Verschlimmerungsantrag und Widerspruch abgelehnt

Luzie

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Hallo, ich habe seit 1998 einen GdB von 30%, habe voriges Jahr einen Verschlimmerungsantrag gestellt, der abgelehnt wurde, danach habe ich Einspruch eingelegt, der auch abgelehnt wurde, mit dem Hinweis auf Klage beim Sozialgericht. Zu der Zeit war ich nicht in der Lage das durchzustehen. Mein Psychologe meinte, ich solle es jetzt noch mal versuchen. Bin aber unsicher, muß ich dann wieder einen Verschlimmerungsantrag stellen, oder zum Sozialgericht, das würde ich , glaube ich, im Moment nicht durchhalten, weil ich im Moment "Achterbahn" fahre. LG Luzie

18.10.2009 19:57 • #1


Albarracin

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Hallo Luzie,

Du kannst alle 6 Monate einen neuen Verschlimmerungsantrag stellen, wenn sich etwas wesentlich verändert hat, auch früher. Das Spiel geht immer wieder quasi von vorne los.
Du solltest aber auf jeden Fall zusätzlich und gleichzeitig einen Antrag auf Gleichstellung stellen. Die Gleichstellung hindert Dich nicht, Verschlimmerungsanträge zu stellen. Das ist vom Gesetzgeber ausdrücklich so gewollt.

18.10.2009 20:06 • #2


Luzie

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hallo, was hätte ich denn für einen Nutzen bei einer Gleichstellung? Da würde doch auch der Arbeitgeber informiert? Danke für deine Mühe, das Forum ist wirklich klasse, und danke das ihr Mods euch so reinhängt,LG Luzie

18.10.2009 20:24 • #3


Luzie

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Hallo, ich habe meinen Therapeuten gebeten, mir für den Verschlimmerungsantrag was zu schreiben, es macht das auch. Ich mache jetzt ja noch die Traumatherapie in Krefeld, unter Aufsicht einer Supervisorin, die Psychologin kenne ich aus dem Aufenthalt in der Tagesklinik. Sie war dort auch für mich zuständig, und macht jetzt die Ausbildung zur Traumatherapeutin. Er meinte, ich solle sie auch bitten was zu schreiben, meinte aber, ich solle mir keine Hoffnung machen, das ich mehr Prozente bekomme. Der Kreis würde alles ablehenen. Man müßte meist zum Anwalt, oder zum Gericht. das würde ich , glaube ich, nicht durchstehen, da ich eh immer gefühlsmäßig Achterbahn fahre. Ein Freund von uns, der schon lange 60 Prozent hatte, und einer Feundin hatten die Gutachter sogar welche gestrichen, die beiden mußten vor Gericht, um die Prozente, die sie hatten, wieder zu bekommen. der Frau hatten sie sogar einen teil der Rente gekürzt. Mein Psychologe sagte dieser Gutachter, würde JEDEN, gesundschreiben, den er dort hin schicken würde. Ich habe gegoogelt, und über diesen Gutachter auch nur Negatives gefunden. Schaun wir mal....gruß Luzie

16.12.2009 09:19 • #4


Luzie

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Hallo, ich habe 30 %und voriges Jahr einen Verschlimmerungsantrag gestellt,der abgelehnt wurde, mit dem Hinweis, zum Sozailgericht zu gehen, was ich aber nicht durchgestanden hätte.
Vor der Reha hat der Schwerbehindertenvertreter unseres Betriebes gesagt, ich solle von da einen Antrag stellen. ich habe die Ärztin dort gefragt, und die sagte, das würde nicht gehen, weil die Berichte erst fertig wären, wenn ich entlassen wäre. Die 6 Wochen sind rum, ich war gestern wieder beim Sbv. und der fand das seltsam, das die das nicht gemacht haben, er meinte von da aus wäre es jetzt schwieriger.
Ich habe jetzt seit dem Antrag voriges Jahr noch den Aufenthalt 3 Monate in der Tagesklinik, wo drin steht mittelgradige Depression, PTBS, Sinustachykardie. Jetzt habe ich nochmal mal die komplexe PTBS und Auszüge verschiedener Persönlichkeitsstörungen.
Meint ihr, damit hätte ich diesmal mehr Erfolg?
Mein Psychater meinte schon öfter einen Antrag auf EU Rente zu stellen, der Oberarzt und die Ärztin meinten das wäre aussichtslos, ich wäre nur für den jetzigen Arbeitsplatz arbeitsunfähig, aber mir geht es seit voriges Jahr Oktober nicht gut, bin oft abgestürzt, und immer wieder krank geschrieben gewesen, die Psychologin meinte, für die EU Rente wäre es günstiger, wenn man lange Zeit am Stück arbeitsunfähig wäre.

Wieviel Prozent könnte man wohl mit den Diagnosen bekommen, die noch zu den alten bestehenden kämen?
Liebe Grüße, Luzie

17.07.2010 15:44 • #5


mag

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Hallo Luzie,

habe immer den Eindruck, das die Prozentvergabe im Ermessen des Sachbearbeiters liegt und daher ist eine Prognose, wieviel Prozent du bekommen würdest, schwierig. Stelle einfach einen Verschlimmerungsantrag und gebe die Kliniken an, wo du in Behandlung warst, dann müßten diese angeschrieben werden.

