
@schusi26
Sich ausruhen ist wunderbar und keinesfalls Verschwendung. Sobald es Dir besser geht, siehst Du es auch so?

08.01.2024 20:46 • x 1 #142


Alexandra2
Ich habs geschafft und meine Ärztin angerufen und schnell einen Termin bekommen. Die krassen Stimmungswechsel sind unerträglich...

11.01.2024 19:15 • x 6 #143


schusi26
SUPER, weiter so ....

14.01.2024 18:52 • x 2 #144


Alexandra2
Nach dem Arztgespräch ist vorübergehend weitere Medikation notwendig. Nach 2 Tagen der zusätzlichen Tabletten ging das Zittern der Hände in Schlackern der Arme über, also habe ich es abgesetzt, und nach der Halbwertszeit wieder angesetzt. Und nun geht's. Das heißt, ich bin in der Lage, Kleinigkeiten zu tun, heute Schnee fegen und ein kleiner Einkauf. Danach brauchte ich eine Pause und schlief erstmal...
Die Hauptsache ist, es geht den Tag weiter mit Aktivitäten mit Pausen dazwischen. Das Leben schleicht an mir vorbei und ich möchte doch so einiges...
Möglicherweise ist mein Antidepressivas unversorgt, den Eindruck hatte ich von meiner neuen Psychologin. Medikinet und Ritalin sind wirkungslos. Elontril bekam ich von Ärzten in der Fachklinik.
Jedenfalls bin ich heute zufrieden mit den Unterbrechungen der Antriebslosigkeit, alle anderen Symptome sind auch da, quälen mich aber weniger.

19.01.2024 14:47 • x 2 #145


Alexandra2
A D S war gemeint.
Ich fühle mich, als ob ich gegen einen Bus gelaufen bin: nur halbwach, orientierungslos wenn ich mich nicht konzentriere, was auch nicht gut gelingt. Nach dem Aufstehen bin ich wieder müde. Ein Zustand im Halbschlaf, ätzend.
Trotz der korrekten Werte muss ich eine Glübirne umtauschen. Die gekaufte ist für Backöfen und die die ich brauche, nur für eine Salzlampe. Die gab es letzte Woche im Supermarkt und ist ein Weihnachtsgeschenk für meinen Sohn, ja jetzt schon. Er liebte seine Lampe...
Ich verstehe nicht, wieso dieselben Werte für die Salzlampe nicht funktionieren. Die Lampe selbst ist in Ordnung, ich habe sie getestet.
Ansonsten sind die Ängste über die Finanzen wieder groß, der Gasversorger langt doch ordentlich hin und eine Mieterhöhung nach der Dämmung folgt ab nächstem Monat. Natürlich ist der Januar finanziell immer ein Desaster. Als ich noch berufsätig war, war es keine große Sache- aber jetzt? Ich meine zu erinnern, 63% vom letzten Nettoeinkommen beträgt die Rente. Die EMRente ist zu hoch für eine Aufstockung, aber Wohngeld bekomme ich. Dafür muss ich den Folgeantrag stellen, wobei ich den Vermieter gebeten habe, mir die Mieterhöhung schriftlich mitzuteilen. Er wollte, daß ich das ausrechne- nein, das akzeptiert die Wohngeldstelle bestimmt nicht.
Die Preise hier sind explodiert, es gibt nichts, das davon nicht betroffen ist. Und da ab Montag wieder Streik (GDL) für mehrere Tage angekündigt ist, kommt es unweigerlich wieder zu Staus überall. Ich hätte auch gern 500Euro mehr...
Nein, es ist kein Neid, es ist Ärger über die Ungerechtgkeit, Renter so im Regen stehen zu lassen. Ich habe gearbeitet, bis es nicht mehr ging, habe den ganzen Mist der Privatisierung mitgemacht- es lohnt sich nicht, sich als Arbeitnehmerin zu verausgaben. Schwierig war es, weil mir der Beruf soviel Spaß gemacht hat und so wahnsinnig viel zu tun war. Tja...
Also jetzt ist es wohl das Morgentief, eigentlich ist das eher mittags? Jedenfalls bin ich viel zu lahm, um irgendetwas anzufangen- da bleibt nur abwarten, bis es etwas besser ist und ich wieder losgehen kann wegen der Glühbirne.
Inzwischen ist es hier fast so, wie als ich Kind war. Da musste man auch meilenweit laufen, Kaufhäuser und viele Läden sind geschlossen.

