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Versagen im Job

Lost111

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Hallo @Jedi ,

Zitat:
Wut u. die Lautstärke - versuche auch da eine innere Distanz u. achte nur auf die Worte u. die Wut u. ihre Lautstärke
lasse bei ihr - denn beides gehört zu deiner Chefin u.nicht zu Dir.
Die Worte da höre hin.

Das ist es gerade, was ich nicht schaffe - mich zu distanzieren. Mich trifft sowas mit voller Breitseite und ich fühle mich dem hilflos ausgeliefert. Denn ich kann nicht flüchten. Aber dein Tipp ist gut, danke dafür.

LG Lost111

16.07.2021 21:11 • x 2 #31


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Jedi

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Hi @Lost111

Zitat von Lost111:
Das ist es gerade, was ich nicht schaffe

Doch u. da bin mir sicher, mit etwas Übung schaffst auch Du das !
Entmutige Dich bitte nicht schon vorher !
Ich konnte es auch nicht gleich u. musste Üben u. Erfahrung sammeln.
----------------
Zitat von Lost111:
Mich trifft sowas mit voller Breitseite und ich fühle mich dem hilflos ausgeliefert.

Sich ausgeliefert fühlen, hat etwas mit Ohnmacht zu tun - also Ohne - Macht.
Aber das stimmt nicht wirklich, wir haben Macht darüber, uns mit immer wieder üben, uns zu distanzieren.
Gebe bitte nicht auch u. Probiere es immer wieder mal aus, wenn Du in solch einer Situation bist.
--------------------
Zitat von Lost111:
Denn ich kann nicht flüchten.

Du sollst auch nicht flüchten, denn sonst bleibt es immer beim selben Kreislauf.

Ich würde es hier u. Dir nicht schreiben, wenn eine Distanzierung nicht möglich wäre.
Aber es braucht unser Ausprobieren u. auch das es bei uns mal nicht so Funktioniert - aber auch das ist Normal !
Dann aber weiter dran bleiben u. ich bin sicher, Du schaffst das.

LG Jedi

17.07.2021 15:09 • x 2 #32



Hallo Lost111,

Versagen im Job

x 3#3


Lost111

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Hallo @Jedi ,

Zitat:
Ich würde es hier u. Dir nicht schreiben, wenn eine Distanzierung nicht möglich wäre.
Aber es braucht unser Ausprobieren u. auch das es bei uns mal nicht so Funktioniert - aber auch das ist Normal !
Dann aber weiter dran bleiben u. ich bin sicher, Du schaffst das.

Danke für's Mut machen. Ich kann nur hoffen, dass ich auch daran denke, wenn ich wieder in eine Situation stecke. Es nützt mir auch nichts, denn Kopf in den Sand zu stecken.
Heute bin ich meiner Vorgesetzten wieder begegnet. Aber ich wollte den Vorfall nicht nochmal ansprechen.
Aber in mir ist immer noch diese kleine Stimme, die mir zuflüstert, dass ich ein Versager bin...

LG Lost111

19.07.2021 19:21 • x 1 #33


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Jedi

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Zitat von Lost111:
Aber in mir ist immer noch diese kleine Stimme, die mir zuflüstert, dass ich ein Versager bin...

Ja, dass ist dieser "innere Kritiker", der leider Dir nie etwas anderes sagen wird - er sieht es als seine Aufgabe,
Dir das Versagertum glauben zu machen.
Aber es handelt sich nur um eine innere Stimme u. Du kannst ihm seine Macht nehmen, indem Du Dir
bewusst wirst, es ist dieser "innere Kritiker" - es ist Dein innerer Selbstdialog, der da geführt wird.

Villt. hilft Dir diese Bewusstmachung dabei, dem "inneren Kritiker" zu kündigen.
Gut schafft das, unser innerer Erwachsener.

19.07.2021 20:03 • x 1 #34


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Zitat von Jedi:
Aber es handelt sich nur um eine innere Stimme u. Du kannst ihm seine Macht nehmen, indem Du Dir
bewusst wirst, es ist dieser "innere Kritiker" - es ist Dein innerer Selbstdialog, der da geführt wird.

Villt. hilft Dir diese Bewusstmachung dabei, dem "inneren Kritiker" zu kündigen.

Wenn der nur nicht so laut wäre!
Mit sich kritisch umzugehen und sich zu hinterfragen kann aber auch durchaus konstruktiv sein.

19.07.2021 20:19 • x 1 #35


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Jedi

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Zitat von Lost111:
Wenn der nur nicht so laut wäre!

Das liegt leider in seiner Natur, besonders laut zu sein !
Aber genau genommen ist dieser "innerer Kritiker" unsere eigene Schöpfung u. wir haben ihn,
meist schon vor langer Zeit, zu uns eingeladen u. großgezogen.
Umso schwerer ist es, ihn in seine Schranken zu verweisen.
Dieser Kritiker aktiviert gerne unser inneres Kind u. er weiß sehr genau, wo diese alten Wunden sich befinden.
Wenn wir unseren inneren Erwachsenen stärken, dann besteht die gute Chance, diesen Kritiker
seine Macht zu nehmen.

19.07.2021 20:37 • x 2 #36


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Zitat von Jedi:
Das liegt leider in seiner Natur, besonders laut zu sein !
Aber genau genommen ist dieser "innerer Kritiker" unsere eigene Schöpfung u. wir haben ihn,
meist schon vor langer Zeit, zu uns eingeladen u. großgezogen.

