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Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung

Kleeblatt3

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Hallo zusammen,

Gibt es hier jemand der auch eine ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung hat? Ich selber habe sie erst gegen Ende letzten Jahren diagnostiziert bekommen, haben tue ich sie aber wohl schon viel viel länger. Ich wollte mal Fragen ob noch jemand so eine Persöhnlichkeitsstörung hat, wie die eigenen Erfahrungen sind (Sowohl als Betroffener als auch auch von Bekannten) und wie ihr damit umgeht.

Liebe Grüße, Kleeblatt

20.04.2022 22:33 • x 1 #1


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Tealight

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Zitat von Kleeblatt3:
Hallo zusammen, Gibt es hier jemand der auch eine ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung hat? Ich selber habe sie erst gegen Ende letzten ...

Ich habe schon des öfteren etwas von einer persönlichkeitsstoerung in diesem Forum gelesen.
Frage : Was genau ist das?

20.04.2022 22:38 • #2



Hallo Kleeblatt3,

Ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung

x 3#3


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Lost111

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@Kleeblatt3
Also bei mir wurde schon vor zig Jahren eine emotional-instabile Persönlichkeitsstörung diagnostiziert.
Ist das vergleichbar?

20.04.2022 22:42 • #3


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@Lost111 Gute frage, mit dieser Persönlichkeitsstörung kenn ich mich nicht aus. Welche Symptome gehören denn dazu?

20.04.2022 22:44 • #4


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Uerdinger

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Man nennt sie auch

Selbstunsichere Persönlichkeitsstörung

Dazu gibt es schon einige Beiträge im Forum

20.04.2022 22:51 • x 1 #5


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Lost111

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Zitat von Kleeblatt3:
Gute frage, mit dieser Persönlichkeitsstörung kenn ich mich nicht aus. Welche Symptome gehören denn dazu?

Bei mir kann es zu Kurzschlusshandlungen kommen, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen. Sui.-Gedanken.
Meine Welt ist entweder schwarz oder weiß. Zwischentöne gibt es da nicht/kaum. Gereiztheit/schlechte Laune. Stimmungsschwankungen. Große Verlustängste. Verzerrtes Selbstbild. Fressattacken. Um nur einige zu nennen...

20.04.2022 22:54 • x 1 #6


Kleeblatt3

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@Tealight Daher ich sie selber noch nicht allzu lange habe kann ich da keine allzu allgemein Antwort drauf geben sondern nur von meinem Falle sprechen.
Man kennt das typische Verhalten sich vor etwas zu drücken wo vor man Angst hat oder es einem Sorgen bereitet. Bei der Persönlichkeitsstörung ist das um ein vielfaches verstärkt. Man versucht automatisch fast jede Situation, Aufgabe etc. zu vermeiden oder zu umgehen, die mit Ängsten, Sorgen, Gefahren etc. verbunden sind. Rationales Denken wird schwerer. Das kann so zimlich alles im Alltag beeinflussen und sorgt dafür dass man dinge die getan werden müssen hinaus zögert oder garnicht macht. Da man auf eine lange Zeit an,, schlechten Gedankem und Verhaltensmustern,, zurück blicken kann hat sich das so in einen eingebrannt dass die Persönlichkeit davon beeinflusst werden kann.

So ist es bei mir. Und weil jeder anders ist wollte ich hier nach Erfahrungen von anderen fragen.

20.04.2022 23:00 • x 2 #7


Kleeblatt3

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@Uerdinger Heist das, dass ich den Beitrag nicht eröffnen durfte, weil es ihn schon gibt? Oder war das lediglich eine erwähnung. Ich kann das gerade nicht einordnen

20.04.2022 23:05 • x 1 #8


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Tealight

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Zitat von Kleeblatt3:
@Tealight Daher ich sie selber noch nicht allzu lange habe kann ich da keine allzu allgemein Antwort drauf geben sondern nur von meinem Falle ...

Vielen Dank, Kleeblatt - für Deine Antwort....

Ich werde erst einmal die weiteren Beiträge abwarten. Zu jetzt kann ich gar nicht's dazu sagen....