Der Rentenantrag hat nichts mit den Schwerbehindertenprozente zu tun und wenn dein behandelnder Arzt einen Rentenantrag befürwortet, wäre der Versuch doch wert, den Antrag zu stellen. Richtig ist schon, dass bei einer längeren Arbeitsunfähigkeit der Rentenantrag
eher bewilligt wird.

17.07.2010 20:13 • #6


Luzie

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Danke erst mal für die Auskunft, lg Luzie

18.07.2010 18:36 • #7


Luzie

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Ich habe eine Seite gefunden, die ich sehr informativ finde, lg Luzie

27.10.2010 18:58 • #8


Luzie

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Wieder abgelehnt, es stand drin das mein Zusatnd sich nicht verschlimmert hat.
Ich habe mit dem VDK Wiederspruch eingelegt, rechne aber wieder mit Ablehnung, weil die Dame mir das Buch gezeigt hat, wonach die Prozente vergeben werden, da stehen mir mit den ganzen Diagnosen nur 30 % zu, insgesamt.
LG Luzie

11.12.2010 19:10 • #9


mag

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Hallo Luzie,

Wolfgang gibt auf dieser Seite https://www.depression-diskussion.de/sc . t1774.html u.a. den Hinwweis

Vielleicht findest du dort Anhaltspunkte für deine Einstufung und eventuell dem VDK darauf hinweisen, wie deine Einstufung
dort aufgeführt ist, wäre für den Widerspruch sinnvoll.

11.12.2010 22:37 • #10


Luzie

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Hallo mag, vielen Dank, da gibts einiges zu lesen. Lg Luzie

12.12.2010 16:33 • #11


Luzie

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Es sind bei mir viele Diagnosen, aber alle liegen so bei 30, bis zum 20.1 habe ich Zeit mit meinen Ärzten zu sprechen, male mir da aber nichts aus, einen Versuch ist es ja wert. lg Luzie

29.12.2010 17:27 • #12


Albarracin

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Hallo Luzie,

Du kannst auch erst mal ohne Begründung Widerspruch einlegen. Verlange beim Widerspruch Akteneinsicht. Die müssen Dir dann die maßgeblichen Verfahrensakten in Kopie zuschicken. Dann siehst Du vor Deiner Begründung, ob das VA überhaupt alle Krankheiten bewertet hat, alle Ärzte angeschrieben hat und was diese dem VA geantwortet haben (...oder auch nicht) und ob die Ärzte Dir ggü. ehrlich waren.

30.12.2010 19:13 • #13


Luzie

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Danke dir, Wolfgang, die Akteneinsicht hat der VDK angefordert und bekommen, ich habe sie vorliegen, mein "alter" Psychiater hat nur das selbe geschrieben wir vor 2 Jahren, auch wenn ich ihn bitten würde noch was zu schreiben, macht er das eh nicht, weil er mich ja nach der Kur nicht weiter krank schreiben wollte, ich könne arbeiten gehen ( er ist über 70, und vor 2 Jahren wieder als Psychiater in die Praxis eingestiegen, eigentlich um alte Leute zu therapieren, wie er mir mal erzählte).
Ich wies ihn auf den Satz im Bericht hin, das ich als Arbeitsunfähig entlassen wurde, er rauchte wütend raus, muß ich erst fragen Frau Doktor ( eine Kollegin), er kam wieder, gut, ich mache eine Woche, danach wieder arbeiten, ich wurde laut, und sagte ICH KANN NICHT ARBEITEN; VERSTEHN SIE DAS NICHT??? Er warf mir die Kranklmeldung über den Tisch,Hier...., ich sagte er solle sich die Krankmeldung in den Allerwertesten schieben. Ich bin nervlich weggeklappt, habe GsD meinen HA erreicht der mich weiter krank schrieb, bis ich den neuen Psychiater hatte. Als ich ihn Auszüge meines Tagebuchs zeigen wollte, um ihm zu erklären, wo meine Probleme sind, meinte er, das will er nicht wissen, er belastet sich nicht damit, er ist zum krankschreiben da, und für meine Medis.
ich versuch nächste Woche trotzdem evtl. von ihm was zu bekommen, weil die Akten ja schon wieder veraltet sind, nach einem halben Jahr.Es ist zum Verzweifeln, manchmal denke ich schmeiß alles hin, jeder Arzt sagt dir, es ist sinnlos, aber dann denke ich, nein, aufgegeben hast du voriges jahr schon, den gefallen tu ich denen nicht.
Lg luzie

31.12.2010 10:35 • #14


Albarracin

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Hallo Luzie,

wieso gehst Du noch zu dem "alten" Psychiater, wenn er Dir sowieso nicht hilft. Hast Du zB die Tagesklinik angegeben und wurde diese vom VA wg. dem Abschlussbericht angeschrieben ?
Wenn Du eine neue Psychiaterin hast, dann gebe die an. Das kann man auch noch innerhalb einer Widerspruchsbegründung zusätzlich tun.

Im Übrigen sollte zur Akteneinsicht auch die "Berechnungsgrundlage" des VA-Arztes gehören - wie er die einzelnen Krankheiten einstuft und ob und für was es "Zuschläge" auf den höchsten Einzel-GdB gibt. Nur mit diesem Bewertungsbogen kann ein Widerspruch sinnvoll begründet werden, wenn es um mehr als eine Krankheit geht.

31.12.2010 12:45 • #15