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Angst vor Geräuschen / Nachbarschaftslärm

Julie_Norden

Julie_Norden

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Moin Moin,

ich habe ein sehr diffuses Problem, bei dem bislang weder Medikation noch ein Therapeut helfen konnte. Ich bekomme Panik, wenn Lärm aus der Nachbarschaft kommt. Egal ob zuhause oder auf dem Campingplatz.

Aber der Reihe nach: Ich habe zehn Jahre in einer wirklich sehr hellhärigen Wohnung gelebt. Die Wohnung war von vier anderen Wohnungen umgeben. Fröhlich schallerte der Lärm (Kaffetassen-geklirre, Mixstab, Wein entkorken, Handybrummen, Gespräche, Husten, Niesen, Wasserrauschen, Musik, Schritte, Stuhl-schieben, ganz schlimm war es mit Besuch) aus jeder Wohnung. Vor allem oben und unten teilte ich mir quasi. Leider hatten beide Wohnungen noch extra Herausforderungen: über mir zog man fünf mal ein und aus und wohnte mit einem extra-lauten Mann zuletzt, unter mir sogar zeitweilig zu fünft mit einem Baby. Auf 50qm. Der Lärm hat mich gestresst. Aber nicht beängstigt.

Das kam mit einem mal, als ich 2016 in einen Burn-out rutschte. Januar 2017 habe ich mich dann endlich krankschreiben lassen, da war ich aber auch schon weit, weit drüber. Ich wollte mich also zuhause auskurieren. Was passierte? Die Frau unter mir nahm eine kleine Familie mit zwei kleinen Kids auf (50qm!) und über mir zog wieder eine neue ein, die sich direkt ein Pärchen aus Griechenladn dazu nahm, die fröhlich unfassbar laut abends mit Athen skypten. Ich bin wahninnig geworden. 1,5 Jahre war ich in der Wohnung wie gefangen und konnte mich nicht vom Burn-out erholen, der Lärm hat es vervielfacht und so viel schlimmer gemacht!

Der Lärm aus den zwei Wohnungen hat mri so zugesetzt, dass ich weinend in meiner Wohnung saß. ich konnte nicht schlafen, habe mir Ohropax in die Ohren so weit reingeschoben, dass es wehtat, darüber eine enge Mütze, darüber eine Kapuze, darüber ein Kissen, damit ich nichts höre. Aber klar, das Nervensystem hat jede Schallwelle wahrgenommen, an Schlaf war nicht zu denken. Ich war über Wochen in einem Panikrausch. Ein echter Rausch, der nicht aufhörte. Cortisol, 24h lang. Nichts hat geholfen, wirklich gaaaar nichts.

Tja und davon hab ich mir eine chronische Panik eingefangen. Ich habe Angst, wenn ich nur ein Poltern aus einer Wohnung wahrnehme. Ganz übel ist es bei Musik. Nur ein Beat und mein Herz wummert in Todespanik. Auch hier: nichts hilft. Keine Medikation, die Therapeuten sind überfragt, weil alles so unspezifisch ist. Sogar Angstherapeuten zucken nur mit den Schultern. O-ton an der Havel in einer Rehaklinik: Kenn ick nich. Unterbewusst kann es die Angst vor Konfrontation sein. Nachbarn zu konfrontieren und aus der Situation nicht raus zu können. Und die Angst, sich nicht ausruhen zu können. Denn auch wenn ich seit zwei Jahren wieder arbeite - ich bin noch komplett Burn-outer. Müde und erschöpft bis zum umfallen.

Daher tritt genau diese Panik auch auf, wenn mir Dinge zu viel werden.

Ein riesen bescheuerter Kudelmuddel.

Wir sind nun in eine sauteure Wohnung gezogen, die Neubau ist und tatsächlich kaum Geräusche der Nachbarn überträgt. Aber durch Corona ist im Innengarten auf einmal ständig was los - das war vorher nie so wurde uns geschworen. Und gegenüber hat seit heute wieder eine Kneipe auf, wo die Besoffkis vorstehen und sich lauthals zuprosten. Und ich reagiere direkt wieder mit Panik. Man, das nervt mich so. Akzeptanz hin oder her.

Ich wäre so dankbar wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teil! Vielleicht ist geteiltes Leid ja halbes Leid

Danke!

14.05.2020 19:15 • x 4 #1


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DamianTheWolf

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Hallo @julie_norden,

Du bist mit diesem Problem nicht alleine! Ich habe genau das selbe Problem, wenn auch in einem nicht ganz so starkem Ausmaße. Ich dachte schon ich wär der Einzige der solche Probleme hat.

