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Trennung wegen Depressionen?

Lauri93

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Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und hoffe, dass ich zu meiner jetzigen Situation ein paar aufmunternde Gedanken bekomme.

Ich bin nach 2,5 Jahre Beziehung seit einer Woche von meinem Partner getrennt (ich 28,er 25)
Wir haben ein Jahr zusammen gewohnt und es war von Anfang klar, dass wir eine gemeinsame Zukunft mit Heirat und Kindern wollen.
In letzter Zeit habe ich zunehmend gemerkt, wenn das Thema Zukunft aufkam, dass er abblockt und keine konkreten Vorstellungen hat. er sagte zwar immer, dass ich seine Traumfrau bin und er sich auf die Zukunft freut, aber wenn ich nach einem konkreten Zeitpunkt fragte, war er immer unsicher. er wüsste nicht wann er bereit wäre etc.
Das hat mich zunehmend unzufrieden gemacht und zu einer Menge Streit und Vorwürfen meinerseits geführt.
Letztendlich habe ich eine depressive Episode gehabt und war 6 Wochen in einer Tagesklinik.
Er sagte immer, dass er mich unterstützt und er nach wie vor eine Zukunft will.
Als ich die Therapie beendet hatte und dachte es ginge bergauf suchte er auf einmal das Gespräch mit mir.
Er wäre unglücklich und könnte mit der Situation so nicht weiter leben und es müsste sich etwas ändern.
Ich war wie vor den Kopf gestoßen.
Ich war doch dabei an mir zu arbeiten und er wusste auch, dass ich nichts für meine Erkrankung kann.
Ich konnte mir seiner Aussage einfach nicht leben und habe mich so im Stich gelassen gefühlt, dass ich dann gesagt habe die Beziehung habe keinen Sinn mehr.
Es war nicht seine Absicht es zu beenden aber aufgehalten hat er mich auch nicht.
Ich bin extrem verletzt.
Der Gedanke in einer schweren Zeit nun alleine da zu stehen. ich hätte ihn gerade jetzt gebraucht.
Ich denke immer wieder :
Warum bin ich nie gut genug für eine Hochzeit und Familie? Warum kann er für mich keinen Kompromiss eingehen, so wie ich es auch getan hätte.
Liegt die Trennung an der Depression? Eine Beziehung muss doch auch mal schwere Zeiten überleben oder?
Habe ich nicht auch das Recht auf Glück?Bin ich es nicht wert?
Als er mir sagte, er sei nicht mehr glücklich, brach eine Welt für mich zusammen. es geht doch erstmal um mich und meine Krankheit und es ging doch wieder bergauf ich habe doch eine Therapie gemacht. der Partner leidet mit das weiß ich, aber mir und der Beziehung zuliebe hätten wir das doch gemeinsam schaffen können.
Ich fühle mich so wertlos und weggeworfen.

18.07.2021 19:42 • x 1 #1


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Jedi

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Hallo @Lauri93

Willkommen hier im Forum !

Zitat von Lauri93:
Ich fühle mich so wertlos und weggeworfen.

Nun, dass ist nur ein Gefühl u. wird mit der Wirklichkeit auch nicht übereinstimmen.
Du bist weder wertlos, noch wurdest Du weggeworfen u. sicher verbergen sich eine Reihe, ganz anderer Gründe für die
Trennung dahinter.
Zitat von Lauri93:
er sich auf die Zukunft freut, aber wenn ich nach einem konkreten Zeitpunkt fragte, war er immer unsicher. er wüsste nicht wann er bereit wäre etc.

Möglich ? - das sich da, wenn es konkret wird, sich eine Bindungsangst bei ihm gezeigt hat. - wäre jetzt Spekulation.
Zitat von Lauri93:
ich eine depressive Episode gehabt und war 6 Wochen in einer Tagesklinik.

