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Ärzte unterstellen mir Angststörung

Windsturm

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Hallo,

ich bin neu hier und möchte mich eben vorstellen bevor ich auf das eigentlich Thema komme. Ich bin 33 Jahre, weiblich und mir wird eine Angsterkrankung unterstellt.

Der Witz und das tückische an der Sache, die wollen mir ein hochmodernes Gift mit dem Namen Pregabalin unterjubeln.

Ich bin mehr als Antipsychopharmaka und befinde mich gerade mit der Unterstützung des Forums dabei, ein Benzo los zu werden, mit Erfolg.

Wichtig ist es, das ich mich dort an die 10% Regel halte und so komme ich einigermaßen Milde durch den Entzug, aber gerade deshalb ärgert es mich umso mehr das man mir nun ein weiteres stark süchtig machendes Medikament unterjubeln will.

Mich ärgert es enorm das ich noch Lamotrigin an der Backe habe, was für mich unnötig ist, das werde ich nach dem Benzoentzug und einer Erholungsphase angehen, da Lamotrigin auch langsam ausgeschlichen werden muss, werde ich dazu sicherlich auch 2-3 Jahre benötigen.

Ich werde in Zukunft weder ein Benzodiazepine, Antideprissiva oder gar ein Neuroepileptika nehmen sondern ich möchte Medikamentenfrei leben.

Dennoch vielleicht habt ihr Tipps für mich wie ich Skills finde die mir für meine Ärztlicherseits Diagnostizierte Angsterkrankung finde?

Grüße Windstrum

09.02.2020 21:47 • #1


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Irgendeine

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Ich kann dir bei deiner Ursprungsfrage zwar nicht helfen, aber ich kann dir sagen, dass, bis auf Benzodiazepine, all diese Medikamente nicht abhängig machen.
Man muss sie ausschleichen, ja, aber das bedeutet nicht, dass man süchtig danach ist. Eine Abhängigkeitsgefahr besteht nur, wenn das Medikament einen Kick verursacht und/oder ein Gewöhnungseffekt eintritt, so dass man die Dosis ständig erhöhen muss.

09.02.2020 22:16 • #2



Hallo Windsturm,

Ärzte unterstellen mir Angststörung

x 3#3


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Krizzly

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Hallo Windsturm,

du musst ja kein weiteres Medikament nehmen, wenn du nicht willst. In meinem Fall zumindest, ich habe auch eine Angsterkrankung, blieb diese Entscheidung immer mir überlassen?
Bist du denn in Therapie?

Liebe Grüße Krizzly

09.02.2020 22:18 • #3


Windsturm

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Zitat von Krizzly:
Hallo Windsturm,

du musst ja kein weiteres Medikament nehmen, wenn du nicht willst. In meinem Fall zumindest, ich habe auch eine Angsterkrankung, blieb diese Entscheidung immer mir überlassen?
Bist du denn in Therapie?

Liebe Grüße Krizzly


Hallo,

vielen Lieben Dank für deine Antwort.

Ich könnte anders als andere gleich Morgen ein Therapieplatz haben, da nicht die Krankenkasse der Kostenträger wäre und somit auch ein Psychologe/in auf Privatkostenbasis in Anspruch genommen werden könnte.

Nun viele würden sich freuen, ich kann es nicht ich kann mein Leben nicht überall Ausbreiten. 1 Psychologin hat es geschafft das ich mich ihr soweit anvertrauen konnte und es wird vermutlich auch die einzige bleiben.

Meine Ärzte (ich bin bei keiner Psychaterin) in Behandlung möchten das ich eine Therapie mache, man drängt mich aber auch nicht, man akzeptiert das ich es nicht kann.

Stationär gehen auf eine Kriesenintervationstation ist für mich auch keine Lösung, eben weil ich weiß das dieses Vertrauen niemals so wäre das ich mein Inneres Offenbaren kann/könnte.

Im Stationären Rahmen, hat man ja nur bedingt Mitspracherecht was Medikamente angeht und ich möchte ungern ein weiteres Medikament, bzw. würde es auch Ablehnen.

Das wird noch spannend wenn ich Termin beim Neurologen habe und offenbare Pregabalin nicht probiert zu haben.

Es gibt 1 Medikament wo ich sage Okay das würde ich mir nochmals antun das wäre Keppra aber damit wird meine Neurologin glaub ich nicht einverstanden sein.

