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Zu müde/erschöpft um zu arbeiten?

sofi_l

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Hallo zusammen,

ich will nicht nörgeln und nicht über dramatisieren- aber ich merke seit einigen Wochen, dass ich bei der Arbeit immer unkonzentrierter werde, müde bin, keine Motivation verspüre. Und das obwohl ich für mich selbst einen tollen Job habe in dem ich viel einbringen kann, zuhause arbeite niemand mir Stress macht.

Hinzu kommt aber, da ich in meiner ,,Abteilung'' quasi allein bin, also mir alles einteile, selbst organisiere usw. und da schiebe ich in letzter zeit Dinge (die wohlgemerkt auch niemand von mir verlangt) vor mich hin, arbeite nur in ,,Energieschüben'' - heißt, ich kann mega effizient arbeiten und dann habe ich alles wichtige erledigt schiebe den Rest vor mir her. Dann lenk ich mich anderweitig ab, werde müde, muss mich hinlegen, habe 1000 Sachen im Kopf die ich privat noch machen ,,muss'', bin am Handy und arbeite wirklich keine 8 Std effizient.
Daraus resultiert dann ein schlechtes gewissen: Ich habe früher in meinem alten Job nicht mal das Handy dabeihaben dürfen stand viel mehr ,,unter Beobachtung''. Ich weiß nicht, wie es bei anderen im Homeoffice ist, aber arbeitet ihr konsequent 8 Std., ohne extra Pause oder Ablenkung?
Ich fühle mich deshalb schlecht (kann mir aber nicht vorstellen, dass meine Arbeitskollegen konsequent arbeiten, da der workload nicht so hoch ist).

Deshalb habe ich das Gefühl, einfach eine Pause zu brauchen. Ich weiß auch nicht, ob ich einen Infekt habe oder so, aber ich war Freitag so extrem müde, dass mein Kopf wirklich so müde war dass ich nichts mehr konnte und schlafen musste. Dann habe ich Samstag auch länger geschlafen als gewöhnlich + 3 Std. am Mittag. Ich habe quasi fast den ganzen Samstag geschlafen. Heute bin ich mit Kopfschmerzen aufgewacht - aber über den Tag ging es. Ich bin trotzdem wieder müde, schlapp, bin auch etwas ,,traurig'' gelaunt, denke viel nach. Obwohl es mir sonst eig. gut geht.

Sorry für den ganzen Text - ich war quasi noch gar nicht in meinem neuen Job krankgeschrieben (8Monate) ( auch wenn ich krank war - Hatte auch während Corona gearbeitet). Nun überlege ich, morgen einfach zum Arzt zu gehen. 2-3 Tage ruhe würden mir glaube ich gut tun.

Wie handhabt ihr so eine Situation? Was macht ihr gegen diese Niedergeschlagenheit? Ich bin eig. nur fit wenn ich Zeit draußen verbringe. Zumindest für den Moment dann.

22.05.2022 21:04 • x 1 #1


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buddl1

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ich glaube nicht, dass du durch 2-3 Tage oder mehr /weniger Arbeit dich besser fühlen wirst.
deine Unzufriedenheit kommt nicht von daher, wohl ehr, dass du Zeit findest darüber in der Arbeitszeit nachzudenken...
denn wenn du nicht arbeitest, draußen bist, vergeht die Zeit schnell, ohne Nebenwirkungen.
das gefühlte traurig sein, ist hierbei die Grundstimmung in der alles nur noch verstärkt wird.

ich geb ja zu, auch ich beginne die Arbeit nicht jeden Tag mit übermäßiger Laune mit Euphorie, es scheint ja auch nicht jeden Tag die Sonne.
aber umso mehr gilt es in seiner Freizeit sich den Ausgleich zu schaffen, aufzutanken,
vor allen etwas für sich, nur für sich zu tun.

ich sehe die Arbeit als notwendiges Übel, aber auch als ein Privileg, was mir mein Leben nicht nur vorschreibt, sondern auch eben ermöglicht. und nach 40 Jahren in zwei Berufen, eine Erkenntnis die mich weit weg bringt von Gedanken,
einfach mal krank zu sein, ohne dass ich tatsächlich eine wahrnehmbare Krankheit benennen kann.
ja, wenn ich mich so in meinen Bereich so umsehe, wohle eine Rasse die langsam auszusterben droht...
weil es zumindest auch hier so einfach geworden ist mal ne Auszeit sich zu gönnen...

verstehe das bitte nicht an Kritik an dich, man wächst mit seiner Zeit auf und deine Gedanken dazu spiegeln eben auch diese Zeit wieder, weit weg von dem Zwang immer arbeiten zu müssen...
und...
es sind nur meine Gedanken dazu...
buddl1,

23.05.2022 05:37 • #2



Hallo sofi_l,

Zu müde/erschöpft um zu arbeiten?

x 3#3


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Schlüsselkind

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Zitat von buddl1:
ich glaube nicht, dass du durch 2-3 Tage oder mehr /weniger Arbeit dich besser fühlen wirst.


Dem schließe ich mich an. Wenn Du eine tiefgehende Erschöpfung spürst, ist es mit ein paar freien Tage nicht getan. Vermutlich würde da erst einmal helfen, nach der Ursache zu forschen, um daran arbeiten zu können?

Was mir beim lesen deines Beitrags aufgefallen ist, dass Du vorher nicht im homeoffice warst und da anscheinend effektiver arbeiten konntest? Die Pandemie hat ja einiges auf den Kopf gestellt, vielleicht ist das einfach ein Tagesrhythmus im homeoffice, der deinem Rhythmus entgegen wirkt? Vielleicht fühlst Du dich auch gerade etwas isoliert, ohne Kolleg*innen? (In der Wohnung sein Büro zu haben ist mitunter auch befremdlich, weil da dann oft der räumliche und gedankliche Abstand fehlt, so mein Empfinden).

Zitat von sofi_l:
Ich weiß nicht, wie es bei anderen im Homeoffice ist, aber arbeitet ihr konsequent 8 Std., ohne extra Pause oder Ablenkung?


Habe zwar geregelte Arbeitszeiten, aber in meinem Beruf ist es leider so, dass oft alles auf einmal abzuarbeiten ist, gefolgt von sehr ruhigen Zeiten (wo ich dann Aufräumarbeiten, Ablage erledigen kann o. ä.). Zu tun habe ich - meistens - etwas.

Zitat von sofi_l:
Ich fühle mich deshalb schlecht (kann mir aber nicht vorstellen, dass meine Arbeitskollegen konsequent arbeiten, da der workload nicht so hoch ist).


Klingt für mich etwas danach, dass Du mitunter etwas unterfordert bist, macht Dir die Arbeit denn allgemein Freude?

Zitat von sofi_l:
Ich fühle mich deshalb schlecht (kann mir aber nicht vorstellen, dass meine Arbeitskollegen konsequent arbeiten, da der workload nicht so hoch ist).


Wenn nichts zu tun ist, ist nichts zu tun. Vielleicht kannst Du intern aber mal fragen, ob Du noch Arbeiten finden kannst, die sonst liegen bleiben und die du währenddessen machen kannst. Ansosnten auch mal durchatmen.

Was man nicht unerwähnt lassen darf: die Arbeitssituation ist während der Pandemiezeit ja auch nicht immer optimal gewesen. Und es kamen mitunter viele (auch mentale) Belastungen auf einen zu, die man sonst nicht hatte.

23.05.2022 08:23 • #3


sofi_l

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Danke für eure Antworten !

Ja, dieses ,,mal nichts zu tun haben'' ist für mich eigentlich eher ein ,,ich mache gerade nicht genug''. Obwohl ich mich schon um vieles parallel kümmere.

Ich bin heute morgen aufgewacht und hab mich direkt aufgerafft, meine Morgen-Routine wieder etwas anzupassen. Also bin ich direkt ein Stück Rad gefahren (musste zur Post) und meditiert. Das hilft mir wirklich, die richtige Energie für den Tag zu finden.

Mir ist gerade auch bewusst geworden, dass ich eig. auch immer ,,mehr'' arbeite, wenn es anfällt und ich dafür, dass ich mich öfter abgelenkt habe, aber selten meine Pause konsequent gemacht habe. Deshalb mache ich nun Mittagspause!

Also, mir gehts mit meiner Morgenroutine und meditieren wirklich besser. Momentan ist mein Kopf recht voll, aber es bringt auch nichts dann ,,nichts'' zu tun.

23.05.2022 11:31 • x 2 #4

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