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Was ist mit mir los

Zikila
Hallo alle zusammen,

da ich neu bin weil ich mir nicht anders zu helfen weiß, bitte ich um etwas Nachsicht.
Ich weiß im Moment nicht wirklich was mit mir los ist und vielleicht hat der ein oder andere von euch ja einen Rat für mich.

Kurz zu mir: Ich bin w 31 Jahre alt und lebe mit meinem Freund und unseren 2 Katzen zusammen in NRW. Wir arbeiten beide für ein Callcenter im Home- Office.
Vielleicht muss ich ein klein wenig ausholen um die Problematik etwas genauer zu verstehen.
Ich habe das Gefühl, für alles verantwortlich zu sein. Um unseren Haushalt (100m2 Wohnung) kümmere ich mich zu 80-90% alleine und alleine das schlaucht im Moment sehr, da ich jeden 2. bis 3. Tag mindestens die komplette Wohnung saugen muss da bei 2 Katzen eine Menge Haare anfallen. Auch Wäsche wasche ich besonders im Sommer fast täglich.
Das ständige durchsaugen, Wäsche in die Waschmaschine bringen, draußen aufhängen, abheben, einsortieren, Spülmaschine aus- und einräumen, Staub wischen, Sachen wegräumen, Einkaufen etc. nimmt alleine schon 1-2 Stunden am Tag etwa in Anspruch. Dazu kommt, dass ich mich fast komplett alleine um unsere Katzen kümmere, also füttern, Fellpflege, Katzenklos, Tierarztbesuche etc.
Muss sagen das mich das alles manchmal echt überfordert. Dazu arbeiten wir beide Vollzeit- zwar im Home- Office aber dennoch 8 Stunden 5 mal die Woche.
In meinem Job ist momentan unklar, ob ich weiter für mein Projekt telefonieren darf. Demnächst werden 50% unserer Truppe auf andere Projekte verteilt. Die Ungewissheit seit über 1 Monat macht mich schon etwas warnsinnig, auch wenn ich eigentlich kein Problem mit einem Projektwechsel hätte da ich in meinem jetzigen seit über 1 Jahr auch sehr unzufrieden bin da es einen hohen Verkaufsdruck gibt, die Kunden gefühlt wirklich manchmal echt total dumm sind und sowieso alle durch die Bank unzufrieden und aufbrausend (ich arbeite für einen Energiekonzern also Strom und Gasversorgung- da brennt ja eh schon lange die Hütte).
Zu allem übel werde ich demnächst auch operiert- nur eine Nasenscheidewand- OP aber bei Narkoseeingriffen sackt mein Kreislauf manchmal zusammen, weswegen ich vor der OP echt Angst habe.

Vielleicht noch als kleine Hintergrundinfo: Ich bin vor 2 Jahren durch halb Deutschland zu meinem Freund gezogen und habe daher (und wegen meinem Ex- Freund) keine Freunde mehr mit denen ich mal reden könnte. Meine Mutter ist vor 4 Jahren an Krebs gestorben und mein Vater wird dieses Jahr 80 Jahre alt. Zu dem Rest meiner Familie habe ich keinerlei Kontakt da sie sich vor Jahren zerstritten hat. Lediglich zu meinem Halbbruder und seiner Frau pflege ich hin und wieder (2-3 mal im Jahr) ein wenig Kontakt- man fragt sich halt wie es einen geht etc.
Mit meinem Papa habe ich ganz guten Kontakt. 1 bis 2 mal die Woche telefonieren wir und wir versuchen ihn auch ca. 2 mal im Jahr zu besuchen (etwa 450km Entfernung).
Allerdings wird die Situation mit meinem Papa aufgrund seines Alters nicht einfacher. Er wird langsam vergesslich und fühlt sich oft alleine wegen dem Tod meiner Mama und auch zu meinem Halbbruder (seinem Sohn) hat er sporadischen Kontakt. Etwa alle 2 Monate kommt dieser ihn mal besuchen. Mein Vater ist mir auch etwas sauer, dass ich vor 2 Jahren weggezogen bin- er fühlt sich alleine gelassen aber versucht das nicht oft zu zeigen. Dadurch fühle ich mich oft schuldig. Auf der anderen Seite, hat mein Ex mich fast 13 Jahre in meinem Leben stark eingeschränkt. Wir haben fast nie etwas unternommen, sind kaum raus- er war auch ein Narzisst in meinen Augen und ich wurde immer untergebuttert. Nach der Trennung vor 4 Jahren habe ich mir geschworen, mein Leben zu leben und Freiheit zu genießen. Irgendwie zählte dann auch ein Umzug für mich dazu und das viele verreisen. In NRW habe ich mich dann einfach wohler gefühlt. Meinen Papa zu uns zu holen haben wir schon besprochen, aber das würde er nie tun wollen, weil er in seiner Stadt geboren ist und immer dort wohnte. Er hasst Umstellungen.

