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Was gibt Euch Kraft wenn ihr Euch einsam fühlt ?

Josie1275

Josie1275
Mitglied

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Hallo,

ich hab mich vor 2 Jahren von meinem Partner getrennt, 4 Monate darauf starb mein Hund und im Oktober 2025
bekam ich die Diagnose Hirntumor.
Es läuft also spitzenmässig * Ironie* .
Der Tumor wird Anfang August - nach 6 monatiger Wartezeit - hoffentlich vollständig entfernt werden können, gott sei Dank ist er gutartig.
Nur bin ich durch diese Erkrankung massiv eingeschränkt, vorallem in meiner Mobiliät und die Fatique tut ihr übriges so
das ich sehr viel Zeit im Bett verbringen "muss".
Es gibt soviele Tage die sich leer und sinnlos anfühlen, vorallem seit mein Hund nicht mehr da ist, ist es als würde ich jetzt
nur jeden weiteren Tag abstreichen und hoffen das es mir nach der Op wieder besser geht und ich wieder in mein altes Leben zurück kann.
Ich bin hier ganz alleine im Ort, Eltern weit weg, einzigster Freund lebt in einem anderen Bundesland, Bekannte gibt es nicht großartig.
Habt ihr vielleicht Ideen für mich, was ich in der derzeitigen Situation tun kann um mehr menschlichen Kontakt zu bekommen?

x 4 #1


14 Antworten ↓

B
Hallo Josie,

schön, dass du hierher gefunden hast. Du hast ein ziemliches Päckchen zu tragen und ich möchte mich hüten, dir gute Ratschläge zu geben, wie du was am besten machst. Ich kann allerdings verstehen, was die Diagnose mit dir macht und mitfühlen, was du so erlebst gerade - meine Mama hat einen Gehirntumor🥺 Die Teilnehmer hier im Forum sind sehr hilfsbereit und mir tut es oftmals einfach nur gut, hier mitzulesen oder auf meine Beiträge ein kurzes, nettes Feedback zu bekommen.
Also fühl dich einfach mal gedrückt - liebe Grüsse 🌺

x 4 #2


A


Hallo Josie1275,

Was gibt Euch Kraft wenn ihr Euch einsam fühlt ?

x 3#3


Grenzgaenger
Auch ich werde mich Hüten mit irgendwelchen Rat oder Vorschlägen um die Ecke zu kommen....

Gleichzeitig möchte ich aber nicht mit leeren Händen des Weges kommen, weshalb ich dir vielleicht
eine Idee nennen kann, wie ich mich in dieser Situation verhalten könnte:

Zuerst wurde ich mir ein Hobby suchen, welches ich trotz meines Handicaps sehr gut aus üben kann (z.B. Lesen, Malen, Schreiben u.s.w) und dann über die sogenannten Sozialen Medien oder auch hier im Forum nach Gleichgesinnten suchen um so neue Kontakte zu knüppeln..äh knüpfen... happy

Auf jeden Fall wünsche ich nur alles Gute und fühl Dich hier auf jeden Fall Gruppenumarmung

x 3 #3


Caro66
@Josie1275 ,
Vielleicht nicht die schlechteste Idee, hier mal herein zu schauen Herzfahne Es sind liebenswerte Menschen hier am Schreiben,Lesen, Kommentieren.
Allein ist man schonmal nicht mit seinen vllt.auch mal trüberen oder auch manchmal flippigen Gedanken Kaffee
Musik hat auch etwas ,finde ich ,ausser Lesen, Schreiben, Malen...
Lies dich doch erst einmal ein wenig Querbeet hier, sicher findet sich so einiges Interessantes auch für dich ...willkommen erstmal hier in diesen
Seiten winken Gruppe Kuss Strauss

x 3 #4


FranzFranz
Zitat von Josie1275:
Habt ihr vielleicht Ideen für mich, was ich in der derzeitigen Situation tun kann um mehr menschlichen Kontakt zu bekommen?

Ok, das sind noch 2 Monate bis zu OP. Du bist zur Zeit ziemlich ans Bett gebunden, dir geht es sehr schlecht und du fühlst dich sehr einsam. Alles komplett verständlich.

Wäre ich in der selben Situation und hätte starke Sehnsucht nach menschlichem Kontakt, würde ich mich an Profis wenden. Telefonseelsorge, Besuchsdienste, was immer es da gibt. Ein gesunder Mensch, der normalerweise nicht mit Menschen in Krisen zu tun hat, könnte mit einem Kontakt zu dir überfordert sein und, noch wichtiger, er kann dir höchstwahrscheinlich nicht das geben, was du zur Zeit benötigst. Aber es gibt solche stabile Menschen mit riesiger Batterie, und die sind teilweise ehrenamtlich organisiert - also "Profis" - und damit auffindbar.

