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Alk. - vor 3 einhalb Jahren endlich besiegt

Sifu

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Über 40 Jahre habe ich täglich getrunken (Alk. als Psychopharmaka mißbraucht). Unzählige wochenlange Kontroll,- und Abstinenz Phasen und immer wieder gescheitert.

Dann im Sommer 2022 endlich einen kalten Entzug gemacht und seitdem KEINEN TROPFEN mehr getrunken.

Allerdings fällt bei mir seitdem alles weg was früher mit Alk. eng verknüpft war wie Grillen, Biergärten, Partys, Weihnachtsfest - und märkte, Sylvester, Karneval, Kneipenbesuche usw. usw.

Dafür mache ich jetzt andere gesunde Sachen wie Sport wieder mehr.

x 4 #1


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ZeroOne

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Zitat von Momo58:
Die Leber kann sich immer wieder regenerieren.


Das stimmt so leider nicht, @Momo58 , aber dieser Irrglaube ist weit verbreitet.

Die Leber besitzt zwar eine bemerkenswerte Regenerationsfähigkeit und kann sich von einer Vielzahl akuter Schäden sowie einigen chronischen Zuständen oft wieder vollständig erholen. Die Regeneration ist aber nur möglich, solange noch gesundes Lebergewebe vorhanden ist.

U.a. bei Trinkern entwickelt sich jedoch über die Zeit meist eine Zirrhose. Dabei stirbt das Gewebe ab und ist somit nicht mehr regenerationsfähig.

Da die Leber sehr leistungsstark ist, können die noch nicht geschädigten Teile die Funktion bis zu einem gewissen Grad mit übernehmen, weshalb die Erkrankung meist zu spät auffällt. Dennoch entwickeln sich bei diesen Patienten Folgeerkrankungen, wie gefährliche Ösophagusvarizen durch portale Hypertension, die oft - noch vor dem eigentlichen Leberausfall - tödlich verlaufen.

Leider kenne ich mich bei diesem Thema etwas aus, da sich ein früherer musikalischer Wegbegleiter und sehr guter Freund von mir im wahrsten Sinne des Wortes "totgesoffen" hat: innerlich verblutet aufgrund geplatzter, unerkannter Varizen.😢
Er war bis zum Schluss davon überzeugt, dass er es "im Griff" hat und sich durch "abstinente Phasen" immer wieder bestens erholen würde...

Aber natürlich hast du Recht, wenn man es gar nicht lassen kann / will:
Zitat:
...ist es gesünder, sich ab und zu zu betrinken und dazwischen abstinent zu bleiben, als jeden Tag regelmäßig Alk. zu trinken.

18.03.2026 10:53 • x 3 #16


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A


Hallo Sifu,

Alk. - vor 3 einhalb Jahren endlich besiegt

x 3#3


Nuance

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Ich denke immer noch - und werde das sicherlich bis zu meinem letzten Tag tun - über meine fast 2 Jahre ältere Schwester nach.
Was war das erste Zeichen, dass sie sich mindestens nicht über mich, meine Geburt freute? Als Kind hat man keinen Vergleich. Man hält alles für normal.

Ich glaube, das erste Zeichen - das ich erinnere - war, als sie viele Jahre entrüstet äußerte, unser Vater habe sie damals (Meine Mutter war in der geschlossenen Psychiatrie. Wir waren ca. 6 (Bruder), ich 7 und meinen Schwester 9 Jahre alt)
gebeten, sich um meinen Bruder und mich zu kümmern.
Ich weiß das noch. Ich war sehr überrascht über die - erste - offene Kritik an meinem Vater.
Es hat mich anscheinend so sehr beschäftigt, dass mir nicht klar war, dass sich diese Entrüstung auch auf uns Geschwister bezog.
Dunkel - ich hatte es schon mal erwähnt - entsinne ich mich, dass eine Nachbarsfrau bei uns klingelte, ich die Tür öffnete und sie ratlos fragte, ob sie mir sagen könnte, wann meine kochenden Spaghetti denn fertig seien.
Sie schaute sie sich an und meinte, sie hätten bereits zu lange gekocht. Und ich meine, noch heute das weißliche Kochwasser zu sehen.

Ich wusste natürlich nicht, wo sich meine Mutter befand. Und auch nicht, warum.
Das einzige, was mir zu diesem Zeitraum einfällt, ist, dass mein Bruder eingeschult worden war. Widerstandslos war er ziemlich sicher nur am ersten/zweiten Tag in der Grundschule. Dann wurde er wütend und wollte nicht.
Kann das eine psychische Krise ausgelöst haben? Er war ein Jahr morgens alleine mit meiner Mutter gewesen. War es die Umstellung für meine Mutter, nun morgens alleine zu sein.

