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Verschlechterung nach Dosiserhöhung

BienesMutti

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Guten Morgen an alle,
ich bin noch gar nicht richtig wach, aber ich muss direkt schreiben. Ich leide höllisch. . Anfang August habe ich wegen einer wieder einsetzenden Depression wieder mit Venla angefangen. 37,5 mg. Ca. 2 Wochen später, jetzt vor ein bisschen mehr als 3 Wochen habe ich auf 75mg erhöht und seither geht es mir immer schlechter. Die letzten beiden Tage und heute Nacht waren furchtbar: ich weiß nicht, ob es Nervosität oder Angst ist, die mir in der Brust sitzt . manchmal zittere ich vor Muskelspannung. In der Nacht liege ich total entspannt, merke aber in Kribbeln in den Armen und im Brustbereich. Und dadurch kreisen meine Gedanken ständig darum, ob es eine Verschlimmerung, Wirkung oder Nebenwirkung ist. Ich kann mich nur schwer ablenken. Ich habe das Gefühl, die Depression und das Grübeln haben sich total verstärkt.... Wie sind eure Erfahrungen?
LG
BienesMutti

11.09.2021 07:34 • x 2 #1


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bones

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Zuerst mal fällt mir auf, dass zu schnell hoch dosiert ist. Es kann schon sein, dass die Verschlechterung durch venlafaxin kommt. Aber ich seh immer wieder sowas dass man nicht warten kann. Gut ist halt die Frage, ob man jetzt noch durchhalten sollte. Weil runter macht da für mich kein Sinn. Man hätte gerade beim einschleichen kurzfristig eine benzo Therapie nehmen können zusätzlich. Das minimiert die nw oder halt neuroleptika. Das kann man auch machen. Hier hätte man da gezielt behandeln können. Aber bei einer benzo Therapie muss ausgeschlossen sein, falls du eine Vorgeschichte mit sucht hattest. Trifft das zu, wäre das natürlich nicht zu empfehlen.

Ich selber habe nur bei einer medi , war doxepin, die Erfahrung gemacht, dass ich unter Strom stand. Bei venlafaxin nicht bspl. Wie bei allen anderen medis, die ich probiert habe.

11.09.2021 19:48 • x 2 #2



Hallo BienesMutti,

Verschlechterung nach Dosiserhöhung

x 3#3


BienesMutti

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Hi Bones,

findest du die Erhöhung zu schnell? Aber ja, vor der Erhöhung ging es mir besser, so dass ich tatsächlich glaube, dass es daran liegen mag. Bisher hatte ich immer andere Erfahrungen mit Venla gemacht: ich war bei 37,5mg als Erhaltungsdosis und musste dann nur den Sprung auf 75 schaffen, was auch immer ganz gut ging. Aber dieses Mal habe ich bei Null angefangen, da ich abgesetzt hatte.

Ich denke, ich werde durchhalten ohne Benzos, auch wenn es schwer ist.

Gestern hatte ich abends noch ein sehr positives Erlebnis, ich war auf einer Geburtstagsfeier und konnte den Abend echt genießen.

Natürlich ist es heute morgen wieder schlechter und ich strenge mich doll an, bei den positiven Gedanken zu bleiben.

12.09.2021 09:56 • x 1 #3


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bones

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Woher kannst du wissen, ob 37,5mg nicht ausreichend ist für dich? Manchmal ist weniger besser als mehr. Man hätte so ca 6-8 Wochen erstmal bei 37,5mg bleiben sollen. Wenn da keine Wirkung entsteht, erst dann hoch auf 75mg.

12.09.2021 16:50 • x 1 #4


BienesMutti

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Mhm.... ich bin halt seit 2014 auf 75mg, und ich dachte tatsächlich... okay, 2 Wochen reichen (der Neurologe sagte sogar Erhöhung nach nur einer Woche), und dann wird das schon wieder. Dass mein Körper so kämpfen muss, hätte ich nicht gedacht, schon gar nicht, dass es mir erstmal schlechter gehen wird.

12.09.2021 16:59 • #5


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bones

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1woche? Nee das ist definitiv der falsche Weg. Der Neurologe handelt nicht so wie es eigentlich sein sollte. Zudem kann ich sagen, frag jeden depressiven, der etwas Ahnung von Medikamente hat. Die würden alle gar das selbe sagen. Nicht ohne Grund sind Patienten bessere Ärzte. Weil sie aus Erfahrung sprechen. Ärzte können das nicht, weil sie das alles nur theoretisch kennen. Würden Ärzte auch Antidepressiva nehmen, dann würden sie garantiert anders handeln.

12.09.2021 21:59 • #6


BienesMutti

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Ja das stimmt.... man liest und erlebt ja die wildesten Sachen bezüglich der Medikationsempfehlung von Ärzten. Dann wollen wir mal hoffen, dass er mit der Prognose recht hatte, dass in den nächsten 14 Tagen eine Wirkung eintreten müsste
Gute Nacht!

