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Angst vor der Zukunft - wie damit umgehen?

LucyChan

15.01.2019 04:40 • x 1 #1


Frederick1
oh liebe Lucy,

nach Freiheit sehnen wir uns alle. Denn es tut weh abhängig zu sein. Als ehemaliger Postmann in der Postfiliale war ich auch oft abhängig von den Wünschen und Launen der Kunden. Wenn andere Menschen uns bestimmen, wenn wir nicht anders können , als ihre Erwartungen zu erfüllen, dann ärgert das. Gut, durch die Kunden verdienst du aber auch dein Geld.

Arbeit kann ganz schön hart sein, auch wenn die Arbeit Freude macht.

Doch du kannst auch ausbrechen, gegen den Strom schwimmen, es liegt an dir.

Freiheit, schützen, schonen, gern haben, lieben.

Selbst fühle ich mich frei, wenn ich mich von meiner lieben Frau geliebt weiß, wenn Menschen mich lieben.

Wenn ich sein darf wie ich bin, nicht wie andere mich haben wollen. Und wenn du dich von einem Menschen geliebt weißt, dann darfst du dich so in seiner Nähe geben, wie du dich fühlst. Wenn du dich angenommen und bejaht fühlst.

Oder wenn du frei von dem Zwang bist, immer Erfolg haben zu müssen usw...

Ich wünsche dir dir die Freiheit, ein immer liebevolles JA für dich zu haben, das macht dich unabhängiger von anderen Menschen.

Mache was du am Besten kannst, das ist für dich und andere gut. Deine Freiheit, deine Würde, dein wertvoll sein darf dir niemand nehmen, und für dich selbst musst du dich niemals schämen.

Werde immer stärker in dir selbst, das macht dich auch unabhängiger, freier, geborgener,


viele liebe Grüße,

Frederick

15.01.2019 19:13 • x 1 #2


LucyChan
Hallo, Frederik
Danke auch für diese Antwort. Das Problem ist, ich weiß einfach nicht was ich am besten kann. Oder was ich machen möchte oder sonst irgendwas. Ich bin da echt ratlos. Aber trotzdem danke für den Text.

Liebe Grüße
Lucy

15.01.2019 19:57 • #3


Pilsum
Zitat von LucyChan:
Das Problem ist, ich weiß einfach nicht was ich am besten kann. Oder was ich machen möchte oder sonst irgendwas.
Ich bin da echt ratlos.


Hallo Lucy,

bitte mache Dich doch nicht selbst verrückt. In Deinem Alter kannst Du noch nicht unbedigt so genau wissen,
wo die Reise in Deinem Leben hingeht.
Mache erst einmal Deine Prüfung und dann kannst Du weitersehen. Mit einer bestandenen Ausbildungsprüfung
hast Du einen Schein der Dir schon einige Türen öffnet.

Obwohl ich Dich nicht kenne, wage ich zu sagen. Bitte in den nächsten Jahren erst einmal nicht über eine
Selbständigkeit nachdenken. Als kleine Selbständige musst Du in der Regel sehr hart kämpfen.
Da kann man schnell schon mal allen Mut verlieren.

Viele Grüße

Bernhard

15.01.2019 20:28 • x 3 #4


Frederick1
liebe Lucy,

du eine meiner Töchter wusste nach dem Abitur auch nicht was sie machen sollte. So hat sie erst einmal eine Ausbildung als Industriekaufmann gemacht, und hinterher studiert.

Der Weg zu einem erfüllenden Berufsleben ist oft lang und mühsam. Manchmal frage ich mich als Vater auch, in welche Welt ich meine Kinder entlasse. Krieg ist heute kein Thema mehr, aber die Perspektivlosigkeit kann einen Menschen doch ganz schön ermutigen liebe Lucy. Dazu kommt noch das wir meinen, der absolute Traumberuf ist das Wichtigste im Leben.