Bei mir ist es so, dass ich zur Zeit in einer kleinen 1-Zimmer Wohnung in einem kleinem, sehr seeehr altem Haus wohne wo man so ziemlich alles hört. Dazu befindet sich meine Wohnung auch noch im Erdgeschoss, wo natürlich alle Hausparteien immer vorbei müssen, wenn sie ein und aus gehen. In dem Haus lebt ein Ehepaar und eins ihrer Söhne. Alles Türken. Was mich an sich nicht stört, das Problem ist nur, dass Türken bekanntermaßen ziemlich laut sein können, vor allem wenn sie sich unterhalten. Und wenn sie streiten, was hier auch ab und an mal vor kommt, wird dass dann noch lauter. Man hört wirklich ALLES. Ich höre hier unten im Erdgeschoss wenn jemand ganz oben rum läuft, anders herum auch schon habe ich fest gestellt. Auch den Fernseher vom Stock über mir höre ich jeden Tag oder auch nur wenn die sich normal unterhalten. Dazu kommt dass vor allem der Vermieter also der Vater der Familie sehr viel raus und rein geht. Er geht mehrmals am Tag in den Garten schaffen und wenn er halt im Hausflur rumrennt, und die Tür dauernd auf und zu geht ist das extrem laut und oft geht dass dann über Stunden hinweg.
Ich krieg dann immer mega den Kollaps, weil dazu habe ich noch andere Probleme, bzw. Ängste, beispielsweise dass ich mich permament beobachtet fühle und verfolgt, bzw. gestalkt fühle. Also beispielsweise habe ich permament Angst dass die anderen mich irgendwie belauschen oder immer gucken was ich mache oder sowas in der Art, total bescheuert. Aber auch die Geräusche an sich sind schon stressig genug für mich.
Außerdem kann ich so auch mich nicht in meiner Wohnung frei aus leben, ich kann keine Musik ohne Kopfhörern hören, ich bewege mich sehr leise, und auch Videos oder sowas gucke ich nur mit Kopfhörern.
Dazu ist es auch noch meine aller Erste eigene Wohnung, was dann auch an sich nochmal sehr komisch und gewöhnungsbedürftig ist und das alles und dann das noch zusätzlich ist nicht sehr angenehm.
Es hängt von meiner allgemeinen psychischen Verfassung ab wie ich auf den Lärm reagiere. Mal stresst es mich einfach nur, mal nervt es mich eher, es kann aber auch richtige Panikattacken verursachen, wo ich zitter, keine Luft bekomme, Schweißausbrüche habe und gar nichts mehr mit mir anfangen kann. Das hält aber meistens nicht dauerhaft an, also kommt natürlich darauf an wie laut es ist und wie viel die Rumlaufen. Meistens lässt es so am Abend bzw. in der Nacht dann nach, sobald es etwas ruhiger im Haus wird. Das ist meistens so ab 12 Uhr. Und damit ich noch ein paar Sachen dann machen kann bleibe ich momentan meistens bis um 3 oder 4 wach. Schlafen tu ich oft am Tag, da bekomm ich den Lärm zum Glück nicht mit, da ich so ziemlich nichts höre wenn ich schlafe, nicht mal den Wecker. Durch das ganze habe ich mich wirklich zum Nachtaktiven entwickelt.

Aus verschiedenen Gründen bin ich grad auf der Suche nach einer anderen Wohnung, die etwas größer ist, nicht so dünne Wände hat, und vor allem nicht grad im Erdgeschoss und direkt an einer stark befahrenen Straße liegt. Unter anderem eben deswegen, dann weil immer andauernd Leute in meine Fenster gucken, was bei eh schon vorhandenem Verfolgungswahn/Beoachtungsgefühl nicht grad hilfreich ist. Außerdem habe ich mittlerweile 2 Katzen, deswegen die Wohnung auch einfach zu klein ist und außerdem haben ein paar bestimmte Leute die mich seit meinem Outing als Transgender nicht wirklich leiden können (vorher eigtl. auch schon nicht aber dadurch ist das jetzt ausgebrochen) jetzt irgendwie raus gefunden wo ich wohne... und das ist nicht gut. Deswegen will ich in eine andere Stadt ziehen, diese Stadt kann ich sowieso nicht leiden.

Ja, das war es denke ich so von meiner Seite. Ich konnte dir zwar nicht wirklich weiter helfen, aber vielleicht hat es dir ja schon geholfen zu wissen dass du damit nicht alleine bist. Mir hilft es jedenfalls grad sehr, da ich bisher damit nie Ernst genommen wurde und ich immer nur gesagt bekommen habe dass ich akzeptieren muss das Nachbarn halt auch Geräusche machen... Naja würde mich freuen, wenn man sich vielleicht auch mehr darüber austauschen könnte.

Dir wünsche ich jedenfalls alles Gute und einen schönen Abend!

Liebe Grüße, Damian

14.05.2020 21:13 • x 4 #2


Julie_Norden

Julie_Norden

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Lieber Damian,

irgendwie bescheuert, dass es mich erleichtert, dass du die Problematik kennst. Ich möchte ja gar nicht, dass andere auch so leiden aber dennoch erleichtert es mich natürlich! Bei dir kommen nochmal ganz andere Komponente zusammen, die ein ganz schönes Brett sind. Ein Auszug tut dir sicher gut. Unsere Wohnung sollte doch - gerade mit mentalen Problemen - unser Schutzort sein!
Und wenn man dann so fremdbestimmt ist und noch Druck von Außen bekommt ist das einfach nur schlimm!

Mir merkt man mein Innenleben gar nicht an. Meine Tochter nimmt das gar nicht ernst, wenn es mich stresst, dass sie Besuch da hat oder wir auf dem Campingplatz laute Nachbarn haben. Dieses rasende Gefühl von Todespanik. Was ja leider nicht mal eine Attacke ist, sondern tagelang anhält.

Was kannst du tun um dich zu entlasten in den Situationen? Hilft dir irgendwas? Mein Lebensretter waren sauteure aber unfassbar hilfreiche Noise-Cancelling Kopfhörer. Zwar ist das keine Dauerlösung aber für den Moment hilft es.
Liebe Grüße
Julie

15.05.2020 07:19 • x 5 #3


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DamianTheWolf

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Liebe @Julie_Norden ,

Das ist ganz und gar nicht bescheuert. Klar, man wünscht es keinem aber dennoch ist es für einen selber natürlich eine Entlastung wenn man weiß dass man nicht damit alleine ist. Wie du schon im ersten Beitrag geschrieben hast: Geteiltes Leid ist halbes Leid Vor allem, wenn man von anderen nicht Ernst genommen wird und nur sowas zu hören kriegt wie "stell dich nicht so an"
Ich kenn das von mir dass ich auch schon solche Gedanken hatte wie "Ist das nicht von mir total übertrieben Angst vor so etwas zu haben?" Weil man kann den Nachbarn ja schließlich nicht verbieten Geräusche zu machen, vor allem, wie in meinem Fall, im eigenen Haus. Deswegen ist es für mich ehrlich gesagt auch eine Erleichterung endlich jemanden zu kennen der das kennt, auch wenn es mir natürlich leid für dich tut.