12.09.2021 22:13 • #7


BienesMutti

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Wasserstandsmeldung heute: die Unruhe ist zurückgegangen, das ist ja schon mal was. Aber jetzt erlebe ich Müdigkeit, kann aber nicht schlafen.... Und mein Kopf bzw. Gehirn steckt in einer Wattekugel... ich habe das Gefühl, nicht denken zu können..... Mensch, ich warte sehnlichst auf ein Fünkchen Besserung...

13.09.2021 13:02 • #8


BienesMutti

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Hey,

ab heute erhöhe ich halt dann doch meine Dosis.... ich merke eine klitzekleine Besserung, aber bin mit der inzwischen insgesamt fast 7-wöchigen Einnahme noch nicht zufrieden. Seit 14 Tagen bin ich nur am heulen und die meiste Zeit fällt mir das Denken echt schwer. Nun werde ich 112,5 mg erhöhen, habe mir aber überlegt, aus der kleinen Kapsel erst 1, später 2 usw. kleine Tabs zu den anderen dazu zugeben. Dann ist der Sprung nicht zu heftig... beim Ausschleichen hat es so auch geklappt.
Drückt mir die Daumen
Bienes Mutti

16.09.2021 15:12 • #9


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Biene82

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Hallo, bin neu hier. Vielleicht könnt ihr mir einen Rat geben. Ich nehme seit 10/2010 Venlafaxin. Erste Woche 37,5 mg und nach der zweiten Woche auf 75mg........mit dieser Dosis ging es mir sofort bis Januar 2021 gut, dann kam ein Erlebnis und es ging mir schlechter, also Depression wieder da... Dann laut Ärztin Erhöhung, da der Wirkstoff nicht mehr ausreichte. Das ging dann bis Mitte März so und da sich mein Zustand nicht verbesserte sind wir bei 225 mg gelandet und es ging mir mit dieser Dosis 14 Tage später wieder gut...... Nun habe ich seit Ende August wieder einen Rückfall. Muss aber dazu sagen, das mit meiner Ärztin die Dosis letztens runter dosiert wurde auf 150 mg, das wir noch Puffer nach oben haben, falls es mir im September wieder schlechter gehen sollte. Nun sollte ich wieder gleich auf die 225 mg auf dosieren und es ging mir eher schlechter....... Bin jetzt bei 300mg..........bin total antriebslos......... Hätte ich länger die 225 mg nehmen sollen als nur 3 Wochen? Über Antworten würde ich mich freuen

19.09.2021 21:59 • #10


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bones

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Nun grundsätzlich ja. Normal sollte man bei Erhöhung auch das Medikament Zeit geben sich zu entfalten richtig. Finde 3wochen zu früh um zu sagen, dass es noch zu wenig ist. Ärzte erhöhen , betrifft auch für reduzieren, gerne schneller als die Norm das so verlangt.

Ist die antriebslosigkeit schlimmer bei 300mg als bei deiner vorherigen Dosierung? Oder war es gleichbebleibend?

20.09.2021 06:35 • x 1 #11


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Biene82

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Guten Morgen. Wenn ich so zurück Blicke, war ich da noch aktiver mit den 225 mg, aber es ging mir schlechter. Wollte heute schon zur Ärztin und nach einem stärkeren Antidepressiva Fragen, da ich auch total verzweifelt bin und nicht mehr weiter weiß.

20.09.2021 06:55 • #12


BienesMutti

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Guten Morgen,
ich weiß, dass grade Venlafaxin kritisch auf hoch und runter reagiert.... da weiß man nie, ob es Verschlechterung, Absetzsymptome oder Nicht-Wirken ist.
Übers Wochenende habe ich mir auch ein paar Gedanken gemacht und erstmal doch auf die letzte Woche angekündigte Erhöhung verzichtet. Ich habe den Eindruck, dass das Venla gar nicht wirkt und möchte mit meinem Arzt über einen Wechsel sprechen.
Ich vermute auch, dass es bei mir so was wie ein Rebound nach dem Absetzen ist.

Zitat von Biene82:
Muss aber dazu sagen, das mit meiner Ärztin die Dosis letztens runter dosiert wurde auf 150 mg, das wir noch Puffer nach oben haben, falls es mir im September wieder schlechter gehen sollte


Wie schnell hast du runterdosiert? Möglicherweise sind das bei dir jetzt eher Absetzsymptome.... von denen die Ärzte übrigens oft nichts hören wollen.

LG
BienesMutti

20.09.2021 07:04 • #13


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Biene82

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Innerhalb von zwei Monaten

20.09.2021 07:06 • x 1 #14


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Biene82

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Ich leide unter extremen heulattaken...... Ich weiß noch von damals, da hatte ich jedesmal nach 14 Tagen eine Verbesserung meiner Symptome. Konnte halt wieder was Unternehmen. Haushalt ect...... Und momentan bin ich so kraftlos.