Ist es schon, ja liebe Lucy, aber leider nicht für alle Menschen. Heute werden oft Menschen gesucht, die möglichst billig zupacken, und dabei noch viel leisten.

Die Anforderungen unseres heutigen Arbeitsmarktes entsprechend nicht immer meinen Begabungen und Talenten.

Deine Berufsfindung, eine sinnvolle Arbeit für dich, die deinen Begabungen und Talenten entspricht, eine Arbeit die dir Freude macht, die ist nicht so leicht zu finden.

Und dann musst du dich noch in bestehende Strukturen einfügen, ohne dich dabei selbst zu verleugnen.

Heute geht es viel um den Wettbewerb, wer ist der größte, der stärkste, der mächigste, der coolste, wer hat es drauf, Ellenbogenmentalität, kurzfristiger Erfolg usw.

Heute musst du dich als Person anbieten, als wärst du eine Ware, musst dich gut verkaufen können, du musst perfekt funktionieren, und dann auch noch perfekt aussehen.

Nach oben zum Chef musst du gehorchen, gegenüber deinen Mitarbeiterinnen muss du dich durchsetzen, und den Kunden musst du dich anbiedern, das sie mehr kaufen, als sie benötigen.

Son gehen viele mit innerem Widerwillen und nicht gern zur Arbeit. Denn du musst heute auch unter großem Druck eine gute Arbeitsleistung bringen, Konflikte mit kühlem Kopf meistern, und das alles immer schneller................

Es ist oft ein Daseinskampf, Beruf ist oft keine Berufung mehr, wo du den Sinn für dein Leben findest............................

Trotzdem liebe Lucy, du kannst das trotzdem schaffen. Wenn du mal schaust was du gut kannst, was du gerne machst, ein Studium in jungen Jahren ist gut. Was du heute lernen kannst, das lerne, Wissen ist heute echt macht.
Privat und beruflich.

Leider ist unsre Welt nicht perfekt, aber ich ja auch nicht.

Meine eher sensible Tochter hat jetzt eine Arbeit gefunden, wo sie relativ selbststänig arbeiten kann, auch mal von zuhause aus, das tut ihr gut.

Und so wünsche ich dir, das etwas Gutes für dich findest, was dir am Besten entspricht, auch wenn es nicht alle deine Wünsche erfüllt. Das wünsche ich dir jetzt ganz feste.


ganz viele liebe Grüße,

Frederick

16.01.2019 18:48 • x 2 #5


01.10.2019 11:48 • x 2 #6


Lieber Anbu,

schön, dass du hierher gefunden hast. Es ist wichtig, dass man jemanden hat, mit dem man über seine Probleme sprechen kann. Wenn dir dies in deinem nahen Umfeld nicht möglich ist, dann ist es gut, dass du hier bist und über deine Gedanken und Nöte schreibst, denn auf Dauer kann und sollte keiner seine Last alleine tragen.

Ich wünsche dir, dass du hier Menschen findest, die dich verstehen und die dich vielleicht begleiten, indem du vielleicht ein TB eröffnest. Damit könntest du zum Einen alles was dir auf der Seele lastet niederschreiben und zum Anderen vielleicht auch den Einen oder Anderen Tipp erhalten, wie du aus diesem Prozess herauskommst.

Wie du schon sagst, das Schreiben tut dir gut.