Zu der Familie von meinem Freund habe ich guten und regelmäßigen Kontakt. Seiner Mutter helfe ich häufig bei technischen Dingen, oder wie demnächst bei einer Entrümpelung. Aber irgendwie zieht auch das ein wenig an meiner Energie und meiner gefühlt viel zu wenigen Freizeit.

Noch ein paar Worte zu meinem Freund: Ich liebe ihn und er zeigt mit im Gegensatz zu mienem Ex wirklich das er mich liebt, kümmert sich auch immer gut um mich und ist auch immer für mich da gewesen wenn etwas war. Wenn da nicht das Problem mit seiner riesigen Faulheit wäre.
Ich muss das Kind wirklich beim Namen nennen. Er ist seit wir zusammen sind immer im Home Office Callcenter angestellt. Allerdings hat er in den 3 Jahren bestimmt schon 5-6 Firmen durch. In kaum einer ist er länger als 3-4 Monate angestellt. Er wird eigentlich immer in seiner Probezeit gekündigt. Oft sind auch die Firmen dran schuld, weil diese zu viele Mitarbeiter eingestellt haben und dann doch nicht so viele brauchten und er teilweise den halben Tag nichts zu tun hatte- dann folgte die Kündigung. Dann war er aber auch in 2 von den Firmen in der Probezeit krank und wurde rausgeworfen. Manchmal ist seine Arbeitsmoral aber auch nicht die beste und er ist den Firmen wohl zu langsam.
Dann heisst es immer, ab zum Arbeitsamt- Arbeitslos melden. ich muss natürlich fahren weil ich die einzige bin, die einen Führerschein und Auto hat. Deswegen übernehme auch ich immer die Fahrten zum einkaufen ( Er kommt aber oft mit).
Naja Arbeitslosengeld lässt dann auch immer 1-2 Monate auf sich warten bis er das mal bekommt. Im besten Fall hat er dann auch wieder einen neuen Job. Diese Arbeitslosenzeiten immer wieder zwischendurch hat uns auch schon einiges an Geld gekostet. Auf meiner Kreditkarte sind wir knapp 3000 Euro im Minus was wir nach und nach abzahlen. Und so geht es nun mit seinen Jobwechseln schon 3 Jahre lang.
Im Haushalt hilft er kaum. Wenn ich ihn mal frage ob er dies oder jenes erledigen kann kommt immer: mach ich nachher. Meist mach ichs dann nach 30 Minuten aber sowieso selbst weil es mich selbst nervt wenn Dinge rumliegen und nicht erledigt werden.

Ich weiss nicht was momentan mit mir los ist aber ich fühle mich einfach ausgebrannt.
Die ständigen finanziellen Sorgen und die Angst das er wieder gekündigt wird und alles von vorne los geht. Der Druck meinen Papa nicht häufig genug zu besuchen und ihn irgendwie im Stich zu lassen. Die Unklarheit auf Arbeit und der Verkaufsdruck der dort vorherrscht. Dazu der Haushalt und gefühlt alles drum herum was zu 80% an mir hängen bleibt. Keine Freunde haben wo man mal Dampf ablassen und sich auskotzen kann. Bei meinem Vater kann ich mich auch nicht auskotzen weil er gefühlt sowieso nicht zuhört. Irgendwie hat er ein Problem damit zu zuhören und erzählt nur von sich und was ihm passiert ist etc. das wurde nach dem Tod meiner Mama echt extrem. Da fühlt man sich auch manchmal echt allein gelassen mit seinen Problemen und vorallem so, als würde es ihn gar nicht interessieren, obwohl ich ja weiss das das so gar nicht stimmt.