Und ja, es ist schlimm wenn man wirklich sozusagen absolut keinen Ort hat wo man sich zurückziehen kann, wo man sich geschützt fühlt. Weder draußen, noch in den eigenen vier Wänden. Auf Dauer tut das einer Psyche absolut nicht gut, da der Körper dadurch ja durchgehend im Stressmodus ist und nie zur Ruhe kommt. Und wir Menschen brauchen auch unsere Zeiten wo wir zur Ruhe kommen können, sonst endet das nur in einem Burn-Out.

Also wenn das durchgehend tagelang anhält ist das natürlich echt schlimm! Ich habe ja wenigstens nachts in der Regel Zeit mich davon einigermaßen zu "erholen" mehr oder weniger, auf dass ich am nächsten Tag dann alles wieder von vorne durchmache. Oder wenn die Nachbarn mal für nen Tag weg fahren oder so, was aber leider durch die momentane Situation nicht passiert.

Wenn es richtig schlimm ist höre ich mit Kopfhörern richtig laut Musik, sodass ich es nicht mehr höre. Meistens Metal oder halt Rockige Musik oder auch Dubstep, weil ich sowas eh gerne höre. Ich hab dabei nur das Problem, dass ich dann durch die Angst die Kopfhörer immer wieder runter nehme weil es mir genauso Angst macht nicht zu wissen was los ist sozusagen. Also ich muss immer wieder überprüfen ob die beispielsweise noch im Hausflur rumlaufen und prüfen ob die "mich nicht wirklich belauschen" oder sowas.

Auch hilft es mir, wenn ich dann mein Gaming Headset aufsetze und zocke, es muss aber ein Spiel sein auf das ich mich nicht zwangsläufig konzentrieren muss. Meistens spiel ich dann einfach GTA Online, fahr n bisschen Sinnlos durch die Gegend und beschäftige mich mit den anderen Spielern. Das ist auch eine super Ablenkung, dabei schaffe ich es meistens auch nicht andauernd überprüfen zu müssen.

Ich habe auch schon versucht in solchen Momenten mit Kopfhörern Videos auf YouTube zu schauen, also ich gucke gerne Let´s Plays, aber da habe ich gemerkt dass ich mich null darauf konzentrieren kann, weil ich hier das selbe Problem wie mit der Musik habe, nur etwas schlimmer. Und ich höre dann trotzdem alles wenn es im Video etwas leiser wird. Und wenn es im Haus zu laut wird kann ich auch das Video gar nicht weiter gucken.

Also ja, meine Kopfhörer sind meine Lebensretter. Und ich setze viel auf Ablenkung. Es könnte auch helfen in solchen Momenten einfach mal raus zu gehen, ne Runde Spazieren zu gehen, ich weiß nicht wie das bei dir ist. Bei mir hilft es aber nicht, weil ich mich momentan nicht traue alleine die Wohnung zu verlassen, wenn ich weiß dass die Nachbarn rumlaufen sowieso nicht weil ich Angst habe, dass die mich ansprechen wegen irgendwas. Aber vielleicht hilft es dir ja. Ist zwar auf Dauer auch nicht hilfreich, weil du kannst ja nicht ständig nur spazieren gehen aber eventuell in Momenten wenn es schlimmer ist? Dass du sozusagen zwischendurch mal verschnaufen kannst?
Sonst fällt mir jetzt leider auch nichts ein, was da helfen könnte. Vor allem auf lange Sicht gesehen. Bei Ärzten warst du deswegen ja schon, das wäre das letzte was mir jetzt einfällt, tut mir Leid :/

15.05.2020 11:09 • x 3 #4


Julie_Norden

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Muss dir gar nicht leid tun, lieber @damianthewolf! Ich hab mittlerweile einfach gelernt, dass nichts hilft und versuche die Angst einfach da sein zu lassen. Sport, Yoga, Meditation, hilft alles nichts. Wir sind ja extra umgezogen und die Wohnung ist wirklich besser. Wobei ich auch gemerkt habe, dass Kaffe oder Koffein bei mir mich auch schneller triggern können. Und leider hilft der Schluck Wein sofort. Glücklicherweise bin ich mir dessen bewusst und trinke nur, wenn es mir gut geht. Und sowieso eher selten. Ich arbeite ja ganz reguläre, bin also eh oft unterwegs. Grade fahre ich mit dem Rad, 7km hin und dann wieder zurück. Das tut auf jeden Fall auch gut.

Ich hoffe, du findest eine bessere Umgebung für dich, in der du dich wohlfühlen kannst. Ist da etwas anonymes besser oder fühlst du dich da ggf. noch beobachteter? Hast du Chancen auf einen baldigen Umzug oder stresst dich das Thema? Dann frag ich nicht weiter!
Ich kenne das so gut mit dem Dilemma der Kopfhörer! Mit dem Absetzen und der Angst, nicht zu wissen, was einen erwartet. Ach man, wenn unser gehirn udn under verstand sich doch verknüpfen könnten. Es wäre so viel leichter. Hast du einen Therapieplatz, hast Du Betreuung? Wobei mir meine ja nicht helfen können, da super unspezifisch und die Pille gibts dafür auch nicht.

