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Welche Hilfen bei Schwerbehinderung?

Alexandra2

Alexandra2

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Ich komme immer wieder in Überforderungssituationen bei der Alltagsbewältigung. Mit GdB 50 und unbefristeter Erwerbsminderungsrente bin ich nicht mehr arbeitsfähig und der Haushalt ist katastrophal. Wenn ich mal 30 Minuten aufräume und putze, ist das schon viel. Aber es reicht nicht, um die Bude in Schuß zu halten. Ich habe keine Energie, keine Konzentration, die Dinge zu Ende zu bringen.
Die Betreuung durch die ambulante Sozialpsychiatrie deckt die häusliche Situation nicht ab.
Wer kennt ähnliche Verhältnisse und hat eine Idee, wer/was mir helfen kann?
Vielen Dank Alexandra

21.04.2020 09:43 • x 2 #1


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Helmut

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Hallo. Alexandra, ich kann dich nur zu gut verstehen ich schaffe auch fast nichts mehr kann mich zu nichts aufraffen. Jetzt steht noch ein Umzug an und Game over,
Lieben Gruß Helmut

21.04.2020 10:09 • x 1 #2


Alexandra2

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Lieber Helmut,
das ist der Worstcase. Hast Du Hilfe beim Umzug?
Liebe Grüße Alexandra

21.04.2020 10:30 • #3


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mutmacher

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Alexandra, hast Du einen staatlichen Betreuer ? bzw. hast Du staatliche Einnahmen ? wenn ja, kannst Du über das Budget, das Dir zusteht eine Haushaltshilfe beantragen.
Auch wenn Du einen GdB bzw Pflegegeld bekommst, steht Dir (ich glaube 4 h/ Monat) eine Haushaltshilfe zu.

21.04.2020 10:58 • #4


Alexandra2

Alexandra2

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Lieber mutmacher,
Du meinst einen Betreuer nach Betreuungsrecht? Nein, ich habe keinen solchen Betreuer. Zählt Erwerbsminderungsrente als staatliche Leistung? Ich weiß es nicht.
Einen GdB habe ich, eine Pflegestufe nicht.
Fragen über Fragen...
aber herzlichen Dank für Deine Antwort, es sind ja wertvolle Ideen.
Liebe Grüße Alexandra

21.04.2020 11:29 • x 1 #5


Eulenspiegel

Bitte ,liebe Alexandra , lass dir keinen Betreuer aufschwatzen , das würde ja bedeuten die kannst nicht alleine leben , brauchst jemanden der Dinge für dich regelt , doch dein Verstand scheint doch gut .

21.04.2020 17:40 • x 1 #6


laluna74

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Zitat von Eulenspiegel:
Bitte ,liebe Alexandra , lass dir keinen Betreuer aufschwatzen , das würde ja bedeuten die kannst nicht alleine leben , brauchst jemanden der Dinge für dich regelt , doch dein Verstand scheint doch gut .



Das sehe ich genau so. Nach Möglichkeit nichts abgeben, lieber weiter selbst probieren und wenn auch nur in ganz kleinen Schritten.

Mach dir einen Plan für jeden Tag, den du umsetzen kannst. Das wird funktionieren, ich spreche aus eigener Erfahrung, weil es auch letztendlich deinen Selbstwert und später auch dein Selbstvertrauen stärkt. All das wirkt sich positiv auf deine Kräfte aus.

Bitte niemals aufgeben. Du schaffst das, du musst nur daran glauben.

21.04.2020 18:10 • x 2 #7


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Helmut

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Hallo Alex, bei den Betreuern gibt es Unterschiede, eine Bekannte hat eine Betreuerin mit der sie zusammen einkaufen geht und gut ist,

21.04.2020 20:44 • x 1 #8


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Irgendeine

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Zitat von Alexandra2:
Die Betreuung durch die ambulante Sozialpsychiatrie deckt die häusliche Situation nicht ab.

Wie sieht es mit ambulantem BeWo aus? Mit deinen Einschränkungen kriegst du mind. 2h/Woche, eher mehr, genehmigt.
Sogar ich hab 2h/Woche.
Dein BeWo-Betreuer (kein gesetzlicher!) ist zwar keine Haushaltshilfe, aber er/sie kann dir durchaus dabei helfen.

Meine würde das auch machen, aber mir ist das einfach zu unangenehm.

21.04.2020 23:21 • x 1 #9


Alexandra2

Alexandra2

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Bislang gibt es noch keine Lösung. Jetzt werde ich wieder mit Küchenwecker Hausarbeit machen, was übrig bleibt nach Ablauf der Zeit, wird am nächsten Tag gemacht. Das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom hat mich voll im Griff. Deshalb kostet die nicht vorhandene Konzentration soviel Kraft, überhaupt eine Sache zu erledigen. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie anstrengend alles ist.
Und wieder muss ich etwas ausblenden: 2 weitere Baustellen im Haus sind aufgetaucht.
Die To Do Liste ist eh schon irre lang. Also, nicht nachdenken, einfach machen strikt nach Uhr, alles andere bleibt liegen.

