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Antidepressiva abstellen

kelo

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Hallo,

ich nehme seit 2 1/2 Jahren Venlafaxin. Damals war ich seit 1-2 Monaten absolut fertig, hoffnungslos und verängstigt. Ich ging zwar noch zur Arbeit, aber nur aus Angst aufzufallen und nach Feierabend kroch ich unter die Bettdecke. Das Medikament hat mir damals aus dem tiefen Loch geholfen. Mittlerweile kann ich mit Bestimmtheit sagen, dass es mit mir seitdem langsam, aber stetig aufwärts gegangen ist.

Ich sehne mich sehr nach einem Leben ohne Psychopharmaka. Eine Leben ohne die ständige Frage "ist das jetzt eine Nebenwirkung?". Vor allem endlich wieder mit anderen Leuten ganz normal ein paar B. trinken.
Nun hatte ich den gleichen Plan schon vor genau einem Jahr, und in Absprache mit meiner Ärztin hatte ich die Dosis reduziert, allerdings nach einiger Zeit wieder erhöht, wobei es seitdem geblieben ist. An den Grund bei dem Medikament zu bleiben, meine exakten Gefühle kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich war wohl in meiner neuen Lebenssituation (neuer Wohnort, neuer "Job" etc.) noch nicht ganz gefestigt .

Auf das Thema angesprochen meinte meine derzeitige Ärztin, man müsse sich mindestens 1 Jahr OK fühlen bevor man das Zeug abstellt. Stimmt das?

03.09.2012 10:20 • #1


GastAccount

Da scheiden sich echt die Geister,. Einige sagen 1 Jahr, einige sagen 6 Monate, wieder andere nur im Frühjahr (wegen Winterdepressionen). Ich würde es vom Zustand abhängig machen. Fühlst du dich schon seit längerem sicher? Dann fang vielleicht mit einer Reduzierung an. langsam und stetig aber nicht ohne Arztabsprache. Zwingen kann dich kein Arzt zu warten. Aber ich denke, das ist wirklich eine Gefühlsfrage.

03.09.2012 11:16 • #2


Abendhimmel

Zitat:
Da scheiden sich echt die Geister,. Einige sagen 1 Jahr, einige sagen 6 Monate, wieder andere nur im Frühjahr (wegen Winterdepressionen). Ich würde es vom Zustand abhängig machen. Fühlst du dich schon seit längerem sicher? Dann fang vielleicht mit einer Reduzierung an. langsam und stetig aber nicht ohne Arztabsprache. Zwingen kann dich kein Arzt zu warten. Aber ich denke, das ist wirklich eine Gefühlsfrage.


Doch da scheiden sich echt die Geister. Eigentlich sollte man, so habe ich das mal verstanden in meiner ausbildung ein medikament nie länger wie zwischen 6 und 12 Monate nehmen. Glaubt man aber den Pharamaproduzenten - gibt es auch eine Rückfallprophylaxe und viele Menschen nehmen die Medikamente fortlaufend ein. Viele Fachärzte sind da auch nen bißchen überfordert und häufig um nicht ein neues oder einen rückfall zu ermöglichen, werden medikamente über jahre verordnet - obwohl manchmal garkein nutzen festzustellen ist.

Generell und das kann ich aus vielen Studien und eigenen Erfahrungen bestätigen - Antidepressiva´s können keine Depression, Angst/Panikstörung, Persönlichkeitsstörungen heilen!!!!

Das ist bis heute noch immer ein ganz verbreiteter Irrglauben, der natürlich immer noch sehr gefördert wird mit den verschiedensten Begründungen (organischer Mangel an Botenstoffen etc.). Medikamente lindern die Symptome - aber sie können nicht heilen. Medikamente können bei therapeutischen Maßnahmen helfen - oder diese manchmal erst möglich machen. Und mit Therapie meine ich jetzt nicht nur den Psychotherapeuten - sondern auch eigene Therapien, das versuchen etwas zu ändern und zu bewegen.

Wenn ich auf meine Depressionen und Störungen zurück blicke und wieviele Medis und Antidepressiva´s ich schon probiert habe, mußte ich feststellen - das selbst 30 verschiedene Wirkstoffe in den letzten 15 Jahren es nicht verhindert haben, das ich heute nicht an Depressionen leide. Das letzte was ich nehme ist auch Venlafaxin (schon seit über 1 Jahr) - mal höher dosiert, mal weniger dosiert - es lindert die "Extreme" aber wirklich heilen tut es auch nicht.