Nun. wie Du selbst schon geschrieben hast, ist es für einen Partner nicht immer sehr einfach, mit einer Depressionserkrankung
des Partners damit umzugehen, gar damit zurechtzukommen.
Das kann zu einer Verunsicherung, gar auch zu einer Überforderung führen.
Ob es bei Deinem Partner so ist - kann ich natürlich nicht wissen, dass könnte man ihn fragen.
Zitat von Lauri93:
suchte er auf einmal das Gespräch mit mir.
Er wäre unglücklich und könnte mit der Situation so nicht weiter leben und es müsste sich etwas ändern.

Das war jetzt mein Hintergrund, dass es möglich sei, dass er sich mit der Situation überfordert fühlt u.
sich verunsichert fühlt.
Zitat von Lauri93:
Ich war wie vor den Kopf gestoßen.
Ich war doch dabei an mir zu arbeiten

Das verstehe ich u. es ist gut, dass Du an Dir arbeitest.
Aber das Problem hat Dein Partner u. da könntest Du noch einmal bei ihm nachfragen,
wenn es noch möglich ist. - Ein Versuch wäre es sicher wert.
Zitat von Lauri93:
ich denke immer wieder :
Warum bin ich nie gut genug für eine Hochzeit und Familie? Warum kann er für mich keinen Kompromiss eingehen, so wie ich es auch getan hätte.

Solche Gedanken taugen nichts u. sind auch nicht Lösungsorientiert.
Eher machst Du Dich seler klein u. warum er kein Kompromiss eingehen wollte oder konnte,
dass kannst Du nur in ein Gespräch mit ihm erfahren.
Zitat von Lauri93:
Als er mir sagte, er sei nicht mehr glücklich, brach eine Welt für mich zusammen. es geht doch erstmal um mich und meine Krankheit

Nein Lauri, da geht es jetzt darum, dass er nicht mehr glücklich ist ! - Warum, auch dies lässt sich nur in
einem Gespräch klären.
Zitat von Lauri93:
aber mir und der Beziehung zuliebe hätten wir das doch gemeinsam schaffen können.

Das ist sicher ein berechtigter Wunsch u. auch Hoffnung von Dir.
Doch offenbar sieht es Dein Partner anders u. Warum ?

Versuch mit ihm noch einmal ins Gespräch zu kommen u. frage bei ihn danach, was dieses nicht mehr Glücklichsein
ausgelöst hat u. was er bräuchte, um die Beziehung zu erhalten, bzw. zu erneuern ?

18.07.2021 20:17 • #2



Hallo Lauri93,

Trennung wegen Depressionen?

x 3#3


Lauri93

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Danke für die Antwort...
Wir haben viel geredet und wir sind überein gekommen, dass ich bald ein Kind und eine Hochzeit wollte und er sich dafür noch nicht bereit fühlt...und dass die Unzufriedenheit auf beiden Seiten zu den Streits und den Vorwürfen meinerseits geführt hat...
Und dass eine Beziehung mit so unterschiedlichen Vorstellungen keine Zukunft hat....er würde sich unter Druck gesetzt fühlen und ich wäre immer unsicher und enttäuscht weil ich immer erwartet hätte, dass wir bald den nächsten Schritt machen...
Aber die schlechten Gedanken, die Wut und die Selbstvorwürfe kann ich im Moment nicht abschalten...
Ich habe immer im Hinterkopf diese Gedanken...

18.07.2021 20:28 • x 1 #3


Lauri93

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Und ich finde schon, dass wenn ein Partner krank ist, es vorrangig auch erstmal um den betroffenen gehen sollte...
Es war ja auch so, dass ich trotz der Depression mein Leben noch im Griff hatte...ich hatte eine leichte Episode...und da sollte der Partner schon hinter einem stehen...
Dann einige Tage nach der Therapie plötzlich zu sagen, dass er unglücklich sei finde ich sehr unangebracht und egoistisch...obwohl er vorher immer davon geredet hat, dass er mich unterstützt und trotz allem eine Zukunft will und er weiß dass es eine Phase ist, die auch wieder besser wird...
Mit der Aussage er sei unglücklich hat er eine Trennung meiner Meinung nach schon provoziert und da er mich nicht wirklich aufgehalten hat auch so gewollt...auch wenn er sagt es wäre nicht so und er wollte es nur "klären"....