20.04.2022 23:10 • x 1 #9


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Uerdinger

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@Kleeblatt3 Das war lediglich eine Erwähnung und ich hoffe, Du kriegst viele Antworten
Mir geht es übrigens ähnlich wie Dir kann Deine Vermutung nur unterstützen.

20.04.2022 23:13 • x 1 #10


Kleeblatt3

Kleeblatt3

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@Uerdinger Kannst du vielleicht so einen Themeneintrag verlinken, oder ist so einfach nicht auffindbar?

20.04.2022 23:16 • #11


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Uerdinger

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Also bei mir sind die Beiträge zu finden unter Verwandte Themen
Da muss ich nur ein bisschen runterscrollen.....

20.04.2022 23:21 • x 1 #12


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djamila

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Hallo @Kleeblatt3 ist schon Kurz und bündig auf den Punkt gebracht deine Beschreibung für die Diagnose von Borderline .
LG. Djamila
PS: Gehöre auch dazu .

21.04.2022 08:47 • #13


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blossom79

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Huhu ich hab auch eine selbstunsichere/ängstlich vermeidende PS.

Ich hab immer Angst, meine Meinung zu sagen.
Und ich nehme oft was unangenehmes in Kauf, nur um dem anderen nicht weh zu tun.

21.04.2022 11:01 • x 1 #14


Kleeblatt3

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@blossom79 bei mir ist das ähnlich. Ich hab auch Probleme im Umgang mit Menschen. Es fällt mir schwer an zu sprechen wenn ich mit Menschen aus diversen Gründen nicht klar komme. Ich tu dann immer so als wäre nichts nur um dem anderen nicht sagen zu müssen, dass mich das und jenes stört. Weil ich die Person nicht verletzen möchte.
Zudem achte ich viel zu sehr dadrauf das andere das gute in mir sehen weil ich Angst hab dass, sie mich wegen meinen Schwächen nicht mögen. Wenn ich ein fehler mache oder es sich so anfühlt wie ein fehler, fühlt es sich wie bei dem prinzip an, wenn alles still ist und mir eine Gabel runter fällt. Ich fühle mich bei,, fehlern,, sofort beobachtet und kritisiert

21.04.2022 12:48 • x 4 #15


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blossom79

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Liebes @Kleeblatt3,

Du schreibst mir aus der Seele!

Ich habe bisher IMMER jedem gezeigt, dass es mir gut geht und alles paletti ist. Nur, damit der andere mich mag.
Jetzt versuche ich seit einer Weile, "echter" zu sein. Also auch zu zeigen, dass es mir eben nicht immer gut geht. Gar nicht so einfach.

Oder die Sache mit dem "meine Meinung nicht sagen können". Da habe ich mit meinem Partner ein SEHR ausgiebiges Übungsfeld. Denn die letzten 7 Jahre habe ich zu fast allem ja gesagt, jetzt versuche ich, auch mal meine (andere) Meinung anzusprechen und dafür auch einzustehen. Puh!