Meine Schwester hatte fast 2 Jahre mit meiner Mutter alleine. Ich hingegen hatte so etwas nie. Wie gut, dass man über so etwas als Kind nicht nachdenkt. Und ich denke, es stört mich auch heute nicht.

Diese vielen Dokus, in denen man - oft nebenbei, wie selbstverständlich - Geschwisterliebe beobachtet.
Der jüngere Bruder von James van der Beek erzählt in einem YT Video, dass er sich oft ratsuchend an seinen großen Bruder wandte.

Sowas gab und gibt es bei uns nicht.
Meine Schwester schrieb - unbehelligt, ungestört, zurückgezogen lauter schulische Einsen. Alles andere interessierte sie nicht. Sehr früh dann offensichtlich Jungs...

Krankheiten - insbes. die in der Familie - es sind störende Dinge. Umstände, die sie krank machen. Trotzdem schrieb sie stets Einsen und hat ihr ernährungswissenschaftliches Studium sicherlich auch mit Bestnote bewältigt/beendet.

Eine ernüchternde Analyse...

Nur nicht depressiv werden - nur nicht depressiv werden - alles, nur nicht depressiv werden. Jeder depressive Tag ist ein verlorener...

Ane Brun - Big in Japan

https://www.youtube.com/watch?v=dMia7HJR2l4

18.03.2026 09:46 • x 1 #13


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Lunatica
Herzlichen Glückwunsch, alles richtig gemacht!
Aber schade dass du auf so vieles verzichten musst. Gibt es denn keine Alternativen?
Grillen ist doch was Schönes!

x 1 #2


Sifu
Zitat von Lunatica:
Aber schade dass du auf so vieles verzichten musst. Gibt es denn keine Alternativen?

Ja, nur alles ohne Alk. wie z.B. Sport, Meditation.

x 2 #3


Fritz
Hallo Sifu
Respekt!
Servus

x 1 #4


Sifu
Zitat von Fritz:
Hallo Sifu Respekt! Servus

Danke Fritz !

#5


Dakota
Respekt, Du kannst stolz darauf sein. Es war bestimmt nicht einfach.

x 2 #6


Sifu
Zitat von Dakota:
Respekt, Du kannst stolz darauf sein. Es war bestimmt nicht einfach.

40 Jahre lang versucht davon weg zu kommen. Dann endlich hat es geklappt und ich weiß nicht warum.

x 1 #7


HDD
Zitat von Sifu:
40 Jahre lang versucht davon weg zu kommen. Dann endlich hat es geklappt und ich weiß nicht warum.

Eine spannende Frage, nicht wahr?
Was sagt uns das wohl über uns?

Im Übrigen freue ich mich für dich. Eine Sucht erfolgreich überwunden zu haben, gibt einem ein gutes Gefühl, nicht wahr?

x 1 #8


Lunatica
Zitat von Sifu:
40 Jahre lang versucht davon weg zu kommen. Dann endlich hat es geklappt und ich weiß nicht warum.


Ich denke dein Unterbewusstsein weiss sehr genau warum

x 1 #9


Sifu
Zitat von HDD:
Eine spannende Frage, nicht wahr? Was sagt uns das wohl über uns? Im Übrigen freue ich mich für dich. Eine Sucht erfolgreich überwunden zu haben, gibt einem ein gutes Gefühl, nicht wahr?

Ein Grund war das es "zu teuer" wurde. Für einen schönen Saufabend brauchte ich bis zu 4 Tage um mich vollständig zu erholen. Früher war ich schon am nächsten Morgen wieder topfit. Außerdem hat mich der Alk. im Sport stark runtergezogenen.

x 1 #10


Grenzgaenger
Meinen aller größten Respekt @Sifu
diese Leistung kann man nur... anbeten

x 1 #11


Nuance
Congratulations!
Mit jedem Jahr dürfte es leichter werden.
Du schreibst von einem Sieg. Ich hoffe, er ist endgültig...

In diese Sucht kann ich mich nicht so einfühlen. Doch ich denke, es könnte sein,
wie sich hungrig/unterzuckert zwischen zwei Süßigkeitsregalen zu befinden. 😅

Wichtig ist, dass Du sensibel beobachtest, was Dich gefährdet!
Ich stelle mir das schwierig vor in einem Alk. trinkenden Umfeld.

Dein Interesse an Sport scheint Dich gerettet zu haben.

Du erwähntest doch mal Wutanfälle und Deine Tochter.
Die dürfte dann ja doch sehr viel mitgemacht haben. Gut, wenn sie das professionell aufarbeiten möchte.
Hoffentlich gelingt es und sie gibt Dir (weiterhin) eine Chance...

x 1 #12


Nuance
Ich denke immer noch - und werde das sicherlich bis zu meinem letzten Tag tun - über meine fast 2 Jahre ältere Schwester nach.
Was war das erste Zeichen, dass sie sich mindestens nicht über mich, meine Geburt freute? Als Kind hat man keinen Vergleich. Man hält alles für normal.