Ansonsten kommt für mich nichts anderes in Frage, wo ich sage das würde ich meinem Körper zuführen oder meinem Gehirn .

Grüße Windsturm

09.02.2020 22:47 • #4


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Krizzly

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Hast du dir denn über Alternativen Gedanken gemacht, wenn für dich Medikamente und Therapie nicht in Frage kommen? Oder war das quasi deine Frage hier?

Was für eine Angsterkrankung hast du denn? Wie äußert sie sich?

Sorry, so viele Fragen. Antworte natürlich nur, wenn du willst. Ich versuche nur, mir ein Bild von deiner Situation zu machen.

Liebe Grüße Krizzly

09.02.2020 22:52 • #5


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Krizzly

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Und noch eine Frage: Bei Ängsten soll ja eine Verhaltenstherapie gut helfen. Bei dieser Therapieform muss man sich, soweit ich weiß, ja nicht so sehr offenbaren wie bei einer tiefenpsychologischen oder analytischen Therapie. Wäre das vielleicht eher was für dich?

09.02.2020 22:56 • #6


Windsturm

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Zitat von Irgendeine:
Ich kann dir bei deiner Ursprungsfrage zwar nicht helfen, aber ich kann dir sagen, dass, bis auf Benzodiazepine, all diese Medikamente nicht abhängig machen.
Man muss sie ausschleichen, ja, aber das bedeutet nicht, dass man süchtig danach ist. Eine Abhängigkeitsgefahr besteht nur, wenn das Medikament einen Kick verursacht und/oder ein Gewöhnungseffekt eintritt, so dass man die Dosis ständig erhöhen muss.


Ist nicht so wild, mein Fall ist im Grunde auch sehr kompliziert.

Klar magst du Recht haben, aber wie du schon sagst auch nicht Benzodiazepine gehören ausgeschlichen und im meinem Fall wurde dort mehr als Schnell vorgegangen. Ich habe Keppra 500mg genommen was man mir in der Klinik innerhalb von 3 oder 4 Wochen abgesetzt hat, mit heutigem Wissen durch das ADFD Forum würde ich niemals mehr so ein schnelles Reduzieren zulassen.

Ehe ich in irgendeiner Klinik oder gar nach Vorgaben eines Arztes (meiner Neurologin) reduziere, reduziere ich lieber Eigenständig genauso wie derzeit das Benzodiazepine ohne Ärztliche Vorgaben.

Ich bin sogar schon soweit für den Fall das ich Stationär soll, Lamotrigin zu Bunkern für den Fall der Fälle das man reduziert, ich würde dann nämlich die Differenz Eigenständig nachnehmen.

Ich bin durch den Benzodiazepine Entzug und das ADFD Forum einfach zu sehr geimpft. Niemals würde ich mir beim Absetzen eines Medikaments vom Arzt egal welcher Art Vorgaben machen lassen.

Grüße

09.02.2020 22:59 • #7


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Irgendeine

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Zitat von Windsturm:
Im Stationären Rahmen, hat man ja nur bedingt Mitspracherecht was Medikamente angeht und ich möchte ungern ein weiteres Medikament, bzw. würde es auch Ablehnen.

Auch das stimmt nicht. Kliniken dürfen gar nicht mehr zwangsmedizieren, nicht mal bei Gefahr im Verzug. Wenn du was nicht nehmen willst, nimmst du es nicht. Fertig.
Nur, wenn ein richterlicher Beschluss vorliegt, ist Zwangsmedikation möglich. Und die Hürden dafür sind hoch. Dafür muss man schon völlig ausflippen, sich nicht beruhigen lassen und mehrere S.uizidversuche starten. Es muss zwingend Selbst- und/oder Fremdgefährdung vorliegen. Glaub mir, ich hab's ausprobiert.

Zitat von Windsturm:
Es gibt 1 Medikament wo ich sage Okay das würde ich mir nochmals antun das wäre Keppra aber damit wird meine Neurologin glaub ich nicht einverstanden sein.

Ich verstehe nicht so ganz, warum du unbedingt Keppra nehmen willst?

09.02.2020 23:08 • #8


Windsturm

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Zitat von Irgendeine:
Auch das stimmt nicht. Kliniken dürfen gar nicht mehr zwangsmedizieren, nicht mal bei Gefahr im Verzug. Wenn du was nicht nehmen willst, nimmst du es nicht. Fertig.
Nur, wenn ein richterlicher Beschluss vorliegt, ist Zwangsmedikation möglich. Und die Hürden dafür sind hoch. Dafür muss man schon völlig ausflippen, sich nicht beruhigen lassen und mehrere S.uizidversuche starten. Es muss zwingend Selbst- und/oder Fremdgefährdung vorliegen. Glaub mir, ich hab's ausprobiert.


