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Wann hört es endlich auf?!

bonnie88

bonnie88

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Hallo,

ich bin neu hier und möchte gerne Erfahrungen austauschen und mit gleichgesinnten reden.

Meine Diagnose Depression (bipolar), PTBS und Angststörung wurde vor knapp 10 Jahren gestellt. Ich nehme auch seitdem Medikamente. Habe immer mal wieder andere bekommen, da die Wirkung nach einiger Zeit der Einnahme wieder abnahm. Bin lt. den Ärzten ein Schnellverstoffwechsler, was die Wirkung wohl beeinträchtigt.
Habe auch mehrere Therapien gemacht und einen ambulanten KH-Aufenthalt hinter mir.

Ich hab die Jahre immer alles gemacht, was mir gesagt wurde, um die Depression zu besiegen. Aber es ist bis heute nicht weg. Ich muss ständig kämpfen und es ist einfach kein Ende in Sicht. Mittlerweile glaube ich den Ärzten nicht mehr, dass man diese Krankheit wieder los werden kann.
Ich bin es an vielen Tagen einfach echt leid und mag nicht mehr.

Sobald sich das Wetter wieder verschlechtert, stehe ich mit gedrückter depressiver Stimmung auf. Der Tag ist dann gelaufen.
Das Schlimme ist, dass ich mit der Stimmung auch meiner kleinen Tochter und meinem Mann das Leben schwer mache weil ich sehr oft gereizt bin.
Bin auch dauermüde, egal wie viel ich schlafe!
Mein Job läuft derzeit auch nicht optimal. Meine Chefin hatte mich mehrmals auf dem Kicker. Habe mich deshalb krank schreiben lassen weil es mir zu viel ist.
Meine Kolleginnen vermissen mich, mit meiner Chefin hab ich mich auch ausgesprochen, aber ich habe einfach zu nichts Lust. Nicht mal auf Hobbys! Mag mich mit niemanden treffen. Am besten daheim alleine sein….

Bin in einer Endlosspirale gefangen und mag einfach nicht mehr rauskommen. Es ist ständig das Selbe, also warum kämpfen?! Manchmal denke ich mir, der einzige Ausweg ist es, wenn man stirbt.

28.05.2022 11:16 • x 1 #1


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Uriel

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@bonnie88 Hallo,
Du hast ja eine echte Pechsträhne und dazu noch diese blöden Depressionen. Bei mir ist es allerdings so, dass das Wetter keinen Einfluss auf meine Stimmung hat. In der Zeit, in der ich in Süd-Spanien war, ging es mir auch immer mal richtig schlecht und dort sind 350 Tage Sonnenschein und Wärme.

Es gibt Arten der Depression, die heilbar sind, z.B. wenn man einen Anghörigen verloren hat oder andere äußere Einflüsse vorhanden sind. Es gibt aber auch die Depression, die nicht heilbar ist. So eine habe ich. Ich lebe seit 60 Jahren mit der bipolaren Störung.

Der Suizid ist jedenfalls kein geeignetes Mittel. Ich habe da so meine Erfahrungen gemacht. Von 2003 bis 2013 war ich mehr in der geschlossenen Psychiatrie als in freier Wildbahn. Nichts hat geholfen, keine Medikamente und auch keine Therapie.

Ich kann dir keine Tipps geben, um die Depression los zu werden. Ich persönlich beschäftige mich viel mit Beton. Da kann man tolle Sachen mit modelieren, oder ich beschäftige mich mit meinem Hund. Ich versuche alle möglichen Gedanken aus meinem Kopf zu entfernen, ich denke einfach an lustige Geschichten, die mir so passiert sind. Immer bin ich beschäftigt meinen Kopf mit was anderem zu beschäftigen, damit die üblen Gedanken verschwinden.

Nebenbei: ich lebe alleine, habe keine Verwandten, Freunde oder Bekannten ... ich habe einen Pflegedienst der täglich für 5 Minuten reinschaut und darauf achtet, dass ich meine Medikamente nehme, ansonsten habe ich meinen Hund. Außerdem bin ich seit 1999 erwerbsunfähig, habe den Pflegegrad 3 und bin altersentsprechend fit.

Versuche einfach mal, den Kopf mit was anderem zu beschäftigen. Bei mir klappt das meistens sehr gut.
Ich wünsche dir alles Gute
LG Alex

28.05.2022 12:29 • x 1 #2



Hallo bonnie88,

Wann hört es endlich auf?!

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bonnie88

bonnie88

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Wie schaffst du das? Ich habe schon auch Tage, wo das mit dem Ablenken gut klappt, aber ganz oft findet in meinem Kopf ein Gedanken- Karussell statt. Da bin ich dann unruhig, bekomme auch Angst und manchmal auch Panik.

28.05.2022 12:36 • x 2 #3


JuCello

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Hey!