Liebe Grüße
Julie

15.05.2020 14:45 • x 4 #5


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DamianTheWolf

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Ich denke es hilft schon ein wenig wenn man sie einfach nur akzeptiert und lernt damit umzugehen. Und mit dem Alk. ... ja da sollte ich jetzt mal etwas aufpassen, das hat bei mir leider etwas Übermaße angenommen aus verschiedenen Gründen. Deswegen versuche ich in nächster Zeit erstmal gar nichts Alk. mehr zu trinken, bevor das noch mehr ausartet. Ja, frische Luft, Sport tut auf jeden Fall gut, da hast du Recht.

Nein, das Thema stresst mich nicht, also zumindest nicht darüber zu sprechen, also du kannst gerne Fragen stellen Aber danke für die Nachfrage!
Danke, das hoffe ich auch. Das Problem dabei ist halt nur dass mein Budget nicht allzu hoch ist, da muss ich halt echt schauen wie ich da was gescheites finde, was auch nicht zu weit von hier weg ist. Weil meine Mutter hat eine Krankheit bei der jederzeit was passieren kann, mein Vater ist gesundheitlich zur Zeit auch nicht ganz auf der Höhe, ist vor paar Wochen von einem 5m Balkon gefallen und hat dazu noch ein paar chronische Krankheiten, und mein Freund wohnt ja schließlich auch hier. Da kann ich also nicht zu weit weg ziehen. Außerdem ist es zusätzlich noch mit den Katzen etwas schwierig, weil ja nicht überall Haustiere erlaubt sind. Ich habe eine Wohnung hier ziemlich in der Nähe im Auge. Das Haus gehört einem Auftraggeber von meinem Vater. Erstmal müssen wir aber abklären ob da Haustiere erlaubt sind und dann will ich sie mir natürlich erstmal ansehen. Die ist hier ganz in der Nähe und es gibt eine gute Busverbindung dahin. Und die Stadt dort ist auch ganz schön, und eher ruhig was natürlich für mich super wäre. Das Einzige was mich etwas beunruhigt ist dass in diesem Haus hauptsächlich Studenten wohnen, die sind halt in der Regel auch nicht grad die ruhigsten, aber da muss ich einfach mal schauen und fragen wie laut die so sind. Die Wände sind hoffentlich auch etwas dicker.

Zitat von DamianTheWolf:
Ist da etwas anonymes besser oder fühlst du dich da ggf. noch beobachteter?


Da muss ich jetzt fragen, was genau du damit meinst? ^^"

Ja, ich bin seit über 2 Jahren wegen verschiedener Dinge in Therapie, mit diesem Thema konnte mir mein Therapeut aber leider auch nicht weiter helfen bisher. Er hat mir zwar ein paar Skills gezeigt, mit sowas umzugehen, beispielsweise an so einer Ammoniak Phiole riechen, Igelball, Stachelmatte, Schärfe und sowas aber das funktioniert bei mir eigentlich nie. Stresst mich eher noch zusätzlich. Also ja, auch ich muss wohl lernen damit zu leben.

Liebe Grüße, Damian

16.05.2020 11:00 • x 2 #6


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Ylva

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Lieber Damian!
Ich wünsche dir, dass die Wohnung, die du im Auge hast, für dich passt.
Und wenn nicht, viel Glück für deine weitere Suche!
Ich hoffe, du findest bald eine, in der dich du und deine Katzen wohlfühlen.

Liebe Grüße, Ylva

16.05.2020 11:13 • x 2 #7


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DamianTheWolf

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Zitat von Ylva:
Lieber Damian!
Ich wünsche dir, dass die Wohnung, die du im Auge hast, für dich passt.
Und wenn nicht, viel Glück für deine weitere Suche!
Ich hoffe, du findest bald eine, in der dich du und deine Katzen wohlfühlen.

Liebe Grüße, Ylva


Vielen Dank, liebe Ylva! Das ist sehr lieb von dir.
Liebe Grüße, Damian

16.05.2020 11:22 • x 2 #8


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Bergwald

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Liebe Julie

Wow, ich kann dich auch echt gut verstehen... gerade in Kombination mit Burnout, wenn die Nerven eh schon blank liegen, verträgt man ja noch viel weniger

Tat mir total leid zu lesen, dass dir seitens Ärzten nicht geholfen werden konnte. Was für Therapeuten hattest du denn als Ansprechpartner bez. der Ängste, auch Verhaltenstherapeuten?

Ich wollte dir einfach mal ganz viel Verständnis da lassen! Und noch ein Input, auch wenn ich nicht direkt helfen kann, aber bist du vielleicht auch noch hochsensibel o.ä.? Dann sind Geräusche ja oft auch schon per se schwierig.

LG!

29.05.2020 00:00 • x 1 #9


Julie_Norden

Julie_Norden

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Liebe @bergwald,

danke für deine Antwort! So ist es, die Nerven liegen blank und du kommst nicht zur Ruhe, diese lange Phase war sogar schlimmer als der Burn-out im Job. Quasi hatte ich einen Burn-out im Burn-out. Kein Wunder, dass ich mir da jetzt eine Angst-"Macke" bei weggeholt habe.
Zitat von Bergwald:
Tat mir total leid zu lesen, dass dir seitens Ärzten nicht geholfen werden konnte. Was für Therapeuten hattest du denn als Ansprechpartner bez. der Ängste, auch Verhaltenstherapeuten?


Lieb dass du fragst. Ich bin sowohl in Verhaltenstherapie gewesen, als auch in Ärztlicher. Auf Reha gab es dann diesen Angsttherapeuten, der aber nur lapidar antwortete das kenne er nicht, da wisse er nicht was man da machen könne. Das war leider nicht sehr ergiebig. Bislang schlugen auch keine Medikamente an.
Zitat von Bergwald:
bist du vielleicht auch noch hochsensibel o.ä.? Dann sind Geräusche ja oft auch schon per se schwierig.