Mit meinem Freund streite ich mich auch immer mehr, weil ich sauer auf ihn bin dass er mir so wenig hilft oder meine Geduldsschnur irgendwie so kurz ist, dass ich bei Kleinigkeiten schon gereizt bin und aus der Haut fahre oder auch irgendwie keine Liebe mehr so zeigen kann geschweige denn ich mir Zeit dafür nehme weil ich das Gefühl habe, ich muss mein Leben im Schnelldurchlauf durchleben, weil ich sonst keine Zeit mehr für andere Dinge habe da gefühlt 23 von 24 Stunden pro Tag in meinem Leben mit Aufgaben vollgepackt ist. Manchmal liege ich einfach nur kaputt im Bett und starre die Wand an- habe das Gefühl nicht mehr alles unter einen Hut zu bekommen, Dinge die ich noch erledigen muss rasen mir dann durch den Kopf. Abschalten ist selten der Fall. Dazu kommt das ich eine Schlafapnoe habe wodurch ich nachts sehr häufig aufwache- erholsamer Schlaf sieht anders aus.
Bilde ich mir das alles nur ein und mache mich hier zum Opfer? Ich denke mir so häufig: Andere Familien kriegen das doch auch hin und die haben wirklich schwierigere Jobs oder zum teil 1-2 Kinder. Wieso schaffe ich es dann nicht mit meinen Kleinigkeiten an Aufgaben klar zu kommen? Tue ich meinem Freund auch unrecht weil ich einfach kaum noch Lust auf S. habe wegen dem Stress und so oft mit ihm streite, auch oft wegen Kleinigkeiten oder weil ich ihn aufn Keks gehe mit meiner schlechten Laune die ich an ihm auslasse?
Ist es ein kurz bevorstehender Burnout? Hat da jemand Erfahrung?
Habe wirklich das Gefühl mein ganzes Leben gleitet mir aus den Händen und ich schaffe den normalsten Tagesablauf der Welt nicht mehr.

15.05.2024 09:30 • x 1 #1


hlena
Zu einer Partnerschaft gehören geben und nehmen.
Das solltest du deinem Partner klarmachen.
Er beteiligt sich so gut wie gar nicht am gemeinsamen Haushalt.
Und seine zahlreichen Arbeitgeber sprechen für sich und dabei nimmst du ihn auch noch in Schutz!
Es kann doch nicht sein,daß immer nur der Arbeitgeber der Sündenbock sein soll.
Ein klärendes Gespräch sollte stattfinden.
Erst wenn dein Partner sich am Haushalt beteiligt,wirst du entlastet.

15.05.2024 11:04 • x 1 #2


A


Hallo Zikila,

Was ist mit mir los

x 3#3


Zikila
Ja ich weiss du hast ja Recht..
Mit ihm gesprochen habe ich schon mal mehr oder weniger, also ich habe ihm schon mehrfach gesagt, dass ich Hilfe von ihm im Haushalt brauche.. Und mittlerweile tut er ja auch schon ein wenig. Also 1 mal die Woche oder alle 2 Wochen saugt er auch die Wohnung mal durch, gibt den Katzen mal essen oder hilft mir beim Müll oder Betten beziehen.. Also das er gar nichts tut stimmt nicht, aber in meinen Augen immernoch zu wenig.. Und wenn ich ihm sage, dass ich mehr Hilfe brauche sagt er ständig, das er mir doch schon hilft und auch fast die Hälfte des Haushalts macht.. Ich sehe das aber überhaupt nicht so und wenn ich mir die Zeit die wir für den Haushalt aufbringen mal vergleiche komme ich auf fast 10 Stunden in der Woche bei mir, während es bei ihm höchstens 1 Stunde ist.. aber das glaubt er mir nicht und sagt das ich auch nicht viel mehr als er tun würde.. Also irgendwie rede ich da gegen eine Wand
Er weiss auch das der Arbeitgeber nicht immer der Sündenbock ist, dass weiss auch ich, aber er sagt eben auch das er so viel tut wie er kann und wenn die Arbeitgeber ihn rauswerfen dann ist das eben so..
Kurzum, er arbeitet ja, aber nicht so wie es halt sein sollte.. und das weiss er auch, es ist ihm nur schlichtweg egal. Er sagt wenn er krank ist ist er eben krank und geht zum Arzt.. auch wenn es manchmal nur leichte Erkältungen sind oder ne Magenverstümmung, wo man im Home Office locker mit arbeiten könnte.. Ich hoffe dann immer das er mal die Ar. zusammenkneift und einfach mal durchzieht die 6 Monate bis die Probezeit vorbei ist.. Aber irgendwie passiert das nie :/... Er hat wohl kein Problem damit die Arbeitgeber zu wechseln, ich allerdings schon weil nicht kontinuirlich Geld in die Kasse kommt und ich immer wieder was angesparte Geld für die Überbrückung bis zum Arbeitslosengeld nehmen muss..
Auf ein wirklich sachliches vernünftiges Gespräch lässt sich mein Freund auch kaum ein, Kritik kann er irgendwie nicht ab und wenn ich ihm sage was Sache ist kommt immer das ich mich nur als Opfer darstellen würde und voll übertreibe..

