Körper fühlt sich fremd an - Angststörung mit Depression

Valli

6
2
Ich wusste nicht genau was ich als Überschrift schreiben soll, aber ich bin verzweifelt trifft es momentan sehr gut...

Hallo erstmal. Ich bin Valli und habe Angstzustände und Depressionen.
Meine erste Episode war 2003. Dann 2011 und 2013...
Es wird irgendwie immer öffter und auch schlimmer.
Momentan bin ich in einer Tagesklinik, seit etwa 4 Wochen. Aber ich hab nicht das Gefühl, das mir dieser Aufenthalt hilft. Ganz im Gegenteil, ich werde immer panischer und kann kaum mit den Therapeuten sprechen. Mir ist total schnell alles zu viel. Bin super empfindlich und sensibel. Innere Unruhe und ein komische Gefühl. Ein Gefühl, dass ich kaum beschreiben kann. Es ist so unangenehm und fühlt sich fremd an...Kennt das jemand von euch? Das macht mich nur noch panischer.
Liebe Grüße Valli

09.02.2016 17:16 • #1


Avatar

foxi

57
3
10
hallo Valli,

ich hab auch unangenehme Gefühle, wenn meine Depression stärker wird, oder wieder auftaucht.
bin dann leicht panisch. mein Antidepressiva hilft mir aber dabei schon sehr gut und es wird wieder erträglich.
nimmst du auch Medikamente oder eben nicht so gerne und zu unregelmässig ?

wenn ich sie absetze dann kommt auch wieder was auf mich zu von diesen gefühlen, die so anstrengend und unangenehm sind.
ich nehme aber nur eine halbe Tablette. möchte nicht zu schläfrig werden und irgendwie auch anders an meiner depri arbeiten,
damit ich eventuell gesunder oder zufriedener und glücklicher werden kann mit meinem leben...

ist halt mal schwieriger alles und ich weiss auch nicht wie und wo langgehn und andere können ja meist auch nur für sich selber denken und tun alles. da ist man mal sehr alleine mit erwachsen werden und klarkommen, etc....

verzweifel nicht, morgen scheint vielleicht schon wieder die sonne durch die wolken....
foxi

09.02.2016 17:26 • #2



Hallo Valli,

Körper fühlt sich fremd an - Angststörung mit Depression

x 3#3


Valli

6
2
Liebe Foxi,

danke für die nette Nachricht. Es hat gut getan mal eine ähnliche Situation zu lesen.
Ich nehme momentan keine Medis. Ich nahm jahrelang Citalopram. Hatte aber nach den Ausschleichen starke Absetzerscheinungen, so dass ich immernoch bei einer mini Dosis von 5mg nehme...Und Tavor, als Bedarf...
Aber anscheinend muss ich wieder etwas nehmen. Die Ärztin in der Tagesklinik sieht das aber anscheinend anders. Ich finde schon, das in Akutsituationen ein Antidepressiva angebracht ist. Das verunsichert mich sehr. Heute hatte ich völlig aufgelöst über meinen Zustand mit ihr gesprochen. Sie ließ mir 2 Baldrian geben...Und möchte in den nächsten Tagen nochmal mit mir sprechen. Verstehe das alles nicht...In der Tagesklinik möchte ich nicht mehr lange bleiben. Fühle mich nicht verstanden.
Ich hoffe nur, das geht alles bald wieder vorüber...Es ist kaum auszuhalten. Furchtbar...
Wie fühlst du dich momentan?
Liebe Grüße, Valli

09.02.2016 18:24 • #3


Avatar

foxi

57
3
10
ja geht mir so halb- halb.
die unguten Gefühle und Gedanken halten sich in guten grenzen.
für den rest, bin ich nicht sehr zufrieden mit mir....
die Psychologin ind Seelsorgerin meinten auch nur, ich soll meine Medizin nehmen, dann hab ich nicht so graue Gedanken und isolier mich eventuell weniger, auf die art, naja, dann genügt ja Medizin und weiter geht´s mit funktionieren.

zu dir und deinen medizinen.
citalopram kenn ich nicht- weiss nicht, ob es ein Antidepressiva ist oder auch zu den diazepamen gehört
das lorazepam gehört sicher zu den Beruhigungsmitteln,
wo man stark davon abhängig werden kann.
bitte nimm sowas nicht jahrelang, sonst kann es sehr schwierig werden mit dem entzug davon.