Mir geht es wie dir. Ich bin auch schon länger krank, hab einige Krankenhausaufenthalte hinter mir und jetzt erstmals eine ambulante Therapie begonnen. Aber, mir hilft das alles nicht. Meine Therapeutin redet nur davon, dass ich entdecken muss, was mir gut tut, aber mir tut nichts mehr gut. Alles, was mir jemals Spaß gemacht hat, tut es einfach nicht mehr. Sie tut so, als ob es DIE Lösung wäre, jetzt ein neues Hobby zu finden. Ich habe mir mein ganzes Leben lang so viel Mühe gegeben in diese Welt zu passen, mich Leuten und Situationen anzupassen, ich kann einfach nicht mehr. Ich will meine Ruhe haben. Ich will nicht mehr irgendwie sein müssen. Mir hilft es nicht, in Kliniken auf Musikinstrumenten rumzuklopfen oder Körbe zu basteln, das interessiert mich einen schei.. Mein Leben ist minderwertig und sinnlos. Es wird nicht besser. Ich habe eine massive Angststörung, kann mich nicht wirklich weit von meiner Heimatstadt entfernen, weil ich dort pansiche Ängste bekomme. Hänge nur in meiner Wohnung rum, aber eigentlich irgendwie gerne. Ich will nichts mehr tun müssen. Hab niemanden, der nach mir schaut. Wenn ich mich umbringen würde, würde es wahrscheinlich tagelang keiner merken. Ich bin ein Loser. Auf der ganzen Linie.

28.05.2022 17:41 • x 1 #4


bonnie88

bonnie88

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@JuCello Ja das kenne ich! Mich kotzt es auch sehr oft an, dass ich mich mit Tabletten vollstopfen muss und Therapie machen muss nur um scheinbar normal für andere zu sein!
Da frage ich mich oft, ob ich so wie ich bin doch einfach nur falsch bin. Obwohl das die Therapeutin einem ja anders sagt…

28.05.2022 18:14 • x 1 #5


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buddl1

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Kliniken helfen nur denjenigen, die sich darin öffnen können, nicht stumpf danach richten, was gefordert ist.
jeder einzelne muss darin seinen Sinn oder eben Unsinn finden, da gebe ich dir recht JuCello,
man kann sich auch selbst einsperren, um eben vor all dem was draußen ist, zu schützen, aber auch abzuwehren gegen jedes und allem.
Da ist der Weg nicht weit sich minderwertig oder falsch zu fühlen,
denn nichts ist mehr real, nichts mehr gewollt,
nicht die Welt hat einen abgeschrieben, sondern man hat für sich dieses Welt abgeschrieben.
wieso soll da einer kommen und helfen, früher war es da einfach,
man latschte in eine Kirche und der vorgegebene Glaube ließ einen alles in einem besseren Licht scheinen, auch weil diese Glaubensorte so schön gestaltet worden sind (durch wenn eigentlich wirklich?).
heute suchen wir in den soz. Medien, was doch so nicht zu finden ist,
was liegt da nicht näher, entweder zurück zum alten Glauben oder sich darin selbst zu finden?
ich weiß es nicht!
nur wer es selbst schafft, die Tür zu öffnen, nicht gleich nach dem wofür fragt,
kann all das gesuchte finden, oder eben auch wieder verlieren, so ist das Leben nun mal.
aber in seiner eigenen kleinen geschaffenen Welt, ist man entweder König oder Loser,
je nach dem was man in seinem Spiegel sieht...
buddl1,

29.05.2022 09:07 • x 5 #6


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Grothszes

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Zitat von buddl1:
früher war es da einfach, man latschte in eine Kirche und der vorgegebene Glaube ließ einen alles in einem besseren Licht scheinen

war es nicht nietzsche, der gesagt hat, dass die aufklärung mit der relativierung der religion einer sinn- und orientierung-gebenden komponente beraubt wurde und daher etwas wiederzufinden hat, das verloren ist (aber auf säkulare weise)? das meinte er doch mit dem heraufziehen des nihilismus, oder?



Zitat von buddl1:
heute suchen wir in den soz. Medien, was doch so nicht zu finden ist

auch ein wichtiger gedanke. was hat die digitalisierung mit den hohen krankheitszahlen zu tun? in amerika z.b. erkranken etwa 10 % der menschen irgendwann in ihrem leben an depression. das ist schon heftig.

30.05.2022 00:44 • x 2 #7


HDD

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Zitat:
in amerika z.b. erkranken etwa 10 % der menschen irgendwann in ihrem leben an depression.


Fand ich gerade im Spektrum der Wissenschaft :
Zitat:
Rund ein Viertel der Erwachsenen in Deutschland sind jedes Jahr von einer psychischen Störung betroffen. Das sind fast 18 Millionen Menschen.

Jedes Jahr! Gut, da sind auch andere Störungen mit drin, aber trotzdem: Erschreckend.

07.06.2022 22:49 • x 2 #8



Hallo bonnie88,

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Tealight

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Zitat von bonnie88:
@JuCello Ja das kenne ich! Mich kotzt es auch sehr oft an, dass ich mich mit Tabletten vollstopfen muss und Therapie machen muss nur um scheinbar ...

Dann geh doch andere Wege. Den Weg der natürlichen Heilung...
Zb 5htp - anstatt Antidepressiva ( soll man eh nicht zusammen nehmen). Bevor die Chemie auf den Markt kam, wurde nur 5htp genommen...
Rhodeose Rosea .... auch gut, wird auch bei Depressionen eingesetzt...

Informieren über Anthony Williams. Bei ihm kannst du viel über die natürliche Heilung lesen und umsetzen. Er hat etliche Bücher heraus gebracht. Im Netz findest Du informiermationen und auch im YouTube....

Bei Zentrum der Gesundheit , findest Du auch interessierte informationen.

07.06.2022 23:28 • x 1 #9

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