15.05.2024 11:16 • #3


hlena
Eigentlich weißt du die Lösung selber.
Stelle ihm ein Ultimatum!

15.05.2024 11:28 • x 1 #4


Zikila
Ja genau das ist irgendwie das Problem.. Und ich weiss auch das ich innerlich Angst habe ihm das Ultimatum zu stellen da ich jetzt schon weiss, das es darauf hinauslaufen wird das wir entweder eine längere Beziehungspause haben werden weil er damit gar nicht konform ist oder wir uns sogar trennen.
Und bei Gott das will ich eigentlich wirklich nicht denn bis auf diese Faulheit ist er wirklich in meinen Augen der perfekte Partner für mich. Nur erschließt sich mir keine Lösung

15.05.2024 11:31 • #5


hlena
Natürlich verstehe ich das.
Du mußt aber das Risiko eingehen,soll sich etwas ändern.
Er muß muß selbst einsehen,daß es so nicht geht.

15.05.2024 11:38 • #6


Fritz
Hi Zikila
Erstmal willkommen
Ich denke, du solltest als erstes deinen Selbstwert steigern.
Dann kommen die Veränderungen.
Dein Partner ruht sich aus und du machst die ganze Hauswirtschaft!
Es liegt an dir, ob du das zulässt.
Mit meinem Freund streite ich mich auch immer mehr, weil ich sauer auf ihn bin dass er mir so wenig hilft.
So funktioniert das gar nicht.
Aber du lässt es zu, warum sollte er dir helfen?
Also1. Steigere deinen Selbstwert. (Da gibt es viele Beispiele, wie es das machbar ist.)
2. Ändere dein Verhalten, oder lasse es wie ist und Burn Out und Depression lassen grüßen!Meine Meinung
Servus

15.05.2024 12:30 • x 1 #7


Zikila
@Fritz
Danke für deine Meinung.
Du sagst ich soll mein Verhalten ändern, aber inwiefern?
Natürlich könnte ich sagen: ne so machen wir das hier nicht weiter. Entweder du hilfst mehr oder ich mache Schluss weil es so nicht mehr geht. aber gibt es noch eine Alternative? Das Zeugs einfach liegen zu lassen bis er es macht ist für mich keine Alternative, denn dann stapelt sich das Geschirr sicherlich mindestens 1 Woche hier, die Katzen werden überall hinpissen weil das Klo 2 Wochen nicht sauber gemacht wird und Wäsche hätte ich auch keine mehr im Schrank weil niemand die Waschmaschine anstellt.. Abgesehen davon das der Boden dann wie sau aussehen würde :/

15.05.2024 13:12 • #8


Jedi
@Zikila

Zitat von Fritz:
Ändere dein Verhalten,

Dazu habe ich eine etwas andere Meinung - Dein Freund sollte an seinem Verhalten
arbeiten, bzw. etwas daran ändern !
---
Zitat von Zikila:
Entweder du hilfst mehr oder ich mache Schluss weil

Gleich mit Schlussmachen zu drohen, finde ich noch nicht für nötig !
Schau einmal u. schreibe es auf, wo Du Unterstützung von ihm brauchst.
Darüber koönnt ihr dann euch verständigen u. eine Abmachug treffen.
Natürlich sollte er sich an die Abmachungen dann auch halten u. da bist Du gefordert,
dies an anzusprechen, wenn dies nicht geschieht.
So würde ich es erstmal mit ihm besprechen u. wenn er zu bestimmten Aufgaben
zugestimmt hat, dann verschriftlichen u. von ihm unterzeichnen lasse.

Schlussmachen, das braucht es erstmal noch nicht !