Allerdings! Und richtig, der ist nicht erst seit heute da. Leider trage ich den schon (fast) mein ganzes Leben lang mit mir rum.
Das macht es so schwer, dagegen anzukommen. Und je älter ich werde, desto schwieriger wird es.
Mir ist bewusst, dass ich oft fühle/reagiere wie damals als Kind. Wie ein kleines Kind, das sich nicht wehren kann.
Aber heute kann ich das!
Zitat:
Wenn wir unseren inneren Erwachsenen stärken, dann besteht die gute Chance, diesen Kritiker
seine Macht zu nehmen.

Wie macht man das? Ich fürchte, das habe ich bis heute nicht hinbekommen. Mein Selbstbild/Selbstwert ist auch nicht das beste, wen wundert es. Ich wünschte, auch gefühlsmäßig erwachsen zu werden/zu sein.

19.07.2021 20:58 • x 1 #37


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Jedi

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Zitat von Lost111:
Wie macht man das?

Wenn die innere Stimme so laut ist, dann achte darauf, wie Du darauf reagierst.
Meist können wir feststellen, dass unser innrees Kind sich da meldet u. wir können wahrnehmen, dass sich da Gefühle u.
Verhaltensmuster zeigen, die wir von sehr Früher her kennen.
Der "gesunde" Erwachsene, wird diese Stimmen auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen u.
übernimmt ein Erwachsenen-Verhalten - eine Erwachsene-Entscheidung.

Sicher ist es wichtig, sich ein reales Selbstbild erschaffen zu haben u. alte Verhaltensmuster zu verändern,
die uns früher zwar gut geholfen haben, aber uns nun, als dr heutige Erwachsene nicht mehr tauglich sind,
sich so zu verhalten.
Durch Übung u. immer öfter zu erkennen, "Stopp"- mein jetziges Verhalten auf eine bestimmte Situation, so habe ich
früher reagiert, aber heute als Erwachsener kann ich mich anders entscheiden.
Das stärkt mit der Zeit Dein Selbstwert u. lässt Dich mehr u. mehr erahnen, welche Selbstwirksamkeit in Dir steckt.

19.07.2021 21:24 • x 1 #38


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Zitat von Jedi:
Wenn die innere Stimme so laut ist, dann achte darauf, wie Du darauf reagierst.
Meist können wir feststellen, dass unser innrees Kind sich da meldet u. wir können wahrnehmen, dass sich da Gefühle u.
Verhaltensmuster zeigen, die wir von sehr Früher her kennen.
Der "gesunde" Erwachsene, wird diese Stimmen auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen u.
übernimmt ein Erwachsenen-Verhalten - eine Erwachsene-Entscheidung.

Wie ich darauf reagiere? Ich nehme sie so an, wie sie es mir zuflüstert. Ohne zu hinterfragen. Ohne "erwachsen" zu denken.
Leider passiert mir das immer wieder, auch im familiären Umfeld. Für meine Mama z.B. bin ich immer noch das "Kind"; da ich wenig Familie habe, bin ich gefühlsmäßig umso abhängiger von dem wenigen, was ich habe. Und somit auch von ihr. Aber bin ich das wirklich? Ich bin doch erwachsen, mein eigener Mensch. Warum klappt das auf dieser Ebene einfach nicht?
Ich habe auch in diversen Therapien erfahren müssen, dass mein inneres Kind immer noch ziemlich aktiv und willensstark ist... !

19.07.2021 21:43 • x 1 #39


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Jedi

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Zitat von Lost111:
Und somit auch von ihr. Aber bin ich das wirklich? Ich bin doch erwachsen, mein eigener Mensch.

So ist es u. das mache Dir immer wiedr bewusst ! - selbst, wenn Du Dich nicht in einer familären Situation bist.
Zitat von Lost111:
Warum klappt das auf dieser Ebene einfach nicht?

Villt. weil Du die Rolle, des kleinen Mädchen immer noch annimmst, geschieht oft unbewusst.
Aber Du bist ein erwachsener u. eigenständiger Mensch/ Frau.
Zitat von Lost111:
dass mein inneres Kind immer noch ziemlich aktiv und willensstark ist... !

Aktiv würde ich zustimmen - bei Willenstark bin ich mir da unsicher.
Ich würde eher sagen, da meldet sich heftig, dass bedürftige u. nicht gesehene innere Kind u. es möchte nun von der erwachsenen Lost angenommen u. wahrgenommen werden.

19.07.2021 22:06 • x 1 #40


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Zitat von Jedi:
Villt. weil Du die Rolle, des kleinen Mädchen immer noch annimmst, geschieht oft unbewusst.
Aber Du bist ein erwachsener u. eigenständiger Mensch/ Frau.

Mmh. Das gibt mir zu denken... Natürlich bleibe ich in gewisser Weise immer das Kind meiner Mama, aber ich möchte doch als eigenständige erwachsene Person angesehen und behandelt werden.
Zitat:
Ich würde eher sagen, da meldet sich heftig, dass bedürftige u. nicht gesehene innere Kind u. es möchte nun von der erwachsenen Lost angenommen u. wahrgenommen werden.

Aber wie versöhnt man beide Seiten miteinander? Beide haben doch ihre Daseinsberechtigung. Ich denke, das kann man lernen.
Aber geht das auch ohne therapeutische Hilfe? Ich bin da am Zweifeln.
Allgemein gesehen sollte ich mich eh (wieder) auf die Suche nach einem Therapeuten begeben. Ich schiebe das jetzt schon 2 Monate vor mir her. Ich bin oft einfach emotional viel zu instabil. Bei mir braucht es nicht viel und schon geht die Welt unter...! Aber das ist ein anderes Thema - oder doch nicht?

