Umgang mit depressiven Partner

Fuechsje1984

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Hallo, ich bin neu hier.
Mein Partner leidet seit Anfang des Jahres an Depressionen.
Alles ist ganz plötzlich aufgetreten und er war auch zweimal in einer Klinik. Es erfolgte Besuche bei einer Psychologin und einer Beratungsstelle. Zur Zeit besucht er eine Tagesklinik. Er wird zusätzlich medikamentös behandelt (Citalopram). Zur Zeit geht es ihm schlecht und er hat auch Suizidgedanken. Noch ist er nicht bereit für eine stationäre Therapie. Habt ihr Tipps, wie ich mit ihm umgehe, motiviere, helfe uns trotzdem mich nicht vergesse? Ich habe sehr große Angst um ihn.

16.08.2022 14:39 • #1


Lady1

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Ich kenne so eine ähnliche Situation. Vermutlich kannst du einfach für ihn da sein, ihn fragen was er braucht und ihm zuhören. Oft schämen sich depressive Menschen für ihre Krankheit. Das kann man ihnen nehmen.
Gönn dir aber auch Auszeiten und mache etwas was du gern tust damit es dir gut geht.

16.08.2022 14:45 • #2



Hallo Fuechsje1984,

Umgang mit depressiven Partner

x 3#3


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Moody

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Hallo Fuechsje,

der Umgang mit depressiven Menschen ist schwer. Nach meinen Beobachtungen und Erfahrungen ist es, auch wenn es kalt klingen mag, zunächst einmal von größer Priorität, Dich teilweise abzugrenzen.

Die Depression ist oft wie ein schwarzes Loch, sowohl für den Erkrankten als auch für Angehörige. Es spielt in vielen Fällen keine Rolle, wie viel Energie Du hinein investierst, sie verschwindet einfach. Dafür kann der Erkrankte absolut nichts. Aber Du als Angehörige ebenfalls nicht. Und Du kannst nur solange für ihn da sein, wie Du selber gesund und stark bist. Daher grenze Dich ab, lebe ein teilweise paralleles Leben, geh aus, triff Dich mit Freunden und hole Dir Deine Lebensfreude anderweitig. Andernfalls läufst Du große Gefahr, hier auszubrennen.

Ansonsten ist es schwer, Hinweise zu geben, da Du wenig über die Hintergründe seines Zustands geschrieben hast. Irgendwas muss seinen Zustand ja ausgelöst haben. Das kann ein körperliches Ungleichgewicht sein, die Folgen eines Burnouts oder ein Trauma, entweder ein aktuelles oder eines aus der Vergangenheit, welches hier plötzlich getriggert wurde. Und je nachdem sind nach meiner Erfahrung ganz unterschiedliche Verhaltensweisen angebracht.

In der Regel ist es jedoch wichtig, dass man Verständnis zeigt, den anderen in diesem Zustand zunächst einmal akzeptiert, aber auch, immer wieder mal kleine Schritte anzubieten, die in die richtige Richtung gehen. Das können oder sollen sogar Kleinigkeiten sein wie ein Abwasch oder ein Spaziergang. Nichts, was ihn überlastet, aber doch etwas, was ihn ein wenig mehr fordert als das, was er gerade tut. Denn ansonsten kommt er vielleicht in eine Abwärtsspirale.

Grüße
Moody

18.08.2022 09:49 • #3


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Plottwist

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Ich würde auch sagen, für ihn da sein, ist das beste was du tun kannst. Und dich dabei nicht mit in den Strudel ziehen lassen.
Ich weiß aus eigener Erfahung wie schwierig das ist, aber das wären die zwei ersten Gedanken, die ich dazu hätte.

18.08.2022 10:21 • #4

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