15.05.2024 17:03 • #9


Zikila
@Jedi

Naja so in etwa haben wie es schon einmal gemacht. Habe ihm zumindest gesagt, wo ich Unterstützung brauche und Aufgaben haben wir auch verteilt. Naja dran gehalten hat er sich nur bedingt.. Wie gesagt er ist immer der Meinung er macht ja schon genug im Haushalt.. wirklich nervig

15.05.2024 17:08 • #10


EmptyLife
Ich möchte zu dem Thema auch meine Gedanken dalassen.

Was du beschreibst... ich finde so sieht keine gesunde Beziehung aus. Es herrscht ein viel zu großes Ungleichgewicht, das eine Person immer in psychische Probleme treibt - in dem Fall dich.
Ein perfekter Partner wird ja wohl kaum zulassen, dass es dir seinetwegen so schlecht geht?

Dein Freund wird nichts ändern, bis er dazu gezwungen ist. Solange du da bist und er weiß, dass du dich um alles kümmerst, hat er keinen Grund, etwas anders zu machen - und du wirst weiter daran kaputt gehen.
Ich würde auch nie für meinen Partner finanziell geradestehen. Schon gar nicht, wenn er durch sein Verhalten (bewusst oder unbewusst) finanzielle Notlagen verursacht.

Wenn du dich nicht trennen willst, wären getrennte Wohnungen auf jeden Fall eine Überlegung wert. Bei solch stark unterschiedlichen Vorstellungen von Selbstständigkeit und Haushaltsführung wird es immer zwischen zwei Personen knallen - zurecht!

15.05.2024 17:40 • x 4 #11


Jedi
Zitat von Zikila:
Naja so in etwa haben wie es schon einmal gemacht.

Dann sollte er sich auch daran halten. Deshalb auch die Unterschrift, unter den Arbeiten,
die er übernehmen möchte.
Wie solltet auch ihr zu anderen Ergebnissen kommen, wenn nicht etwas Verbindlich ist !
------
Zitat von Zikila:
Naja dran gehalten hat er sich nur bedingt.

Das geht gar nicht
Finde sowas respektlos nicht nur Dir, sondern auch der Beziehung gegenüber.
Die Frage, die Du Dir dabei nur selbst beantworten musst, wie weit geht Deine
Akzeptanz ?

Auch wenn man nicht gleich mit Schlussmachen drohen muss, sollte aber schon deutlich
werden - von Deiner Seite, dass Du dies auf die Dauer so nicht akzeptieren wirst können
u. das es auch zu Konsequenzen führen wird.
Wenn Du dabei nicht klar u. eindeutig bleibst, wird er sicher nicht die nötige Notwendigkeit
sehen, sich an Vereinbarungen auch zu halten.

Ich finde es äußert schwierig mit einem Menschen eine Beziehung führen zu wollen,
dem offebar Gemeinsamkeiten u. dazu gehört auch die Hausarbeit, nicht wichtig genug ist.
Dies wird dann aber zu Deinem Nachteil (keine echte Entspannung, keine Lust auf S..,
dauerhaft im Stressmodus zu sein, sicher auch zu anderen Aktivitäten keine Energie mehr zu haben).

Bei einer Veinbarung können Dinge geklärt werden, die jeder von euch eher gerne noch machen.
Andere Dinge dürfen dabei aber nicht nur auf Dich zurückfallen - auch da teilen !
------------------------------------------------------------------------------------------
Zitat von EmptyLife:
Wenn du dich nicht trennen willst, wären getrennte Wohnungen auf jeden Fall eine Überlegung wert.

Ein guter Gedanke u. wird heute auch schon von so manchen Paaren praktiziert.

15.05.2024 17:45 • x 2 #12


Zikila
Eure Ideen und Ratschäge sind wirklich gold wert- danke dafür.
Getrennte Wohnungen sind nur leider keine Option. Zum einen des Geldes wegen- heutzutage 2 Wohnungen leisten ist gar nicht drin, das würde uns in den finanziellen Ruin treiben bzw. könnte man sich dann noch weniger leisten. Ausserdem bin ich ein sehr anhänglicher Mensch der seinen Partner gerne um sich hat- daran würde ich auch selbst kaputt gehen.
Ich werde aber auf jeden Fall noch einmal das Gespräch mit ihm suchen und ihn genau sagen was mein Standpunkt ist.

