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Erstverschlimmerung bei Antidepressiva ganz normal?

FELIX1981

FELIX1981

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Hallo,
Wollte mal nachhören, ob hier User sind, die auch derartig heftig auf neue Antidepressiva's reagieren und das schon bei Minimaldosen? Nehme seit Montag zusätzlich zu Mirtazapin (Abends 37.5mg) noch Escitalopram morgens. Montag und gestern jeweils einen Tropfen (1mg), wollte heute auf 2 Tropfen hochgehen und aus Versehen kamen 3 Trofen aus dem Fläschchen und ich dachte 'ach so wild wird das schon nicht werden'. Weit gefehlt der Tag war der absolute Horror. Brutale innere Anspannung/Unruhe, Angst und Panik. Musste vorhin ne Tavor Expedit 1.0 nehmen, weil ich dachte einzugehen.
Kennt ihr derartig heftige Einschleichnebenwirkungen auch ? Meine Therapeutin sagt ich soll vorerst mit einem Tropfen weitermachen.
Hab diese heftigen Erfahrungen aber auch schon bei Sertralin, Venlafaxin und Paroxetin gemacht. Teilweise noch heftiger (lag wohl an der Dosis und das ich nur Tabletten und keine Tropfen hatte), dass die Medikamente wieder recht schnell abgesetzt wurden nach Rücksprache mit Psychiaterin und Therapeutin (die auch Ärztin Ist). Hänge nun Seit März 18 in diesem Loch, mit Klinikaufenthalt und langer Krankschreibung. Bin nun wieder krankgeschrieben. Ich kann so einfach nicht im Job bestehen und Kundentermine wahrnehmen.
VG
Felix

06.02.2019 17:48 • #1


Luna1985

Luna1985

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Hallo Felix,

ich kann nur Mutmaßungen anstellen. Evtl ist das Serotonin bei dir ok. Du nimmst ja schon das Mirtazapin. Oder dein Körper braucht ne Weile, um sich an die neue Medikation zu gewöhnen. Wobei 1mg Escitalopram ja nicht wirklich viel ist. Sprich nochmal mit deinem Arzt, der kann dir da sicher mehr dazu sagen.

LG Luna

06.02.2019 18:28 • x 1 #2


FELIX1981

FELIX1981


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Hi Luna,
habe heute auf 2 Tropfen (2mg) erhöht und fühle mich unterirdisch schlecht. Soll bei Bedarf Tavor nehmen. Halt so wenig wie möglich. Bin maximal verzweifelt gerade. Gestern war es eigentlich ok und heute haut es mich wieder komplett um.Angst, Panik und diese Hoffnungslosigkeit.

08.02.2019 13:33 • #3


Axel61

Axel61

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Das ist halt sehr individuell. Ich nehme jetzt seit 3 Tagen volle Escitalopram Dragees (das sind 20mg) und habe kaum Nebenwirkungen. Vielleicht ein leichtes Druck-Gefühl im Kopf und Licht-Empfindlichkeit. Emotional hat es tatsächlich schon eine positive Wirkung. Ich werde jetzt Abends das Stangyl, auf Anraten meiner Psychologin, früher nehmen, damit die ermüdende Wirkung früher einsetzt. Vielleicht schaffe ich es dann mal vor 1:30 einzuschlafen.

Aber das wird Felix kaum helfen. Es sollte nur nicht der Eindruck entstehen, dass es in 90% der Fälle schlecht funktioniert. Ist wie in Motorrad-Foren, wo die Besitzer sich über die Schwächen ihren Lieblings auslassen, während keiner über die Stärken schreibt. Das erschreckt dann Neue immer

08.02.2019 13:48 • x 1 #4


FELIX1981

FELIX1981


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Hi Axel,
Du hast natürlich Recht. Verteufeln wollte ich das Zeug nicht. Vielmehr meine Befindlichkeiten mitteilen und wissen, ob es anderen Leuten ähnlich geht. Auch wenn es für den Einzelnen hart ist , beruhigt es ja oft weil man weiss man ist nicht gersde alleine auf weiter Flur mit seinen Nebenwirkungen.
Wie ist deine Diagnose? Bei mit ist es Angst und Depression gemischt. Ggf bringt dieser Umstand per se mit sich, dass man viel sensibler auf jede noch so kleine körperliche Regung reagiert.
VG
Felix

08.02.2019 14:00 • #5


Axel61

Axel61

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Mittelschwere-Schwere Depression. Extreme Angstzustände hatte ich diesmal aber nicht. Vor 12 Jahren hatte ich aber schon mal zeitweise Halluzinationen. Der neue Anfall ist jetzt nicht ganz so schlimm. Ich habe aber Anfang Januar auch sofort reagiert und erst mal wieder alle Ärzte von damals aktiviert bzw. neue gesucht.

08.02.2019 15:17 • #6


FELIX1981

FELIX1981


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Ok. Wünsch Dir auf jeden Fall eine schnelle Genesung.
Bei mir ist halt die Angst/Panik dominant und das lähmt mich regelrecht. Sobald dieses Symptome nachlassen , werde ich auch generell wieder klarer. Aber die Spitzen nun mit Benzos abzufangen , bis das neue Medikament vollständig hochdosiert ist und auch greift, ist halt auch nicht das gelbe vom Ei.aber was für Optionen hat man wenn es ein so massiv packt und nicht mehr loslassen zu scheint? Zur Therapie gehe bzw kann ich nur 1mal pro Woche. Ab und an wenn wer anspringt, ist ein zweiter Termin drin. Wünschte mir aktuell jeden Tag ein professionelles Gespräch.

08.02.2019 16:08 • #7


Luna1985

Luna1985

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Vielleicht hilft es dir, dich abzulenken. Welche Techniken hast du denn in der Therapie bisher erarbeitet, um mit den Angstzuständen umzugehen?

Da ich nicht weiß, wie dein Tag so aussieht, ob du aktuell arbeitest etc., kann ich nur allgemein sagen, was mir zur Ablenkung so einfällt: Spazieren gehen oder am geöffneten Fenster sitzen und die kalte Luft spüren, ein heißes Bad nehmen oder kalt duschen (je nachdem, was dir besser erscheint , was gutes Essen, eine Rauchen, Musik hören, Sport machen, einen Film anschauen (möglichst keinen Film, der deine Angst triggert), handwerklich was machen, die Wohnung umgestalten, usw. Muss ja nicht viel sein, man kann sich mit der Tätigkeit ja Zeit lassen.

LG Luna

08.02.2019 21:37 • #8




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