21.04.2022 13:00 • x 4 #16


Ruby_da_Cherry

@Kleeblatt3
Hallo Kleeblatt,
Ich habe selbst vor einigen Wochen ÄVPS diagnostiziert bekomme. Davor hatte ich die Diagnose soziale Phobie, aber eine soziale Phobie kann gar nicht die Tragweite und die tiefe Verwurzlung meiner Angst erklären.
Bei mir zeigt sich die ÄVPS darin, dass ich während meines ganzen Studiums nicht eine Person kennengelernt habe. Ich hatte während meiner ganzen Jugend nicht einen einzigen Freund. Ich verbringe die meiste Zeit alleine Zuhause, weil ich mich Zuhause so viel sicherer fühle. Die ÄVPS zeigt sich sowohl in der Öffentlichkeit wenn ich z. B. Bus Fahre oder einkaufen gehe, aber auch bei meiner Familie und meinem besten Freund. Es ist jetzt nicht jedes Mal so, dass ich bei meiner Familie ängstlich bin. Das ist eher von meiner aktuellen psychischen Phase abhängig (Stress, Depressionen, Hoffnungslosigkeit, alltägliche Herausforderungen…). Vor lauter Angst und Stress dissoziiere ich in stressigen Situationen, dass ich auch Sehstörungen, in Form von Tunnelblick und verschwommener Sicht, bekomme. Ich weiß nicht, ob es sich der ÄVPS zuordnen lässt, aber ich will mit meinen 23 Jahren keine Verantwortung für mein Leben übernehmen, weshalb ich sehr passiv geworden bin. Ich sabotiere mich unbewusst immer wieder, damit sich mein Bachelorabschluss immer weiter nach hinten verschiebt, weil der Gedanke später einen Vollzeitjob mit sozialen Kontakten zu haben, mir unglaublich viel Angst macht.
Neben der ÄVPS hab ich klassischerweise auch Depressionen, aber auch die Borderline-Störung, körperdysmorphe Störung und Skin Picking diagnostiziert bekommen.
Ich komme mir mit so vielen, tiefgreifende psychischen Störungen als ziemlich hoffnungslosen Fall vor. Aber irgendwo in mir schlummert ein Schimmer Hoffnung, selbst wenn ich mir noch keine schöne Zukunft vorstellen kann.

22.04.2022 12:26 • x 3 #17


Kleeblatt3

Kleeblatt3

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@Ruby_da_Cherry ganz so schlimm wie bei dir ist es bei mir nicht aber ängste bei anderen Menschen sind bei mir immer da. Ich bin, wenn ich nicht alleine bin ständig von Grund auf leicht nervös.

Wenn ich raus gehe hab ich meistens Kopfhörer in den ohren weil ich dann die menschen um mich herum etwas ausblenden kann. Ich schaffe es mitlerweile zwar auch ohne aber da merke ich dann das die Nervosität ansteigt. Ich hab dann immer das gefühl,, bemerkt,, zu werden und das man mich mit krittischen blick begutachtet. Und das ohne dass jemand mit mir in kontakt treten muss. Es reicht wenn sie an mir vorbei laufen.

Ergo, jeder Mensch ist für mich potenziell gefährlich weil sie mich kritisieren könnten (wenn auch nur im kopf) oder etwas schlechtes an mir finden könntem.

Zitat von Ruby_da_Cherry:
Ich weiß nicht, ob es sich der ÄVPS zuordnen lässt, aber ich will mit meinen 23 Jahren keine Verantwortung für mein Leben übernehmen, weshalb ich sehr passiv geworden bin.


Das kenn ich auch so ähnlich. Ich bin 24 und würde am liebsten diese ganzen pflichten im leben einfach abgeben. Bin schnell überfordert und solche Arbeit stresst mich. Ich zögere sie hinaus und mache dinge die mich ablenken und spass machen nur um nicht meine Pflichten erledigen zu müssem.

Ich hab eine richtige Angst vor Stress entwickelt und dinge die erledigt werden müsse, so wie Arbeit und unangenehme situationen verbinde ich sofort mit stress und versuche ich automatisch zu vermeiden was dazu führt dass ich in meinem leben stehn bleibe und irgendwie nicht ,was meine krankheit angeht, mich weiter entwickel.

Wenn andere mir ratschäge geben wie ich an mir arbeiten kann finde ich zich gründe warum sie nicht umsetzbar sind und so steh ich mir selbst im Weg.

Ich höre so oft, dass ich was machen muss wenn sich was verändern soll, doch das an mich arbeiten an sich, verbinde ich wieder sofort mit stress und dann und dann vermeide ich etwas zu verändern.

Escist ein Teufelskreis und ich hasse mich dafür dass ich immer im selbst mitleid bade aber ich nicht daran arbeite.

22.04.2022 12:54 • x 2 #18


Ruby_da_Cherry

@Kleeblatt3
Echt schön Erfahrungen von jemandem zu hören, dem es ähnlich geht.
Bei mir ist es mit dem Stress genauso, also das Vermeidungsverhalten beschränkt sich nicht nur auf soziale Kontakte, sondern auf alles was mir Stress macht.
Mein vermeidender Anteil hat mich so unter sehr Kontrolle, dass er alle gesunden Anteile in mir, die eigentlich mein Leben auf die Reihe hinkriegen wollen, unterdrückt. Ich bin dann manchmal mehr als 10 Stunden am Tag an meinem Handy und im Autopilot, damit mein Geist einfach abgelenkt ist und der ganze Stress, der durch die alltäglichen Herausforderungen ausgelöst wird, nicht hochkommt.