Der Punkt, dass mein Freund es nicht zulassen würde, dass es mir so schlecht geht wegen ihm wenn ihm die Beziehung wichtig ist kann ich durchaus nachvollziehen und genau darüber habe ich auch schon häufiger nachgedacht.
Ich frage mich immer öfter, grade wenn wir mal streiten und 2 Tage Funkstille ist, ob die Beziehung überhaupt auf lange Sicht noch einen Sinn ergibt.
Mein Hauptproblem ist ja auch, dass ich mich von allen alleine gelassen fühle mit meinen Problemen. Immer häufiger kommen mir, vorallem wenn wir uns streiten die Tränen, aber Mitgefühl zeigt er dann eigentlich keins- eher ist er genervt davon das ich mich in den Situationen wieder als Opfer darstelle- aber das will ich ja gar nicht, es sprudelt dann einfach nur aus mir heraus weil ich innerlich einfach immer so geladen und ausgelaugt bin, dann bringt der Streit das Fass innerlich nur zum überlaufen.

Nach meiner sehr toxischen 13 Jahre langen Beziehung mit meinem Ex, fällt es einem dann nur um so schwieriger vielleicht wieder in eine getappt zu sein, die vielleicht wieder toxisch, nur auf eine andere Art eben ist, vorallem wenn man dazu noch Angst hat alleine zu sein- sollte man sich dann doch eigentlich lieber trennen wollen.
Dazu noch die finanziellen Probleme die ich bei einer Trennung hätte. 3000 Euro alleine abzubezahlen wäre dann echt nicht einfach..

15.05.2024 19:05 • #13


Nuance
Diese Partnerschaft funktioniert nicht.
Wie lange willst Du das durchhalten?
Und wie lange schaffst Du es, ohne ernsthaften psychischen Schaden zu nehmen?
Bist Du es Dir nicht selbst schuldig, etwas zu unternehmen?
Eine Partnerschaft ohne Verständnis, Respekt, gute Gespräche, Empathie, Hilfsbereitschaft...
Für ihn ist S. vlt. das Wichtigste.
Das hat nichts (mehr) mit Liebe zutun.

Du bist 31 und solltest diese Jahre nicht verschwenden.
Es gibt Männer, die anders sind.
Vlt. willst Du Kinder...

Es ist unwahrscheinlich, dass er sein Verhalten ändern wird.
Es ist zur Gewohnheit geworden. Vlt. ist ihm auch klar, dass Du ihn nicht verlassen wirst.
Er fühlt sich sicher und hat keine Verlustängste.

Du kannst langfristig psychisch erkranken - Kinder wären ein erhebliches Risiko.
Insbesondere hast Du familiär keine Stütze.
Du verschleuderst Dich an so jemanden?
Deine Seele ist mehr wert als 3000 Euro - sie ist unbezahlbar.

Du hast besseres verdient - mach Dich auf die Suche.

15.05.2024 21:14 • x 3 #14


Ziva
Zitat von Nuance:
Es ist unwahrscheinlich, dass er sein Verhalten ändern wird.
Es ist zur Gewohnheit geworden. Vlt. ist ihm auch klar, dass Du ihn nicht verlassen wirst.
Er fühlt sich sicher und hat keine Verlustängste.


Hallü Zikilia,
da möcht ich Nuance gern zustimmen.

Es gibt Menschen, die sich erst dann bewegen, wenn man es ihnen unbequem macht.
Und manchmal nicht mal dann..

.. deswegen ist es auch so wichtig, für dich zu schauen, was Du! willst.
Du kannst den anderen nicht ändern. Ich habe auch sehr lang dafür gebraucht es zu verstehen..

Ich wünsch dir alles Gute.
Ziva*

15.05.2024 22:51 • x 2 #15


Jedi
Zitat von Zikila:
Angst hat alleine zu sein-

Das ist wirklich keine gute Option, gar Basis für eine zufriedene u. gelungene Beziehung.
Man könnte es auch Verlustängstler nennen u. dann ist es nicht einfach eine stabile
Beziehung zu führen.

Verhalten eines Verlustängstler kann dazu führen, dass der andere Partner eher respektlos
wird, weil er mit der Not des Partners/ Partnerin spielen kann.

Ob das bei Dir oder bei Euch so der Fall ist, lässt sich aus meiner Sicht hier nicht
eindeutig feststellen. War jetzt nur ein Anstoß von mir, nach dem mir diese zitierte Aussage
gleich ins Auge sprang.