18.07.2021 20:54 • x 1 #4


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Jedi

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Zitat von Lauri93:
Wir haben viel geredet und wir sind überein gekommen, dass ich bald ein Kind und eine Hochzeit wollte
und
er sich dafür noch nicht bereit fühlt...

Nun, da Ihr auch nocht recht jung seit (28-25), könntet ihr euch doch auch noch Zeit lassen, bis die Zeit auch für ihn
reif ist u. er sich bereit fühlt, für Ehe u. Familie.
Zitat von Lauri93:
und dass die Unzufriedenheit auf beiden Seiten zu den Streits und den Vorwürfen meinerseits geführt hat...

Das Du andere Vortsellungen hast, wäre ok, aber darüber Unzufrieden sein, kann ich verstehen, doch durch Streit u.
Vorwürfe, dass bringt nicht weiter u. wirkt oft zerstörend.
Villt. hätte ihr darüber sprechen können, was brauchst Du - was braucht Dein Partner ?
Dann eine Vereinbarung zu verabreden - das würde den Druck nehmen.
Zitat von Lauri93:
Aber die schlechten Gedanken, die Wut und die Selbstvorwürfe kann ich im Moment nicht abschalten...

Kann ich verstehen, bringen Dich aber nicht zu dem gewünschten Ziel.
Überlege für Dich einmal, was wäre für Dich in einem Gespräch mit deinem Partner möglich, villt noch etwas mit deinen
Wünschen zu warten u. was wäre villt. von seiner Seite möglich, ein paar Schritte , Dir da entgegen zu kommen ?
Dies ohne Vorwürfe, sondern nur die beiderseitigen Bedürfnisse zu berücksichtigen, - Versuch wäre sicher möglich !

18.07.2021 22:03 • x 1 #5


Lauri93

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Ich empfinde mich jetzt bereit für Kinder und wäre vielleicht noch bereit ihm etwas Zeit zu lassen, aber auch nicht ewig...
Und er will auch Kinder, aber hat noch überhaupt keine Vorstellung wann er dafür bereit wäre...
Und es garantiert mir ja keiner, dass er überhaupt jemals bereit sein wird...
Und in einigen Jahren mache ich mir Vorwürfe,dass ich so lange gewartet habe..
Ich möchte ja mit dem Partner an einem Strang ziehen...
Und ich weiß, wenn ich da keine Sicherheit habe, werde ich unzufrieden sein oder ihn zu etwas drängen...

18.07.2021 22:16 • x 1 #6


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Jedi

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Zitat von Lauri93:
Und ich finde schon, dass wenn ein Partner krank ist, es vorrangig auch erstmal um den betroffenen gehen sollte...

Wenn es um eine Beziehung geht, dann geht es um Beide . dem Betroffenen u. dem Nicht-Betroffenen.
Zitat von Lauri93:
Dann einige Tage nach der Therapie plötzlich zu sagen, dass er unglücklich sei finde ich sehr unangebracht und egoistisch...

Es war doch ok, dass er das so klar Dir gegenüber geäußert hat.
Ich finde es eher richtig, dass auch anzusprechen u. sich nicht einfach aus der Beziehung zu verschwinden.
Sicher ist das Egoistisch, aber das ist so, wenn man dem Partner über sein Unglücklichsein berichtet.
Schlimm ist es nicht, sondern es geht dann darum, eine Lösung zu finden.
Dies kann auch dazu führen, sich neu zu begegnen, villt. sich eine Auszeit zu nehmen oder eben dann auch zu trennen.
Zitat von Lauri93:
Mit der Aussage er sei unglücklich hat er eine Trennung meiner Meinung nach schon provoziert

Wenn ein Partner so etwas äußert, muss es nicht zwingend eine Ankündigung, hin zu einer Trennung sein.
Er sagt nur, dass er Unglückllich ist. - Aber was hast Du dann daraus gehört ? - muss aber nicht unbedingt,
so von ihm gemeint zu sein ?
Zitat von Lauri93:
auch wenn er sagt es wäre nicht so und er wollte es nur "klären"....