Viele Grüße
laluna

01.10.2019 12:07 • x 1 #7


mutmacher
Hallo, lb. Anbu,
schön, dass Du Dich doch etwas öffnest um hier Kontakte zu knüpfen. Menschen, die wie Du etwas schüchtern u. introvertiert sind, tun sich dabei etwas schwerer, sind aber in der Regel angenehm und oft angepasster und nicht so anstrengend wie offene Menschen.
Wie alt bist Du denn und was arbeitest Du ? Was machst Du gerne in Deiner freien Zeit ?
Aus Deinen Zeilen liest man, dass Du Dich alleine fühlst und etwas benachteiligt, wenn Du Dich mit anderen Zeitgenossen vergleichst. Nun, es ist ja nicht so, dass nur die Menschen glücklich sind, die gerade etwas unternehmen oder extrovertierter sind, deshalb kannst Du den Gedanken, dass wohl "etwas mit Dir nicht stimmt" vergessen. Wie viele Menschen leben in Partnerschaften und sind sehr unglücklich und wünschten sich nichts lieber, als endlich alleine zu sein.
Der Spruch, dass der Rasen des Nachbarn immer schöner ist, als der eigene, trifft das auch. Kannst Du in Deinem Wohnort vlt. mal einen Kaffee trinken gehen, oder eine Bibliothek, Museum o.ä. besuchen, gibt es da keine Vereine oder Kirchengemeinde, die ein Programm anbietet, oder wie wär`s mit einem Volkshochschulkurs ? Ich treffe oft auf fremde Menschen, wenn ich zum Friedhof muss und mache Bekanntschaften mit einsamen Menschen.
Na, da werden sicher noch mehr Vorschläge kommen, denke ich.

01.10.2019 12:52 • x 2 #8


111Sternchen222
Hallo Anbu, willkommen hier. Ich bin auch jemand der schwer Kontakt knüpfen kann, meine einzige richtige Freundin damals lernte ich im " hechelkurs" ( vorbereitungskurs für Schwangere) kennen.sie begleitete mich 10 Jahre hat aber jetzt einen Weg eingeschlagen mit dem ich nicht konform bin. Also trau dich , Menschen warten auf dich, wo du sie nicht erwartest! Mittlerweile ist meine Kollegin meine Freundin und auch sie wird mich ein Stück meines Weges begleiten.

01.10.2019 12:59 • x 2 #9


Hallo liebe Leute,

Sorry, dass ich etwas verspätet auf eure Einträge antworte. Bin 28 und studiere Ingenieurwesen. Naja meine Freizeit verbringe ich zu Hause oder lerne, also nichts spannendes
Ja ich fühle mich alleine, weil ich keine Freunde oder Menschen (außer Familie) um mich habe mit denen ich ausgehen kann oder mit denen ich über wichtige Dinge reden kann.
Wenn ich morgens das Haus verlasse, ist es echt leider so, dass ich erst abends wieder mit jemanden reden kann. Ich lerne alleine, esse alleine,. Das macht mich echt zu schaffen.
Mittlerweile habe ich keine Hoffnungen mehr, dass es sich bessern wird und versuche es auch zu akzeptieren, aber Ereignisse lassen mich immer wieder zurückfallen.
Wie heute zB., habe mit bekommen, dass sich heute nach vielen jahren mein alter sportverein trifft. Hatte mich schon gefreut, dass ich auch dabei sein werde, aber wurde natürlich nicht gefragt bzw. Eingeladen. Als ob ich nicht existiere oder existiert habe.
Es immer wieder das gleiche, nur wenn jemand was braucht meldet sich jemand sonst bin ich für die ein niemand.

Gruß

05.10.2019 21:04 • x 1 #10


mutmacher
Bestimmt nicht so zu verstehen, dass man Dich bewusst nicht eingeladen hat- sondern man hat sicher angenommen, dass Du es vorziehst, zuhause zu bleiben. Würde einfach jemanden anrufen vom Sportverein und fragen, wann das nächste Treffen stattfindet und dass Du daran interessiert wärst. Die freuen sich bestimmt, wenn Du Dich meldest. Nur Mut

05.10.2019 23:57 • x 1 #11


Danke für die aufmunternden Worte, aber glaube nicht, dass das der Fall war. Ist ja auch nicht das erste Mal.
Muss mich einfach damit abfinden, dass ich nicht unter Menschen gehöre bzw. weiterhin alleine sein werde.

06.10.2019 19:28 • #12





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