Und Fachärzte, nö - die wollen nichts ausschleichen (Kritik) - manchmal war ich besser ohne drauf und konnte zwar mit viel Leiden meine Probleme besser bearbeiten und dann gab es Zeiten, wo ich eine "Krücke" einfach gebraucht habe - sonst wäre ich heute nicht hier. Die besten Lösungen für dieses Problem ist, es mit der oder meiner Therapeutin zubesprechen, sie sieht wie ich drauf bin und hat den genauen "Aussenblick" und ansonst für sich selber "Das eigene Gefühl macht die Musik".

Ein Generalrezept zum Absetzen von Antidepressiva´s gibt es nicht - das muß jeder für sich entscheiden und auf sein Gefühl achten.

14.09.2012 23:22 • #3


Pyxidis

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Zitat von Abendhimmel:
Und Fachärzte, nö - die wollen nichts ausschleichen (Kritik) -


Solche pauschalisierenden Aussagen sind meistens schwierig, weil im Prinzip nie wahr.

Zitat von Abednhimmel:
Ein Generalrezept zum Absetzen von Antidepressiva´s gibt es nicht - das muß jeder für sich entscheiden und auf sein Gefühl achten.


Ja und mit diesem Gefühl geht man dann zu seinen Facharzt und bespricht sich. Denn es ist häufig so, daß es einem ja gerade durch die Einnahme eines Antidepressivas besser geht und ohne muß das nicht unbedingt sein. Vielleicht hat man aber auch schon viel in seinem Leben verändert und kann die bessere Stimmung darauf zurückführen, dann spricht nichts dagegen, das Ganze mal mit seinem Psychiater zu besprechen und dort kann man seine eigenen Wahrnehmungen ruhig in das Gespräch miteinbringen. Aber ich kann nur davor warnen, eigenmächtig zu handeln.

Viele Grüße
Pyx

16.09.2012 10:09 • #4


Abendhimmel

Zitat von Pyxidis:
Zitat von Abendhimmel:
Und Fachärzte, nö - die wollen nichts ausschleichen (Kritik) -


Solche pauschalisierenden Aussagen sind meistens schwierig, weil im Prinzip nie wahr.

Zitat von Abednhimmel:
Ein Generalrezept zum Absetzen von Antidepressiva´s gibt es nicht - das muß jeder für sich entscheiden und auf sein Gefühl achten.


Ja und mit diesem Gefühl geht man dann zu seinen Facharzt und bespricht sich. Denn es ist häufig so, daß es einem ja gerade durch die Einnahme eines Antidepressivas besser geht und ohne muß das nicht unbedingt sein. Vielleicht hat man aber auch schon viel in seinem Leben verändert und kann die bessere Stimmung darauf zurückführen, dann spricht nichts dagegen, das Ganze mal mit seinem Psychiater zu besprechen und dort kann man seine eigenen Wahrnehmungen ruhig in das Gespräch miteinbringen. Aber ich kann nur davor warnen, eigenmächtig zu handeln.

Viele Grüße
Pyx


Sorry Pyx,

ich muß z.Z. die "Zitierfunktion" wählen, weil ich arge Probleme mit meiner Konzentration habe. Aber das häufige Problem, was Menschen mit unseren Erkrankungen haben ist, das man zeitnah garnicht so die Auswahl an Psychiatern hat und kaum noch Termine bekommt. Man nimmt häufig in der Krise jemand, wo man schnell dran kommt. Vor 4 Jahren hatte ich einen guten Psychiater aber der hat seine Praxis zugemacht. Jetzt habe ich zwar eine gute Psychiaterin - die allerdings in einem Z**-Zentrum sitzt und da sind Gesprächszeiten für Kassenpatienten sehr begrenzt, davor habe ich 4 mal wechseln müssen.

Das Hauptproblem ist immer noch "wie finde ich einen guten Psychiater, wo es auch noch mal nen Termin gibt - wenn es mal recht schlecht geht" und das ist von Stadt zu Stadt auch noch sehr unterschiedlich, vor allem wenn man aufgrund seiner Angststörung garnicht in der Lage ist weitere Wege zurückzulegen.

