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Widerspruch gegen festgesetzten GdB war erfolgreich

Sonnenblume20

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Hallo, Ihr Lieben!

Ich hatte im März 2009 einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt, der im Mai mit einem GdB von 30 festgesetzt wurde.
Meine Diagnosen sind: Depressive Störungen (mittelschwere bis schwere depressive Episode lt. Psychiater)
Funktionsstörungen der Wirbelsäule mit Ausstrahlungen (zwei BSV im HWS, davon eine
OP mit Einsatz eines Kunststoffimplantates)
Chronische Gastritis

Ich sprach daraufhin mit meiner Hausärztin, die meinte, dass ein Widerspruch keinen Sinn machen würde, der würde eh abgelehnt. Sie plädierte darauf, in einem halben Jahr einen Verschlimmerungsantrag zu stellen.

Die SBV meines Betriebes hat mich trotzdem ermuntert, Widerspruch einzulegen, was ich dann auch getan habe. Ich habe eine genaue Beschreibung meiner Funktionseinschränkungen abgegeben und habe das Versorgungsamt aufgefordert, erstmal meinen Psychiater anzuschreiben, was die damals nicht getan haben, obwohl die Depression die sogenannte Hauptdiagnose bei mir ist.

Es hat nun 4 Monate gedauert und gestern hatte ich den Bescheid im Briefkasten, dass ich einen GdB von 50 erhalte.
Da war ich positiv überrascht, denn ich hatte gar nicht so viel Hoffnung, nachdem ich hier im Forum schon ein bisschen gestöbert und gesehen habe, dass es gar nicht so leicht ist, einen GdB von 50 und höher zu erhalten.

Aber die Mühe hat sich also gelohnt und ich möchte alle Betroffenen ermuntern, es wenigstens zu versuchen.

Zwei Fragen habe ich aber noch:

Auf dem Bescheid kann ich gar keine Befristung erkennen.

1) Ist das normal?
2) Ist es üblich, wenn ein Bescheid nicht befristet wird, dass das Versorgungsamt den GdB nach einer gewissen Zeit wieder überprüft?

Schon jetzt bedanke ich mich für die Beantwortung der Fragen!

Lieber Gruß!

Sonnenblume

09.11.2009 00:14 • #1


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Löckchen73

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Hallo Sonnenblume

Das freut mich für dich.
MAcht mir auch mut das es bei mir auch klappen kann.

09.11.2009 09:26 • #2



Hallo Sonnenblume20,

Widerspruch gegen festgesetzten GdB war erfolgreich

x 3#3


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Albarracin

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09.11.2009 11:18 • x 1 #3


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Löckchen73

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Hallo Wolfgang

Ich war auch immer der Meinung wenn dort besfristet steht das man dann damit die Krankheit gemeint ist. Also das man danach wieder diese Prozedur vornehmen muß.

09.11.2009 11:59 • #4


Sonnenblume20

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Hallo Wolfang,

vielen Dank für Deine Antwort. Das beruhigt mich doch erst mal sehr.
Ich werde auf jeden Fall jetzt auch noch die Ausstellung eines Schwerbehindertenausweises betragen, der wurde nicht automatisch mitgeschickt, wie ich mir das eigentlich gedacht habe.

@Löckchen, es freut mich, dass ich Dir ein bisschen Mut machen konnte. Wie gesagt, hatte ich kaum Hoffnung und dachte erst, dass ich mich mit dem GdB von 30 zufrieden geben müsste bzw. dass ich ja immerhin froh sein konnte, einen GdB von 30 zugesprochen zu bekommen.
Aber wie Du siehst, es lohnt sich doch, für sich zu kämpfen. Auch wenn es manchmal vielleicht keinen Erfolg hat, aber man hat es wenigstens versucht.

Lieber Gruß!

Sonnenblume

09.11.2009 18:17 • #5


Wanderlust2020

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Guten Morgen,

ich weiß nicht mehr weiter.
Endlich habe ich mich getraut, einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen. Einen Schwerbehindertenausweis aus dem Grund, weil ich seit meiner Teenagerzeit an Depressionen leide.
Es gab immer Hochs und Tiefs, nie ging ich jedoch in Therapie oder sonst wohin. Erst im Alter (jetzt 42) merke ich, dass ich es nicht mehr schaffe und das meine körperlichen Beschwerden überhand nehmen und sich so die Depression sichtbar macht.
Ich hatte eine Verhaltenstherapie (12x) hinter mir, habe sie durchgezogen, aber es hat sich nichts geändert. Ich habe eine Mutter-Kind-Kur hinter mir, da ich im Geschäft zusammenbrach und nicht mehr konnte. All die Jahre (letzten 5) habe ich die Depression mitgeschleppt irgendwie, bis sich mein Körper bemerkbar machte.
Ich ging zu meiner Hausärztin, klagte über meine Situation, weinte gar. Da ich so oft fehle, weil ich es morgens einfach nicht aus dem Bett schaffe, habe ich Angst nach 20 Jahren gekündigt zu werden, von meinem Arbeitgeber, daher entschied ich mich für einen Schwerbehindertenausweis, um einen Kündigungsschutz wenigstens zu haben.
Ausserdem leide ich ich schwer und Hyperhidrosis (diese Krankheit wird nicht anerkannt, wobei sie meiner Meinung nach Depressionen auslöst, aber leider nur zu wenige Menschen davon betroffen sind, dass es sich lohnt es irgendwo in die Krankheitsliste der Schwerbehinderung aufzunehmen.)
Und Migräne leide ich auch noch.
Mein Schwerbehindertenausweis wurde abgelehnt. Alles sei unter 10 GDB. Reizdarm, depressive Episode, Migräne und Hyperhydrosis, wurde nicht mal mit einen Wert von GDB 10 anerkannt.
Ich weiß wirklich nicht mehr weiter.
Weiß auch nicht mehr wohin ich gehen kann. Ich habe nun Widerspruch eingelegt, aber ich habe doch keine neuen Unterlagen. Habe die Aussage und die Diagnose von meiner Hausärztin mit depressiver Episode.
Dann habe ich Unterlagen zu Reizdarm, zu anderen körperlichen Krankheiten, zu Migräne und zu Hyperhidrosis und nichts wurde anerkannt, dabei ist es doch erwiesen im Netz und steht überall, dass Menschen mit Depressionen und dazu noch Migräne einen Schwerbehindertenausweis beantragen können.

Ich weiß jetzt nicht mehr weiter. Hat Jemand von Euch selbst Erfahrungen diesbezüglich gemacht?

25.09.2020 09:29 • #6


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Albarracin

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28.09.2020 22:20 • x 1 #7


Wanderlust2020

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Ja, das habe ich. Baden - Württemberg. Habe auch alles zugeschickt bekommen. Migräne, depressive Episode, alles einen Wert unter min 10%

29.09.2020 07:21 • #8



Hallo Sonnenblume20,

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Albarracin

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30.09.2020 23:38 • x 2 #9

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