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Ein herzliches Hallo in die Runde,
ich hab diesese tolle Forum gefunden und bin neu hier angemeldet und nach etwas lesen weiß gar nicht wie und wo ich mit dem Einsteigen anfangen soll und habe gerade diesen Beitrag gesehen und es geht mir seit einiger Zeit genau so wie Dir, Steffen81.
Ich leide seit Jahrzehnten unter immer schlimmer werdenden Depressionen in immer kürzeren Abständen mit immer weniger Erholung und hab mich immer einfach nur weiter und weiter gequält und auch keine wirkliche Hilfe von Ärzten bekommen, an die ich mich hin und wieder gewandt hab, insbes. wg. dieser Erschöpfung, die anfänglich das gefühlt größte bzw. greifbarste Problem war und ich wusste auch nicht so recht was mit mir los ist.
Die Diagnose rezidierende Depri Richtung chronifiziert und damals akut schwere depressiver Episode hab ich erst vor ein paar Jahren nach einer Art Zusammenbruch bekommen.
Aktuell geht es mir wieder sehr schlecht (seit vielen Jahren gibt es eigentlich nur noch zwischen schlecht und sehr schlecht) und es haben sich unter anderem noch mal deutlich diese kognitiven Einschränkungen verschlimmert und ich hab auch von dieser Pseudo-Demenz durch D. gelesen, was mich auch nur ein kleines bisschen beruhigt.
Ich hab ich mich wieder in Behandlung begeben und bin wieder bei dem Psychiater von damals - und konnte bei jetzt 2 Terminen kaum das abrufen und ausdrücken was ich mir anzusprechen vorgenommen hatte. DAS konnte ich auch noch so einigermaßen äußern, aber immer dieses Gefühl man hat versagt weil man einfach nicht kurz und bündig und in der nötigen Reihenfolge und Zusammenhang ausdrücken konnte was man alles sagen wollte. Schrecklich!
Man denkt man kann ja nicht mit einem Zettel zum Arzt gehen und dann Symptome und weitere Punkte die man ansprechen wollte wie z.B. Medikamente,, damals die Tagesklinik u. Psychotherapie, wie es dann weiter ging usw., was ja alles für eine Diagnose usw. wichtig ist.
Dann weiß man man hat nicht endlos Zeit, also auch noch Zeitdruck, der Psychiater ist da sehr strickt mit der Zeit und den Terminen damit keiner lange warten muss. Dadurch Stress, alles noch schlimmer...
Dann hab ich vor lauter Panik vor einem nächsten Termin in std.-langen Quälerei eine wirre 4 Seiten lange E-Mail geschreiben um die Punkte "anzusprechen".
Das kam natürlich nicht so gut an, der Psychiater meinte natürlich das geht nicht, wenn das jeder macht kommt er ja zu nichts anderem... Aber es hat vielleicht meinen Zustand verdeutlicht.
Apropos Zettel: Da komme ich zu dem was ich evtl. als Hilfe beitragen könnte, was aber sicher auch viele hier kennen.Wenn ich z.B. per Telefon etwas klären muss, mache ich mir tatsächlich einen "Zettel". Am PC, in Word, auf den ich alles stichpunktartig aufschreibe was ich ansprechen möchte und auch ganze Sätze, die ich sagen will, z.B. zur Einleigung um in das Gespräch zu kommen usw. Und kann da auch etwas mitschreiben und nach dem Gespräch schnelle alles wichtige aufschreiben, bevor man wieder die Hälfte vergisst.
Für pers. Gespräche mache ich mir einen Papier Zettel gleicher Art. Hole den halt einfach hin und wieder hervor, egal wie es rüber kommt. Sagen dann etwas wie "bin zur Zeit etwas durch den Wind" oder sage einfach etwas wie diese Floskel "was ham wa noch so auf dem Zettel...?"
Ansonsten frage ich mich auch was und welche Medis evtl. dagegen helfen können? Ob und in welchem Umfang es überhaupt noch wieder normal werden kann.
Hab auch in einer Sendung gesehen, dass langjährige D. das Gehirn sogar sichtbar (MRT oder so) verändert. Insbes. Hypokampus und Hypotallamus und/oder so verkleinert) und dass das auch wieder zurück zu bilden ist. Aber wie und wie lange es dauert... Vielleicht kennt sich jemand damit aus.
Viele Grüße soweit und viel Ruhe, Frieden, Kraft und alles was gut tut für alle