Also wenn ich lese "Solche pauschalisierenden Aussagen sind meistens schwierig, weil im Prinzip nie wahr." stimmt nicht - weil wenn von Termin zu Termin immer mehrere Monate vergehen und wenn man ausschleichen möchte dann steht im Bericht schnell drin "mangelnde Krankheitseinsicht". Naja gut - ich habe lange Jahre als Krankenpfleger in der Psychiatrie gearbeitet, u.a. auch in der Ambulanz - ich kenne diese Art von Berichte und kenne auch die Not der Patienten an einem Termin beim Facharzt zu kommen.

Häufig gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede, vor allem wie der Patient versichert ist. Bei meiner Psychiaterin ist es so, ein Kassenpatient bleibt ca 5 bis max 10 Minuten im Zimmer, ein Privatversicherter/Beamter/oder Zusatzkasse 30 Minuten. Und wirklich krass ist (es spiegelt sich der Computerbildschirm im Bilderrahmen hinterm Schreibtisch) nach 5 Minuten blinkt es Orange und ab 10 Minuten rot und dann wird das Gespräch meisten schnell beendet. Nächsten Termin in 5 Monaten!!!!

Nicht jeder hier hat eine(n) so guten Psychiater(in) wie andere es immer gerne schreiben!!!!

16.09.2012 23:41 • x 1 #5


Pyxidis

1045
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Hallo Abendhimmel,

Zitat:
Nicht jeder hier hat eine(n) so guten Psychiater(in) wie andere es immer gerne schreiben!!!!


ja das stimmt wohl, daß nicht jeder einen guten Psychiater hat.

Aber daraus zu verallgemeinern (= pauschalisieren), daß alle Psychiater schlecht sind und niemand befürwortet Medikamente auszuschleichen stimmt eben auch nicht.

Ich beispielsweise bin sehr zufrieden mit meiner Psychiaterin. Ich bekomme kurzfristig Termine auch im Akutfall, sie nimmt sich sehr viel Zeit für mich (ist mir manchmal sogar ein bisschen lästig, weil ich so viel erzählen muß/soll) und hat auch im geringsten nichts dagegen, daß ich mein Antidepressiva jetzt ausschleiche. Also wohl das krasse Gegenteil von dem was Du beschreibst.

Und ja ich mußte auch einmal wechseln, weil bei der ersten die Chemie nicht gestimmt hat. Aber das steht mir ja auch wie jedem anderen frei das zu tun.

Ich sehe auch, daß es die Mißstände gibt, die Du beschreibst. Ich wehre mich nur dagegen zu sagen, daß es immer und überall so ist. Das stimmt nämlich nicht und ist eine einseitige in Deinem Fall zu negative Sicht.

Im Akutfall gibt es beispielsweise auch die Institutsambulanzen (PIAs), an die man sich wenden kann.

Oder wenn ein Psychiater dagegen ist, daß das Medikament ausgeschlichen wird, hat auch er meist gute Gründe, die der Patient, weil ja kein Facharzt vielleicht auch nicht immer nachvollziehen kann.

10 Minuten sind im Übrigen für ein Gespräch beim Pychiater auch gar nicht mal so kurz, denn therapeutisch kann so ein Gespräch sowieso nicht sein, denn dafür hat man seinen Therapeuten und da ist der Psychiater der ganz falsche Ansprechpartner.

So das sind so meine Gedanken dazu.

Viele Grüße
Pyxidis

19.09.2012 13:02 • #6


Caspara

154
Zitat von Abendhimmel:
Eigentlich sollte man, so habe ich das mal verstanden in meiner ausbildung ein medikament nie länger wie zwischen 6 und 12 Monate nehmen.
Was soll das denn? Sag das mal nem Diabetiker! Oder jemadem mit chronischen Schmerzen oder koronarer Herzkrankheit!
Zitat:
Viele Fachärzte sind da auch nen bißchen überfordert und häufig um nicht ein neues oder einen rückfall zu ermöglichen, werden medikamente über jahre verordnet - obwohl manchmal garkein nutzen festzustellen ist.
Da spricht der Laie!
WEnn ein Medikament einen "normalen" Zustand ermöglicht (sei es ein Blutdruckmittel - normaler Blutdruck; ein Diabetes-Präparat - normaler Zucker; ein Antidepressivum - normale Stimmung), dann wirkt es! Was glaubst du, wieviele Hypertoniker ihr Blutdruckmittel absetzen mit den Worten: "Der Blutdruck war doch normal, da hab ich das Zeug abgesetzt. Das brauch ich ja jetzt nicht mehr!"