Gestern 00:12 • x 1 #16


Nuance
Letztlich könntet ihr beide auf dem Weg zu Depressionen sein.
Sie äußern sich bei jedem anders.
Und wie soll man chronisch schlechte Laune, Faulheit von Depressionen und Antriebslosigkeit unterscheiden?
Und wer gesteht sich schon gerne Depressionen ein? Insbes. Männer könnte es schwerer fallen.

Über Deinen Freund schreibst Du nicht viel. Wie ist sein Leben verlaufen? Familie, Ausbildung. Wie befriedigend ist sein Job.
Er scheint sie nicht lange durchhalten zu können.
Ihr müsstet das alles besprechen, analysieren - gemeinsam.
Ihr könntet beide in einer Abwärtsspirale gefangen sein.

Nichtsdestotrotz - nichts rechtfertigt, andere S. auch nur minimal unter Druck zusetzen.
Gleiches gilt für den Haushalt.
In Zeiten, in denen ich in einer WG gewohnt habe, war es hier sauberer: Ich fühlte die Verpflichtung, die Wohnung für beide sauber zu halten. Allerdings hatten wir recht lasche Regeln: 1 x wöchentlich.
Bei Katzen: Es hilft, sie mit einer effektiven Bürste (Furminator heißt das Original) zu bürsten. Ich mache es in monatlichen Abständen 3-4 Mal im Frühjahr. Ende Juni ist es durchgestanden.

Oder eben einen Saug-Wisch-Roboter kaufen...

Ohne qualitativ hochwertige, beiderseits befriedigende, ausführliche Gespräche stehen Eure Chancen auf ein glückliche(re)s Leben schlecht.
Du sehnst Dich nach echten Freunden, Unterstützung. Das sollte Dein Partner für Dich sein.
Ist er es nicht, wird er es nicht: Ich würde mich auf die Suche machen - und währenddessen üben, dass Alleinsein zu erlernen/ertragen.

Gestern 09:07 • x 1 #17


Jedi
@Zikila

Zitat von Nuance:
Über Deinen Freund schreibst Du nicht viel. Wie ist sein Leben verlaufen? Familie, Ausbildung. Wie befriedigend ist sein Job.

Sicher könnten dies hier auch wichtige Informationen stecken.
Doch für mich persönlich wäre es nicht so wichtig, weil ich meinen Fokus auf Dich gerichtet habe.
Dazu gehören so Abschnitte aus Deinem Beirag;
Zitat von Zikila:
Nach meiner sehr toxischen 13 Jahre langen Beziehung mit meinem Ex, fällt es einem dann nur um so schwieriger vielleicht wieder in eine getappt zu sein, die vielleicht wieder toxisch, nur auf eine andere Art eben ist,
vorallem wenn man dazu noch Angst hat alleine zu sein- sollte man sich dann doch eigentlich lieber trennen wollen.

13 Jahre in einer toxischen Beziehung, dass macht was mit einem u. hinterlässt Spuren.
Nur ist es immer schwierig Vergleiche anzustellen, weil es unterschiedlichhe Menschen sind
u. man sollte da nicht hineininterprteieren, wo man auch falsch liegen kann.
- Schau nur auf das, was Du erkennen u. wahrnehmen kannst ! -

Sich zu trennen, eine solche Entscheidung sollte am Ende sstehen, wenn andere Versuche,
um gut u. zufrieden (Beide) Miteinander zu leben, keine wirkliche Veränderung geschafft hatte.
---
Zitat von Zikila:
Der Punkt, dass mein Freund es nicht zulassen würde, dass es mir so schlecht geht wegen ihm wenn ihm die Beziehung wichtig ist

Ja, ich denke das es zu einer zufriedenen Beziehung dazugehört, dass es dem anderen nicht schlecht gehen
sollte.
Probleme u. Krisen sind in einer Beziehung völlig etwas normales ! Es kommt darauf an, dann in solchen
Zeiten darüber zu sprechen, damit sProbleme u. Krisen sich nicht chronisch entwickeln - zu einer Dauerkrise !
--
Zitat von Zikila:
Mein Hauptproblem ist ja auch, dass ich mich von allen alleine gelassen fühle mit meinen Problemen. Immer häufiger kommen mir, vorallem wenn wir uns streiten die Tränen, aber Mitgefühl zeigt er dann eigentlich keins- eher ist er genervt davon das ich mich in den Situationen wieder als Opfer darstelle- aber das will ich ja gar nicht, es sprudelt dann einfach nur aus mir heraus weil ich innerlich einfach immer so geladen und ausgelaugt bin, dann bringt der Streit das Fass innerlich nur zum überlaufen.