Das mit dem Selbstmitleid kenne ich nur zu gut. Häufig sehen die Menschen in unserem Umfeld gar nicht wie schlecht es einem geht oder noch schlimmer sagen solche Sachen wie "Stell dich doch nicht so an", sodass man versucht sich mit dem Selbstmitleid das zu geben, was einem im Umfeld fehlt oder in der Vergangenheit gefehlt hat.
Das doofe an Selbstmitleid ist, dass es sich zu einem Teufelskreis entwickeln kann. Denn Selbstmitleid ist nichts anderes als daran zu leiden, dass es einem schlecht geht, was noch mehr Leid verursacht und man dann noch mehr Grund hat, sein Leben zu hassen. Ich weiß selbst noch nicht genau wie das geht, aber ich denke den Selbstmitleid in Selbstmitgefühl umzuwandeln ist eine gesundere Art mit sich emphatisch umzugehen und gleichzeitig einem selbst die Anerkennung zu geben, dass man es nicht leicht hat.

Und ständig zu hören, was man besser machen könnte, ist echt frustrierend und man fühlt sich echt unverstanden. Man weiß ja selbst häufig, was man besser machen könnte, nur sind Gefühle und das Unterbewusstsein nicht rational, dass es einem selbst gegenüber sehr unfair wäre, nur danach zu handeln, was rational das beste wäre. Also ich würde das auch nicht lange durchhalten oder würde zu einem Zombie mutieren, weil es nur gehen würde wenn ich meine Gefühle ausschalte.
Verständnis über seine verschiedenen Anteile, die einen kontrollieren und die durch unterschiedliche Trigger ausgelöst werden, wäre viel angemessener mit diesem Vermeidungsverhalten umzugehen.

22.04.2022 13:47 • x 3 #19


Kleeblatt3

Kleeblatt3

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@Ruby_da_Cherry 1 zu 1 ich. Und du hast recht. Es tut gut zu hören das es andern ähnlich oder gleich geht.

22.04.2022 15:22 • x 1 #20


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blossom79

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Keine Verantwortung übernehmen wollen - genau das hat die Therapeutin letztes Jahr in der Tagesklinik zu mir gesagt - genau das sei mein Problem!

Wie verdammt recht sie hat! Und auch die Therapeuten zuletzt in der Reha sagten zu mir, ich müsse endlich Verantwortung übernehmen - für mich.

Ich bin 42…..

22.04.2022 15:47 • x 3 #21


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blossom79

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Liebe @Ruby_da_Cherry,

Ich hatte während meiner Jugend auch keinen einzigen Freund. Während der ganzen Kindheit/Jugend und überhaupt hatte ich nie Freunde!
Ich war höchstens mal Mitläufer bei einer kleinen Gruppe.
War nach der Schule auch immer nur daheim und hab alleine gespielt.
Zuletzt war ich Reitbeteiligung bei einem Pferd und kannte diverse Pferdebesitzern noch von vor 5 Jahren (alle haben inzwischen Kind und Familie).
Da fiel mir ein, dass ich als Einzige bei keiner der vielen Hochzeiten/Junggesellenabschiede damals eingeladen war.

Autsch. Die Erkenntnis tat echt weh!

