Welches Antidepressivum löst keine Mundtrockenheit aus?

S

Schumacher
Mitglied

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Während meiner langen Erfahrung mit Depressionen
habe ich noch kein Medikament bekommen, das bei mir stimmungsaufhellend gewirkt hätte. Im Gegenteil ich fühlte mich ruhig gestellt und einer der schlimmsten Nebenwirkungen waren ein bitterer Geschmack im Mund und totale Mundtrockenheit. Der Geschmack verliert sich auch beim Essen und Trinken nicht. Einfach ekelhaft.
Die Mundtrockenheit ist nachts und morgens natürlich besonders schlimm. Hat jemand die gleichen Erfahrungen gemacht?

#1


4 Antworten ↓

T
Hallo,

bei meinem ersten Antidepressiva Escitalopram hatte ich keine Mundtrockenheit als Nebenwirkung (weder kurzzeitig noch längerfristig). Bei meinem neuen Antidepressiva Bupropion hatte ich die Mundtrockenheit in der Einschleichphase und das hat sich mittlerweile wieder so normalisiert, dass ich es jetzt nicht mehr wahrnehme.

Mein Gedanke ist hier: lässt sich überhaupt generell eine Aussage dazu treffen? Die Nebenwirkungen sind ja bei vielen sehr unterschiedlich. Es gibt Antidepressiva bei denen steht das in den Nebenwirkungen mit drin und bei anderen nicht.
Bei dir scheint es nur leider bei jedem Antidepressiva aufzutreten (?).

#2


A


Hallo Schumacher,

Welches Antidepressivum löst keine Mundtrockenheit aus?

x 3#3


Fritz
Hi Schuhmacher
Mundtrockenheit nehme ich als Nebenwirkung in Kauf.
Es geht anscheinend nicht anders.
Mit der Zeit gewohnt man sich daran.
Servus

#3


bones
Zitat von Schumacher:
Während meiner langen Erfahrung mit Depressionen habe ich noch kein Medikament bekommen, das bei mir stimmungsaufhellend gewirkt hätte. Im ...

Welche Antidepressiva hast du denn bis jetzt probiert?

#4


ZeroOne
@Schumacher , auch dir erstmal ein freundliches Hallo und herzlich Willkommen im Forum...

Die Mundtrockenheit trifft leider viele, weil sie sich über eine breite Palette von Antidepressiva erstreckt. Das Problem liegt in der stark anticholinergen Wirkung, wodurch die Speicheldrüsen ausgeschaltet werden.

Mir hat ein früherer Arzt vor Jahren erklärt, dass mit anhaltender Mundtrockenheit nicht zu spaßen sei, da es der Hauptfaktor für Karies schlechthin wäre.

Man kann Antidepressiva ausprobieren, die weniger stark anticholinerg wirken (z.B. Agomelatin, Bupropion, usw.). Dies bezüglich müsste dich dein Facharzt gut beraten können.

Ansonsten kann man mit Hausmitteln den Speichelfluss anregen (ungesüßte Tees, säuerliche Getränke, zuckerfreie Bonbons, etc.). In Apotheken gibt es spezielle Gels, Sprays, Spülungen, usw. Auch auf Rezept gibt es Medikamente, die den Speichelfluss steigern (dürfen nach meinem Wissen aber nicht dauerhaft eingenommen werden).

Du schreibt, dass du schon lange Zeit Erfahrung mit Depression hast und - vom Speichelfluss abgesehen - noch nie ein Medikament hattest, das zur gewünschten Stimmungsaufhellung führte (zu diesem Thema gibt es hier auch einen Thread).
Vielleicht kann man sich vor diesem Hintergrund die Frage stellen, in wie weit diese Art der Therapie sinnvoll ist?

#5

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