Treffer versenkt Ich bin tatsächlich hochsensibel veranlagt. Du siehst, da kommt auch eine Menge zusammen. Ich bin nun froh, dass wir in diese Neubau-Bude gezogen sind. Die hält tatsächlich die Nachbarn ab, wenn ich die schallisolierten Fenster geschlossen halte. Das ist ein wahrer Luxus. Nur die Terasse kann ich kaum nutzen, aber ich hoffe, ich selber gehe mit der radikalen Akzeptanz irgendwann mehr in die Gewöhnung. Vielleicht hilft es einfach, dass ich mich in der Wohnung komplett zurückziehen kann. Zudem - falls jemand auch Probleme mit Geräuschen hat - haben mich die Anschaffung eines Noisecanceller-Kopfhörer gerettet und meine superguten Ohropax von SonicShop. Sweet Dreams. Wirklich, ich habe so viel getestet - das sind die Besten. Ich beschere denen glaube ich auch einen exorbitant hohen Umsatz, seit ich sie gefunden habe

Also, nochmals vielen Dank für deinen Input. Wie so oft hilft es ja auch schon sehr, sich darüber austauschen zu können.

Einen schönen, sonnigen Tag!

29.05.2020 09:44 • x 4 #10


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Kürsche

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Seid ihr hierüber schon mal gestolpert? https://www.netdoktor.de/search/?q=hyperakusis
Hab gerade mal ein bisschen gegoogelt, weil ich gerade meinen schnatternden Kolleginnen am liebsten eine Bratpfanne über den Schädel ziehen möchte, für mich kein neues Problem, aber bisher ungelöst.

09.06.2020 13:34 • x 2 #11


Julie_Norden

Julie_Norden

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Hach, das ist es leider bei mir nicht. Ich liebe Tiergeräusche! Hundebellen macht mir gar nix aus. Bei mir kommt es zur Angst, sobald ich durch Menschen in meiner Ruhe gestört werde. Vor allem Musik macht mich FEDDICH. Ich will dann echt den Exitus. Wegen Latino-Pop vom Nachbarbalkon.

Oder Campingplatz, Musik oder laute Camper. Schlimm.

09.06.2020 13:37 • x 3 #12


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DamianTheWolf

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Zitat von Julie_Norden:
Hach, das ist es leider bei mir nicht. Ich liebe Tiergeräusche! Hundebellen macht mir gar nix aus. Bei mir kommt es zur Angst, sobald ich durch Menschen in meiner Ruhe gestört werde. Vor allem Musik macht mich FEDDICH. Ich will dann echt den Exitus. Wegen Latino-Pop vom Nachbarbalkon.

Oder Campingplatz, Musik oder laute Camper. Schlimm.


Ja, dem schließe ich mich an. Es gibt Geräusche die ich gar nicht abkann, es gibt aber genauso Geräusche die mich wiederrum gar nicht stören. Und auch bei mir sind es hauptsächlich die Geräusche die von Menschen verursacht werden, die mich dann so mega stressen

09.06.2020 16:32 • x 1 #13


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Kürsche

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Okay. Abneigung gegen bestimmte Geräusche. Dann vielleicht hier:

Was ist die Phonophobie?
Diese Störung ist bestimmt durch die Angst oder die Wut beim Hören bestimmter Geräusche in Extremfällen der Misophonie spricht man auch von Phonophobie. In einer solchen Situation kann der Betroffene einen Nervenzusammenbruch , Schweißausbrüche und sogar Herzrasen erleiden, beispielsweise beim Geräusch von Besteck auf einem Teller.

In diese Kategorie fällt auch die Furcht vor lauten Geräuschen wie Hupen, Alarmen, Sirenen, Feuerwerk und Verkehrslärm in großen Städten. Hier finden Sie einige Anzeichen einer Phonophobie:

Panikattacken
Nervenzusammenbrüche
beschleunigter Herzschlag
übermäßiges Schwitzen
Stress
Übelkeit
Schwindel
unerklärliche körperliche Schmerzen
Ohnmacht

(gesehen auf einer vertrieblich orientierten Website, deswegen verlinke ich das hier nicht)

Ich bin offenbar eher die Misophonikerin:

Was ist die Misophonie?
Der Begriff miso ist griechischen Ursprungs und bedeutet Hass oder Abneigung; das griechische phonie wiederum bedeutet Geräusch. Die Misophonie bezieht sich somit auf die Unverträglichkeit bestimmter Geräusche, wie das Tropfen eines Wasserhahns, die üblichen Tippgeräusche einer Tastatur, das Kauen von Kaugummi. Neben den genannten Szenarien können viele weitere Situationen bei Betroffenen eine enorme Gereiztheit auslösen.

Auch bekannt als selektives Geräuschempfindlichkeits-Syndrom, ist die Misophonie ein neurologisches Problem, bei dem im zentralen Nervensystem Schalleindrücke mit anderen Stimuli verwechselt werden. Dadurch kann eine Person mit Misophonie irrelevante Geräusche nicht ignorieren. Die versteifte Konzentration auf die unangenehme Situation, wird dann zum Auslöser für extreme Verstimmungen.

Gerade weil solche Zwischenfälle unauffällige Geräusche betreffen, verursachen sie ernsthafte zwischenmenschliche Probleme. Die Geräusche können für die betroffene Person so unerträglich werden, dass sie dem Verursacher gegenüber sogar übergriffig werden kann. Daher vermeiden Betroffene es oft, das Haus zu verlassen.

Die Reaktionen auf unangenehme Geräusche können je nach Grad der Misophonie variierien zwischen leicht, mittel oder schwer. Hier finden Sie die Hauptsymptome der Störung:

übermäßige Reaktion auf einfache Geräusche
verzweifelte Versuche, unbequeme Orte zu verlassen
unverhältnismäßige Gereiztheit
schlechte Laune
Wutanfälle
Beleidigungen des Verursachers eines Geräusches


Sehr interessant. Ich werde mal meinen Psychiater drauf ansprechen.

