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Borderline-Persönlichkeitsstörung ist heilbar

Hallo, Ich wurde 2015 acht Wochen stationär therapiert da ich Verhaltensweisen zeigte die auf die Borderline-Persönlichkeitsstörung hinwiesen. Meine Erfahrungen dort waren unvergesslich und ich fühlte mich noch nirgends so akzeptiert wie dort. Meine Mitpatientinnen sahen mich teilweise als Vorbild an weil ich unbedingt wollte das es mir besser ging und ich alles dafür machte. Meine zeit dort hatte aber auch wirklich anstrengende Seiten weil ich 24h damit beschäftigt war geschehenes zu verarbeiten und einen Weg zu erlernen mit allem umzugehen. nach der Therapie hatte ich anfangs mühe mich wieder ausserhalb der Klinik einzuleben doch mit viel geduld und Zeit,schaffte ich es mein leben komplett 360°zu wenden. Neuer Job, neue Ausbildung ,neue Bekanntschaft, neue Beziehung,neue Lebenseinstellung, Sport, gesunde Ernährung. Und trotzdem Kämpfe ich noch immer mit einer Persönlichkeit in mir drin die mir in schwierigen Situationen mein altes Fehlverhalten versucht schmackhaft zu machen. Es ist und bleibt ein ewiger Kampf gegen sich selbst aber ein gutes Leben ist auch nach schwierigen Zeiten möglich. Hiermit möchte ich sagen. Bleibt stark! Es gibt das lebenlang Stolpersteine die sich in den Weg stellen aber lasst euch nicht entmutigen.

20.11.2017 19:28 • x 2 #1


Welchen Job/Ausbildung hast du erlernt?

22.11.2017 06:36 • #2


Zitat von Sakura790:
Welchen Job/Ausbildung hast du erlernt?

Bin ausgelernte Pferdewartin ,angelernte pferdepflegerin und zur zeit in der Ausbildung als Systemgastronomiefachfrau

22.11.2017 12:58 • #3


Freu mich für dich! 360 wende toll! Das Leben ist ab einer Gewissen Mündigkeit, Erfahrung oder Alter ein ständiger Kampf ich freue mich wenn es Leute gibt die andere Unterstützen! Keiner ist alleine. Es gibt immer Menschen die einen Verstehen und so aktzeptiert wie man ist! Wir sind meist nur alle verteilt

27.11.2017 07:26 • #4


Juju
Das ist ja mal ein toller Beitrag.
Danke dafür.
Vielleicht bist Du ja noch hier angemeldet?
Mich würde interessieren, wie es Dir heute ergeht.
Liebe Grüße.

13.01.2019 18:16 • #5


Hallo ich bin seit heute hier. Toll das es euch gibt Daumen hoch.

Cyrana hab mir Interesse deinen Beitrag gelesen toll herzlichen Glückwunsch. Ich freue mich sehr für dich.

Ich finde mich in dir wieder. War auch 9 Wochen in der Klinik in wegen meiner instabilen Persönlichkeitsstruktur. So nennt man das jetzt sagte mir meine Ergotherapeutin im Gespräch. Ich habe mich angestrengt wie noch nie in meinem Leben. Ich habe grob meine Diagnose verstanden und weiß was man dagegen machen kann. Das war sehr sehr anstrend. Ich habe auch viel geweint. Ich habe immer gemerkt hier stimmt was nicht mit mir. Ich habe mir immer wieder neue Probleme gemacht und mich im Kreis gefreut. Diesen Teufelskreis habe ich unterbrochen. jedem Tag lerne ich an meinem neuen Verhalten. Es lohnt sich vor der Klinik habe ich überlebt. Jetzt habe ich ein ganz normales Leben. Mit Partner, Freunde und Hobbys. Arbeit schaffe ich nicht mehr und bekomme Erwerbsminderungsrente. Ich bin schnell überfordert und muss immer gut für mich Sorgen. Ich suche Gleichgesinnte zum Austausch und der Weiterentwicklung. LG Jacqueline

12.10.2019 09:17 • #6


traumaland
Ich glaube, jeder, der Borderline hat, will, dass es unbedingt aufwärts geht.
Für mich hört sich das so an, als wärst du die Einzige, die das wollen würde.
Hier muss ich doch aber ein wenig Realität in den Raum werfen, denn auch die Leute, die bei dir stationär waren, waren sicher auch mit dem Vorbehalt da, dass es ihnen unbedingt besser gehen soll.
Borderliner neigen zu einer negativen Sichtweise, dass sie alles sehr negativ sehen - klar - sollte man aber nicht verwechseln mit null Bock.

Diese Sichtweise resultiert meist aus Erfahrungen, der Gewohnheit, dass der Berg nicht grader wird, sondern steiler, egal, was sie tun.

Wer kann es schaffen und wer nicht oder wie schwer ist der Weg oder wie leicht ist er? Es kommt immer darauf an, wie ausgeprägt ist diese Störung? Wie tief sitzt diese Struktur in deiner Persönlichkeit?

Ich würde jeden bitten, sich nicht mit anderen zu vergleichen, dafür hat Borderline einfach zu viele unterschiedliche Gesichter.

Jemanden auf einen Podest zu stellen, ist daher gefährlich und wenig konstruktiv, es besteht die Gefahr, dass man sich zu sehr unter Druck setzt oder falsche Erwartungen an sich selber stellt und sich später dann für zu schwach hält und sich selbst bestraft.
Wir führen alle unseren eigenen Kampf.
Es gibt Schnittpunkte, Gemeinsamkeiten - aber auch vieles, was sich unterscheidet.

Das hat sicher jeder schon selbst bemerkt, wenn er unter mehreren Borderlinern war. Die einen tragen sichtbare Wunden mit sich, die anderen nicht. Der eine dissoziierte, der andere weniger.

Den Menschen, bei denen Borderline nicht so stark ausgeprägt ist, fällt es leichter, sich aus den Mustern zu befreien, eventuell sogar so, dass sie gänzlich verschwinden. Das ist wundervoll. Aber nicht so leicht auf andere zu übertragen.
Jeder, der bisher seinen Kampf führt, leistet ordentlich was und das gebührt in jedem Fall Respekt. Jeder überwundene Rückschlag, jede noch so kleine Besserung, jedes überwundene Loch, jede neu gefundene Motivation und auch jeder überwundene Wunsch nach Suizid ist ein Erfolg.

Es gibt Rückschläge, immer der Glaube, das Ziel driftet weg, aber wir haben den Kampf immer noch nicht aufgegeben.
Unser Vorbild sind wir selbst.
Weil wir irgendwie trotzdem immer noch an uns glauben, egal, wie oft wir ihn auch verlieren.

17.10.2019 01:23 • #7


stamilung
Zitat:
" Borderline-Persönlichkeitsstörung ist heilbar "


das wäre mir neu!

15.11.2019 22:32 • x 1 #8





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