Drei Stellen, wo ich erstmal wahrnehme, dass es euch an einer Krisenstrategie fehlt.
Du fühlst Dich allein mit Deinem Problem u. wenn ein solcher Zustand auf dauer anhält,
dann leidet ganz viel in Deiner Psyche u. Seele. Das Dein Freund Dich da als Opfer bezeichnet,
zeigt, ohne ih wirklich zu kennen, dass es ihm an der nötigen Empathie u. Mitgefühl für
Deine Problematik fehlt. Es würde Dir sicher schon sehr helfen, wenn Du Dich von ihm in einer
solchen Situation gesehen fühlen könntest. Vielleicht ist er dazu einfach nicht in der Lage - Gründe kann
es dafür mehere geben.
----
Zitat von Zikila:
Ich frage mich immer öfter, grade wenn wir mal streiten und 2 Tage Funkstille ist,
ob die Beziehung überhaupt auf lange Sicht noch einen Sinn ergibt.

Streiten als Paar ist gehört auch dazu. Nur sollte es auch eine Streitkultur zwischen euch geben.
Diese kann man gut vereinbaren !
Gut, manchmal braucht es diese Funkstille - ist aber aus meiner persönlichen Erfahrung,
nicht gut dazu geeignet, dem Thema des Streits, seine schärfe zu nehmen. - ist aber pers. ! -

Gestern 11:26 • #18


A
HalloZikila.
Unter jedem Dach ein ACH.
Das ist wirklich so.
In einer guten Beziehung,
die auf Rezpekt, Verständnis, Vertrauen,
emotionaler Reife, uvm. beruht,
läßt sich ganz viel stemmen, die hält auch schon mal einiges aus.
Alllerdings nur eine Zeitlang.
Nimmt einer der Partner ein Ungleichgewicht wahr,
so wie du,
Ja, dann sollte das angesprochen
und auch zufriedenstellende Lösungen gefunden werden.
Sonst, leidet man und auch an Seele und Psyche.
Und eine Heilung der Seele und Psyche dauert.
Wenn du dich selbst gut fühlst,
kannst du viel bewältigen.
Wenn dir Dinge genommen werden,
um dich gut zu fühlen,
kannst du weniger bewältigen.
Du bist angeknackst.
Dauert das länger an,
ohne das deine Dinge berücksichtigt werden,
wirst du kleiner und weniger.
Sorge für DICH!
DU BIST WICHTIG!
Die Dinge die du bei deinem Partner ansprichst sind FAKT.
Ich wünsche dir alles Gute.

Heute 09:27 • #19


Alexandra2
Mir geht folgendes durch den Kopf :
Einen Stundenplan schreiben mit allen Haushaltsaufgaben und Namen dazu, so wird sichtbar, wer wieviel schafft. Dann sieht man schon die ungerechte Verteilung. Und das lässt sich im ruhigen Gespräch verbessern.
Wenn keine Einsicht erfolgt, ruhig Konsequenzen benennen: ausschließlich für Dich selbst einkaufen, kochen, Wäsche waschen etc. Das würde ich unmittelbar nachdem keine wirkliche Entlastung eintritt, für mich tun.
Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht, es braucht etwas Mut und Überwindung, das zum Selbstschutz zu fordern. So wie Du Deine Situation beschreibst, dachte ich an Burnout in der Beziehung bzw durch die Beziehung.... Das kann es nicht sein.

Vor 10 Minuten • #20


A


Hallo Zikila,

x 4#21


Jedi
Zitat von Alexandra2:
Einen Stundenplan schreiben mit allen Haushaltsaufgaben und Namen dazu, so wird sichtbar, wer wieviel schafft. Dann sieht man schon die ungerechte Verteilung. Und das lässt sich im ruhigen Gespräch verbessern.

Ist auch eine gute Möglichkeit, solche Konflikte konstruktiv anzugehen.
Gut finde ich auch dabei, auf Basis von Fakten ein gutes Gespräch dazuzuführen !

Du siehst @Zikila, es können verschiedene Wege geben, ein solches Problem anzugehen.
Dann wirst Du erkennen können, ob ein weiter in dieser Beziehung für Dich Sinn macht ? -
sollte aber erst am Ende solchen Gesprächen stehen.

Gerade eben • #21

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