09.06.2020 19:50 • x 1 #14


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Gelba

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Liebe Julie_Norden
und Lärmgeplagten.

Fingerheb
Menschengemachter Lärm in Wohnumgebung und hsp...
Von keinem verstanden.

Genau das was Ihr schon schriebt mit fremdbestimmt, kein Schutzort und dass vollkommenes schalldichtes abkoppeln auch nichts ist.
Ebenso Verlagerung in ruhigere Nachtstunden.
(Jedoch werd ich bei Lärm am Tag wach und kanns nicht wegschlafen).

Seit vor paar Jahren Fassadenbauten und Einbau Kunststoffenster etc, das ganze zog sich über ca. 7 Monate komm ich bei Baulärm und Bohren innerhalb kürzester Zeit an mein Limit.
Gegenüber war 3 Wochen mini_Baustelle. Was kostete mich das Nerven.
Irgendwas ist immer, Laubbläser, Baumfällarbeiten,Rasenmähen,Bohrerei
(Dazu extremer Zig.)

Mein Nervensystem ist durch sowas total überreizt.

Ich verstehe auch nicht, warum Menschen dann noch darüber hinaus Krach machen mit immens lauten Unterhalten, Türenknallen etc.
Manchmal hab ich das Gefühl andere sind halbtaub, dass sie die laute Welt problemlos ertragen und darin noch vermeidbaren Lärm erzeugen.

Bei Schilderung wurde ich auch nur stets seltsam angeschaut!

Ich kenne dieses Beklemmungsgefühl und diese Ohnmacht nur allzu gut, die weit übers nur Genervtsein hinausgeht.

Es muss nicht totenstill sein.
Nur ab ner gewissen Schwelle von Lärm und je weniger Pausen dazwischen desto überreizter wird mein Nervensystem und je weniger vertrag ich dann.

'Schön', dass man doch nicht allein damit ist...

09.06.2020 23:41 • x 4 #15


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Bergwald

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Ach bin ich auch froh, nicht allein zu sein...

Ganz schlimme Geräusche sind für mich: Kindergeschrei (wenn sie weinen und/ oder wütend brüllen, was ich verstehe und Kinder eigentlich mag, aber halt die Geräusche dazu trotzdem kaum ertrage), wenn jemand Besteck in die Schublade wirft, das Geräusch, das ein Putzlappen auf gewissen Tischtüchern erzeugt, schmatzen...

Von Baustellen und Zügen nicht zu sprechen. Ich war auch mal viele Monate einer Baustelle direkt gegenüber ausgesetzt und leicht am Limit...

Mhhh... könnte das neben HSP auch mit A.D.(H).S. zusammen hängen, oder können diese Probleme auch noch ganz separat auftreten?

10.06.2020 07:07 • x 2 #16


Julie_Norden

Julie_Norden

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Na, bei mir ist es durch den Burnout gekommen, als ich so dringend Ruhe brauchte und diese mir verwehrt wurde. ich war den nachbarn ausgeliefert. Und das hat sich bis heute gehalten, trotz Umzug. @Kürsche hat da auf jeden Fall gute Krankheitsbilder rausgeholt.

Und ich bin wirklich demütig dankbar dem Erfinder der Noise Cancelling Kopfhörer. I love you.

10.06.2020 07:28 • x 3 #17


Julie_Norden

Julie_Norden

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Zitat von Gelba:
Ich verstehe auch nicht, warum Menschen dann noch darüber hinaus Krach machen mit immens lauten Unterhalten, Türenknallen etc.
Manchmal hab ich das Gefühl andere sind halbtaub, dass sie die laute Welt problemlos ertragen und darin noch vermeidbaren Lärm erzeugen.

DAS, liebe @Gelba ist auch vor allem mein Problem! Wenn ich merke, jemand gibt sich Mühe, wummert die Panik nicht so. Aber dieses egozentrische ICH ICH ICH auf der Welt, das macht mich leider ganz fertig. Grrrr.

10.06.2020 07:30 • x 4 #18


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Bergwald

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Zitat von Julie_Norden:
Na, bei mir ist es durch den Burnout gekommen, als ich so dringend Ruhe brauchte und diese mir verwehrt wurde. ich war den nachbarn ausgeliefert. Und das hat sich bis heute gehalten, trotz Umzug. @Kürsche hat da auf jeden Fall gute Krankheitsbilder rausgeholt.

Und ich bin wirklich demütig dankbar dem Erfinder der Noise Cancelling Kopfhörer. I love you.


Ich hatte auch eine massive Erschöpfung und bei mir habe ich einen leichten Verdacht, eine A.D.S.- Tendenz zu haben, die wiederum Erschöpfung/Burnout begünstigen könnte durch gewisse Verhaltensweisen und die Reizoffenheit. Aber nur eine Theorie auf mich bezogen.

10.06.2020 08:18 • x 3 #19


Julie_Norden

Julie_Norden

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Finde ich super, dass du diese Möglichkeit hier teilst @Bergwald ! Unsere Psyche ist so ein feines, sensibles Konstrukt und es ist die Nadel im Heuhaufen, seine Diagnose zu finden!Ist doch toll, dass man hier alles zusammenträgt, was evtl. Auslöser sein könnte.
Ich habe und hatte auch im Burnout eine super Konzentration und Leistungsfähigkeit des Gehirns, was alles noch unsinniger macht Hab grad mal von dir inspiriert einen Online-ADS-Test gemacht aber das war nicht meine Schwierigkeit. Ich brauch einfach Ruhe. Und die nehme ich mir jetzt - gehe heute um 18h isn Bett
In diesem Sinne - schlaft gut!

