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Völlig fertig und alles erscheint sinnlos

einsameuserin

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hallo,

ich habe mich gerade eben hier registriert und bin demnach neu.

ich möchte einfach mal meine sorgen los werden, da ich kaum freunde habe, mit denen ich darüber sprechen kann.

es geht mit gerade seeeehr schlecht. finanziell und auch psychisch, ich bin nur noch am weinen und schlafen geht auch nicht mehr so wirklich.

ich bin in eine extreme finanzielle notlage gekommen, da ich meine ausbildung(die ich aufgrund einer langen schweren depression erst jetzt beginnen konnte) erst einmal beenden musste, wegen einer verletzung an der hand. nun ist es so das ich kein geld bekommen habe, da ich ein wichtiges schreiben den dem arbeitgeber brauche um den antrag beim jobcenter zu stellen, welches ich aber ewig nicht zurück bekomme, obwohl ich da schon hinterher bin. und demnach konnte ich keine miete zahlen, rechnungen die bezahlt werden müssten, konnte ich nicht begleichen und einkaufen ist auch nicht möglich :´(.

ich weiß einfach nicht mehr weiter. ich bin nur noch am weinen und es fällt mir sehr schwer mich zu beruhigen. ich kann mich zu nichts mehr aufraffen, egal ob es rausgehen ist um mal spazieren zu gehen oder den haushalt zu machen.

ich hab doch ein kind was ich versorgen muss, aber wie soll ich das denn machen? ich kann einfach nicht mehr.

im mom fällt es mir sogar sehr schwer, wenn mein kind sich mit jemandem verabredet oder übernachten möchte, weil ich angst habe hier allein zu sein und damit nur schwer umgehen kann, und das kann und sollte so ja nicht sein.

es treten auch suizidale gedanken auf, wo ich mich zwar gegen wehren kann, es aber sehr schwer ist die aus dem kopf zu bekommen, da diese sich immer wieder in den vordergrund stellen. ich möchte mir nichts antun und weiß auch das ich das nicht machen würde, aber diese gedanken kommen immer wieder, mal mehr mal weniger stark.

ich habe einfach wahnsinnige angst vor der zukunft und weiß nicht wie es weiter gehen soll bzw was noch auf mich zu kommt.

mein kind sieht mich ständig weinen und weint dann auch.

einen freundeskreis an den ich mich wenden könnte, hab ich leider nicht mehr. lebe wieder sehr zurückgezogen. zur familie besteht leider auch kein kontakt, was mir momentan auch wieder sehr nahe geht. ich habe also keinen mit dem ich mal darüber sprechen kann und einfach mal losweinen kann, ohne das ich jemanden direkt verschrecke.

ich kann einfach nicht mehr. wie soll es nur weiter gehen?

ich hoffe ich habe euch damit jetzt nicht gernervt, aber ich musste es mal lsowerden.

LG

03.06.2018 12:50 • #1


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Mabaja

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Hallo,
du hast mich nicht genervt. Ich würde dir jetzt gern etwas Aufmunterndes sagen, denn die Kombination völlig fertig + Kinder kenne ich nur allzu gut. Aber im Augenblick macht mir mein Kreislauf zu starke Probleme, sodass mir intensives Denken schwerfällt und ich keinen Stuss schreiben will.
Ich werde es später noch einmal versuchen.

Liebe Grüße,
Julienne

03.06.2018 13:50 • #2



Hallo einsameuserin,

Völlig fertig und alles erscheint sinnlos

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einsameuserin

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hallo julienne,

danke für deine nachricht.

die ganze zeit sitze ich weinend hier und warte darauf das jemand antwortet. oh man ich bin echt so fertig, das ich mit weinen garnicht mehr aufhören kann .

ja die hitze ist wirklich nicht schön .

03.06.2018 13:53 • #3


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Mabaja

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Halöle,
da bin ich wieder

04.06.2018 16:32 • #4


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Mabaja

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Ich hoffe, es geht dir heute etwas besser.
Wie gesagt, ich kenne es auch, dass ich am liebsten den ganzen Tag weinen möchte, aber nicht "darf", weil ich eine Familie zu versorgen habe. Wenn ich es gar nicht mehr aushalte, gehe ich nachts mit den Hunden in den Wald (ist vor der Haustür) und heule dort, weil ich total verzweifelt bin.
Heute sind meine Kinder erwachsen bzw. fast erwachsen, aber sie wohnen noch im Elternhaus, und mein Mann erwartet, dass sie von mir versorgt werden.
Als sie noch Kleinkinder waren, begannen bei mir Panikattacken. Mein Mann war oft auf Montage und so war ich eher alleinerziehend. Es war hart für mich, wenn die Essensvorräte zur Neige gingen. Ich saß dann mit den hungrigen Kindern im Auto auf dem Parkplatz des Supermarkts. Wir harrten stundenlang im Auto aus. Ich sah Leute mit vollen Einkaufswagen aus dem Supermarkt kommen. Aber ich schaffte es nicht, in den Supermarkt zu gehen. Ich vermied es, weil ich wusste, sobald ich den Laden betrete, wird das Neonlicht eine Panikattacke auslösen. Ich schaute immer wieder auf die Uhr und je näher der Ladenschluss rückte, umso verzweifelter wurde ich. Kurzum: Wir fuhren ohne Lebensmittel nach Hause. Die Kinder waren maulig und enttäuscht und ich fühlte mich als völlige Versagerin.