22.01.2024 11:23 • x 3 #146


B
@Alexandra2
Du hast mir aus der Seele gesprochen.Es wird immer schlimmer.Die ganzen Kosten sind kaum noch zu stemmen.
Man kämpft mit seiner Krankheit und fühlt sich im Stich gelassen.
Liebe Grüße, Birgitt

22.01.2024 19:01 • x 1 #147


Alexandra2
Ich hoffe die Negativschleife zu unterbrechen. Meine Ärztin hat ein A D S Medikament angesetzt, in der Hoffnung die Antriebslosigkeit und brain fog zu überwinden. Es ist etwas fummelig, eine exakte Dosierung zu schaffen, die verordnete ist nicht lieferbar, also stelle ich aus höher dosierten Kapseln eine Lösung her. Und gestern war ich nicht dauermüde, das fühlte sich toll an. Es ist noch nicht genügend Energie da, deshalb geht nur das Allernötigste.
Die Muskelspannung ist extrem hoch und verschiebt wieder Wirbel, aua. Hoffentlich klappt nächste Woche Schwimmen Sauna mit einer Freundin, das täte in jeder Hinsicht gut.
Wenn das Medikament wirken würde, könnte ich endlich wieder klar denken, mich erinnern (!) und mich nicht mehr wie ein aus der Zeit gefallener Zombie fühlen. Das wäre soooo schön. Jetzt spüre ich, wie sehr mich die Symptome belasten und schon so lange. Automatisierte Verdrängung hat auch Nachteile.

26.01.2024 09:25 • x 4 #148


Alexandra2
3 Tage mit dem neuen Medikament und die Welt sieht anders aus. Hoffentlich ist das keine Eintagsfliege...
Ich bin wach. Und agil, keine Schläfchen zwischendurch, kein Zwang zu Kleinigkeiten, das ist so befreiend, unglaublich entlastend. Sich aus freien Stücken entscheiden, das Gefühl ist so lang her, und einfach etwas zur Freude tun. Es soll ja Menschen geben, für die das normal ist
Ich kann mich konzentrieren, unangestrengt zuhören, aufmerksam sein ohne das ständige Geplapper im Kopf. Es ist unvorstellbar, wieviel Stress das immer ist. Und wieviel Kraft es kostet. Menschen die das nicht haben, können sich glücklich schätzen. Der Unterschied ist so riesig, dass ich es gar nicht fassen kann.
Heute habe ich den Kleiderschrank leergeräumt, geputzt, Kleidung neu zusammengestellt, Fotos gemacht, Kleidung aussortiert. Dafür habe ich in der Vergangenheit Wochen gebraucht, unfassbar.
Morgen geht's weiter mit Herstellung eines Zuschnitts für ein Kleid, das erste mal. Konfektionskleidung passt nie. Für eine Einladung zur Hochzeit im Sommer habe ich nichts passendes, bis dahin sollte ich eins geschneidert haben. Motivation, Antrieb, Zuversicht - alles da, ich werde es genießen, aber sowas von...Jede einzelne Sekunde

27.01.2024 23:14 • x 6 #149


A


Hallo Alexandra2,

x 4#30


Lobo
Das freut mich für dich .
Wie heißt das Medikament was bei dir gerade solche Wunder vollbracht hat?

Ich bräuchte was mir eine Hochstimmung macht nicht alles so teilsnahmslos hin nimmt,nichts Freude macht und innerlich nicht so tot und hohl anfühlt.

27.01.2024 23:22 • x 1 #150

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