10.06.2020 16:23 • x 2 #20


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Gelba

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Wünsche Dir von Herzen, dass Du dann gerade einen ruhigen Schlaf findest liebe Julia_Norden!

10.06.2020 18:52 • x 2 #21


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Kürsche

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Gute Nacht, Julie!

10.06.2020 19:00 • x 2 #22


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Bergwald

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Sehr gerne, Julie! Für mich war es nämlich eine Art Heureka-Moment, als ich dachte, dass nicht nur die Arbeit selbst mich in den Burnout/Erschöpfung getrieben hat, sondern es wohl noch weitere begünstigende Faktoren gibt...

Wow, ich freu mich für dich, dass nicht jeder so ein Shatterbrain kriegt wie ich wie hat sich denn bei dir das Burnout bemerkbar gemacht?

Ich habe letzte Woche eine neue Stelle angefangen und es lief eigentlich super an. Trotzdem merke ich gerade, wie anfällig ich noch immer bin... bin total schnell wieder mega erledigt, Kopfschmerzen, inneres Zittern etc. Meine aktuellen Angststörungen stressen mich zusätzlich, wenn ich dann mal Freizeit hätte...

Cool hast den Test gemacht Freut mich, auch immer klasse, wenn man Dinge ausschliessen kann...

Gute Nacht

10.06.2020 21:47 • x 1 #23


Julie_Norden

Julie_Norden

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Liebe @Bergwald

klingt spannend mit dem neuen Job! Was machst du denn, um dich aufzufangen bzw. um deine benötigte Ruhe zu bekommen? Ich mag Yoga und Meditation aber ein Allheilmittel ist das auch nicht

Ich war einfach komplett erschöpft. Erschöpft und das Gefühl von endloser Überlastung. Einfach: Ich kann nicht mehr. Ich war weder traurig noch hoffnungslos, hatte Lust auf alles, hatte Konzentrations- und Leistungsfähigkeiten. Ich war - und bin - nur wahnsinnig durch. Leider hat das kein Arzt wissen wollen. Alle so ja, du hast Depression und dein Tagesverlauf braucht Struktur. Ich so, nee, Struktur hab ich ohne Ende, was ich nicht habe ist Ruhe. Aber das ist halt das mit der Diagnose. Muss man irgendwie selber mithelfen, die zu stellen

Achte bitte gut auf dich und nimm dir alle Zeit der Welt. Wir müssen nie wieder wie vorher fungieren. Nie wieder. Wir dürfen auch auf Sparflamme kochen!

11.06.2020 07:27 • x 4 #24


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Kürsche

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Mein Psychiater übrigens kannte Misophonie nicht.

19.06.2020 11:37 • #25


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Bergwald

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Liebe @Julie_Norden

Ja eine sehr gute Frage die du stellst bezüglich mich auffangen / Ruhe bekommen. Ehrlich gesagt im Moment wenig, ich hab durch die A.D.S.-Tendenz immer gröber mit Antriebsschwierigkeiten und Motivation zu kämpfen für solche Dinge, da diese kein Dopamin ausschütten wie ich vermute - oder ich mache da grundsätzlich was falsch

Mit Meditation habe ich echt Mühe und hab einfach wenig Geduld. Für Yoga war ich lange zu schwach, langsam würde ein sanftes Yoga wieder gehen. Ausrüstung und alles hätte ich, mache selten aber manchmal so kurze Online-Sessions, zum Beispiel bei YouTube. Dann habe ich ausserdem noch ein Trampolin, das ist mega für den ganzen Körper.

Was ich aber in letzter Zeit öfter mache sind Spaziergänge im nahegelegenen Park. In der Natur sein bringt mich ehrlich gesagt am meisten runter...

Was ich die Tage noch überlege bezüglich Meditation ist so ein Device das "Sensate" heisst. Das legt man auf den Brustkorb und hört Meditationsmusik. Die Vibrationen aus dem Pebble zusammen mit der Musik sollen den Vagusnerv beruhigen. Ob das funktioniert - keine Ahnung, kommt gerade neu auf den Markt, entsprechend gibt es wenige Reviews. Ist auch nicht ganz günstig das Ding, daher überlege ich noch...

Ach interessant, wie das bei dir war. Also der Gedanke "Ich kann nicht mehr" war bei mir auch allgegenwärtig und taucht auch jetzt immer wieder auf. Traurig war ich auch nicht. Aber meine Konzentrationsfähigkeit war und ist im Eimer, ich weiss jetzt nicht sicher, ob das von der Erschöpfung ist oder eben A.D.S. oder gleich beides... Struktur ist leider nicht so mein Ding, fühle mich schnell eingeengt dadurch. Innerlich habe ich auch wenig Struktur, viele Gedanken und Ideen, bin eher der kreative Typ und muss mich leider auch ständig erinnern, was ich tun muss, mir permanent hinterherräumen etc. Aber ich wirke nach aussen ziemlich bis sogar sehr geordnet glaube ich, weil ich mir schon Mühe gebe, ich glaube, die anderen merken das nicht so.

Wie gehts dir denn jetzt gerade aktuell? Ich habe durch die Erschöpfung und Corona getriggert leider aktuell sehr mit Ängsten zu kämpfen, das raubt mir auch wieder jeden Tag Kraft.... Aber super ist, dass der Job gemächlich anläuft und ich nur noch 80% arbeite. Zwar weniger Geld, aber ich glaube, mehr Lebensqualität und Gesundheit. Und ein Traum wäre auch, in den 20% entweder was für mich zu machen oder vielleicht sogar etwas, was auch noch etwas einbringt, aber kreativ und toll ist und Energie gibt, anstatt absaugt

Und wie du ganz toll geschrieben hast: wir müssen nie wieder so. Wir dürfen auch auf Sparflamme kochen!