Zitat:
Generell und das kann ich aus vielen Studien und eigenen Erfahrungen bestätigen - Antidepressiva´s können keine Depression, Angst/Panikstörung, Persönlichkeitsstörungen heilen!!!!
Zeig mir bitte diese Studien!
Zitat:
Das ist bis heute noch immer ein ganz verbreiteter Irrglauben, der natürlich immer noch sehr gefördert wird mit den verschiedensten Begründungen (organischer Mangel an Botenstoffen etc.). Medikamente lindern die Symptome - aber sie können nicht heilen. Medikamente können bei therapeutischen Maßnahmen helfen - oder diese manchmal erst möglich machen. Und mit Therapie meine ich jetzt nicht nur den Psychotherapeuten - sondern auch eigene Therapien, das versuchen etwas zu ändern und zu bewegen.
Und ich sage: man braucht beides! Einige Depressionen gehen nur mit MEdikamenten weg, einige nur mit Psychotherapie. Aber noch ein Teil braucht halt beides.

Zitat:
Und Fachärzte, nö - die wollen nichts ausschleichen (Kritik)
[/quote]Das kann ich so nicht bestätigen!

21.09.2012 14:06 • #7


Caspara

154
Zitat von Abendhimmel:
Also wenn ich lese "Solche pauschalisierenden Aussagen sind meistens schwierig, weil im Prinzip nie wahr." stimmt nicht - weil wenn von Termin zu Termin immer mehrere Monate vergehen und wenn man ausschleichen möchte dann steht im Bericht schnell drin "mangelnde Krankheitseinsicht".
In welchem Bericht?
Zitat:
... ich habe lange Jahre als Krankenpfleger in der Psychiatrie gearbeitet
Nicht nur Ärzte sind die schlechtesten Patienten... (sorry, konnte ich mir grad nciht verkneifen!

Zitat:
Bei meiner Psychiaterin ist es so, ein Kassenpatient bleibt ca 5 bis max 10 Minuten im Zimmer, ein Privatversicherter/Beamter/oder Zusatzkasse 30 Minuten.
Und dann? Schmeißt sie dich mitten im Satz raus? Wenn du noch mehr besprechen willst, dann mach das! Schreib dir vorher deine Fragen udn Themen auf und nimm den Zettel dann auch mit in die Sprechstunde.
Manchmal lohnt sich auch das Suchen nach einem neuen Arzt. Aber wenn du so negativ eingestellt bist, dann wirst du schwerlich jemanden finden, der dein Problem ausreichend würdigt (nicht böse gemeint).

Trotzdem alles Gute!

21.09.2012 14:12 • #8


Abendhimmel

Auch das beinhaltet unser krankheit und was ich haeufig erleben durfte ist, der psychiater muss oben stehen, der patient ganz unten und wenn man kritik ausuebt - jouw dann ist der patient immer der boese und unwillige. Wenn man gerade versucht seine Liste an fragen abzuarbeiten bekommt man schon die hand gereicht und wir sehen uns, naja machen sie einen neuen termin....

Man macht einen neuen termin, aber ploetzlich gibt es keine termine mehr??? Ja in 6 Monaten koennten Sie einen neuen Termin bekommen, aber vorher geht garnichts - noch nicht mal mehr notfallmaessig.

Ich weiss, besonders krankenpfleger und schwestern sind auf kritisches beobachten getrimmt, kranke aerzte allerdings auch - weil wir nicht zu allem ja und amen sagen, aber ich denke das jeder mensch der an depressionen leidet kritisch mit den verordnungen umgehen sollte, bevor er sie nimmt. Und nicht mit der Einstellung vorgehen "Wir muessen uns den neuen Medikamenten oeffenen, die tun soviel gutes"

Wollen wir bis an unser lebensende antidepressiva schlucken? nur weil wir alle abhaengig sind von den aerzten und abhaengig von deren verordnung?

Ich denke man sollte sich schon sehr selbstbewusst abgrenzen und auch genuegend eigenkritik walten lassen....

so gut nacht

22.09.2012 07:08 • #9


Abendhimmel

Aber dazu wird wohl hier Niemand etwas antworten wollen, weil Ihr Alle waeltzt Euch in Eurer Krankheit - was der Arzt sagt ist Gottes Wort und das nimmt ihr voellig kritiklos hin - aber das ist auch Euer eigener Fehler!!!

Ich vergesse nie die Worte einer Mitpatientin: "Auch Du musst Dich den neuen Medikamenten oeffnen - das ist so toll und schoen..."