Ich verstehe nicht so ganz, warum du unbedingt Keppra nehmen willst?


Man hat mir 2016 Stationär unterstellt ich würde mit meinem Leben spielen, gab mir Medikamente, die ich aber kurze Zeit später wieder Absetzte, 2 Jahre nicht nahm und man mich in einer anderen Klinik 2018 in 9 Wochen wieder damit einstellte.

Nun sitze ich auf 400mg Lamotrigin fest.

Keppra hatte ich in der Vergangenheit bereits und weiß das ich es einigermaßen Vertrag, Lamotrigin ist auch keine Dauerlösung mehr.

09.02.2020 23:20 • #9


Windsturm

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Man unterstellt mir aber auch eine fehlende Krankheitseinsicht obwohl ich nichts habe was die Ärzte anders sehen.

Ich glaube wenn ich zum Arzt gehe, ploppt dort ein roter Button auf mit Gefahr.

09.02.2020 23:25 • #10


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Irgendeine

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Zitat von Windsturm:
Man unterstellt mir aber auch eine fehlende Krankheitseinsicht obwohl ich nichts habe was die Ärzte anders sehen.

Wie kommen die Ärzte denn dann überhaupt darauf? Muss ja irgendeinen Grund geben.

Zitat von Windsturm:
Nun sitze ich auf 400mg Lamotrigin fest. Lamotrigin ist auch keine Dauerlösung mehr.


Was ist das Problem mit Lamotrigin?
Ich hab das übrigens von heute auf morgen von 400mg auf 200mg reduziert und hatte keinerlei Absetzerscheinungen.

Zitat von Windsturm:
Keppra hatte ich in der Vergangenheit bereits und weiß das ich es einigermaßen vertrag


Warum willst du denn Keppra nehmen, wenn du doch gar nicht krank bist?

09.02.2020 23:43 • #11


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Irgendeine

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Zitat von Windsturm:
Mag hier nicht weiter den Therad sprengen. Hilft der Betroffenen nicht weiter Aber wenn du magst kannst du mir zu Pregabalin deine Meinung in meinem Beitrag schreiben .


Dann hier. Pregabalin macht nicht süchtig. Es ist kein Benzo, sondern ein Antiepileptikum und die machen nicht süchtig.

09.02.2020 23:45 • #12


Windsturm

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Zitat von Irgendeine:
Wie kommen die Ärzte denn dann überhaupt darauf? Muss ja irgendeinen Grund geben.

Das frag ich mich auch immer noch, die sind einfach zu uneinsichtig und unterstellen mir eine Krankheit die ich niemals haben werde.



Was ist das Problem mit Lamotrigin?
Ich hab das übrigens von heute auf morgen von 400mg auf 200mg reduziert und hatte keinerlei

Niemals würde ich das so schnell reduzieren, ob es Abhängig oder nicht, aber auch Lamotrigin würde ich mit der 10% Methode ausschleichen, sitze dann vielleicht 2-3 Jahre, aber ich hatte im März 2019 einen heftigen Absturz durch den Benzodiazepine Entzug und der hat mich 3 Tage Lebensunfähig gemacht. Seitdem bin ich geimpft.

Ich würde das Lamotrigin gegebenenfalls ohne Ärztliche Begleitung ausschleichen, wenn meine Neurologin nicht dem langsamen Absetzen zustimmt.


Warum willst du denn Keppra nehmen, wenn du doch gar nicht krank bist?

Weil meine Neurologin gerne möchte das ich 2 Medikamente nehme, und bevor die auf die Idee kommt mir als nächstes ein schickes anderes Medikament andreht, nehme ich im schlimmsten Fall eher Keppra.

10.02.2020 00:01 • #13


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Irgendeine

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Zitat von Windsturm:
Niemals würde ich das so schnell reduzieren, ob es Abhängig oder nicht, aber auch Lamotrigin würde ich mit der 10% Methode ausschleichen, sitze dann vielleicht 2-3 Jahre, aber ich hatte im März 2019 einen heftigen Absturz durch den Benzodiazepine Entzug und der hat mich 3 Tage Lebensunfähig gemacht. Seitdem bin ich geimpft.