19.07.2021 22:28 • x 1 #41


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Jedi

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Hi @Lost111

Zitat von Lost111:
Natürlich bleibe ich in gewisser Weise immer das Kind meiner Mama,

Das mist aus der Sicht Deiner Mutter.
Du bist aber Erwachsen u. nicht mehr die kleine Lost von damals.
Zitat von Lost111:
aber ich möchte doch als eigenständige erwachsene Person angesehen und behandelt werden.

Darum geht es !
Villt. (eine Vermutung) sieht Deine Mutter in Dir immer noch die kleine Lost , die Du einst einmal warst.
Möglich, zeigt Du unbewusst noch ein Verhalten dieser kleinen Lost von früher u. so wird es Deiner Mutter
schwerer fallen, nun in Dir die erwachsene Tochter zu sehen.
Achte villt. einmal auf Dein Verhalten, wenn Du mit Deiner Mutter zusammen bist - villt. fällt Dir da etwas an Dir u.
Deinem Verhalten auf ?
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Zitat von Lost111:
Aber geht das auch ohne therapeutische Hilfe? Ich bin da am Zweifeln.

Sicher ist eine therapeutische Begleitung dabei durchaus sinnvoll.
Doch geht es bei der Versöhnung mit dem "inneren Kind" darum, dass Du als die heutige Erwachsene Lost,
diesem Kind das sagen kannst, was es möglicherweise vermisst hat.
Dazu kannst Du Dir, dich als kleines Mädchen vorstellen oder Du nimmst ein Kinderbild vonDir u.
kannst nun das Aussprechen, wo Du glaubst, dass da ein Bedürfnis noch nicht erfüllt worden ist.
Du kannst es trösten u. es in Gedanken in den Arm nehmen u. dies tust Du als die erwachsene Lost.
Diese Übung kan man im therapeutischen Seeting machen oder auch für sich es mal ausprobieren.
Bei Traumata wäre aber doch anzuraten, dies mit einem TP zu tun !
................................................................................................................................
Zitat von Lost111:
Aber das ist ein anderes Thema - oder doch nicht?

Ich könnte mir gut vorstellen, dass da bestimmte Zusammenhänge bestehen, die sich in einer Therapie
erfahrbar machen lassen.
Zitat von Lost111:
Bei mir braucht es nicht viel und schon geht die Welt unter...!

Da wird es Gründe für geben !
Schau, ob Du einen Therapeuten finden kannst, der Dir dabei hilft, dass Du wieder stabilität in Dein Leben rein bekommst.

20.07.2021 13:24 • x 1 #42


Lost111

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Hallo @Jedi ,

Zitat:
Achte villt. einmal auf Dein Verhalten, wenn Du mit Deiner Mutter zusammen bist - villt. fällt Dir da etwas an Dir u.
Deinem Verhalten auf ?

Es kann durchaus sein, dass ich mich - unbewusst - manchmal wie ein kleines Kind verhalte. Das trägt natürlich nicht unbedingt dazu bei, erwachsen behandelt zu werden.
Ein guter Freund von mir sagte mir letztens, ich wäre emotional gesehen immer noch viel zu abhängig von meiner Mutter. Da war ich dann doch etwas erschrocken. Auch da täte mir etwas mehr Distanz wohl gut.
Zitat:
Dazu kannst Du Dir, dich als kleines Mädchen vorstellen oder Du nimmst ein Kinderbild vonDir u.
kannst nun das Aussprechen, wo Du glaubst, dass da ein Bedürfnis noch nicht erfüllt worden ist.
Du kannst es trösten u. es in Gedanken in den Arm nehmen u. dies tust Du als die erwachsene Lost.
Diese Übung kan man im therapeutischen Seeting machen oder auch für sich es mal ausprobieren.
Bei Traumata wäre aber doch anzuraten, dies mit einem TP zu tun !

Das hört sich ganz schön kompliziert an. Ich wüsste so auf Anhieb gar nicht, was ich der kleinen Lost sagen sollte.
Ich habe in etwa so eine Ahnung, wohin es gehen könnte, da ich z.B. unter starken Verlustängsten leide. Und ich habe große Probleme, zu vertrauen. Vllt. fehlt mir das "Ur-Vertrauen", oder wie man das nennt.
Ich meine, es muss ja auch einen Grund dafür geben, warum ich mich so oft als Versager fühle.
Vllt. finde ich nochmal den Mut dazu, mir einen Therapieplatz zu suchen. Auch mein HA würde das sehr befürworten, ist er doch meine 1. Anlaufstelle, wenn es mir psychisch schlecht geht und ich eine Krankschreibung brauche. *Sfz*
Warum muss "leben" so schwer sein?

LG Lost111

20.07.2021 19:44 • x 1 #43


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Jedi

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Hi @Lost111

Zitat von Lost111:
Das hört sich ganz schön kompliziert an.

Nein Lost, es ist gar nicht kompliziert.
Du sprichst doch auch mit einer Freundin u. so sprichst Du auch mit der kleinen Lost, der Du einst warst.
Das ist nichts anderes - ein Gespräch - ein Selbst-Dialog.
Findet in Deinem Kopf, unkontrolliert u. unreflektiert jeden Tag statt.
Zitat von Lost111:
Ich wüsste so auf Anhieb gar nicht, was ich der kleinen Lost sagen sollte.
Ich habe in etwa so eine Ahnung, wohin es gehen könnte, da ich z.B. unter starken Verlustängsten leide.

Du siehst Lost, es wird Themen geben, die Du mit deinem "inneren Kind" besprechen können wirst.
Es wird sicher noch mehr Themen geben - ganz sicher !
Zitat von Lost111:
ich habe große Probleme, zu vertrauen. Vllt. fehlt mir das "Ur-Vertrauen",

Und das wird die kleine Lost sehr vermisst haben u. Du, die heutige erwachsene Lost, kannst ihr diese Ur-Vertrauen vermitteln.
Zitat von Lost111:
es muss ja auch einen Grund dafür geben, warum ich mich so oft als Versager fühle.

Und da tut sich gerade ein neues Thema auf u. Du kannst feststellen, an Themen wird es Dir nicht mangeln.
Und so manches Thema hat sicher etwas mit Deiner Prägungserfahrung zu tun.
So kannst Du Deinem "inneren Kind" sagen, das es kein Versager ist - nie war u. nie sein wird !

(Das "innere Kind" steht für eine Metapher - für unsere Kindheitserfahrungen)

20.07.2021 20:56 • x 1 #44


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Zitat von Jedi:
Und da tut sich gerade ein neues Thema auf u. Du kannst feststellen, an Themen wird es Dir nicht mangeln.
Und so manches Thema hat sicher etwas mit Deiner Prägungserfahrung zu tun.
So kannst Du Deinem "inneren Kind" sagen, das es kein Versager ist - nie war u. nie sein wird !

ICH - kein Versager? ZU schön um wahr zu sein...
Ich habe bislang 2 langjährige Therapien hinter mir, und trotzdem konnte mir diesbezüglich noch niemand wirklich helfen. Es gab gute Ansätze, aber letztendlich ist dieser Gedanke so festzementiert in mir.
Es gibt sicherlich noch diverse andere Themen, die bearbeitet werden müssten/sollten. Es ist halt ein lebenslanger Kampf.

Ich merke gerade wieder, wie nah mir dieses Thema doch geht; habe wieder verstärkt "Kratzeritis".

20.07.2021 21:18 • x 1 #45


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Jedi

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Hi @Lost111

Zitat von Lost111:
ICH - kein Versager? ZU schön um wahr zu sein...

Worin bist Du denn ein Versager ?

Hinter Deinem Fragezeichen, "ICH -kein Versager ?"; steckt sehr häufig die Angst.
Angst nicht zugenügen - wir hadern mit uns u. legen dabei die Messlatte immer höher.
Wir wollen die beste Tochter - die beste Mitarbeiterin - die beste Mutter/ Ehefrau-Ehemann sein - wir wollen einen
tollen Körper haben u. stellen aber oft dabei fest, dass wir den Ansprüchen Anderer u. unseren Eigenen nicht genügen,
nicht genügen können.
Der Grund ist schnell gefunden, da wir mit Hilfe der Angst diese Messlatte immer so hoch auflegen,
dass wir sie nie erreichen können.
So mit hält sich die Angst in uns; nicht zugenügen immer präsent.
----------------------------------------------------------------------------------------------
Zitat von Lost111:
Es gab gute Ansätze, aber letztendlich ist dieser Gedanke so festzementiert in mir.

An den guten Ansätzen könntest Du gut da weiter arbeiten !
Das dieser Gedanke so fest in Dir zementiert ist, hat aus meiner Erfahrung mit Nicht-Loslassen zu tun.
Ich vermute, dass Du selbst an diesem Gedanken, "ein Versager zu sein", so sehr festhälts, dass die guten Ansätze,
Du schnell damit wieder zu Nichte machst u. dann gibt es keine weiteren Fortschritte.

Möglich, dass Dir das DeinTherapeut auch schon gesagt haben könnte, es gilt der Angst die Macht zu entziehen u.
zweitens, es ist sinnvoll zu versuchen, von Deinem Gedanken loszulassen.
Die Angst ihre Macht zuentziehen kann funktionieren, indem Du die Angst einmal umkehrst.
Darauf zu schauen, woher stammt die Angst u. warum macht sie mich; womit zum Versager ?
Und den Gedanken identifizieren, "ich bin ein Versager" u. Dich fragen, gibt es einen Anlass, der mich zu einer
Versagerin macht ?
Übung: Dreh den Satz um, -"ich bin ein Versager" - Ich bin kein Versager !

21.07.2021 14:34 • x 1 #46


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Jedi

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Möchte Dir @Lost111 noch etwas nachreichen, weil ich das mit unserer Prägung eingebracht hatte,

Du kennst villt. den Begriff - Helicopter-Eltern, die immer über ihre Kinder schweben u. Überbehüten.

Dann gibt es die Curling-Eltern, die ihren Kindern immer alle Hindernisse versuchen aus de Weg zu räumen.
Solche Kinder können es später dadurch schwer haben, da sie nie lernen durften, dass Hindernisse zu unserem
Leben dazugehören u. somit nicht gerlernt haben, mit Hindernissen umzugehen.
Hindernisse, die sie nicht überwinden können, können in ihnen den Gedanken nähren,
sie seien "Versager" u. das ihnen nichts gelingen mag.

21.07.2021 15:15 • #47


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Hallo @Jedi ,

danke für deine ausführliche Antwort.

Zitat:
Worin bist Du denn ein Versager ?

Na ja, wie man unschwer erkennen konnte, bin ich offensichtlich schlecht im Protokoll führen. Dabei gebe ich immer alles. Das scheint nicht zu reichen. Das macht mich echt fertig.
Heute kam meine Vorgesetzte noch mal mit dem ganzen Mist an... Es gab nochmal dies und das zu korrigieren. Ich hätte ausflippen können! Aber nein, die Lost ist ja ganz lieb und artig und macht das, was ihr aufgetragen wird. Nun ja, ich habe ja keine Wahl, davon mal ganz abgesehen. Aber da hätte ich schon wieder meine Sachen packen und gehen können.
Ich habe versucht, das nicht so nah an mich ran zu lassen, aber im ersten Moment hätte ich schon wieder weinen können.
Meine liebe Kollegin tröstete mich wieder, aber der Tag war/ist gelaufen.
Es gibt so einiges, wo ich denke, dass ich nicht gut genug bin. Nähe zulassen kann ich z.B. auch nur schwer und erst nach langer Zeit. Freunde finden - ein Desaster. Da kommt dann gleich wieder die Denke: wer will ausgerechnet dich schon als Freundin haben?!
Manchmal denke ich auch, dass ich autistische Züge habe. Es gibt so gewisse Routinen, aus denen ich so gar nicht ausbrechen kann. Ok, ich bin vllt. nicht gerade Monk.
Zitat:
Die Angst ihre Macht zuentziehen kann funktionieren, indem Du die Angst einmal umkehrst.
Darauf zu schauen, woher stammt die Angst u. warum macht sie mich; womit zum Versager ?
Und den Gedanken identifizieren, "ich bin ein Versager" u. Dich fragen, gibt es einen Anlass, der mich zu einer
Versagerin macht ?
Übung: Dreh den Satz um, -"ich bin ein Versager" - Ich bin kein Versager !

Ich fürchte, das werde ich nicht ohne professionelle Hilfe schaffen. Dafür ist das alles schon zu lange fest in mir verankert.
Denn: für mich gibt es durchaus des Öfteren einen Anlass dafür, mich als Versager zu sehen. Das ist ganz einfach so (siehe heute wieder).
Woher diese Angst kommt - gute Frage! Wie du auch bereits festgestellt hast, hat es u.a. etwas mit (negativen) Kindheitserfahrungen/Erlebnissen zu tun.
"Ich bin kein Versager" - das hört sich in meinen Ohren seltsam und ungewohnt an.
Zitat:
Dann gibt es die Curling-Eltern, die ihren Kindern immer alle Hindernisse versuchen aus de Weg zu räumen.
Solche Kinder können es später dadurch schwer haben, da sie nie lernen durften, dass Hindernisse zu unserem
Leben dazugehören u. somit nicht gerlernt haben, mit Hindernissen umzugehen.

So bin ich nicht aufgewachsen. Ich musste früh lernen, vieles mit mir alleine auszumachen. Sicherlich war ich damit auch oft überfordert, aber wen hat es interessiert? Bis zum Alter von 8 Jahren hatte ich echt eine schöne Kindheit.
Und ich lernte, dass es besser war, sich "unsichtbar" zu machen. Denn dann kriegt man vllt. nicht soviel ab (wenn ich Glück hatte - meistens ging der Kelch nicht an mir vorbei).
Wie auch immer, das Leben prägt. Vergangenes kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Nur ich muss damit im Jetzt und Heute irgendwie (über-)leben.

LG Lost111

21.07.2021 20:51 • x 1 #48


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Jedi

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Zitat von Lost111:
bin ich offensichtlich schlecht im Protokoll führen.

Da kenne ich aus meinem beruflichen Alltag auch Kollegen, denen das Protokoll führen schwer fällt.
Deshalb sind sie keine Versager - da es nur eine Tätigkeit ist, die ihnen u. Dir offensichtlich nicht liegen.
Somit bist Du auch kein Versager !
Zitat von Lost111:
Dafür ist das alles schon zu lange fest in mir verankert.

Anker kann man wieder einholen u. auch solche Verankerungen kann man lösen lernen.
Zitat von Lost111:
Denn: für mich gibt es durchaus des Öfteren einen Anlass dafür, mich als Versager zu sehen.

Möglich, dass Du nicht genügend differenzierst - Beispiel das Protokoll:
Fehler in einem Protokoll, macht einem nicht zu einem Versager, sondern es sind Fehler bei einer Tätigkeit.
Zitat von Lost111:
"Ich bin kein Versager" - das hört sich in meinen Ohren seltsam und ungewohnt an

Das glaube ich u. es ist sinnvoll, sich dies immer wieder vorzusagen.
Nur dann lernt unser Gehirn, dies alte denken zu Tranformieren.
Zitat von Lost111:
Sicherlich war ich damit auch oft überfordert, aber wen hat es interessiert?

So konntest Du mit den Aufgaben, die Dich überfordert haben, nicht wirklich lernen, wie gehe ich mit der Überforderung um.
Zitat von Lost111:
Und ich lernte, dass es besser war, sich "unsichtbar" zu machen.

Das ist auch ein belastendes Verhaltensmuster, dies fördert eher Vermeidung - mindert das Selbstwertgefühl u.
erschafft nicht selten ein falsches Selbstbild.
Dies sind schon sehr zentrale Baustellen, die dazu führen können, sich als Unwichtig, manchmal Minderwertig
zu fühlen u. sich selbst als Versager zu beurteilen.
Zitat von Lost111:
Vergangenes kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Diese Erkenntnis teile ich mit Dir !
Aber Du bist nicht Deine Vergangenheit - Du hattest eine Vergangenheit u. man kann lernen, eine Haltung dazu
zu entwickeln u. auch eine andere Sicht auf diese Zeit zu entwickeln.

Du / Wir sind da nicht so Ohnmächtig- also ohne Macht, wie wir fälschlicher Weise oft annehmen.

21.07.2021 21:26 • x 1 #49


Lost111

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Zitat von Jedi:
Da kenne ich aus meinem beruflichen Alltag auch Kollegen, denen das Protokoll führen schwer fällt.
Deshalb sind sie keine Versager - da es nur eine Tätigkeit ist, die ihnen u. Dir offensichtlich nicht liegen.
Somit bist Du auch kein Versager !

Richtig, das liegt mir sowas von gar nicht; aber es gehört zu meinem Job (leider). Versuche, das los zu werden, schlugen fehl.
Also muss ich damit irgendwie klarkommen. Es ist inzwischen auch schon soweit, dass ich nicht mehr ohne Beruhigungsmittel in diese Situation gehen kann. Für mich ist das gleichbedeutend mit Versagen. Eindeutig. Und jedes mal ist es ein neues Drama.
Zitat:
Möglich, dass Du nicht genügend differenzierst - Beispiel das Protokoll:
Fehler in einem Protokoll, macht einem nicht zu einem Versager, sondern es sind Fehler bei einer Tätigkeit.

Fehler bei einer Tätigkeit, die ich beherrschen sollte! Andere können das ohne Probleme - warum ich nicht? Ich weiß, dass es unproduktiv ist, sich mit Anderen zu vergleichen. Meine Stärken liegen in anderen Bereichen. Dennoch ist es wie ein Damoklesschwert, das über mir hängt. Ich würde gerne einen anderen Umgang damit finden/lernen.
Zitat:
Diese Erkenntnis teile ich mit Dir !
Aber Du bist nicht Deine Vergangenheit - Du hattest eine Vergangenheit u. man kann lernen, eine Haltung dazu
zu entwickeln u. auch eine andere Sicht auf diese Zeit zu entwickeln.

So ist es. Aber meine Vergangenheit gehört zu mir. Nicht alles war schlecht. Aber kann man aus dem Schatten der Vergangenheit treten? Mehr und bewusster im Hier und Jetzt leben wäre da wohl hilfreich. Hört sich erstmal gut an - erscheint mir aber kaum erreichbar zu sein.

21.07.2021 21:48 • x 1 #50


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Jedi

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Hi @Lost111

Zitat von Lost111:
Aber meine Vergangenheit gehört zu mir.

Meine Vergangenheit u. die dortigen Erfahrungen gehören auch zu mir - ich bin aber nicht meine Vergangenheit,
ich identifizieren mich nicht damit.
Ich kann auf meine Vergangenheit zurückschauen, aber diese Vergangenheit existiert nicht mehr, sie ist nur noch
wahrnehmbar, wenn ich sie mir in meinem Kopf aufrufe.
Zitat von Lost111:
Aber kann man aus dem Schatten der Vergangenheit treten?

Es geht nicht darum aus den Schatten der Vergangenheit herauszutreten, unsere Vergangenheitserfahrungen bleiben
immer existent. Die Vergangenheitserfahrungen annehmen - sie akzeptieren, wie sie war u. sich damit zu versöhnen,
als einen Teil Deines Lebens (es ist nicht das ganze Leben-nur ein Teil davon):
Zitat von Lost111:
Mehr und bewusster im Hier und Jetzt leben wäre da wohl hilfreich

Ja, dass wäre u. ist hilfreich !
Denn Du lebst jetzt in der Gegenwart u. es gibt immer nur den einen Moment -"das Jetzt" !
Beispiel: Du schaust Dir Urlaubfotos an aus der Vergangenheit, doch wo bist Du gerade, in Deiner Wohnung, im jetzigen Moment
u. nicht an dem schönen Urlaubsort, vor einem Jahr.
Zitat von Lost111:
Hört sich erstmal gut an - erscheint mir aber kaum erreichbar zu sein.

Es ist erreichbar Lost !
"Hört sich gut an", dann lass es dann so stehen.
Was Du aber dann reflexartig machts u. hängst sofort daran, "erscheint mir kaum erreichbar zu sein",
damit macht Du den ersten Gedanken, "hört sich gut an", sofort wieder kaputt.
Ob es für Dich unerreichbar ist, kannst Du doch gar nicht wissen - dieser Gedanke existiert doch nur in Deinem Verstand.

Nur unser üben u. unsere Erfahrungen können uns beweisen, ob etwas erreichbar ist oder nicht.
Manchmal braucht es einwenig Zeit u. immer wieder üben, sich im Hier u. Jetzt zu fokusieren !

22.07.2021 11:14 • x 1 #51


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Jedi

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Zitat von Lost111:
Für mich ist das gleichbedeutend mit Versagen. Eindeutig.

Mit dem Wort, "Eindeutig", verfestigt Du Deine Meinung über Dich, eine Versager zu sein.
Dies "Eindeutig" konntest Du auch weglassen, weil Du musst Dein denken über Dich nicht mit solchen Worten
unterstreichen - sie bringen Dir auch nicht u. sind Unsinnig.
Zitat von Lost111:
Und jedes mal ist es ein neues Drama.

Dieses Drama erschaffst Du Dir, wie ein Regisseur selbst in Deinen Kopf.
Ein weiß, dass solche selbst erstellten Dramen uns als Sicherheit u. Orientierung dienen,
aber sie wirken sich verherrend auf unsere Psyche aus.
Sie blockieren uns - unser Denken - unsere Gefühle.
Zitat von Lost111:
Andere können das ohne Probleme - warum ich nicht?

Warum können Andere etwas nicht, was Du villt. gut kannst ? - stell Dir mal selbst diese Frage u. finde eine Antwort dazu.
Dann findest Du die Antwort auch auf Deine Frage, "warum ich nicht".
Zitat von Lost111:
Ich weiß, dass es unproduktiv ist, sich mit Anderen zu vergleichen.

Wen Du das weiß, dann lass es doch ! Niemand kan sich mit einem anderen vergleichen, weil es niemals Objektiv sein kann.
Zitat von Lost111:
Meine Stärken liegen in anderen Bereichen.

Siehst Du Lost - Du hast auch Stärken u. Du kennst sie - Warum solltest Du dann ein Versager sein ?
Zitat von Lost111:
Ich würde gerne einen anderen Umgang damit finden/lernen.

Indem Du damit aufhörst, Dir selbst zu sagen, dass Du ein Versager bist !
Und damit aufhörst, Deine eigenen Dramen in Deinem Kopf zu konstruieren.

22.07.2021 11:28 • x 1 #52


Lost111

Lost111

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Hallo @Jedi ,

Zitat:
Es ist erreichbar Lost !
"Hört sich gut an", dann lass es dann so stehen.
Was Du aber dann reflexartig machts u. hängst sofort daran, "erscheint mir kaum erreichbar zu sein",
damit macht Du den ersten Gedanken, "hört sich gut an", sofort wieder kaputt.
Ob es für Dich unerreichbar ist, kannst Du doch gar nicht wissen - dieser Gedanke existiert doch nur in Deinem Verstand.

Ja, jetzt wo du es erwähnst, fällt mir das auch auf. Wenn ich versuche, was aufzubauen, reiße ich das gleich wieder ein.
Das ist auch so ein Automatismus bei mir. Und wahrscheinlich gebe ich auch oft zu schnell auf, weil ich denke, dass ich es eh nicht erreichen kann. Keine gute Strategie. Gedanken haben große Macht - im positiven wie im negativen.
Zitat:
Dieses Drama erschaffst Du Dir, wie ein Regisseur selbst in Deinen Kopf.
Ein weiß, dass solche selbst erstellten Dramen uns als Sicherheit u. Orientierung dienen,
aber sie wirken sich verherrend auf unsere Psyche aus.
Sie blockieren uns - unser Denken - unsere Gefühle.

Der "Film" läuft ohne mein willentliches Zutun ab. Ich bin sofort im Alarmmodus, wenn für mich gefährliche Dinge anstehen - wie besagtes protokollieren. Ich kann dann nicht mehr klar denken. Schon nächsten Dienstag ist es übrigens wieder soweit.
Gut, ich kann mir sagen, dass ich kein Versager bin. Das werde ich versuchen. Wird es damit einfacher? Die Angst bleibt.

LG Lost111

22.07.2021 19:40 • x 1 #53


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Jedi

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Zitat von Lost111:
Wird es damit einfacher?

Ja ! - Bestimmt wird es einfacher - zumindestens ist es ein Anfang !
Zitat von Lost111:
Die Angst bleibt.

Die Angst ist nicht unser Feind !
Was die Angst zu unserem Feind werden lässt, dass ist die Angst vor der Angst.
Doch gegen die Angst sind wir nicht Ohnmächtig - wie ich aus eigener Erfahrung, aus meiner Angsterkrankung her weiß !

22.07.2021 19:49 • x 1 #54


Lost111

Lost111

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Es hat mich jetzt Dienstag wieder erwischt - das leidige Protokollführen.
Und wieder gab es danach einiges zu bemängeln! Dabei ging ich relativ zuversichtlich da rein.
Ich bin es so leid. Warum gehen gewisse Dinge, die das betreffen, einfach nicht in meinen Kopf?
Ich habe versucht, es mit Distanz zu sehen. Was mir leider nur leidlich gelungen ist - letztendlich kam ich mir trotzdem wie ein Versager vor. Und das verfolgt mich jetzt bis ins WE.
Tut mir leid, dass ich deswegen schon wieder am Jammern bin. Aber es beschäftigt mich nach wie vor sehr.
Mein Kopf denkt zu viel!

31.07.2021 00:41 • x 1 #55


Senca

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Zitat von Lost111:
Und wieder gab es danach einiges zu bemängeln!

"Bemängeln" muss nichts negatives sein. Eine 1-2 in einer Schulklausur weißt auch auf Fehler hin, ist aber eine prima Schulnote. (Die Schulnoten nur als Beispiel)


Daher meine Frage ob es auch konstruktive Kritik gewesen sein könnte?
Zitat von Lost111:
Warum gehen gewisse Dinge, die das betreffen, einfach nicht in meinen Kopf?

Protokoll schreiben ist nicht jedermanns Sache. (meine war es auch nie, ich war immer zu wortintensiv)
Zu Anfang hat es mich auch enorm gestresst, wenn ich auf Schwächen hingewiesen wurde und manches umformulieren musste. Obwohl mir rational bewusst war, dass mit der Kritik nicht ich persönlich gemeint war, so hat es mich dennoch verletzt, weil ich es gefühlsmäßig persönlich genommen habe.