Jedenfalls wünsche ich dir, dass die OP klappt, alles weg kommt und keine Folgeschäden entstehen. Bei der nachfolgenden Rekonvaleszenz und ev. auch Reha hast du die Möglichkeit, Leidensgenossinnen und -Genossen kennenzulernen. Vielleicht ergibt sich daraus ein tieferer Kontakt, oder zwei. Zur Zeit sehe ich die Chancen für einen neuen, tiefgründigen Kontakt, der beide befriedigt, eher gering. Deshalb der Hinweis auf "Profis", die genau wissen, wie viel sie geben können, ohne auszubrennen.

x 6 #5


Josie1275
Zitat von FranzFranz:
Zur Zeit sehe ich die Chancen für einen neuen, tiefgründigen Kontakt, der beide befriedigt, eher gering.


ja das glaube ich auch, zumal ich ja in meiner Situation nicht viel geben kann

zu der TS hatte ich über ein paar Wochen lang Mailkontakt
ich hätte halt gern jemand reales, mal sehen ob ich diese ehrenamtlichen Besuchsdienste finde.

x 2 #6


ZeroOne
Ich finde, dass es @FranzFranz sehr gut umrissen hat.

Mir persönlich ist noch ein "Zwischending" in den Sinn gekommen: es gibt digitale Selbsthilfegruppen (oftmals ohne lange Vorlaufzeiten), die sich über Videokonferenz-Plattformen wie Teams, Zoom, Skype, etc. connecten. Im Web findet man dazu auch einiges.

Das ist zwar keine analoge Präsenz, aber immerhin interaktiv, in Echtzeit und mit Blickkontakt (was ein herkömmliches Forum nicht leisten kann). Vielleicht ist sowas eine Übergangslösung, bzw. ein Kompromiss?

x 1 #7


Josie1275
Danke lieb von Dir @ZeroOne die Möglichkeiten kenne ich. Aber bevor ich dazu eine Cam anschaffe und den Pc umrüste benutze ich doch lieber die herkömmlichen Schreibforen.

#8


Fritz
Hi Josie1275
Da hast du Etliches zu ertragen.
Naja
Mir helfen tägliche Atemübungen, Entspannungsübungen und Meditation.
Dazu schreibe ich täglich in mein Tagebuch.
Und, eine religiöse Einstellung und Lebensweise.
Aber nicht Verarschung oder Manipulation.
Servus

#9


FranzFranz
Zitat von Josie1275:
mal sehen ob ich diese ehrenamtlichen Besuchsdienste finde.

Vielleicht kann da auch die TS weiterhelfen.

#10


Josie1275
Zitat von FranzFranz:
Vielleicht kann da auch die TS weiterhelfen.

der Kontakt den ich im Herbst hatte, konnte in keiner Weise praktisch helfen
und hat "nur" zu gehört.
Über Google fand ich die Johanniter und hab die angeschrieben.

x 1 #11


Josie1275
Es ist so unheimlich frustrierend, so gar nicht mehr belastbar zu sein.
Die Vormittage sind meist am Besten von der Verfassung her, so kann ich mich quasi entscheiden
ob ich duschen oder einkaufen gehe oder etwas vom Haushalt mache.
Mehr als eine Aufgabe pro Tag ist nicht drin. So habe ich eben den Müll rausgetragen und ein wenig Geschirr
gespült, nach einer Viertelstunde brauch ich ne Pause weil der Schwindel so stark wird.
In meinem Kopf kommt so richtig die Akzeptanz nicht an, dass das so sein darf weil ich eben diesen Tumor habe
und ich glaube, das führt zu meinem Frust. 😟

#12


FranzFranz
Zitat von Josie1275:
In meinem Kopf kommt so richtig die Akzeptanz nicht an, dass das so sein darf weil ich eben diesen Tumor habe
und ich glaube, das führt zu meinem Frust.

Loslassen ist schwierig, auch zeitweise.

Du hast aber einen großen Vorteil - es besteht Aussicht auf Heilung.
Hoffnung!

x 2 #13


Josie1275
Zitat von FranzFranz:
es besteht Aussicht auf Heilung.


Hoffnung kann auch sehr fatal sein, wenn sie enttäuscht wird.
Zumindest ist das so meine Erfahrung, so habe ich z.B. über Jahre versucht
mein Herz wieder in den richtigen Rhytmus zu bekommen.
Aussicht auf Heilung bestand da auch, aber gebracht haben die 2 Ops nix.
Inzwischen hab ich mich mit dem falschen Takt (Vorhofflimmern) abgefunden.

x 1 #14


A


Hallo Josie1275,

x 4#15


FranzFranz
Es ist verständlich, wenn nach schlechter Erfahrung die Hoffnung nicht besonders groß ist.
Doch was wäre die Alternative?
Vielleicht eine neutrale Sicht? Kann besser werden, kann auch nicht besser werden.
Vorsorge für beide Fälle treffen?

#15

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