Benzos absetzen ist sch.eiße, weil sie abhängig machen. Lamotrigin nicht. Deswegen macht es auch nicht diese krassen Absetzerscheinungen. Ich hab schon einige Medis abgesetzt und hatte (bis auf eine Ausnahme) noch nie Probleme. Weil es eben nichts war, was abhängig gemacht hat.
Kannst ja mal 1-2 Tage versuchen es zu reduzieren. Wenn's nicht geht, kannst du ja immer noch auf die 10% Regel vorgehen.

Zitat von Windsturm:
Weil meine Neurologin gerne möchte das ich 2 Medikamente nehme, und bevor die auf die Idee kommt mir als nächstes ein schickes anderes Medikament andreht, nehme ich im schlimmsten Fall eher Keppra.


Warum wechselst du denn dann nicht den Arzt, wenn du so unzufrieden bist? Du bist der Meinung nicht krank zu sein, warum dann nicht deine bestehende Medikation selbstständig reduzieren und kein anderes mehr nehmen? Niemand zwingt dich, was zu nehmen.
Und niemand zwingt dich, zum Arzt zu gehen, wenn du deiner Meinung nach gar nicht krank bist.

10.02.2020 00:17 • x 1 #14


Windsturm

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Zitat von Irgendeine:
Benzos absetzen ist sch., weil sie abhängig machen. Lamotrigin nicht. Kannst ja mal 1-2 Tage versuchen es zu reduzieren. Wenn"s nicht geht, kannst du ja immer noch auf die 10% Regel vorgehen.

Die Reduzierung würde auffallen, weil ich ab und an mal (1-2mal) ambulant, Stationär öfter zum Blutspiegel Kontrolle antreten darf. Ich darf ohne zumindest der Meinung der Neurologin nichts absetzen, denn dann sitze ich wirklich irgendwo Zwangsmedikamentiert in der Geschlossenen, weil man meint ich bin nicht mehr Herr meiner Sinne, die Neurologin würde alles dafür tun um mich in so eine Unterkunft zu bekommen.

10.02.2020 07:36 • #15


Windsturm

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Ich darf Lamotrigin ohne Rücksprache nicht Reduzieren, meine Neurologin würde alles dafür tun um mich in eine Klinik zu bekommen und sei es auch unter Zwang mit dem ich Gefährde mich selbst, meine Krankheituneinsichtigkeit ist bereits 2 mal Dokumentiert und somit hätte ich nicht so viel Rechte.

Ich würde aber meiner Neurologin schon erzählen, das ich nach der 10% Methode Reduziere wie im ADFD Forum empfohlen, entweder Sie geht den Weg mit mir gemeinsam oder aber ich würde das selbst in die Hand nehmen.

Neurologin wechseln, ich wüsste nicht mehr zu welchen Neurologen ich gehen kann ich habe etliche Neurologen im Umkreis von 50km durch und keiner versteht mich. Ich kann aber auch nicht, nicht mehr zum Arzt gehen, es ist Voraussetzung für die Aufhebung meines Fahrverbotes.

Grüße

10.02.2020 11:01 • #16


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Irgendeine

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Zitat von Windsturm:
Ich darf Lamotrigin ohne Rücksprache nicht Reduzieren

Zitat von Windsturm:
entweder Sie geht den Weg mit mir gemeinsam oder aber ich würde das selbst in die Hand nehmen.

Was davon denn jetzt? Du machst es nicht alleine, weil dir Klinik droht oder du machst es unter allen Umständen alleine, wenn sie es dir nicht so erlaubt, wie du es willst?

Zitat von Windsturm:
ich habe etliche Neurologen im Umkreis von 50km durch und keiner versteht mich.

Warum bist du denn überhaupt jemals zum Arzt gegangen, wenn es dir doch gut geht?
Und wenn etliche (wieviele sind denn "etliche"?) Ärzte, bei denen du bis jetzt warst, das gleiche sagen, dann ist ja vielleicht doch was dran.
Es muss ja irgendeinen Grund geben, warum die alle der gleichen Meinung sind.
Was hätten die denn davon, zu behaupten, wenn dem nicht so wäre?