Ich bin dann offen damit umgegangen und das hat mir sehr geholfen. Weil mir bestätigt wurde, dass es bessere Protokollschreiber gibt aber ich andere Stärken habe und trotz unperfekter Protokolle eine geschätzte Kollegin bin.
"Hör ma, was glaubst du? Wenn deine Protokolle völlig unterirdisch wären, würdest du ganz sicher keine mehr schreiben."

Und Schritt für Schritt habe ich auch für mich annehmen können. Dass jeder Stärken und jeder Schwächen hat ist menschlich gesehen sogar sehr wichtig, aber es ist entscheidend wie wir damit umgehen.
Es braucht Übung aber du hast den wichtigsten Schritt schon gemacht. Erkennen dass Protokolle nicht so deine Welt sind. Jetzt darfst du üben das Erkennen in ein Annehmen umzuwandeln. Ich denke es wird dir mit der Zeit gelingen.

Zitat von Lost111:
Tut mir leid, dass ich deswegen schon wieder am Jammern bin.

Ich empfinde es als Auseinandersetzung mit dem wichtigen Bereich der Selbstakzeptanz und nicht als jammern.


Wünsche ein schönes Wochenende ohne Gedankenkreiseln

31.07.2021 07:31 • x 2 #56


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Jedi

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Zitat von Lost111:
Ich habe versucht, es mit Distanz zu sehen. Was mir leider nur leidlich gelungen ist

Habe Geduld mit Dir - es braucht Übung !
............................................................................
Zitat von Lost111:
Tut mir leid, dass ich deswegen schon wieder am Jammern bin.

....
Zitat von Senca:
Ich empfinde es als Auseinandersetzung mit dem wichtigen Bereich der Selbstakzeptanz und
nicht als jammern.

Da würde ich @Senca zustimmen !
Selbstakzeptanz u. Selbstmitgefühl ist wichtig, wenn einem etwas nicht so gelungen ist,
wie man es sich feste vorgenommen hat - gerade dann sind beides besonders wichtig !

31.07.2021 16:00 • x 1 #57


Lost111

Lost111

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Hallo @Senca ,

Zitat:
Daher meine Frage ob es auch konstruktive Kritik gewesen sein könnte?

Meine Vorgesetzte ist jedes Mal auf's neue genervt, wenn sie mit Verbesserungen oder Dingen, die ich vergessen habe aufzunehmen, zu mir kommt. Ich kann sie dahingehend leider auch verstehen, da ich es seit Jahren nicht schaffe, ein Protokoll fehlerfrei zu verfassen. Irgendwas ist meistens.
Als konstruktive Kritik kann ich das inzwischen nicht mehr auffassen. Es ist eindeutig mein Versagen.
Ich mache mir jetzt von jedem Protokoll eine Abschrift, damit ich bei Bedarf nachschauen kann. Vllt. hilft mir das. Es ist einfach zum Ko....
Zitat:
Und Schritt für Schritt habe ich auch für mich annehmen können. Dass jeder Stärken und jeder Schwächen hat ist menschlich gesehen sogar sehr wichtig, aber es ist entscheidend wie wir damit umgehen.
Es braucht Übung aber du hast den wichtigsten Schritt schon gemacht. Erkennen dass Protokolle nicht so deine Welt sind. Jetzt darfst du üben das Erkennen in ein Annehmen umzuwandeln. Ich denke es wird dir mit der Zeit gelingen.

Mir ist bewusst, dass meine Stärken woanders liegen.
Aber wie könnte ich so ein offensichtliches Versagen jemals annehmen/akzeptieren?
LG Lost111

Hallo @Jedi ,

Zitat:
Habe Geduld mit Dir - es braucht Übung !
Selbstakzeptanz u. Selbstmitgefühl ist wichtig, wenn einem etwas nicht so gelungen ist,
wie man es sich feste vorgenommen hat - gerade dann sind beides besonders wichtig !

Das ist so schwer! Geduld war nie meine Stärke.
Mitgefühl mit mir selbst haben - das liest sich seltsam. Wirklich seltsam.
Ich fürchte, ich komme aus dieser Spirale nicht ohne professionelle Hilfe raus. Aber auch davor drücke ich mich ja noch...

LG Lost111

Vor 3 Stunden • x 1 #58


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blossom79

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Liebe @Lost111,

gäbe es denn die Möglichkeit, dass vielleicht jemand anderes das Protokoll führt?

Falls die Frage schon kam, dann entschuldige bitte, ich habe gerade nicht die Konzentration, den ganzen Thread durch zu lesen

Vor 3 Stunden • #59



Hallo Lost111,

x 4#30


Lost111

Lost111

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Liebe @blossom79 ,

Zitat:
gäbe es denn die Möglichkeit, dass vielleicht jemand anderes das Protokoll führt?
Falls die Frage schon kam, dann entschuldige bitte, ich habe gerade nicht die Konzentration, den ganzen Thread durch zu lesen

Diese Möglichkeit besteht nicht. Jede Servicekraft ist dazu verpflichtet und Ausnahmen werden nicht gemacht.
Leider vergällt mir das meinen Job doch sehr. Ich kann mich damit einfach nicht arrangieren.

LG Lost111

Vor 3 Stunden • x 1 #60

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