Weil Alle glauben, das in den Medikamenten die Loesung aller Problem liegt - nur weil der Psychiater das so entschieden hat.....

25.09.2012 06:44 • #10


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Albarracin

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25.09.2012 07:55 • #11


Abendhimmel

Naja mehr als negative Kritik haette ich an diesem Punkt auch nicht erwartet - weil wie unkritiklos Menschen sein koennen bestaetig sich in Deinem Beitrag!!!!

Wenn man hier auch nicht zu allem ja und armen sagt, wird man gerne abgeurteilt - aber warum????

26.09.2012 07:16 • #12


GastAccount

Ehrlich gesagt finde ich deine Reaktion gerade sehr bezeichnend. Du spielst den Ball zurück und tust so, als ob die Antwort von Wolfgang kritiklos gewesen wäre. Das ist im Prinzip ein Todschlagargument: "Mir gefällt deine Antwort nicht, also schmeiße ich zurück, dass du genauso "dämlich" wie alle anderen bist". Das ist wirklich armselig (amen schreibt man übrigens ohne "r" - hat mit Armen nichts zu. Sorry, bin in Korinthenkacker, wenn es um solche Fehler geht - oder doch nicht?!).

Wenn wir hier sowieso alle nur Dro., abhängige, und kritiklose, depressive Trottel sind, dann frage ich mich ganz ehrlich, was du hier eigentlich möchtest? Müssen alle nach deiner Meinung pfeifen, damit du dich bestätigt fühlst? Brauchst du das? Ist es nicht doch eher interessant, wenn man auch auf andere Meinungen trifft und die vielleicht anhört und begreift?

Schaffst du es jetzt eigentlich meine Antwort sachlich aufzunehmen und nicht polemisch zurückzuwerfen? Ich bin gespannt!

26.09.2012 09:47 • #13


Abendhimmel

Aufgrund meiner schlechten Erfahrungen bezuegl. Forum und MOD-Verhalten - ich habe Euch nur ausgetestet. Auf die sachliche Ebene bezogen, habe ich hier eher einen sehr negativen Eindruck von Eurem Forum. Sachlichkeit ist nicht umbedingt eure Staerke!

Naja uns sonst, ich glaube nicht das man von mir momentan irgendwelchen sinnvollen Beitraege erwarten kann, eigentlich sind es die verzweifelten Versuche sich von dem extremen Schmerz der Trauer abzulenken, Versuche sich aus einem Tief irgendwie zu befreien, den extremen Schmerz zu der Krankheit zu ueberwinden - was wirklich momentan nicht leicht ist.

Mein Onkel ist vor 2 Wochen verstorben, Er war mein einzigster Onkel, mehr ein Vater und noch mehr die einzigste maennliche Bezugsperson in meinem Leben. Kurzum, ich bin Halsueberkopf in die USA geflogen, ich bin zu spaet angekommen und ich haette ihn einfach nur noch einmal gerne in meinen armen gehabt - aber ich war einfach nur zu spaet, ich konnte nicht so schnell einen flug bekommen.

Trauerarbeit zu leisten, wenn man selber trauert, wenn man selber merkt das man schon am Ende ist - eine Loesung habe ich dafuer noch nicht gefunden. Ich versuche zu helfen und verbrauche das letzte an Kraft was ich habe. Ich muss fuer meine Tante dasein, weil ich noch der Einzigste bin aus der Familie der das kann - aber selber verbrennt man dabei und muss haeufig die eigene Trauer unterdruecken. Aber jetzt moechte ich noch vieles schreiben, aber sehe an meinen router das er abgestuerzt ist - man lebt hier halt nicht in der stadt wie in deutschland, sondern auf dem land und ganz weit draussen....

27.09.2012 08:27 • #14


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Steffi

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Abendhimmel wurde von mir eben gelöscht.
Antworten auf sein posting sind daher entbehrlich.

27.09.2012 11:28 • #15


Caspara

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Zitat von Abendhimmel:
Aber dazu wird wohl hier Niemand etwas antworten wollen, weil Ihr Alle waeltzt Euch in Eurer Krankheit
Mir kommt es gerade vor, als ob du dich mit der Depression ganz wohl fühlst. Also nicht gesund, aber i.S.e. sekundären Krankheitsgewinns. WAs das bei dir ist, das weißt du selbst am besten.

28.09.2012 10:52 • #16

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