Sag deiner Neurologin doch mal, dass du gerne ein offizielles und durchschaubares Testverfahren (wenn es das gibt, bei Angststörungem kenne ich mich da nicht so aus) durchlaufen möchtest. Da kann sie ja eigentlich nichts gegen sagen. Dann könntest du beweisen, dass du diese Erkrankung nicht hast.
Ansonsten könntest du mal zum Sozialpsychiatrischen Zentrum gehen. Vielleicht wissen die ja eine Möglichkeit da raus zu kommen. Die setzen sich nämlich eher für die Pat., als für die Kliniken/Ärzte ein.

Versteh mich nicht falsch, ich kenne dich nicht und ich möchte dir auch nicht zu nahe treten. Ich habe nur schon sehr viele Leute als Pat. gehabt, die auch der Meinung waren, völlig gesund zu sein, weil sie eben keine Krankheitseinsicht hatten. Genau das ist ja die Definition von "keine Krankheitseinsicht". Aber das sind nur meine persönlichen Erfahrungen.

10.02.2020 13:21 • #17


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Irgendeine

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Ich habe jetzt mal etwas für dich nachgefragt/recherchiert.

Fehlende Krankheitseinsicht ist keine Indikation für eine Zwangsmedikation oder gar -einweisung, auch nicht, wenn sie mehrfach dokumentiert wurde.
Nur bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung, also z.B. wenn du kurz vorm Suizid stehst.
Das sagt eine Freundin, die in der Psychiatrie arbeitet.

Eine andere Freundin, die Therapeutin ist, sagte mir, dass es folgende Testverfahren gibt: Sektionen aus SKID oder DIPS, ansonsten z.B. HAM-A und je nach Verdachtsdiagnose auch spezialisiertere Fragebögen. Musst du mal googeln.

10.02.2020 13:50 • #18


Windsturm

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Meine "Angsterkrankung" ist nur eine Nebenerkrankung meiner "Ursprungserkrankung".

Das Lamotrigin nehme ich wegen meiner "Ursprungserkrankung", man kam aber auf die Idee "da ich immer noch Ausfälle habe" und mein EEG dementsprechend bescheiden aussieht, mir noch eine "kleine Dosis" von 50mg andrehen zu wollen.

Epilepsie ist aber für mich kein Grund so ein hochgefährliches Mittel (ob es Süchtig macht oder nicht) spielt da keine Rolle zu nehmen.

Meine Neurologin meint zwar 50mg sei eine "kleine Dosis" allerdings für mich keine Alternative.

Mit dem was ich probieren würde (1mg ) würde Sie wohl nicht einverstanden sein. Also lehne ich es komplett ab und es wird entweder Keppra oder aber was mir am liebsten wäre man erhöht das Lamotrigin.

Andere Medikamente kommen für mich nicht in Betracht.

Grüße

10.02.2020 14:57 • #19


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Irgendeine

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Was ist an Pregabalin denn so "hochgefährlich"?
Und was hat eine Epilepsie mit einer Angsterkrankung zu tun?

Meines Wissens nach, sind 400mg Lamotrigin die Höchstdosis und es kann nur in absoluten Ausnahmefälle noch gesteigert werden.
Wenn du immer noch Ausfälle im EEG hast, scheint die aktuelle Medikation ja nicht auszureichen.

10.02.2020 15:05 • #20


Windsturm

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Hast du Dir mal die Nebenwirkungen dieses Medikamentes angeschaut, da vergeht mir "Alles".

Pregabalin ist für mich unabhängig von meiner Epilepsie pures Gift, was ich meinem Körper niemals im Leben zuführen würde, zumindest nicht freiwillig.

Mal schauen was meine Neurologin sagt, aber genau so werde ich Ihr das auch sagen.

Ausfälle so wie ich Sie habe, sind für mich kein Grund ein weiteres Medikament zu nehmen, ich nehme 400mg Lamotrigin das muss reichen. Im absoluten Ausnahmefall könnte ich mich erneut auf Keppra einlassen aber das wäre wirklich die letzte Option.

10.02.2020 15:24 • #21


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Irgendeine

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Zitat von Windsturm:
Hast du Dir mal die Nebenwirkungen dieses Medikamentes angeschaut, da vergeht mir "Alles".

Das gilt für so ziemlich jedes Medikament, weil der Hersteller sich absichern möchte. Lies dir mal den Beipackzettel von Keppra oder Lamotrigin durch. Ich wüsste nicht, was daran besser oder schlechter sein sollte.
Zitat von Windsturm:
Ausfälle so wie ich Sie habe, sind für mich kein Grund ein weiteres Medikament zu nehmen, ich nehme 400mg Lamotrigin das muss reichen.