23.04.2020 22:59 • x 1 #10


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Irgendeine

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Zitat von Alexandra2:
Jetzt werde ich wieder mit Küchenwecker Hausarbeit machen

Das mache ich auch so beim Lernen. Wenn es klingelt, mache ich Pause oder ganz was anderes und dann geht's weiter.
Zitat von Alexandra2:
Deshalb kostet die nicht vorhandene Konzentration soviel Kraft, überhaupt eine Sache zu erledigen. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie anstrengend alles ist.

Das geht mir genauso. Es ist so anstrengend, die Gedanken ständig wieder "einzufangen".
Zitat von Alexandra2:
Die To Do Liste ist eh schon irre lang.

Glaub mir, unsere Wohnung sieht aus, wie Dresden '45 Lernen UND Haushalt machen, schaffe ich einfach nicht. Ich mache das nötigste, wie z.B. Wäsche waschen, aber mehr geht nicht. Mein Freund verspricht immer, dies und das zu machen, aber wirklich passieren tut nix.....

24.04.2020 00:26 • x 2 #11


Alexandra2

Alexandra2

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Liebe Irgendeine,
es tut gut, zu wissen, ich bin nicht allein mit dem Mist. Und die Gedanken einfangen, das ist genau dass, was es so mühsam macht. Ich wünsche Dir trotzdem einen schönen Tag
liebe Grüße
Alexandra

24.04.2020 09:55 • x 1 #12


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mutmacher

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@Alexandra2
Muss jetzt mal dumm fragen: Hast Du eine Pflegestufe ?
Wenn ja, steht Dir auf alle Fälle eine Hilfe kostenlos zur Verfügung. Ich weiß das von meiner Mutter, man konnte wählen 4 Std. im Monat auf einmal oder sie nahm jede 2.Woche eine Hilfe für 2 Stunden. Die hat dann ihre Wohnung durchgeputzt, war schnell und sauber.
Bei einem GdB (wie hoch auch immer) steht Dir ein Budget zu, unabhängig von dem o.g.
Hier im Forum ist ein User (Albaracain o.ä.), der sich mit diesen Dingen sehr gut auskennt, frag ihn doch mal, Alexandra.
Wünsche Dir noch einen schönen Tag heute.

24.04.2020 11:28 • x 1 #13


Alexandra2

Alexandra2

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Ich dachte immer, das persönliche Budget steht körperlich behinderten Menschen zu?
Aber Danke trotzdem für die Tipps
Liebe Grüße Alexandra

24.04.2020 13:51 • #14


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mutmacher

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Nein, ich bin Mitglied beim Sozialpsychiatrischen Dienst- hier haben alle psychisch Kranken Anspruch auf das persönliche Budget. Die einen machen damit z.B. einen Kochkurs, ein anderer bekommt eine Begleitung ins Kino und viele andere Dinge. Eine Hilfe für den Haushalt ist fast schon Standard.
Nur musst Du es eben (meist beim Landratsamt/Sozialdienst) beantragen oder sprich mal den SPDI in Deiner Nähe an.

24.04.2020 18:46 • #15


Alexandra2

Alexandra2

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Oha, da frage ich mal meine Psychologin, DANKE!
Liebe Grüße Alexandra

24.04.2020 19:16 • #16


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Irgendeine

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Zitat von mutmacher:
hier haben alle psychisch Kranken Anspruch auf das persönliche Budget.

Zitat von mutmacher:
Eine Hilfe für den Haushalt ist fast schon Standard.

Ich habe davon noch nie gehört. Hat da wirklich jeder mit GdB Anspruch drauf?

25.04.2020 00:04 • x 1 #17


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mutmacher

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Einfach mal beim zuständigen Sozialpsychiatrischen Dienst nachfragen.

https://www.proroba.de/?gclid=CjwKCAjwv...bMQAvD_BwE

25.04.2020 15:30 • x 1 #18


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Irgendeine

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Zitat von mutmacher:
Einfach mal beim zuständigen Sozialpsychiatrischen Dienst nachfragen.

https://www.proroba.de/?gclid=CjwKCAjwv...bMQAvD_BwE

Danke dir.

25.04.2020 21:55 • #19


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Helmut

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Hallo Alexandra, du sprichst / schreibst wie es mir auch meißt geht, ich schieb das Einkaufen raus bis es wirklich nicht mehr geht. Eine Hilfe für den Haushalt wäre auch gut for me, habe Gdbh. 80% aber wie gehts weiter, "einfach" beim Amt anrufen..........
Nix ist einfach und jetzt noch des Conora Gedöns!
Gruß Helmut

29.04.2020 11:01 • #20

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