Nun, heute sind die Kinder groß und gut geraten. Sie sind nicht verhungert. Ihre Kindheit verlief in vielen Punkten anders als bei anderen, aber Liebe und Fürsorge erhielten sie genügend.

Ich will dir damit Mut machen und sagen, dass auch du das schaffen kannst.

Wie jung ist denn dein Kind?

04.06.2018 17:11 • #5


einsameuserin

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hallo,

danke dir nochmal für deine antwort. oha das hört sich ja auch echt schlimm an . tut mir leid das du eine so schlimme zeit durchmachen musstest bzw ihr.

mir gehts noch nicht besser, aber ich hab es aufgegeben die ganze zeit hier zu sitzen und auf antworten zu warten.

ich muss einfach einen weg finden, wie ich diese situation jetzt handhabe. so geht es jedenfalls nicht weiter, das ich ständig weine und mich zu nichts aufraffen kann .

ich würde mich gerne an eine notaufnahme wenden, wo eine psychiatrische abteilung mit angeschlossen ist, nur leider bin ich derzeit nicht versichert und kann deswegen noch nicht einmal meinen hausarzt aufsuchen um mir hilfe zu holen.

mein kind erträgt es einfah nicht mehr mich ständig weinen zu sehen, und ich möchte das auch nicht das es mich ständig so sieht . aber wie kann ich damit aufhören...das ist garnicht so einfach.

04.06.2018 19:24 • #6


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Tama

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Hallo einsameuserin,
vielleicht hilft es dir, dich ein bisschen im Internet schlau zu machen, ob es Anlaufstellen für dich gibt, die dir helfen könnten.
Jede Stadt hat ja andere Angebote, aber im Großen und ganzen ist es doch so, daß es für fast jedes Problem etwas gibt.
Es muss auch nicht sofort die Passende Hilfe sein, sondern erst mal eine Anlaufstelle, die dich beruhigen kann und dir weiterhelfen kann.
Vielleicht lenkt es dich auch ein wenig von den Gedanken ab, wenn du dich in die Recherche vertiefst
Ich hoffe aber, daß du Fündig wirst.
Lieben Gruß
Tama

04.06.2018 19:40 • #7


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Mabaja

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Ja, du musst etwas tun. Du solltest dir zuallererst die fehlende Unterlage von deinem Arbeitgeber holen. Damit du alles weitere in die Wege leiten kannst und du wieder krankenversichert bist.

Überlege dir doch mal, womit du dein Kind trösten könntest, wenn es so viel weinen würde

04.06.2018 22:12 • #8


einsameuserin

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morgen,

ich würde versuchen sie zu trösten, in den arm zu nehmen und sie abzulenken.

aber das kann ich ja von meinem kind nicht erwarten, dass sie sich drum kümmert, dafür zu sorgen, das ich endlich aufhören kann mit dem blöden weinen.

ich bin schon völlig platt, aber schlafen kann ich trotzdem nur sehr schlecht, obwohl ich soooo müde bin .

05.06.2018 06:42 • #9


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Mabaja

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Morgen,

nein, dein Kind hat nicht die Aufgabe, dich zu trösten. Du bist die Erwachsene. Ich wollte dir damit lediglich einen Denkanstoß geben, dass du selbst darauf kommst, was helfen könnte.
Du wirst wieder schlafen können, wenn du das Gefühl hast, irgendwas erledigt zu haben.

05.06.2018 08:10 • #10


einsameuserin

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achso, dann hab ich das falsch verstanden, sorry.

ja das hoffe ich sehr das ich bald mal wieder vernünftig schlafen kann.

ich würde sooo gerne einen arzt aufsuchen und mir ärztliche hilfe holen, aber ohne versicherung funktioniert das ja nicht so einfach, oder?

nichts krieg ich mehr hin

ich weiß es einfach nicht.

05.06.2018 10:18 • #11


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Mabaja

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Vielleicht könntest du bei der Versicherung, bei der du zuletzt krankenversichert warst, nachfragen, was zu tun ist. In Deutschland ist grundsätzlich jeder krankenversichert. Es darf nicht sein, dass du oder dein Kind im Krankheitsfall oder Unfall nicht behandelt wirst/wird.
Du schaffst das!