Tut es ja scheinbar nicht, sonst hättest du keine Ausfälle. Die wenigsten Epilepsiepat. kommen mit einem Medikamemt alleine aus.

Mich würde allerdings immer noch interessieren, wie das mit deiner angeblichen Angsterkrankung zusammenhängt.

10.02.2020 15:44 • #22


Windsturm

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Lamotrigin, nehme ich ja bereits. Würde ich heute nochmal vor der Entscheidung stehen, Lamotrigin mir eindosieren zu lassen, ich würde ablehnen.

Ich habe ansonsten im alltäglichen Leben keine Angst, ich gehe ungezwungen auf Menschen zu, ich bin offen, habe Kontakte / Freundschaften, also mache alle Dinge des normalen Lebens.

Bei mir ist ausschließlich das Problem vor Ärzten, und das nur meiner Person betreffend. Ich habe Bauchschmerzen wenn ich weiß ich muss zum Arzt, zur Visite (Stationär) davor bin ich gefühlt am Ster. und würde die Flucht ergreifen.

Ansonsten läuft mein Leben normal und ich habe keine Chronische Depression (hatte im Zuge des Entzugs eine Phase) wo ich eine Depressive Phase hatte, aber es war eine Phase und keineswegs eine echte Depression.

Grüße

10.02.2020 16:07 • #23


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Irgendeine

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Zitat von Windsturm:
Bei mir ist ausschließlich das Problem vor Ärzten, und das nur meiner Person betreffend. Ich habe Bauchschmerzen wenn ich weiß ich muss zum Arzt, zur Visite (Stationär) davor bin ich gefühlt am Ster. und würde die Flucht ergreifen.

Also Angst. Wenn man das Gefühl hat, zu ster.ben oder flüchten zu wollen, nur weil man zum Arzt muss, ist das nicht normal. Eine Angsterkrankung muss ja nicht jeden Bereich des Lebens abdecken, sondern kann auch sehr spezifisch sein. Ist bei dir ja scheinbar der Fall.
Zitat von Windsturm:
Ich habe ansonsten im alltäglichen Leben keine Angst, ich gehe ungezwungen auf Menschen zu, ich bin offen, habe Kontakte / Freundschaften, also mache alle Dinge des normalen Lebens.

Das ist doch toll. Aber dann verstehe ich diese Ausgangsfrage nicht:
Zitat von Windsturm:
Dennoch vielleicht habt ihr Tips für mich wie ich Skills finde die mir für meine Ärztlicherseits Diagnostizierte Angsterkrankung finde?

Oder bezieht sich das auf deine Angst vor Ärzten (die ja auch irgendwo herkommen muss)?
Zitat von Windsturm:
Lamotrigin, nehme ich ja bereits. Würde ich heute nochmal vor der Entscheidung stehen, Lamotrigin mir eindosieren zu lassen, ich würde ablehnen.

Und was würdest du dann nehmen wollen? Wie schon gesagt, sind die möglichen Nebenwirkungen von Keppra auch nicht ohne.
Was ist denn am Lamotrigin so schlimm für dich? Ich nehme es ja auch (allerdings als Stimmungsstabilisator) und habe keine Nebenwirkungen.

10.02.2020 16:21 • #24


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Krizzly

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Fühlst du dich von dieser Angst denn eingeschränkt? Leidest du darunter? Ich denk, das ist ausschlaggebend dafür, ob eine Behandlung (medikamentös oder nicht) nötig ist.

10.02.2020 16:36 • #25


Windsturm

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Aber deswegen Medikamente, ich versuche nur wirklich notwendige Arztbesuche wahrzunehmen ansonsten halte ich mich "fern".

Letztes Wochenende muss ich von der Treppe gefallen sein, das weiß ich nur weil ich vor der Treppe lag und auf mir was, was auf der Treppe stand, was ich gleich mitgerissen habe, ansonsten habe ich keine Erinnerung.

Ein paar blaue Flecken und ein großer schwarzer Fleck etwa so groß wie ein halber 10,- Schein schmückte mein Steißbein.

Am gleichen Tag und darauf den Tag hatte ich Kopfschmerzen und Muskelkater, allerdings kein Zungenbiss.

Also bin ich zu einer Hausärztin, zum Glück hatte meine eigentliche Hausärztin zu, die hätte mich gleich ins Krankenhaus verfrachtet.

