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Wartezeit bei Tagesklinik Krankschreibung

Albarracin

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Hallo Florica,

es tut mir leid, aber auch Du liegst im Ergebnis falsch, da Du Kündigungsgrund und das Verfahren, das ein Arbeitgeber zur Vermeidung einer Kündigung durchführen muß, zusammenschmeißt.


Eine Kündigung ausschließlich wegen krankheitsbedingter Fehlzeiten ist grundsätzlich immer zulässig.
Der Arbeitgeber hat allerdings vor Ausspruch der Kündigung bestimmte Prüfpflichten, um eine krankheitsbedingte Kündigung zu vermeiden. Er muß wie bei jeder personen- oder verhaltensbedingten Kündigung auch - prüfen, ob es ein "milderes" Mittel gibt, die Folgen der Arbeitsunfähigkeit für den Betrieb in einem "zumutbaren" Rahmen zu halten - zB durch Änderung der Arbeitsaufgaben, der Arbeitszeit, der Arbeitsorganisation oder des Arbeitsumfeldes. Normalerweise geschieht diese Prüfung im Rahmen des in § 167 Abs. 2 SGB IX gesetzlich vorgeschriebenen "betrieblichen Eingliederungsmanagements".
Für schwerbehinderte/gleichgestellte Beschäftigte sind die Prüfpflichten noch umfangreicher. Hier müssen auch noch externe Unterstützungsmöglichkeiten geprüft werden.
Dies ist aber nur der Prozess, der dem Ausspruch der Kündigung vorangehen muß. Ergibt die Prüfung, daß keine für den AG zumutbaren Möglichkeiten bestehen, das Arbeitsverhältnis fortzusetzen, steht am Ende trotzdem die krankheitsbedingte Kündigung als eine Form der personenbedingten Kündigung.

Nichts anderes steht auch in dem Text, den du verlinkt hast.

01.12.2018 17:09 • x 1 #16


issabella

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hallo, Albarracin,
Ich habe viele Studen im Inet verbraucht.
Du hast theoretisch Recht, unter dem Vorsätzen, die hier schon genug beschrieben wurden. Einen kranken langjährigen Mitarbeiter ist nicht so einfach zu kündigen. Die Arbeitgeber versuchen sich immer irgendwas einzufallen wenn die eigenen Forteil sehen.
Das Wort: AV Stillgelegt. Na, ja, ich bin keine Juristin, der AV geht weiter ohne Arbeit und ohne Entgelt, außer erste 6 Wochen.
Danach ist die Krankenkasse da: ca 70% Bruttoeinkommen, höchstens 90% nettoeinkommen, 72 Wochen lang, Dabei muss man sehr genau gelbe scheine einreichen.
Was danach passiert, müssen die Arbeitgeber und Arbeitnehmer feststellen.
Erst da sind die Integrationsmassnahmen im Betrieb angesagt und Möglich.
Und wenn es nicht weiter geht - Arbeitsamt. Dann Forderung,, Antrag auf die Rente zu machen oder Tausend Werbungen zu schreiben, MDK. Langsam, die Ämter lassen sich so wie so Zeit: ALG2

Ich bin keine Juristin, deswegen kann ich nicht ins Detail gehen
Deiner Vorschlag, mit dem ich auch sehr zufrieden bin:

Zitat:
Wenn dein Arzt bezüglich der Auswirkungen deiner Arbeit derselben Meinung ist wie Deine Therapeutin, ist es jedenfalls völlig gerechtfertigt, Dich weiterhin arbeitsunfähig zu schreiben.


Warum hast Du Dich auf meine kleine Bemerkung angepisst, ohne richtigen Grund zu benennen, reagiert? Krankenschein war eigentlich Deine Idee. Schade, dass Du dabei die Gefahren nicht erwähnt hast.
MfG
i.

16.12.2018 12:11 • #17


Albarracin

Albarracin

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Hallo issabella,

es geht hier nun mal um rechtlich relevante Dinge, die für Betroffene auch enorme Konsequenzen haben können.
Und deswegen lege ich als Mod hier Wert auf entsprechend exakte Formulierungen, die nicht aus Halbwissen oder Vermutungen gespeist sind.

18.12.2018 09:08 • x 2 #18


issabella

issabella

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Edit Forenleitung: Dieser Beitrag wurde entfernt, da wenig hilfreich für den Themenersteller.

18.12.2018 09:37 • #19




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