Nun, kann ich nur Spekulieren, was er klären wollte.
Aber ich nehme wahr, dass euer Gespräch danach nicht konstruktiv geführt worden war ?
Villt. versucht ihr es noch einmal ein Gespräch zu führen u. dann zu klären, was jeder von Euch braucht u.
ob es einen Neuanfang geben kann ?

18.07.2021 22:20 • #7


selly

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Dann ist die Trennung vielleicht doch eine gute Lösung für Euch beide, da ihr beide zum jetzigen Zeitpunkt andere Vorstellungen habt und jeder unzufrieden ist, dass der andere andere Wünsche hat.
Auch wenn es jetzt noch weh tut und Du Dich fallengelassen fühlst, vielleicht ist es aber doch der richtige Weg und Du wirst mit jemand anderem das aufbauen was Du Dir jetzt wünscht und Dein Expartner vielleicht noch Jahre nicht geben möchte oder kann.

18.07.2021 22:25 • x 2 #8


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Jedi

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Zitat von Lauri93:
Ich empfinde mich jetzt bereit für Kinder und wäre vielleicht noch bereit ihm etwas Zeit zu lassen,

Klar, Du wärst jetzt schon bereit, dass ist ok !
Das Du ihm noch Zeit lassen würdest, finde ich Prima u. ein entgegenkommen.
Zitat von Lauri93:
aber auch nicht ewig...

Ds brauchst Du auch nicht. Aber darüber kann mam sprechen u. sich da Verständigen.
Zitat von Lauri93:
Und es garantiert mir ja keiner, dass er überhaupt jemals bereit sein wird...

Eine Garantie gibt es nicht . - Aber im Gespräch bleiben, dann wird es sich zeigen, wann er sich auch bereit fühlt,
nun Ehemann u. ein Elternteil mit der entsprechenden Verantwortung zu sein.

18.07.2021 22:26 • x 1 #9


Lauri93

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Wenn er für einen Kompromiss bereit wäre, wäre es ja okay...
Wenn er sagt in einem Jahr oder so wäre er bereit...
Aber das kann er mir nicht versprechen...im schlimmsten Fall warte ich 3,4,5 oder mehr Jahre und das will ich einfach nicht...mit dieser Ungewissheit kann ich nicht leben...

18.07.2021 22:34 • x 1 #10


Lauri93

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Wenn er sagt ich bin seine Traumfrau und er wünscht sich eine Familie mit mir, dann verstehe ich nicht warum er dann solche Probleme hat sich festzulegen wann er das möchte...das passt für mich nicht zusammen...
Dann gebe ich ihm aus Liebe die Zeit und dann geht es auseinander und mit dem Kinderwunsch wird es dann eng...

18.07.2021 22:38 • x 1 #11


selly

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Zitat von Lauri93:
Wenn er für einen Kompromiss bereit wäre, wäre es ja okay... Wenn er sagt in einem Jahr oder so wäre er bereit... Aber das kann er mir nicht ...

Aber es gibt für nichts im Leben eine Garantie und es kann einen so viel versprochen werden und man investiert Zeit und Liebe und trotzdem kann es immer zerbrechen oder Dinge nicht klappen. Liebe kann man nicht versprechen und Pläne kann man haben und sich vornehmen. Aber es gibt keine Garantie, denn auch Du denkst vielleicht in einem Jahr anders oder fühlst anders als jetzt.

Und das man sich unter Druck gesetzt fühlt, wenn man zu was gedrängt wird , das ist auch normal. Es ist nur für den schmerzhaft, der sich dann vor den Kopf gestoßen fühlt. Aber man kann ihm eigentlich für seine Ehrlichkeit nicht böse sein. Und möglicherweise wärst Du mit ihm nicht für immer glücklich

18.07.2021 23:23 • #12


selly

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Zitat von Lauri93:
Wenn er sagt ich bin seine Traumfrau und er wünscht sich eine Familie mit mir, dann verstehe ich nicht warum er dann solche Probleme hat sich ...