Baldrian kann nicht schaden denk ich mal, aber richtige Antidepressiva helfen besser meiner Meinung nach,
um die schlecchten Gefühle da wegzubekommen, von denen du schreibst.

würde eher auf benzos und diazepame voll verzichten, wenn noch möglich-
die spassen nicht und man wird süchtig drauf.
die entzüge davon solen sogar sehr heftig sein.
hoffentlich ist das bei dir jetzt nicht der fall.

ist citalopram eines der Beruhigungsmittel oder ein Antidepressivum?
das muss ich als erstes mal gebacken bekommen.
diazepame nie auf längere dauer nehmen !!!!!!!!!!!!!

hoffe es geht dir bald besser
foxi

09.02.2016 18:45 • #4


GastAccount

Citalopram ist ein Antidepressivum

09.02.2016 19:55 • #5


Avatar

foxi

57
3
10
was hast du für dich entschieden Valli?
ich frag mich auch schon länger selber, ob ich nicht wieder eine höhere Dosis Antidepressiva gebrauchen könnte.
bin irgendwie doch in stärkerer krise zur zeit.
muss die tage sowieso mal zu meinem Arzt wegen anderem- hoffetlich kann ich über dieses Problem dann auch reden.

hoffe es geht dir besser- schreib mal wieder!

lg foxi

10.02.2016 12:34 • #6


Valli

6
2
Hallo Foxi,

Lorazepam ich nur in absoluten Notfällen. Dann wenn es irgendwie garnicht anders geht. Ja, dieses Zeug kann süchtig machen. Aber in akuten Phasen sehr hilfreich sein. Ich passe da aber total auf...

Der Tag in der Tagesklinik war heut etwas besser. Gestern war irgendwie schlimm. Ich dachte echt total wahnsinnig zu werden. Völlig hilflos bin ich da durch die Gegend gelaufen und hab mich nicht verstanden gefühlt. Ich fühle mich zeitweise echt sehr schlecht und hab das Gefühl, dass man mich völlig übertschätzt...obwohl ich voll überfordert bin. Ich hab das Gefühl damit allein zu sein. Und ja, ich glaube, ich sollte wieder ein Antidepressiva einschleichen. So ganz ohne wird es wahrscheinlich nicht wirklich gut. Aber das werde ich wahrscheinlich mit meinem Psychiater besprechen wenn ich die Tagesklinik verlasse. Mir bringt das momentan nichts. Im Gegenteil, ich vergleiche mich mit anderen, gerate unter Druck und bin völlig überfordert...Die meisten Patienten machen eine gute Entwicklung. Aber das ist nur meine Sicht. Vielleicht täuscht das auch. Habe aber den Eindruck da ein schwerer Fall zu sein.. Depressionen, Angstzustände, Gefühl wahnsinnig zu werden...Furchbar...Manchmal hab ich das Gefühl, ich kann nicht mehr...Aber ich muss da durch...Geduld haben...Mich nicht mit anderen vergleichen...

Liebe Grüße

10.02.2016 17:57 • #7


Avatar

foxi

57
3
10
danke für deine antwort Valli!

ich war noch nie in einer Klinik.
was machen die dort mit euch ?
viel Gesprächstherapie in gruppen und einzeln?
Beschäftigungstherapie, wie malen und gemeinsam was machen?
was arbeiten im caffeehaus oder sonst wo?

dachte mir du bist jobben, den ganzen tag lang.
hab echt keine Ahnung, was die mit euch vorhaben.
Selbstvertrauen stärken und so ohne Medikamente mal klar kommen versuchen?

erzähl mal, was du dort so machst.
was dir gut tut und was weniger.
ich hab noch fast nie so Therapien gemacht.

war paarmal jetzt bei einer Psychologin, aber ob das irgendwas grossartiges bewirkt hat oder nur Plauderstunden waren?
keine Ahnung, wahrscheinlich muss man da jahrelang hingehn, um da risultate zu erzielen...
keine Ahnung, oder es braucht eben was bestimmtes oder jemand, der passt.