22.04.2022 15:55 • x 1 #22


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Wolkenlos

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Auch ich erhielt vor geraumer Zeit die Diagnose:
ängstlich vermeidende Persönlichkeitsstörung
Ich habe mein eigenes Verhalten sehr oft in Frage gestellt. Konnte mir nie wirklich erklären was eigentlich
in mir vorgeht, warum ich gewisse Eigenschaften habe die mir mein Leben erschweren, ja unschön sein lassen. Wie oft habe ich mich als schlechter Mensch gefühlt, habe sehr oft falsch gehandelt und Dinge getan die eigentlich unverzeihlich sind. Immer redete ich mir ein, das es von meiner Depression kommt,
von meine Trauma .
Zitat von Kleeblatt3:
Man kennt das typische Verhalten sich vor etwas zu drücken wo vor man Angst hat oder es einem Sorgen bereitet. Bei der Persönlichkeitsstörung ist das um ein vielfaches verstärkt. Man versucht automatisch fast jede Situation, Aufgabe etc. zu vermeiden oder zu umgehen, die mit Ängsten, Sorgen, Gefahren etc. verbunden sind. Rationales Denken wird schwerer. Das kann so zimlich alles im Alltag beeinflussen und sorgt dafür dass man dinge die getan werden müssen hinaus zögert oder garnicht macht. Da man auf eine lange Zeit an,, schlechten Gedankem und Verhaltensmustern,, zurück blicken kann hat sich das so in einen eingebrannt dass die Persönlichkeit davon beeinflusst werden kann.

Ganz genauso ist es auch bei mir, in jedem einzelnen Punkt.
Mich belasten alle Punkte sehr und versuche aktuell Ordnung in meinen Chaos zu schaffen.

Zitat von blossom79:
Ich hab immer Angst, meine Meinung zu sagen.
Und ich nehme oft was unangenehmes in Kauf, nur um dem anderen nicht weh zu tun.

Da geht es mir ähnlich, also meistens. Ganz schön belastend.

Zitat von Kleeblatt3:
bei mir ist das ähnlich. Ich hab auch Probleme im Umgang mit Menschen. Es fällt mir schwer an zu sprechen wenn ich mit Menschen aus diversen Gründen nicht klar komme. Ich tu dann immer so als wäre nichts nur um dem anderen nicht sagen zu müssen, dass mich das und jenes stört. Weil ich die Person nicht verletzen möchte.
Zudem achte ich viel zu sehr dadrauf das andere das gute in mir sehen weil ich Angst hab dass, sie mich wegen meinen Schwächen nicht mögen. Wenn ich ein fehler mache oder es sich so anfühlt wie ein fehler, fühlt es sich wie bei dem prinzip an, wenn alles still ist und mir eine Gabel runter fällt. Ich fühle mich bei,, fehlern,, sofort beobachtet und kritisiert


Liebe Kleeblatt,
auch hier finde ich mich in allen wieder. Und ganz schlimm bei mir ist, das ich aus diesen Gründen,
den Ängsten des abgestoßen, nicht gemocht werden ect. ein Verhalten an den Tag gelegt habe mit dem
ich andere Menschen nicht gut getan habe. Aktuell versuche ich daran zu arbeiten und zu verstehen.
Zudem möchte ich privat wie auch virtuell versuchen einiges gerade zu rücken.

Gruß, Wolkenlos

21.10.2022 19:08 • x 2 #23


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Uerdinger

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Hallo @blossom79
du würdest zu Hochzeiten/Junggesellenabschieden damals nicht eingeladen? Das ist sicher schmerzlich., hat aber nichts mit VermeidenderPersönlichkeitsstörung, das ist die gute Nachricht zu tun.
Das wäre der Fall, wenn du eingeladen worden bist aber nicht hingegangen bist. Solche Einladungen habe ich gerne vermieden, ist irgendwo aber auch im Graubereich zur Sozialen Phobie.....

21.10.2022 20:41 • x 1 #24


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blossom79

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Hallo @Uerdinger,

Ich weiß gar nicht mehr, wieso ich das mit den fehlenden Einladungen hier erwähnt habe!
Natürlich hat das nix mit der PS zu tun - dafür aber die Tatsache, dass ich nie was alleine unternehme, weil ich denke, dass ich für meinen Freund „verfügbar“ sein müsste…

25.10.2022 08:39 • x 2 #25


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Wolkenlos

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Zitat von blossom79:
dafür aber die Tatsache, dass ich nie was alleine unternehme, weil ich denke, dass ich für meinen Freund „verfügbar“ sein müsste…


Hallo blossom,
das kenne ich von mir auch. Ich unternehme äusserst selten etwas alleine, weil auch ich immer
denke ,ich müsste nur für meinen Mann da sein. Das das nicht so ist weiß ich eigentlich, da ich mit meinem
Mann darüber gesprochen habe. Und doch qüält mich mein schlechtes Gewissen wenn ich doch mal etwas
alleine unternehmen möchte. Das Gewissen nimmt mich so sehr ein, das ich es dann doch lasse und nichts
unternehme .