Möglicherweise hast Du es auch sehr stark fokussiert das Thema und es hat ihn einfach zum jetzigen Zeitpunkt die Luft genommen. Zumal er mit 25 auch wirklich noch sehr jung ist und vielleicht dieses Thema ihm Zuviel war und er es sich zwar mit Dir irgendwann vorstellen könnte, aber jetzt noch nicht darüber nachdenken möchte oder sich Zeitpunktmässig festlegen möchte

18.07.2021 23:27 • x 1 #13


Lauri93

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Es ist einfach gerade sehr schwer zu akzeptieren...ich dachte immer,dass er derjenige ist mit dem ich alt werde...
Und dass es jetzt so auseinander geht ist extrem schmerzhaft und ich weiß nicht wie ich es verarbeiten werde...gerade da von beiden Seiten noch Gefühle da sind...man hofft immer,dass es doch noch klappt...
Dass er noch nicht bereit ist verletzt mich schon sehr...aber ich kann den Wunsch auch für mich nicht wegstecken und ihn auf die nächsten Jahre verschieben...weil die Beziehung gut war und für mich der richtige Zeitpunkt da war...ich frage mich immer, ob ich was falsch gemacht habe...
Auch dass die Trennung so kurz nach meiner Therapie war, lässt mich an mir selbst zweifeln...dass er unglücklich war bricht mir das Herz...die Trennung war ja von ihm nicht gewollt er wollte nur ein Gespräch...aber ob das die Lösung gewesen wäre ist fraglich...

18.07.2021 23:40 • #14


selly

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Dann hole das Gespräch nach, was hast Du zu verlieren? Dann hast Du Klarheit.
Aber respektiere auch seine Meinung,es geht auch um ihn und sein Leben

18.07.2021 23:53 • x 2 #15


Excellent66

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Wenn da sooooooooo viele Zweifel bestehen , ist eine Ehe und Kinder, sicher nicht das richtige für euch beiden

19.07.2021 00:37 • x 1 #16


Lauri93

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Die Gespräche haben ja stattgefunden....wir wissen ja, dass wir zu keiner Lösung kommen werden, weil immer einer zurückstecken müsste...
Ich weiß für mich nur nicht wie ich das Ganze verarbeiten soll..ich weiß nicht, ob ich das schaffe

19.07.2021 09:13 • #17


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Jedi

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Zitat von Lauri93:
Wenn er sagt in einem Jahr oder so wäre er bereit...
Aber das kann er mir nicht versprechen...

Das kann niemand vorhersagen - weder ein Mensch, der nicht von Depression betroffen ist u. noch weniger
ein Mensch, der in einer depressiven Phase zu stecken scheint.
So etwas muss in einem reifen u. es braucht gegenseitiges Vertrauen u. die nötige Zeit, sich dieses Vertrauen
zu schenken.
Zitat von Lauri93:
Wenn er sagt ich bin seine Traumfrau und er wünscht sich eine Familie mit mir, dann verstehe ich nicht warum er dann solche Probleme hat sich festzulegen wann er das möchte...das passt für mich nicht zusammen...

Kennst Du seine Prägungserfahrungen ?
E gibt Menschen, ob mit oder ohne Depression, die entsprechende Erfahrungen haben gemacht u.
das kann bei machen zu Bindungsängsten führen oder auch zu Ängsten, diese Verantwortung nicht gerecht werden zu können.
Dies ist alles möglich u. da hilft nur, darüber zu sprechen u. erstmal eine gute Vertrauensbasis herzustellen.
Wenn man jemanden liebt u. ihr seit noch jing u. könntet euch da noch doe nötige Zeit geben.
Jeder in seinem Tempo - auch wenn Dein Tempo schon recht hoch zu sein scheint.
Villt. mags Du Dein Tempo etwas drosseln, damit dein Partner aufholenkann !
Zitat von Lauri93:
Dann gebe ich ihm aus Liebe die Zeit und dann geht es auseinander und mit dem Kinderwunsch wird es dann eng...