Ich glaube, das erste Zeichen - das ich erinnere - war, als sie viele Jahre entrüstet äußerte, unser Vater habe sie damals (Meine Mutter war in der geschlossenen Psychiatrie. Wir waren ca. 6 (Bruder), ich 7 und meinen Schwester 9 Jahre alt)
gebeten, sich um meinen Bruder und mich zu kümmern.
Ich weiß das noch. Ich war sehr überrascht über die - erste - offene Kritik an meinem Vater.
Es hat mich anscheinend so sehr beschäftigt, dass mir nicht klar war, dass sich diese Entrüstung auch auf uns Geschwister bezog.
Dunkel - ich hatte es schon mal erwähnt - entsinne ich mich, dass eine Nachbarsfrau bei uns klingelte, ich die Tür öffnete und sie ratlos fragte, ob sie mir sagen könnte, wann meine kochenden Spaghetti denn fertig seien.
Sie schaute sie sich an und meinte, sie hätten bereits zu lange gekocht. Und ich meine, noch heute das weißliche Kochwasser zu sehen.

Ich wusste natürlich nicht, wo sich meine Mutter befand. Und auch nicht, warum.
Das einzige, was mir zu diesem Zeitraum einfällt, ist, dass mein Bruder eingeschult worden war. Widerstandslos war er ziemlich sicher nur am ersten/zweiten Tag in der Grundschule. Dann wurde er wütend und wollte nicht.
Kann das eine psychische Krise ausgelöst haben? Er war ein Jahr morgens alleine mit meiner Mutter gewesen. War es die Umstellung für meine Mutter, nun morgens alleine zu sein.

Meine Schwester hatte fast 2 Jahre mit meiner Mutter alleine. Ich hingegen hatte so etwas nie. Wie gut, dass man über so etwas als Kind nicht nachdenkt. Und ich denke, es stört mich auch heute nicht.

Diese vielen Dokus, in denen man - oft nebenbei, wie selbstverständlich - Geschwisterliebe beobachtet.
Der jüngere Bruder von James van der Beek erzählt in einem YT Video, dass er sich oft ratsuchend an seinen großen Bruder wandte.

Sowas gab und gibt es bei uns nicht.
Meine Schwester schrieb - unbehelligt, ungestört, zurückgezogen lauter schulische Einsen. Alles andere interessierte sie nicht. Sehr früh dann offensichtlich Jungs...

Krankheiten - insbes. die in der Familie - es sind störende Dinge. Umstände, die sie krank machen. Trotzdem schrieb sie stets Einsen und hat ihr ernährungswissenschaftliches Studium sicherlich auch mit Bestnote bewältigt/beendet.

Eine ernüchternde Analyse...

Nur nicht depressiv werden - nur nicht depressiv werden - alles, nur nicht depressiv werden. Jeder depressive Tag ist ein verlorener...

Ane Brun - Big in Japan

x 1 #13


ZeroOne
@Sifu nach einer 40jährigen Alk-Karriere - wie von dir beschrieben - sind Leberschäden höchst wahrscheinlich. Diese verlaufen oft unerkannt (körperlich schmerzfrei) und zeigen sich sich meist erst im Endstadium. Oftmals wird das Thema auch bei den hausärztlichen Blutuntersuchungen nicht ausreichend eingefangen.

Hast du dich dies bzgl. schon mal von Fachärzten checken lassen? Evtl. mit Biopsie?

Der Hintergrund:
Leberschäden und Depressionen stehen oft in enger Wechselwirkung, da eine geschädigte Leber Giftstoffe nicht mehr effizient abbaut, was den Hirnstoffwechsel beeinträchtigt. Symptome wie Müdigkeit, Antriebsschwäche und Reizbarkeit sind häufig. Chronische Lebererkrankungen erhöhen das Risiko für Depressionen durch Entzündungsprozesse und psychische Belastung.

Ich hatte das Thema immer wieder in meinen Gruppentherapien, weil jedes Mal Leute dabei waren, oder dazu kamen, die genau damit zu kämpfen hatten, obwohl sie (angeblich) schon seit Ewigkeiten nicht mehr getrunken hatten (aktive Süchtige werden ja nicht in herkömmliche Therapien aufgenommen).

x 1 #14


A


Hallo Sifu,

x 4#15


Momo58
Die Leber kann sich immer wieder regenerieren. Unter diesem Gesichtspunkt ist es gesünder, sich ab und zu zu betrinken und dazwischen abstinent zu bleiben, als jeden Tag regelmäßig Alk. zu trinken.

x 1 #15

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