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Warum sind gerade die sensibelsten Menschen oft am meis

alphonsemorel

alphonsemorel
Mitglied

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Hallo zusammen,
Seit einiger Zeit beschäftigt mich eine Frage.
Mir fällt auf, dass viele Menschen mit Depressionen sehr sensibel sind. Sie kümmern sich um andere, denken viel nach und versuchen oft, niemanden zu verletzen.
Glaubt ihr, dass gerade diese Sensibilität dazu führen kann, dass man irgendwann innerlich erschöpft ist?
Oder denkt ihr, dass die Depression einen erst mit der Zeit so empfindsam macht?
Mich würden eure persönlichen Erfahrungen sehr interessieren. Es gibt sicher keine einzige richtige Antwort, aber vielleicht können wir voneinander lernen.
Ich freue mich auf eure Gedanken.

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2 Antworten ↓

Dys
Zitat von alphonsemorel:
Ich freue mich auf eure Gedanken.

Im Moment beschäftigt mich nur der Gedanke, dass es doch ein toller Zufall ist, das sich ein weiterer alphonse hier angemeldet hat und auch eine Signatur auf französisch ins Profil geschrieben hat. Vielleicht könnt ihr ja sogar auf französisch miteinander kommunizieren, das wäre doch sicher schön, oder?

#2


Stromboli
Hallo Alphonse
Willkommen hier im Forum.
Der Zusammenhang zwischen hoher Sensibilität und Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen ist ziemlich offensichtlich. Hochsensible Menschen (oder wie man heute sagt, Neurodivergente) haben ein wesentlich höheres Risiko, psychisch zu erkranken, wenn sie in ungünstigen Verhältnissen aufgewachsen sind, als "Neurotypische". Das ist eigentlich logisch, denn ihre Wahrnehmungen sind deutlich subtiler und feiner und entsprechend verletzlicher. Sie haben die sprichwörtliche "dünne Haut", die gegenüber Verletzungen wenig schützen kann.
Das haben auch Studien gezeigt. So hat Elaine Aron (hat die Forschung über Hochsensibilität in Gang gebracht) festgestellt, dass etwa die Hälfte aller Hochsensiblen in Psychotherapie ist, ein Vielfaches ihrer weniger sensiblen Mitmenschen. Allerdings hängt das auch damit zusammen, dass sie offener sind gegenüber Therapie und wesentlich affiner dafür, an sich zu arbeiten.
Es gibt auch die positive Seite: Hochsensible Kinder, die als solche gesehen, wertgeschätzt und gefördert wurden von ihrem Umfeld, können ihre Ressourcen zu genialen Fähigkeiten entwickeln. Manche Künstler*innen, Wissenschafter*innen, Therapeut*innen usw. sind Beispiele dafür.

#3

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