20.09.2021 07:14 • #15


BienesMutti

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Liebe Biene82.... du sprichst mir so aus der Seele.... ich weiß nichz, ob du meinen aktuellen "Werdegang " gelesen hast, aber ich vermisse grade auch die sonst sehr zuverlässige Wirkung von dem Venlafaxin. Das einzige, was ich merke, ist die Unruhe, die nach 2 Wochen einsetzt. Aber antidepressiv wirkt das diesmal überhaupt nicht. Ich bin auch nur am Rumheulen, was mir sonst immer geholfen hat, danach war der Tag besser und mein Kopf klarer. Aber das passiert zur Zeit nicht.....
2 Monate scheint okay, wobei man ja eigentlich noch viel viel langsamer reduzieren soll.... aber ich bin auch schon so oft in diese Falle getappt.

20.09.2021 10:01 • #16


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Biene82

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Meine Ärztin meinte, das es halt sein kann, das es jedesmal andere Zeit braucht. Nun wollte sie mir milnaneurax aufschreiben. Ich habe davor aber starke Angst, da ich ja das venlafaxin noch im Körper habe. Wollen wir vielleicht mal Nummern austauschen?

20.09.2021 12:17 • #17


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bones

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Zitat von Biene82:
Meine Ärztin meinte, das es halt sein kann, das es jedesmal andere Zeit braucht. Nun wollte sie mir milnaneurax aufschreiben. Ich habe davor aber ...

Nun hast du deiner Ärztin deine Ängste geschildert? Weil die Angst in diesen Fall eigentlich unnötig ist. Man kann bei reduzieren von venlafaxin schon auf milna umsteigen. Es gehört zur gleichen Gruppe wie venlafaxin.

20.09.2021 12:51 • #18


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Biene82

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Ich nehme ja aktuell 300mg......und nun sollte ich 25 mg Milna einschleichen und das venlafaxin weg lassen. Habe Angst vor Absetzerscheinungen.

20.09.2021 13:05 • #19


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bones

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Ja das geht. Natürlich weiß man nicht wie der Körper reagiert, aber dürfte normal sein. Nur mit de umstellungsdosierung bin ich doch recht verwundert, dass es so wenig ist bei milna. Hab jetzt de Vergleichstabelle bei Antidepressiva nicht im Kopf , kann man aber im Netz nachschauen.

Nochmal: wenn man in der gleichen Gruppe wechselt, ist das normal kein Problem. Normal. Sollte aber berücksichtigt werden in vielen Faktoren. Zb wie lange man venlafaxin nun genommen hat usw

20.09.2021 16:38 • #20


BienesMutti

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Also ich habe heute mal mit meiner Hausärztin telefoniert, weil ich ihre Meinung zu dem Venlafaxin sehr schätze. Sie kuckt da auch recht kritisch hin, verschreibt es ihren Patienten gar nicht mehr, hat aber jetzt für mich gemeint, ich müsse wohl erhöhen, weil die 75mg nicht reichen. Also Augen zu und durch, dann zieh ich es jetzt doch durch und hoffe, es wirkt bald. Für weitere Experimente mit anderem Mesi und ausschleichen habe ich grad keine Muse....

20.09.2021 17:03 • #21


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Biene82

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Ich habe gerade mal in meinen Medikamenten Plänen geschaut. Am 18.03. wurde das venlafaxin 225mg angesetzt. Dann 14 Tage später ging es mir wieder gut. Lag wohl daran das man zu schnell dann schon im Mai auf 187mg runter gegangen ist........ Die 225mg hätte ich wohl mindestens ein halbes Jahr nehmen sollen. Denn die Symptome werden schneller Abklingen, als die Depression. Nun hoffe ich mit auf Dosierung das der SPIEGEL wieder erreicht wird. Denke so 4-8 Wochen kann es dauern und dann erst wechseln. Mir hat das venlafaxin schon zweimal geholfen..... Ich wollte es auch damals von mir aus. Und nun hoffe ich weiter.

20.09.2021 17:33 • x 2 #22


BienesMutti

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Guten Morgen....
wie geht es euch heute?

21.09.2021 09:47 • #23


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Biene82

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Mir ging es nicht gut. Versuche es jetzt doch mit Milnaneurax. Da mein Antrieb sehr stark unten ist.

21.09.2021 14:58 • x 1 #24


BienesMutti

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Oh das tut mir leid. Dann berichte mal, wie das mit dem neuen Medikament klappt

21.09.2021 15:57 • #25



Hallo BienesMutti,

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bones

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Ich habe selber auch wieder depressive Schübe. Aber das ist bei mir chronisch mittlerweile. Da kann man nicht viel machen. An den medis kann es nicht liegen, die mildern sogar vielleicht die Schwere der Schübe.

21.09.2021 16:19 • #26

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