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Wie dem Partner / Familie die Diagnose Depression erklären?

Sonnen-kind

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Hallo ihr Lieben,
Ich habe dieses Forum auch gestern nach meiner nun dritten Diagnose gefunden.
War gestern einen Tag krank nachdem es mir Sonntag total schlecht ging.
Meiner Familie hab ich außer meinem Freund nichts gesagt.
Der reagierte eher verständnislos und verwirrt. Vielleicht auch gerechtfertigt, weil ich mir sonst nicht viel anmerken lasse
Solange ich funktioniere ist auch alles okay.
Er hat mir dann deutlich gesagt dass er sich so etwas nicht als Partnerin vorgestellt hat und wie man das den Kindern erklären soll.
Heißt ich hab es auf einen schlechten Tag geschoben, versprochen dass ich regelmäßig zum Sport gehe und mache den Rest für mich allein.

Habt ihr vielleicht Erfahrungen mit solchen Situationen bzw. Wie ich mit seiner Einstellung umgehen kann?

Hoffe ihr habt einen schönen Tag

06.10.2020 10:15 • x 1 #1


glücklichsein

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ziemlich fiies von deinem Partner, dich so zu behandeln. Ist er der Richtige für dich? du hast sicher etwas besseres verdient, ein Partner der zu dir steht, in guten und schlechten Zeiten mach dir doch mal Gedanken darüber, es tut mir so leid für dich. Wünsche dir viel Kraft und Mut. glg

06.10.2020 10:25 • x 2 #2


Sonnen-kind

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Sonst ist er wirklich ein Engel. Er hatte nur noch nie Kontakt mit sowas. Aber ja seine Reaktion war dann gestern noch mal ziemlich hart. Zumal ich ihn bei jeder Grippe Pflege
Vielleicht hätte ich mir vorher schon mal was anmerken lassen sollen.
Aber andererseits wusste er von meiner Geschichte mit Essstörung und Depressionen

Aber der Gedanke Mutter irgendwann zu sein gibt mir so viel Kraft und er hat ihn gestern irgendwie kaputt gemacht

06.10.2020 10:38 • #3


Eyeofthetiger

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Hört sich aufjedenfall nicht schön an.
Ich würde sagen hör auf dein Herz aber vergiss nie deinen eigenen Wert und dich selbst zu schätzen
Falls sich nichts ändert mach dir nochmal gedanken darüber ob er der Richtige ist.

06.10.2020 11:25 • x 1 #4


Sonnen-kind

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Er ist auch total dagegen dass ich Medikamente nehme, obwohl ich eine mittelschwere habe. So ganz bin ich mir da auch nicht sicher. Irgendwie schaffe ich es ja dann doch immer arbeiten zu gehen etc.
Problem ist nur dass das ganze bei mir aus verlustängsten entsteht und er das gerade noch befeuert

06.10.2020 11:30 • #5


Eyeofthetiger

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Zitat von Sonnen-kind:
Er ist auch total dagegen dass ich Medikamente nehme, obwohl ich eine mittelschwere habe. So ganz bin ich mir da auch nicht sicher. Irgendwie schaffe ich es ja dann doch immer arbeiten zu gehen etc.
Problem ist nur dass das ganze bei mir aus verlustängsten entsteht und er das gerade noch befeuert


Um ehrlich zu sein bereitest du dir selbst so starke Kopfschmerzen setz dich mit Ihm zusammen und spricht euch aus dann Weisst du wenigstens was sache ist

06.10.2020 12:00 • #6


Sothesoul

Du ich fürchte mal , in dieser deiner Beziehung, musst du wohl mit allem rechnen sollte es dir schlechter gehen

06.10.2020 18:08 • #7


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Heideblümchen

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Hallo @Sonnen-kind - ziemlich traurig, was dein Partner dir da an den Kopf geworfen hat. Entweder ist er gerade mit der Situation völlig überfordert und macht es - vielleicht, ohne es zu merken - nur noch schlimmer, weil es dich noch weiter runter zieht. Oder er ist nicht aufgeklärt genug über deine Erkrankung.
Ich denke auch, dass es ganz wichtig ist, dass ihr euch darüber unterhaltet. Es ist nicht unsere Natur, dass wir von der Geburt an bis zum Ende permanent gesund und munter sind. Erkrankungen gehören dazu und es kann jeden treffen. Du bist für deinen Partner scheinbar auch immer da und er sollte sich darüber Gedanken machen, dass es ihn auch schlimmer treffen kann und du eure Beziehung deswegen auch nicht gleich hinwirfst.
Was man den Kindern sagen soll? Ja, muss denn eine Mutter immer funktionieren? Immer lächeln, ihre Aufgaben erfüllen und muss es runter schlucken, wenn es ihr nicht gut geht? So lernen Kinder sicher nicht, Rücksicht zu nehmen auf jemanden, der auch mal krank sein DARF!
Wenn sich dein Mann jemanden gewünscht hätte, der nie krank wird, hätte er auch den Kühlschrank als Partnerin nehmen können. Aber selbst der geht irgendwann mal kaputt. Eine Partnerin tauscht man nicht einfach so aus, nur weil sie auch ihre Schwächen hat.
Im Gegenteil, man arbeitet gemeinsam dran, dass es dem Partner wieder besser geht und zieht ihn/sie nicht noch weiter runter und setzt ihn/sie unter Druck, doch bitte schnell wieder fit zu werden (ich merke gerade, wie mir der Kamm schwillt, sorry).
Wenn es deinem Partner hilft, dann biete ihm an, ein gemeinsames Gespräch mit einem Psychologen zu führen, der ihm erklärt, wieso, weshalb, warum und was er (dein Partner) tun kann (aber auch lassen soll!), um dir zu helfen!
Wenn er dir dann immer noch keine Hilfe geben kann.....tja....ab dann ist es deine Entscheidung, in welche Richtung du dein Leben weiter lebst. Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und viel Unterstützung von allen Seiten, die dir gut tun. Denk an dich und mach, was DIR gut tut. Ohne Druck, egal, von wem!

07.10.2020 11:20 • x 1 #8


Sothesoul

Ich habe sowas schon mal erleben müssen, bei einer Frau auch ihr Kerl hielt die Erkrankung Psychischer Natur für eingebildet, und drängte diese arme Person, zu Dingen die sie nicht mehr schaffte ohne Rücksicht auf Verluste

07.10.2020 16:28 • #9

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