Lg foxi

10.02.2016 19:45 • #8


Valli

6
2
Hallo Foxi,

in der Tagesklinik ist es relativ strukturiert. Die Patienten werden in eine Arbeitsgruppe eingeteilt. Papier, Keramik oder Kochen.
Ich bin in der Kochgruppe und wir bereiten das essen für etwa 20 Patienten zu. Neben der Arbeitsgruppe gibt es noch andere Angebote. Entspannungstraining (progressive Entspannung), eine Backgruppe, Gespräche und noch einiges dazu...Das ist dann so zwischen 8 Uhr und 15 Uhr. Für mich fühlt sich das allerdings momentan nicht so hilfreich an, weil ich damit irgendwie überfordert bin und mich nicht verstanden fühle. Mal schauen was die nächsten Tage bringen, jetzt kommt erstmal das Wochenende. Gestern war der Tag nicht gut...Ich hoffe es wird heut ein klein wenig besser...
Liebe Grüße

12.02.2016 05:47 • #9


Avatar

foxi

57
3
10
Danke Valli!
für deinen Bericht.

ich finde das alles hoch interessant mit den angeboten und was ihr da alles machen könnt.
nur kann ich mir auch vorstellen, wenn man etwas energielos ist und nicht so auf der höhe, dass es sehr anstrengend und
irgendwie zum zwang werden kann. vor allem dass du irgendwie ohne dein übliches Antidepressiva alles machen sollst.
ist das euer plan irgendwie medikamentfrei zu werden?
wenn du dich nur sauschlecht fühlst,wie soll es dann gehen. wenigst 10 mg, damit eine stabilere Basis da ist.
sonst könnte ich mir vorstellen dass es eher alles zum leistungszwang wird und das geht doch therapeutisch in die falsche Richtung, was ich so gelesen hab drüber in letzter zeit.

aber die werden doch wissen was sie machen dort und haben alles studiert und erprobt.
mich verwundert das bisschen, wie sie so mit dir umgehn.
hast du bei dem ganzen auch irgend welche Erfolgserlebnisse?
sind da paar nette leute....
lernst du was dazu?

du wirst für dich entscheiden, was du brauchst, denk ich mal.
wünsche dir Klarheit und ein gutes weiterkommen !
frag die dort mal, was sie mit dir genau vorhaben,
was sie bezwecken, was sie für ein ziel vor augen haben.

Integration in das Arbeitsleben in einen aktiven alltag?
manchmal gehen halt nur babyschritte.
erwarte nicht zu viel von dir selber und freu dich über Kleinigkeiten zwischendurch.
ich denk du bist schon auf einem guten weg mit allem.
ja verstehen sollte dich dort eigentlich auch wer,
besonders die Psychologen oder Therapeuten eben.
wenn die das nicht können, wer dann?
können wir uns nur selber verstehn in Wirklichkeit und auch das was wir brauchen nur selber rausfinden ???

baldige Besserung wünscht dir foxi

12.02.2016 11:32 • #10


Valli

6
2
Hallo foxi,

Ja eine Tagesklinik kann sehr hilfreich sein. Aber momentan läuft es nicht so wie es sollte. Bin sehr ungeduldig und merke, dass ich mir unbedingt Zeit lassen muss.
Jetzt werden meine Medikamente wieder erhöht und ich werde noch 2 Wochen in der TK bleiben. In dieser werde ich eine Psychologin kennenlernen. Sie soll wohl gut sein und Gott sei Dank kann sie mich noch nehmen. Vormittags hat sie noch Kapazität.
Wie geht es dir?
Liebe Grüße Valli

13.02.2016 13:38 • #11


Avatar

foxi

57
3
10
hallo valli !

nett das du immerwieder schreibst hier und nicht aufgibst mit deiner Therapie.

mir geht es soweit gut, hab zur zeit keinen stress.
zwar muss ich seit 4 tagen immer niessen, hab voll schnupfen , Kopfweh ist soweit vorbei.
es gibt ärgeres.

leider schreiben sich hier nicht sehr viele leute.
ich glaub jeder ist mit sich selber stark beschäftigt oder alle sind immer arbeiten?
schade

ich wünsch dir baldige Besserung und uns hier viel neue, welche auch austauschen mögen.
foxi

13.02.2016 16:30 • #12



Hallo Valli,

x 4#13


Avatar

bones

871
5
667
Ich hoffe, dass du im Klaren bist,was Lorazepam ist. Langfristig ist es nicht zu empfehlen meiner Meinung nach. Da würde ich eher was anderes nehmen.

13.12.2017 08:19 • #13

Pfeil rechts




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag