Wie lange kann man sich krankschreiben lassen wegen Burnout?

Seesternchen

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Ja, ich bin es mal wieder. Dachte nicht, dass ich wieder mal ein wenig abrutschen könnte und dachte erst recht nicht, dass ich dadurch auch noch meine Arbeit verlieren werde.

Es ging mir schon die ganze letzte Woche nicht so gut: Schwindelanfälle, kraftlos, vermehrt negative Gedanken... naja, eigentlich alles, was mich hätte warnen müssen. Zumal ich mit Absprache des Arztes vor einigen Wochen das Antidepressiva weggelassen habe.

Am Wochenende war es denn soweit, das mein Freund mich gebeten hat mich krank schreiben zu lassen weil es so nicht mehr geht (hab einige Baustellen, die im Moment nicht so einfach sind). Ich wollte natürlich nicht. Als ich mein Kind in die Schule gebracht habe, hab ich gemerkt, dass meine Beine nicht so wollen, wie ich. Ich schlich nur durch die Gegend und war völlig kraftlos. Also hab ich angerufen und wollte mich krank melden.

Was ich dann zu hören bekommen habe, hat mich völlig umgeworfen. Mein Gegenüber am Telefon hat laut und bestimmt gesagt, dass ich zu kommen habe und das, wenn ich mich krank schreibe, mich für immer krank schreiben lassen kann. Mir tönen die Worte immer noch im Ohr. Nach dem Telefonat bin ich hier heulend zusammen gebrochen.

Mein Freund hat zwar nochmal mit der Person gesprochen als er die Krankmeldung hin brachte aber trotzdem: ICH WILL DA NICHT MEHR HIN! Zumal ich mir sowieso was anderes suchen wollte weil man dort einfach nur noch als Sklave gehalten wird und ich zum Schluß nur noch mit Magendruck zur Arbeit gegangen bin.

Was mach ich denn jetzt? Wie lange kann ich mich krank schreiben lassen?
Es ist alles zusammengebrochen. Ich bin so froh, dass ich wenigstens meinen Freund habe, der mich sooooooo unterstützt!
Ich war so gut wie nie krank, hab mich immer durchgeschleppt. Warum hat niemand Verständnis? Ich kann doch wirklich nicht mehr!

23.09.2009 12:20 • #1


GastAccount

Hallo Seesternchen,

das klingt ja furchtbar. Ich pack deinen Beitrag aber mal zu Wolfgangs Claim, weil er dir sicherlich mehr dazu sagen kann.

23.09.2009 12:41 • #2


Albarracin

Albarracin

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Hallo seesternchen,

das ist aber eine schlimme Geschichte.

Deine Arbeitsunfähigkeit bezieht sich nur auf Deinen jetzigen Arbeitsplatz. Wenn ein Arzt der Meinung ist, daß Dich diese Arbeit bzw. die Umstände krank machen, kann er Dich solange Arbeitsunfähigkeit schreiben, solange diese krank machenden Umstände bestehen. Es gibt für eine Arbeitsunfähigkeit keine zeitliche Grenze, solange die Diagnose besteht.
Sollte Dir krankheitsbedingt gekündigt werden, läuft der Krankengeldanspruch auch dann bis zur 78. Woche, wenn vorher das Arbeitsverhältnis endet. Außerdem muß dann bei einer Kündigung immer noch der Resturlaubsanspruch zumindest für den gesetzlichen Teil ausbezahlt werden.

Alles Gute

25.09.2009 14:16 • #3