05.06.2018 10:26 • x 1 #12


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Schneekugel13

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Hallo einsameuserin,
ganz verstehe ich das nicht mit dem Arbeitsamt, man darf dich nicht für deinen früheren Arbeitgeber bestrafen.
Als du das erstemal beim Arbeitsamt warst, müsste schon als Arbeitslos angerechnet werden, auch Krankenversichert.
Dann muss das Arbeitsamt auch eine Nachzahlung machen. Du kannst auch beim Amtsgericht eine Bescheinigung für einen Anwalt beantragen, den musst du nicht bezahlen.
Es wird Zeit das du dir Hilfe suchst, vielleicht doch aus deiner Familie oder Diakonie auch der Pfarrer deiner Gemeinde hat vielleicht Ehrenamtliche die dich begleiten. Bei Soziales und Familie deiner Stadt findest du auch Hilfe.
Aber du musst auf sie zugehen, sonst bist du schnell obdachlos.
Liebe Grüße

05.06.2018 10:51 • #13


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Schneekugel13

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das ist eine gute Idee mit der Krankenkasse Julienne, als ich in Rente ging schrieb das Arbeitsamt mir ich wäre nicht mehr Krankenversichert. Da habe ich bei der Krankenkasse angerufen, und sie sagten ich soll mir keine Sorgen machen es ist alles geregelt, so war es dann auch.
Liebe Grüße

05.06.2018 10:58 • #14


einsameuserin

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ich habe gerade bei der Krankenkasse angerufen und ich bin nicht mehr versichert, da ich am 25.04 aus der ausbildung ausgetreten bin und das länger als 1 monat her ist. ausserdem muss ich mich rückwirkend für mai selbstversichern, was mich 180Euro kostet. ich kann echt nicht mehr.

ich muss doch soooo dringend zu einem arzt...was soll ich denn jetzt nur machen :´(?

05.06.2018 11:52 • #15


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Mabaja

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Was ist mit dem Schreiben vom Arbeitgeber?

05.06.2018 12:09 • #16


einsameuserin

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das habe ich immer noch nicht zurück :´(.

05.06.2018 12:14 • #17


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Mabaja

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Kannst du es dir nicht abholen?

05.06.2018 12:22 • #18


einsameuserin

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die haben den hauptsitz in paderborn, wo ich nicht hinkomme.

aber ich kann morgen zu der psychologin der ehemaligen arbeitsstelle. ich hoffe das siemir weiter helfen kann, jetzt wo ich nicht versichert bin und ich nicht zu irgendeiner notaufnahme kann :´(.

05.06.2018 15:40 • #19


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Mabaja

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Auch wenn der Hauptsitz für dich zu weit entfernt liegt, gibt es doch einen Nebensitz in deiner Nähe. Dort, wo du gearbeitet hast. Das Schreiben kann doch dorthin gefaxt werden.

Ich hoffe, die Psychologin wird dir eine Hilfe sein - in welcher Hinsicht auch immer.

05.06.2018 16:38 • #20


einsameuserin

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ja ich bin da dran, das ich das schreiben sehr schnell bekomme. wie gesagt ich laufe da jetzt schon sehr lange hinerher, und ich weiß nicht was daran so lange dauert das auszufüllen und hier her zu schicken.

ja ich hoffe sehr das mir das morgen weiter hilft, mit dem gespräch, ich bin auch erleichtert das ich da morgen hingehen kann.

heute kam eine nachbarin zu uns und hat für uns eingekauft. ich war soo erleichtert und ich bin ihr soo dankbar, das sie das gemacht hat, ich hab direkt wieder richtig derbe angefangen zu weinen.

morgen möchte sie her kommen und mir beim aufräumen und "ausmisten" der wohnung helfen.

05.06.2018 20:38 • #21


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Mabaja

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Das freut mich sehr für euch

05.06.2018 22:04 • #22


ceo

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Hallo,
Gib nicht auf, es geht weiter, das ist sicher. Vielleicht kann man dir hier weiter helfen http://www.arbeitslosen-telefonhilfe.de ... liste.html und wenn es um Essen geht frag bei der örtlichen Tafel nach. Du bist nicht alleine! Geh einfach weiter! Ist schwer, ich weiß, deshalb einen Schritt vor den anderen!
Viel Kraft!
Ceo

05.06.2018 23:36 • #23



Hallo einsameuserin,

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einsameuserin

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ich danke euch für eure lieben antworten.

ja ich versuche nicht aufzugeben, es ist wirklich nicht leicht, aber es muss ja.

06.06.2018 06:27 • #24

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