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Angst vor Geräuschen / Nachbarschaftslärm

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Gelba

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Hallo momo,

soviel Unverschämtheit macht mich wütend!
Ich glaube Dir, wie sehr Dich das belastet.
Und es ist auch traurig, dass andere einfach wegsehen.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du einen guten Weg für Dich findest für diese wirklich strapazöse Situation!

05.07.2020 23:54 • x 1 #31


Ex-Mitglied

Hallo miteinander,
ich habe mich soeben hier in diesem Thread etwas durchgelesen.
Schlimm welche Erfahrungen ihr teilweise gemacht habt...und was ihr durchmacht.

Erst gestern Abend lief im Fernseh ein Bericht über Misophonie , ich selbst habe ihn nicht mitbekommen da ich am
lesen war, aber dafür mein Mann. Denn plötzlich meinte er zu mir, : das könntest du auch haben. Was könnte ich haben
fragte ich ihn ; na Misophonie . Denn ich gehe sehr häufig bei den kleinsten Geräusch an die Decke.
Es nervt mich wenn mein Mann in Zeitlupentempo (so scheint es mir ) seine Tafel Schokloade öffnet und die ganze Zeit
dabei rumraschelt. Mich nervt es wenn er anfängt zu schmatzen und er meint er würde ganz normal kauen.
Selbst wenn er trinkt, empfinde ich sein trinken als lautes Gluckern.

Irgendwie stört mich so ziemlich jedes kleinste Geräusch, was für andere ganz normal ist, lässt mich bei manchen gar agressiv
werden....boah ich krieg einfach zuviel.

Desweiteren habe ich vor sehr vielen Geräuschen Angst, zum Beispiel wenn eine Tür zugeschmissen /zugeknallt wird.
Wenn andere Leute sich anbrüllen , wenn Jugendliche sich laut und lachend unterhalten. Wenn sich draussen zwei oder mehrere Katzen lauthals streiten.....

Vor dreieinhalb Jahren noch wohnten wir woanders, dort hatten wir so laute Nachbarn das ich krank wurde.Tag und Nacht
wurde dort gebrüllt. Unser Schlafzimmer lag an der Wand von dessen Wohnzimmer.Sie hatten einen riesigen Bildschirm an
der Wand hängen ,dessen Lautstärke sie jeden Abend bis in die Nacht voll anschalteten. Ich hatte damals mit unserem Vermieter gesprochen, denn auch diese Leute waren seine Mieter (Eigentumswohnung ) Er konnte angeblich nichts machen, denken er hatte Angst vor denen.

Auf jeden Fall empfahl er mir jede Nacht Ohrstöpsel zu tragen. Und ich habe dies getan, drei Jahre jede Nacht vor lauter Angst mit Ohrstöpsel geschlafen Bevor ich Abends ins Schlafzimmer gegangen bin , habe ich diese Stöpsel schon vorab im
Flur in die Ohren gesteckt, einfach weil ich Angst hatte dieses laute Schlafzimmer zu betreten.

Schon krass......und von Misophonie hatte ich bis gestern noch nie etwas gehört.

Lg. Maiblume

16.10.2020 20:02 • #32


blaumeise

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Hallo allerseits
Auf der Suche nach Selbsthilfe in Sachen Phonophobie/Panik vor Nachbarschaftslärm bin ich hier gelandet.
Obwohl der Thread schon von 2020 ist, würde es mich interessieren, ob es noch mehr Menschen gibt, die darunter leiden bzw. wie es den Vorschreibenden hier weiter ergangen ist. Sofern sie noch mitlesen.

Ich (w, 50 +) leide schon länger daran und habe auch die Erfahrung gemacht, dass sich mit dieser speziellen Störung niemand auszukennen scheint, bzw, sie nicht als solches ernst genommen wird. Ich habe vier TherapeutInnen konsultiert im Laufe der Jahre, mein Problem wurde immer als eines unter anderem oder als Nebenschauplatz gesehen.
Natürlich hat es Ursachen, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass überall herumgestochert wird - und manches hat auch in anderen Lebensbereichen geholfen -, aber nicht das Symptom irgendwie angegangen oder gar gemildert wurde.
Im Moment ist es wieder ganz übel und ich wollte mal fragen, ob jemand positive therapeutische Erfahrungen gemacht hat oder vllt. sogar eine Klinik weiß, die sich des Themas im stationären Bereich annimmt.

28.02.2022 20:16 • x 1 #33

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