25.10.2022 18:12 • x 1 #26


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michi2879

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Hi,

ich hab mich mal ein bisserl durch die Beiträge hier gewühlt.

Die Diagnose habe ich im Laufe meiner Reha vor 2 Jahren auch bekommen. (Zu wissen das das Kind einen Namen hat, hat mir aber nicht geholfen)

Bei mir äußert sich das unter anderem in übertriebner Vorsicht, Besorgtheit, sich über ungelgte Eier Gedanken machen. Von Hamburg nach München zu fahren und die ganze Zeit denken, ich finde eh nie einen Parkplatz. Oder das man die Fahrt über die ganze Zeit mit einem Ohr auf alle Geräuse achtet die das Auto so macht usw. usw.

In meiner Jugend war das z.b. so das ich nie auf Frauen zugegangen bin, weil ich immer Angst vor einem Korb hatte ... Auch reagiere ich sehr empfindlich gegenüber Zurückweisung, also so alles was eigentlich das Netz zu diesem Thema ausspuckt.

Meine Thera konnte dann schreiben: Er hat sehr überzeugend darlegen können, warum er sich in's Private zurückgezogen hat.

Hab ich schon erwähnt das ich absolut gerne allein bin ? . Ha, ja passt oder ?. Mein erstes Wort war übrigens Teddy. Meine Schwester dazu nur: Der hat dir nie weh getan.

hier noch etwas das auf mich zutrifft Ihr geringes Selbstvertrauen wird von anderen meist positiv oder gar nicht gesehen, weil sie sich nicht in den Vordergrund drängen, bescheiden, „pflegeleicht“ und verlässlich sind. Sie sind typischerweise leicht zu beeinflussen und tun sich schwer, „nein“ zu sagen. ....

Keine Ahnung was wirklich hilft, überwinden konnte ich das in besseren Zeiten ganz gut, aber es war und ist bis heute so das mich Gesellschaft unglaublich anstrengt.

Grüße

25.10.2022 19:19 • x 3 #27


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Wolkenlos

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Hallo @michi2879 ,

das was du schreibst kommt mir alles sowas von bekannt vor, könnte alles genauso von mir geschrieben
sein. Du bist also nicht allein damit.

Du hast Recht, auch wenn das Kind einen Namen hat, so ändert es nicht viel daran, das man so ist wie man ist. Doch ich selbst beschäftige mich seit meiner Diagnose sehr intensiv mit mir selbst- ich möchte endlich verstehen was in mir vorgeht. Dazu hinterfrage ich so einiges bei mir und versuche intensiv an mir zu arbeiten.

25.10.2022 19:27 • x 1 #28


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blossom79

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Hallo @Wolkenlos,

das ist so absurd, oder? Man weiß, dass man auch mal was alleine unternehmen kann und darf - und trotzdem tut man es nicht. Aber später bereut man dann, dass man es nicht doch getan hat…Unglaublich!

26.10.2022 13:24 • x 2 #29



Hallo Kleeblatt3,

x 4#30


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Wolkenlos

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Zitat von blossom79:
das ist so absurd, oder? Man weiß, dass man auch mal was alleine unternehmen kann und darf - und trotzdem tut man es nicht. Aber später bereut man dann, dass man es nicht doch getan hat…Unglaublich!


Hallo blossom,
natürlich ist es absurd. Du hast das Wissen das es nicht so ist wie du denkst, oder meinst das es
so sein könnte und dennoch schränkt man sich in seinem Leben dermaßen ein .
Und richtig , später bereue ich es dann fast immer nicht allein was unternommen zu haben.

26.10.2022 18:11 • x 1 #30

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