Die Ärztin untersuchte mich dann und schaute sich dann den Schwarzen Fleck an und meinte eigentlich gehöre ich damit ins Krankenhaus, da ich auf den Kopf gefallen sein muss aber ich weiß nicht wie. Ich habe keine Erinnerung.

Damit war der Fall für mich gegessen, ich gehe in kein Krankenhaus, denn ich wüsste auf was es hinaus laufen würde.Medikamente. das tue ich mir nicht an.

Ja diese Skills beziehen sich ausschließlich auf die Angst vor gerade Arztterminen und oder Visiten, geht ihr da voller Selbstvertrauen hin und erzählt da eurer halbes Leben?

Ich erzähle dort nur das nötigste damit der Termin oder dergleichen bloß schnell vorbei sind und ich da wieder raus kann.

@krizzly, im Alltag belastet mich die "Angsterkrankung" nicht da ich Ärzte sogut es geht meide.

Grüße

10.02.2020 16:56 • #26


Windsturm

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Was an Lamotrigin so schlimm es, es beraubt mich meiner Sprache. Ich stehe teilweise da. weiß was ich sagen will und sage was ganz anderes.

So ein Beispiel. Ich möchte Brot haben und sage aber gib mir mal bitte die Milch. Es ist ein Beispiel. Aber so in etwa läuft das ab.

Meine Haare, ich habe bald keine Haare mehr auf dem Kopf und brauche bald eine Perrücke wenn es so weiter geht.

Grüße

10.02.2020 17:00 • #27


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Irgendeine

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Zitat von Windsturm:
Ich stehe teilweise da. weiß was ich sagen will und sage was ganz anderes.

Das können aber auch Anzeichen eines kleiner epileptischen Anfalls sein.
Zitat von Windsturm:
Letztes Wochenende muss ich von der Treppe gefallen sein, das weiß ich nur weil ich vor der Treppe lag und auf mir was, was auf der Treppe stand, was ich gleich mitgerissen habe, ansonsten habe ich keine Erinnerung.

Zitat von Windsturm:
Die Ärztin untersuchte mich dann und schaute sich dann den Schwarzen Fleck an und meinte eigentlich gehöre ich damit ins Krankenhaus, da ich auf den Kopf gefallen sein muss aber ich weiß nicht wie. Ich habe keine Erinnerung.

Es ist schon ziemlich krass, dass dich nicht mal solche heftigen Ereignisse wachrütteln und du immer noch der Meinung bist, dass deine Epilepsiemedikation ausreichend ist.
Wenn sie das wäre, hättest du solche Anfälle nicht!
Dir ist schon klar, dass du dir bei solchen Stürzen auch das Genick brechen kannst?
Zitat von Windsturm:
geht ihr da voller Selbstvertrauen hin und erzählt da eurer halbes Leben?

Ja, wenn es meiner Behandlung zuträglich ist, gebe ich dem Arzt/Therapeuten jede Info, die er dafür braucht. Wie soll er denn sonst ein geeignetes Behandlungskonzept finden?

Du glaubst gar nicht, wie oft es vorkommt, dass Pat. mir beim Aufnahmegespräch nur die Hälfte erzählen und das gravierende Folgen hätte, wenn ich nicht wüsste, wo und wann ich nachhaken muss.
Zitat von Windsturm:
im Alltag belastet mich die "Angsterkrankung" nicht da ich Ärzte sogut es geht meide.

Wie ich schon sagte, kann eine Angsterkrankung sich auch auf ganz spezifische Bereiche begrenzen. Ob es dann deswegen Medikamente braucht, wenn du keinen Leidensdruck hast, ist eine andere Frage.

10.02.2020 17:27 • #28


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Krizzly

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Also für mich als Laien klingen solche Anfälle sehr krass. Empfindest du das nicht als Beeinträchtigung? Ich stell mir das viel schlimmer vor, als vielleicht ein paar Nebenwirkungen, die das richtige Medikament dagegen hätte.

Und ich sag meinen Ärzten auch alles, was mir irgendwie relevant erscheint. Lieber zu viel als zu wenig.

10.02.2020 17:32 • x 1 #29



Hallo Windsturm,

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Irgendeine

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Mir graust es ehrlich gesagt davor, dass du mit solchen Anfällen noch Auto fahren darfst. Dadurch gefährdest du nämlich nicht nur dein eigenes Leben, sondern auch das anderer Menschen.

10.02.2020 17:38 • #30

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