Mir erscheint es, dass Du ungeduldig bist u. Du möchtest die Kontrolle haben - ist meine pers. Wahrnehmung
u. muss nicht stimmen !
Komm etwas vom Gas runter - gebe Deine Ungeduld auf u. auch die Kontrolle u.
lass Deine Wünsche u. Hoffnung reifen u. wohlmöglich kommst Du so Deinem persönlichen Zielen näher.

"Kinderwunsch wird es eng"- Kinder brauchen Eltern, die ihnen Vertrauen, Orientierung u. Verlässlichkeit geben können.
Dafür ist es wichtig, dass man als Paar, sich selbst erstmal Vertrauen, Liebe u. Verlässlichkeit schenkt.

19.07.2021 14:45 • x 4 #18


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Lilly-18

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liebe @Lauri93 ihr beide seid im Alter meiner Kinder. Ich finde es absolut verständlich, dass ein junger Mann von 25 Jahren noch keinen Kinderwunsch hat. Das muss nicht einmal zwingend was mit dir zu tun haben. Er ist einfach noch so jung!
Und du bist es auch. Hast du dir schonmal überlegt, warum du so dringend ein Kind möchtest? Du solltest das mal hinterfragen.
Ihr solltet erstmal als Paar glücklich sein, die gemeinsame Zeit genießen. Hast du eine Ahnung was es für eine Partnerschaft bedeutet, wenn ein Kind kommt? Ein junger Mann in dem Alter möchte doch noch was anderes erleben mit einer Frau. Es ist eine sehr große Verantwortung die du ihm da schon aufbürden möchtest.

Sei behutsam mit ihm, mit seinen Gefühlen. Achte auf dich, deine Gesundheit. Festigt euch in der Partnerschaft. Falls das überhaupt noch möglich ist. Aber vielleicht ist ja das letzte Wort noch nicht gesprochen.

19.07.2021 18:13 • x 6 #19


Lauri93

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Wir haben heute nochmal geredet und es gibt für ihn kein Zurück mehr...ich habe ihm eine Paartherapie angeboten aber er will es mit mir nicht mehr versuchen...
Ich denke ich habe ihm so viele Vorwürfe gemacht, weil ich gemerkt habe, dass er es mit der Zukunft vielleicht doch nicht so ernst meint....das hat mich unzufrieden und traurig gemacht...er war ja auch nicht bereit über Gründe oder Ängste zu reden...
Und ich fühle mit 28 schon die biologische Uhr ticken und so jung fühle ich mich nicht mehr, dass ich ewig warten kann...aber das sieht vielleicht jeder anders....
Es macht mich jetzt sehr fertig, dass er da so einen Schlussstrich jetzt gezogen hat...man hat den Eindruck nie geliebt worden zu sein...
In der heutigen Zeit wird halt vieles schnell weggeworfen, wenn es schwierig wird...
Aber ich muss es jetzt so akzeptieren...

19.07.2021 18:24 • x 2 #20


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Jedi

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Zitat von Lauri93:
man hat den Eindruck nie geliebt worden zu sein...

Dieser Eindruck muss aber nicht stimmen !
Zitat von Lauri93:
In der heutigen Zeit wird halt vieles schnell weggeworfen, wenn es schwierig wird...

Nun, Du darfst nicht vergessen, jeder Mensch ist unterschiedlich weit in seinem Leben u.
villt. war dein Freund noch nicht so weit - noch nicht bereit für deine solche Verantwortung - für Ehemann u. Vater sein ?
Zitat von Lauri93:
Aber ich muss es jetzt so akzeptieren...

Ich finde es die richtige Haltung dazu.
Akzeptiere, dass dieser Mann noch nicht so weit war.
Villt. begegnest Du nun einem Mann, mit einer möglich anderen Reife u. Deine Wünsche erfüllen sich dann.
--------------------------
Zitat von Lauri93:
ich fühle mit 28 schon die biologische Uhr ticken

Ich denke, dass in der heutigen Zeit, nicht wenige Frauen sich Beruflich erstmal etablieren u. deutlich später,
mit weit über 30 dann erst bereit sind für Familie u. Kinder.
Zitat von Lauri93:
aber das sieht vielleicht jeder anders....

