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Vergesslichkeit durch Medikamente oder Depression?

Ex-Mitglied

Hallo,

kommt die Vergesslichkeit oder die Wortfindungsstörung durch Medikamente oder von der Depression? Und geht das wieder weg, wenn man die Medikamente nicht mehr nimmt oder wenn die Depressionen weniger werden sollten? Bzw geht das überhaupt wieder weg - oder wird es besser. Das geht mir gerade im Kopf herum - weil mir dieser Zustand an die Nerven geht. Manchmal kann ich es locker sehen - ist halt so wie es ist. Aber an anderen Tagen wie heute nervt es mich ungemein.

Muss man da nun immer mit leben?

Keine Ahnung - ist wahrscheinlich so wie, wer war zu erst Henne oder Ei.

09.01.2019 22:17 • #1


issabella

issabella

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Ich leide darunter auch und es nervt mich ungemein.
Ich denke nicht, dass Depressionen und Medis alleine dazu führen.

Es gibt noch viel andere Faktoren, wie z.B. Ernährung, Vitaminen und Mineralien Zufluss, Bewegung, vor allem auf frischen Luft,vermeiden von Schadstoffen ( ich rauche viel zu viel), Übungen wie z. B. Kreutzworträtsel, Sudoku, viel lesen usw.
Andere Faktoren: Dysfunktion von Hormonen, Verkalkung von Gefäße, genetische Veranlagung - und zunehmender Alter.

Auch so Lappalien, wie Erkältung, kann vorübergehend Einfluss haben.
Momentan kann ich tatsächlich nicht mehr richtig denken -wegen Erkältung (Nase dicht, schwere Atmung - Kopf dicht).

LG
i.

10.01.2019 09:08 • #2


Ex-Mitglied

@florica

Was genau meinst Du hier?

Die Vergesslichkeit der Worte, wenn Du einen Text formulieren willst?

Oder Vergesslichkeit im Allgemeinen über Dinge im Alltag?

10.01.2019 09:56 • #3


Ex-Mitglied

Beides :cry:

Also wenn ich mich unterhalte ganz normal, fehlen mir manchmal die Worte die ich sagen möchte.
Bei mir werden viele Worte dann zu "Dings"-Sachen - weil ich einfach nicht drauf komme.
So als Beispiel: Gibst du mir bitte den Dings rüber - weil ich nicht auf das Wort Käse komme

Oder beim einkaufen. Ich überlege mir ich brauche noch unbedingt Milch, ich laufe den Gang runter stehe bei Milch und Butter, und weiß nicht mehr WAS wollte ich nun holen. Ohne Zettel geht nichts mehr.

Oder beim schreiben. Ich schreibe manchmal andere Worte als ich eigentlich möchte. Und das ist dann nicht die Autokorrektur.
Abgesehen davon das ich normalerweise immer z.B. den Unterschied zwischen den und denn kenne oder seid und seit.
Ich denke "den" und schreibe "denn"

Manchmal überlege ich ob ich Alzheimer bekomme oder dement werden. Würde ich danach googeln - würde ich vermutlich davon überzeugt sein das ich das bin/werde. Aber da ich irgendwie weiß, das gehört auch zu den Depressionen, schenke ich mir das googlen lieber ;-) Das würde mich sonst noch verrückter machen :oops:

10.01.2019 10:25 • #4


Ex-Mitglied

Zitat von florica:
Manchmal überlege ich ob ich Alzheimer bekomme oder dement werden.


Quatsch!


Zitat von florica:
Oder beim einkaufen. Ich überlege mir ich brauche noch unbedingt Milch, ich laufe den Gang runter stehe bei Milch und Butter, und weiß nicht mehr WAS wollte ich nun holen. Ohne Zettel geht nichts mehr.


Also ganz ehrlich, 'nen Zettel brauch ich auch, sonst würde ich die Hälfte vergessen.



Zitat von florica:
Also wenn ich mich unterhalte ganz normal, fehlen mir manchmal die Worte die ich sagen möchte.
Bei mir werden viele Worte dann zu "Dings"-Sachen - weil ich einfach nicht drauf komme.
So als Beispiel: Gibst du mir bitte den Dings rüber - weil ich nicht auf das Wort Käse komme


Geht mir dann so, wenn ich etwas erklären will. Ich hab alles in meinem Kopf, dann rede ich darüber und mir fehlen einige Worte, die das beschreiben, was ich sagen will. Oder ich nutze andere, was aber dann den Sinn irgendwie aushebelt. Bin ich für mich allein, komm zur "Ruhe", hab ich sämtliche Wörter im Kopf, die ich benutzen wollte. Alles ist perfekt da in meinem Kopf.

Ich denke nicht, daß es etwas mit den Medikamenten zu tun hat, denn ich nehm ja keine mehr. Bis auf Tavor in Notfällen, aber auch nicht täglich. Ich denke eher, daß es etwas mit den Depressionen selber zu tun hat und die Ausschüttung oder Blockade von gewissen "Hormonen"`? Ich weiß es nicht.

Zitat von florica:
Oder beim schreiben. Ich schreibe manchmal andere Worte als ich eigentlich möchte.


Auch das passiert mir.

Also ganz ehrlich, ich würde mir da keine übersteigerten Sorgen machen. Wenn es Dich nicht los läßt, Arzt mal drauf ansprechen.


______
Sorry, es ist alles etwas durcheinander, hab ganz unten angefangen zu kommentieren.

10.01.2019 10:33 • #5


Ylvi13

Ylvi13

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Hallo florica, ich kenne beides, fehlende Worte und Vergesslichkeit und auch die Gedanken in Richtung Alzheimer und Demenz. Ich habe viel mit Zetteln gearbeitet, das hat mir Sicherheit gegeben. Mein Arzt hat mir glaubhaft klar machen können, das die Depression Ursache ist. Ich habe den Eindruck, dass es bei mir im Laufe der Zeit etwas besser geworden ist und an besseren Tagen nehme ich das auch nicht so arg wahr. Von daher kann ich mir vorstellen, dass mein jetziges Medikament was zu beiträgt.

10.01.2019 11:34 • x 1 #6


Driver64

Driver64

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Hatten wir das Thema nicht schon mal..........
.......und wenn ja, habe ich es vergessen :rofl2:
Ich denke wir hatten es mal wo anders angeschnitten.
Ich habe aber genau die selben Probleme wie @florica , aber Haargenau !
Der Psychologe schiebt es bei mir auf den Neurologen und umgekehrt.
Komisch ist aber auch, immer wenn ich es Therapeuten oder Ärzten erkläre wie es sich bei mir auswirkt,
hatte ich nicht diese extremen Schwierigkeiten.
Vorgestern allerdings hatte ich zufällig einen Termin beim Neurologen und diese Symptome waren auch mal 1:1 vorhanden.
Der Arzt war sichtlich entsetzt.
So schlimm hatte er sich das nicht vorgestellt und meinte, ich hätte immer nur übertrieben. :seufzen:
Na ja,
besser spät als nie.
Jetzt wieder volles Programm mit Hirnleistungstraining und allem drum und dran.
Die Prüfung meiner Fahrtauglichkeit ist weiterhin auf Eis gelegt was mich Psychisch auch wieder runter zieht.
Wollte doch mein Leben endlich mal wieder in den Griff bekommen und mit dem Arbeiten Anfangen,
wozu ich den Führerschein unbedingt brauche. Taxifahrer ohne Führerschein ist halt schlecht.

10.01.2019 14:20 • #7


Ex-Mitglied

Jo hatten wir glaube ich schon mal :-)

Womit hast du denn deinen Arzt erschreckt @Driver64 ?
Er hat dir was gesagt und du nur "Hä?!"

Quatsch wäre echt gut @Versunkenheyt - mein Mann meint immer - wenn du das echt bekommst - weißt du das doch eh nicht mehr, ist doch auch fein.

Ja @Ylvi13 ich hatte auch gestern noch bei Frau "Sonnengrau" diesen Artikel auf dem Blog gesehen

https://www.sonnengrau.de/single-post/2...sslichkeit

sie hat ja auch Recht :oops:

Jetzt im Moment bin ich grade auf dem Trip.... egal ob das nun noch dazu kommt, was soll's es würde ja eigentlich auch nichts ändern wenn ich das bekomme, da muss man dann doch irgendwie mit leben.
Und das erfährt man irgendwann noch früh genug. Ich glaube ich hätte auf weitere Ärzte die an mir herumdoktern momentan auch echt keine Lust.

10.01.2019 14:37 • x 2 #8


Driver64

Driver64

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Zitat von florica:
Womit hast du denn deinen Arzt erschreckt .
Er hat dir was gesagt und du nur "Hä?!"

Er war es halt nicht gewohnt das ich solche Wortfindungsstörungen habe.
Name meines Psychologen nicht mehr gewusst bei dem ich schon seit 3 Jahren in Behandlung bin,
welche Medis ich nehme nicht eingefallen und noch einige Kleinigkeiten mehr.
So hatte er mich halt noch nie erlebt.

10.01.2019 15:06 • x 1 #9


Ex-Mitglied

Zitat von florica:
Quatsch wäre echt gut ./follower.php?u=20225&mode=wall - mein Mann meint immer - wenn du das echt bekommst - weißt du das doch eh nicht mehr, ist doch auch fein.


:D Ich wollt's nicht schreiben... aber wo er Recht hat.... Das ist das Positive an allem, du merkst es nicht mehr g*

10.01.2019 15:14 • x 1 #10


kleinewutz1997

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Liebe Florica,

ich bin mir nach vielen Jahren mit immer wiederkehrenden Depressionen und einer Angststörung sicher, dass die Depression Grund der Wortfindungsstörungen ist. Als Beginn einer depressiven Phase kann ich bei mir klar fehlende Worte, innere Unruhe und extrem wenig Schlaf definieren...Danach verliere ich den realen Blick und es ist wie Abtauchen in Wasser.
Ich habe bis letztes Jahr immer versucht weiter zu arbeiten, aber gerade die Gedächtnisprobleme bei selbst alltäglichen Dingen der Arbeit, ich hatte eine Panikattacke nach der anderen. Passwörter, Fremdsprachenkenntnisse ...Wie ausgelöscht.
Ebenso schöpfe ich Hoffnung, wenn alles langsam wieder kommt und sich eine Phase "normal" ankündigt...

11.01.2019 23:48 • x 1 #11


Ex-Mitglied

Ich danke euch für die aufbauenden Worte.
Ich ich habe doch recht - man kommt sich oft vor wie ein Seppel.

Obwohl mein Mann meint ich werde langsam recht kreativ Ersatzwörter zu finden.
Aber ich denke das liegt daran, das ich mich langsam dran gewöhne.
Zu Anfang bin ich teilweise panisch geworden wenn mir innerhalb kürzester Zeit das zweite Wort nicht eingefallen ist.
Und jetzt rechne ich das schon mit.
Was habe ich vorhin gesagt... ich wollte Bettdecke beziehen sagen - und die Decke war weg - also habe ich gesagt das Oberbett beziehen :wand:

11.01.2019 23:58 • x 1 #12


Driver64

Driver64

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Zitat von kleinewutz1997:
Fremdsprachenkenntnisse ...Wie ausgelöscht.

Habe ich auch, ich kann zwar noch alles verstehen und lesen finde aber selbst keine Worte
um eine Frage zu stellen oder das ich mich unterhalten können.
Ich sollte in der Akutklinik mal als Dolmetscher fungieren, da ist es dann aufgefallen.
Die Therapeuten waren höchst verwundert und konnten sich dieses auch nicht erklären.

Auf der anderen Seite ertappe ich mich auch schon dabei, das wenn ich Spielfilme mit Untertitel mir anschaue,
ich den Englischen bevorzuge noch vor Deutsch.

12.01.2019 09:30 • x 1 #13


Funnycat

Funnycat

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Hallo zusammen,

auch ich kenne genau diese Probleme.
Das kommt von der Depression.
Ohne Medikamente war es bei mir schlimmer. Seit ich Antidepressiva nehme, hat es sich etwas verbessert.

Ist schon nervig das Ganze.
In manchen Situationen kommt man sich richtig blöd vor. Ist dann oft super peinlich.

Wünsche allen ein schönes Wochenende!

LG, Funnycat

12.01.2019 11:23 • x 1 #14


Ex-Mitglied

Zitat von florica:
Obwohl mein Mann meint ich werde langsam recht kreativ Ersatzwörter zu finden.


Immer das Positive sehn, auch im (für uns) Negativen :)

12.01.2019 11:27 • x 1 #15