20.06.2020 13:13 • #26


Julie_Norden

Julie_Norden

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Liebe @Bergwald

sorry, dass ich nicht schrieb. Ich hab gemerkt, ich war zu überreizt und habe versucht, ganz bei mir zu sein. Bin so reizoffen, bei mir dringt einfach alles ein.
Zitat von Bergwald:
so ein Device das "Sensate" heisst.


Sofort gegoogelt. Das klingt ja traumhaft! Wenn es das bringen würde, ich würde es mir direkt kaufen. Aber du hat Recht, nur zum ausprobieren und dann wirkt es nicht ist es leider viel zu teuer. Aber so spannend, das beobachte ich! Ich weiss, dass Sound Healing bei mir gut anschlägt. Nicht in Stresssituationen aber wenn es mir normal gut geht und ich höre Gong und Klangschalen etc., geht mir das durch und durch. Da klingt so ein Gerät plus Musik echt gut. Grade jetzt, wenn hinter mir im Garten die Gören brüllen, als gäbe es kein Morgen mehr.
Zitat von Bergwald:
Also der Gedanke "Ich kann nicht mehr" war bei mir auch allgegenwärtig und taucht auch jetzt immer wieder auf.

Oh man, ey. Und bei so vielen nomal-gesunden Menschen ist der Gedanke total unbekannt. Ich bin auch grad wieder mal soweit. Ich bin so überlastet, ich kann einfach nicht mehr.
Zitat von Bergwald:
Ich habe durch die Erschöpfung und Corona getriggert leider aktuell sehr mit Ängsten zu kämpfen, das raubt mir auch wieder jeden Tag Kraft

Das tut mir leid Was triggert dich denn grad am meisten und hast du jmd. zum reden?
Zitat von Bergwald:
was auch noch etwas einbringt, aber kreativ und toll ist und Energie gibt, anstatt absaugt

Das wünsche ich dir!

22.06.2020 18:03 • #27


Julie_Norden

Julie_Norden

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Zitat von Kürsche:
Mein Psychiater übrigens kannte Misophonie nicht.

Ist ja auch super Special

22.06.2020 18:04 • #28


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Dani82a

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Passt jetzt evtl nicht zum Thema, aber muss mal nachfragen: wer stellt A.D.S. fest?
Welcher (Fach-)Arzt wäre das?
Würde das gerne mal checken lassen.

22.06.2020 18:38 • #29


momo20

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Liebe alle, bin sehr froh,dass auch andere das so empfinden. Bei mir hat sich, seit for Jahren sehr schwierige und rücksichtslose Nachbarn direkt in das Haus gegenüber gezogen sind, wo es keinen Abstand zu uns gibt (sitzen direkt vor unserem Zaun) eine massive Belastungsstörung entwickelt. Tag und Nacht Geschrei, Bauarbeiten, Lagerfeuer, Shisha, Schwimmbecken, Party direkt vor unserem Zaun.Ich kann nicht mmehr arbeiten, leben, wir können seit Jahren ! den Garten nicht mehr benutzen, kaumm Fenster öffnen,zudem jetzt noch massive Krankheit eines Angehörigen, der auch keine Ruhe in d Haus findet.Anwalt, 2 Klagen eingereicht, Therapeuten, Behörden, Ämter, Polizei, nichts hilft, die lachen sich einen ab, schikanieren, schreien vor Polizisten,dass sie uns hier raus kriegen (Polizei macht nichts, schreit stattdessen mich an,wenn ich dort anrufe, weil Sie keine Lust haben auf Nachbarschaftsprobleme), über Anwaltsschreiben belachen die sich, machen einfach weiter.Ich kann nicht mehr essen, schlafen, arbeiten,nichts. Das Haus gehört uns seit mehr als 40 Jahren. Die Nachbarn drumherin wurden auch bedroht, schikaniert,machen aber d Mund nicht auf und gehen dagegen nicht vor, da wir unmittelbar betroffen sind und alles mitkriegen durch die Lage d Hauses.Weiß nicht mehr weiter.Ich kriege Panikattachen, verliere jede Konzentration, werde völlig verwirrt, sobald diese Kinder schreien, sobald wieder von morgens bis abends Bauarbeiter da arbeiten und währenddessen und danach trinken, schreien, gröhlen, ab Abend dann Party, die Frau stachelt die Kinder extra an, haben wir gesehen, gehört.Die ganze Zufahrt,die 3 M breit ist, ist ein Wohnzimmer v morgens bis abends, Partyraum,Werkstatt, alles. Ich kann mich auf nichts konzentrieren,Lebensqualität ist seit Jahren null, noch nicht mal Fenster öffnen im Sommer geht.MEdiation haben die abgelehnt, verbreiten Lügen über uns, haben so eine radikale fundamentalistische community, die ihnen Falschaussagen verschaffen.Wir müssen weg, aber es geht finanziellnicht richtig. Ich weiß nicht weiter, kann nicht mehr,mein Jobvertrag endet in paar Wochen,ich habe mich natürlich nicht auf neue Projekte konzentrieren können und 'geliefert',da ich mich mit diesem Müll beschäftigen muss, der mich völlig vereinnahmt. Ich kannd ie Tipps, die Leute mir geben, dass ich einfach nicht hinhören soll auch nicht umsetzen, wie denn auch? Es ist mega-laut, was auch andere hier bestätigt haben.Aber die Erfahrung ist der Horror.Ein Albrtraum,der nicht aufhört.Bin dankbar für jeden Tipp, post.

05.07.2020 22:34 • x 1 #30

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