Da hast Du sicher recht u. ich sehe es tatsächlich anders (akzeptiere aber Deine Meinung),
weil es heute, eine andere biologische Grenze dafür gibt, Kinder bekommen zu können.
Das stelle ich so auch in meinem pers. Umfeld fest.

19.07.2021 18:38 • x 1 #21


Lauri93

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Danke für eure Hilfe,
Ich habe eben diesen Kinderwunsch und hatte die Erwartung dass nach 2,5 Jahren Beziehung auch mal vernünftig drüber gesprochen werden kann...und man nicht immer Floskeln oder Ablehnung erfährt...und diesen Wunsch innerhalb dieser Beziehung zurückzustellen,möglicherweise über Jahre,dazu wäre ich nicht in der Lage gewesen...es ist nun mal mein Lebenstraum und den will ich nicht erst mit 40 verwirklichen...
Ich denke man kann auch vom Partner erwarten, dass er mal klar Stellung bezieht und nicht immer abblockt...
Dass das zu Zweifeln und Vorwürfen meinerseits führt ist ja klar und verständlich...

19.07.2021 18:56 • x 1 #22


selly

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Zitat von Lauri93:
Danke für eure Hilfe, Ich habe eben diesen Kinderwunsch und hatte die Erwartung dass nach 2,5 Jahren Beziehung auch mal vernünftig drüber ...

Aber es ist auch genauso verständlich dass er dann sagt nein er ist dazu nicht bereit. Das sollte auch akzeptiert werden.
im Endeffekt wird es wenn der Schmerz vergangen ist, möglicherweise der richtige Weg sein mit der Trennung und Du kannst mit jemand anderem Deinen Wunsch erfüllen. Mit jemandem der genauso so schnell wie Du jetzt eine Familie gründen möchte

19.07.2021 19:28 • x 4 #23


Lauri93

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Dass ich jetzt ihn nochmal drauf angesprochen habe, ob wir nicht doch eine Lösung finden können und er dazu nicht mehr bereit ist und damit abgeschlossen hat....das zerreißt mir die Seele....es tut so weh...

19.07.2021 19:48 • x 1 #24


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Jedi

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Zitat von Lauri93:
das zerreißt mir die Seele....es tut so weh...

Das ist absolut veständlich !

19.07.2021 20:08 • #25


Lauri93

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Ein paar Tage sind vergangen...es geht mir sehr schlecht...Gestern habe ich ihn kurz gesehen, weil wir was wegen der Wohnung klären mussten...ich bin zusammengebrochen und habe geweint...er hat auch geweint..
Ich gebe mir an allem die Schuld gerade...
Ich habe ihm häufig Vorwürfe gemacht, er würde mich nicht lieben...das hat er irgendwann nicht mehr ausgehalten..
Ich habe mir einfach eine Zukunft mit ihm gewünscht und als ich gemerkt habe, dass er noch nicht dafür bereit ist und das Thena abblockt war ich so enttäuscht dass ich an der Beziehung gezweifelt habe...er hatte so viel mit seiner Arbeit und seinen Hobbies zu tun und ist darin so aufgegangen, dass ich mich oft zurückgestellt gefühlt habe und das Gefühl hatte ich bin unwichtig....
Hätte ich einfach meinen Mund halten sollen?
Aber es waren doch meine Gefühle und meine Zweifel müssen ja auch irgendwo her gekommen sein....

Heute 10:22 • x 1 #26


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Jedi

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@Lauri93

Zitat von Lauri93:
Hätte ich einfach meinen Mund halten sollen?

