Heute versuchte ich, der Antriebslosigkeit zu entkommen. Ich nahm mir Fotos und Alben vor, immerhin eines konnte weg. Alle anderen waren mir nach 5 Minuten zuviel.
Also gut, Lesen fällt schwer, fesselt mich nicht und die Konzentration lässt das nicht zu. Das stellte ich fest nach 5 Minuten... Es nervt. Ich langweile mich, was tun? Abwarten, Tee trinken. Nichts interessiert mich. Und ich will mich nicht zwingen, wie ich es früher immer gemacht habe.
Immerhin habe ich rausbekommen, dass ich spätestens jeden 3.Tag einen persönlichen Kontakt brauche. Und morgen möchte ich mit einer Freundin über Existenzängste sprechen.
Zwischendurch fällt mir Sohni ein und nein, ich denke nicht für ihn, erinnere ihn an nichts. Er muss seine Erfahrungen selbst machen, und die Abnabelung wird fortgesetzt. Das hinterlässt eine wohltuende Leere und Schreckmomente ('hat er an dies und das gedacht...?)
Und eine MFA machte mich auf eine versäumte Vorsorgeuntersuchung letztes Jahr aufmerksam, freundlich-vorwurfsvoll, eine lustige Konstellation. Also gut, Termin abgemacht und ich dachte, wieso was war denn letztes Jahr? Erst fiel es mir nicht ein. Aber dann, ach, die Erschöpfung, das ewige Tief und 10 Wochen Klinik. Danach Sohni 8 Wochen (?) in der Klinik, Besuche, Post... Kurzurlaub in DK inkl Verfahren, abgebrochener Urlaub in Schottland wegen Unwetter, Abschied von meiner Therapeutin.
Ich fürchte das Thema Medikamentenwechsel muss angeschnitten werden. Wieder Klinik? Wie geht es mir ohne Medikamente, wo jetzt bereits das Gefühl besteht, mein Stecker wurde gezogen...?
