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hi annber,
Zitat von annber80:ja klar zieht man sich gegenseitig zurück, doch denke ich ist es einfacher mit jemanden zusammen zu sein, der die probleme kennt, also beim mangelndem selbstwertgefühl denjenigen nicht noch weiter in seinem selbstwertgefühl zu schwächen indem er dir das gefühl vermittelt nicht wichtig zu sein..sich so zu verhalten dass der andere sich nicht minderwertig fühlt, also mein letzter partner hat da überhaupt keine sensibilität gehabt. Man sollte doch rücksicht aufeinander nehmen.
das hat aber alles nichts damit zu tun ob der Partner die gleichen Probleme hat. Das ist normales Einfühlungsvermögen was du da völlig zu Recht einforderst. Das der Partner einem das Gefühl zu vermitteln versucht gewollt und gebraucht zu sein ist eigentlich selbstverständlich. Das ist doch im Grunde der ganze Sinn einer Beziehung. Das geht auch ohne das beide die gleichen Schwierigkeiten haben. Sensibilität ist einfach ein Charakterzug.
Wenn beide das selbe Problem haben kommt man sicher erst mal einfacher miteinander aus. Aber man lebt nicht nur zu zweit auf der Welt, und alles andere macht man sich dadurch nur noch schwerer. Ich bin immer ganz froh wenn mir jemand Mut macht und mal einen kleinen Schubs gibt wenn ich mich mal wieder irgendwas nicht traue. Denn das hilft wirklich etwas zu verbessern. Und ganz platt ausgedrückt: Echte Hilfe bringt mir mehr als jemand der mir den ganzen Tag bestätigt wie schlimm alles ist. Das ist eben die Kehrseite bei so einem Partner.
Zitat von annber80:Deshalb freu mich auch über dieses forum weil es viele gleichgesinnte hier gibt. Freut mich dass du aus der therapie was mitnehmen kannst, ich hab zurzeit probleme mit meinem therapeuten, weil ich den eindruck hatte, er nimmt mich nicht ernst, dass es mir sehr schlecht geht, immerhin hat er gestern mir ein antidepressivum aufgeschrieben, obwohl er totaler gegner von psychopharmaka ist und eine abneigung gegen psychiatern hegt. Was machst du für eine therapie?
Ja, wenn ich nicht zufällig hier auf das Forum gestoßen wäre säße ich wahrscheinlich heute noch in meiner Wohnung verbarrikadiert und würde mich nicht mal mehr raus trauen. Gerade ganz am Anfang war das hier eine riesige Hilfe.
Vielleicht ist dein Therapeut einfach nicht der richtige. Woran siehst du denn ob er dich nicht ernst nimmt?
Ich hatte am Anfang immer das Gefühl bei meinem Therapeuten, er werfe mir meine Probleme vor, würde mir nicht richtig zuhören. Jetzt nach einem halben Jahr ungefähr muss ich aber zugeben das es nicht so war. Ich war einfach nur in meiner Selbstunsicherheit und meinem negativen Denken gefangen. Ich mache eine tiefenpsychologisch fundierte Gesprächstherapie. Und bei anderen schaue ich mir ab und an mal Übungen aus der Verhaltenstherapie ab, einfach um zu üben.