Nein !
In einer Beziehung muss miteinander gesprochen werden. Themen, die dem Einen oder Anderen gerade beschäftigt,
sollten angesprochen werden.
Das Fördert gegenseitiges Vertrauen u. Verstehen !
Auch unterschiedliche Wünsche, Vorstellungen u. Bedürfnisse, müssen einen Platz in einer Beziehung haben.
Wenn dies zwei Menschen sich nicht sagen können, dann wird eine solche Beziehung immer einen schmalen Grad
aufweisen - hin zu mit der Zeit mehr Desinteresse an dem Anderen, was der andere Partner macht, wird einem egal,
Fremdgehen, sich bei einem od. einer Anderen etwas holen, was zu Hause nicht ist, uvm. !
Diese Gefahr besteht, meiner pers. Meinug nach, wenn nicht Miteinander geredet wird.
..............................................................................................................................................
Zitat von Lauri93:
Ich gebe mir an allem die Schuld gerade...

Warum gibst Du Dir allein eine Schuld ?
Du siehst ein, was Du hättest anders machen können u. er könnte wahrnehmen, was Deine Bedürfnisse sind.
So kann man auch gesagtes zurücknehmen u. der Andere kann dies annehmen oder nicht.
Ist die Beziehungsbasis stabil, kann miteinander reden u. daus lernen, können aber Beide - da ist nicht nur einer Schuld.
..............................................
Zitat von Lauri93:
es waren doch meine Gefühle und meine Zweifel

Und die sollte man Miteinander auch besprechen können. Dies muss dann auch nicht zwangsläufig zur Folge haben,
dass es zu einer Trennung führt.
In einer erwachsenen Beziehung, sollte es möglich sein, über seine Gefühle zu sprechen u. über die Zweifel,
die aufgekommen sind. Nur so kann aus meiner pers. Sicht, eine zufriedene Beziehung sich daraus entwickeln !
.........................................................................................
Zitat von Lauri93:
Ich habe ihm häufig Vorwürfe gemacht,

Vorwürfe sind meist nicht Zielführend, doch die eigenen Gefühle u. auch Zweifel anzusprechen,
ist, bzw. sollte etwas völlig Normales zwischen Partnern sein.

Vor 4 Stunden • #27


Lauri93

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Vielen Dank nochmal für die Hilfe,

Ich werde jetzt in meiner ambulanten Therapie die Beziehung reflektieren und hoffe, dass ich es gut verarbeiten kann.
Es gibt sicher Dinge an denen ich noch an mir arbeiten kann (Selbstzweifel und Verlustängste) und ich hoffe ich kann das Ganze dann mit etwas anderen Augen sehen...
Manchmal passt es vielleicht eine Zeit lang aber für die Zukunft dann doch nicht, obwohl beide sich lieben...
Der Schmerz ist jetzt groß, dass der Mann, der meine Familie, mein Halt war keinen Weg zurück mehr sieht...aber ich denke, dass es auch nicht sinnvoll wäre...der Knacks ist da...und das Vertrauen ihn ihn gebrochen, da er mir immer gesagt hat er würde immer an meiner Seite stehen und es wäre alles gut und insgeheim gezweifelt hat...
Ich hätte die Hand dafür ins Feuer gelegt, dass dieser Mann mich nie verlässt, aber manchmal hat das Leben andere Pläne...

Vor 4 Stunden • x 2 #28



Hallo Lauri93,

x 4#29


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Jedi

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Zitat von Lauri93:
Ich werde jetzt in meiner ambulanten Therapie die Beziehung reflektieren und hoffe, dass ich es gut verarbeiten kann.

Ich finde den Schritt von Dir richtig u. Du wirst einen Weg finden, dass Geschehe gut verarbeiten zu können !
Zitat von Lauri93:
Es gibt sicher Dinge an denen ich noch an mir arbeiten kann (Selbstzweifel und Verlustängste) und ich hoffe ich kann das Ganze dann mit etwas anderen Augen sehen...

Für Deine Einstellung hast Du mein

Mit dem nötigen Abstand, wirst Du eine neue Perspektive erfahren können.
Zitat von Lauri93:
manchmal hat das Leben andere Pläne..

So ist es u. dann sollte man nicht mit sich hadern oder sich schuldig fühlen, sondern annehmen u. akzeptieren u.
dann nach Vorne schauen.

Vor 3 Stunden • x 1 #29

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