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Tagesklinik Vorgespräch - was erwartet mich?

caressa

caressa

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Hallo ihr Lieben,

nächste Woche habe ich - nach sechs Wochen Wartezeit - das Vorgespräch zur Aufnahme in die Tagesklinik.
Sowohl meine Ärztin, als auch meine Therapeutin meinten, dass die meisten Patienten quasi froh sind, wenn dieser Tag endlich da ist. Ich habe einfach nur Angst!
Ich gehe ganz generell nicht gerne zum Arzt und brauchte auch sehr lange, mich bei meiner Therapeutin wenigstens etwas öffnen zu können.
Jetzt soll ich an diesen völlig unbekannten Ort zu völlig fremden Menschen und denen in kurzer Zeit erklären, was mit mir los ist. ?
Darum bitte ich euch: Bitte erzählt mir, was in diesem Gespräch auf mich zukommt. Auf was muss/kann ich mich - zumindest innerlich - einstellen und vorbereiten? Kann ich auch abgelehnt werden?
Ich danke euch schon mal,
liebe Grüße von Caressa

28.02.2019 16:02 • #1


CeHaEn

CeHaEn

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Moin caressa
Zitat von caressa:
Jetzt soll ich an diesen völlig unbekannten Ort zu völlig fremden Menschen und denen in kurzer Zeit erklären, was mit mir los ist. ?

Ja, so ungefähr.
Du wirst allerdings nicht deine ganze Lebensgeschichte in allen Details erzählen müssen und man wird dich nicht an Ort und Stelle auseinandernehmen. :)
Viel mehr wird es um deine heutige Situation gehen, vorangegangene Therapieerfahrung, relevante Diagnosen, deine momentanen Probleme. Es wird aber auch um deine Wünsche und Ziele hinsichtlich der Behandlung gehen - diese solltest du dir bis dahin ruhig einmal vor Augen führen.
Eine Absage ist durchaus möglich, wenn deine Gesprächspartner bspw. zu dem Schluss kommen, dass dein jetziger Zustand die Therapie eher behindern würde. In diesem Fall hätten deine Ärztin und Therapeutin aber bestimmt schon Einwände erhoben; da musst du dir jetzt keine großen Sorgen machen.
Im Grunde musst du nur wissen, weshalb du in diesem Vorgespräch sitzt.

28.02.2019 16:33 • x 2 #2


caressa

caressa


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.und wem werde ich dann gegenübersitzen? Was sind das für Leute - also z.B. Ärzte, Therapeuten.? und wie viele? Und wo findet das ganze statt? Z.B. Büro, Sprechzimmer? Eine Untersuchung gibt es an dem Tag noch nicht, oder? Wie lange dauert das Gespräch ungefähr? Und was kommt danach?

28.02.2019 21:52 • #3


CeHaEn

CeHaEn

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Ich weiß nicht, inwieweit es da Unterschiede zwischen den Kliniken gibt und kann dir das also nicht mit absoluter Sicherheit sagen.
In meinem Fall fand das Gespräch unter sechs Augen statt, mit der Stationsschwester und einer Therapeutin. Das dauerte etwa eine dreiviertel Stunde, meine ich. Danach haben sich die beiden untereinander kurz beraten und mir mitgeteilt, dass die Station mich aufnehmen würde. Anschließend ging es nur noch um den Termin und dessen Organisation.
Eine Eingangsuntersuchung wurde erst am Tag meiner Aufnahme durchgeführt.

28.02.2019 23:19 • x 2 #4


kadid

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Hallo Caressa,
ich bin ganz neu in diesem Forum. Habe generaliserte Angststörungen und bin vor einer Woche aus einer Tagesklinik entlassen. Ich habe mich dort pudelwohl gefühlt. Habe den Kontakt und das Vertraute unter den Mitpatienten sehr genossen und auch so viel gelacht wie lange nicht mehr. Ich wäre gern noch länger geblieben, aber das echte Leben wartet ja :wink:
Mich würde interessieren wie es dir ergangen ist, sind ja seit deinem Eintrag einige Wochen vergangen.
Schöne Grüße, kadid :)

01.03.2019 12:21 • x 1 #5


caressa

caressa


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Hallo kadid,
das hab ich gestern geschrieben, ich warte also immer noch eine knappe Woche auf das Gespräch.
Aber vielleicht kannst ja auch du mir etwas von meiner Angst nehmen. War das Vorgespräch bei dir auch so, wie CeHaEn es beschrieben hat? Bin dankbar für jede Info.
Ich kann mir nicht vorstellen, mich dort pudelwohl zu fühlen. Genau das, was du beschreibst, macht mir Angst: (Zu) viele fremde Menschen! Alle sind fremd, Ärzte, Therapeuten, Pfleger. das komplette Umfeld, furchtbar! Dann keine Möglichkeit mich zurückzuziehen und das den ganzen Tag. Früh dort sein - wie hast du das geschafft? Den ganzen Tag dort bleiben müssen, nicht weg zu können.
Wie geht es dir heute, so kurz danach? Bist du noch krank geschrieben? Machst du eine Reha? Oder eine Wiedereingliederung?
Danke für deine Antwort,

Caressa

01.03.2019 16:29 • #6


kadid

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Ach. :idea:
Ich habe das Datum,seit dem du hier im Forum bist als das Datum des Beitrags gelesen! :oops:
Bei mir ist es eher so, das ich Bezug zu Anderen brauche,damit es mir gut geht. Das ist dann vielleicht anders als bei dir.
Da dort Alle ähnliche Probleme haben, habe ich mich schnell vertraut gefühlt. Die Schwestern und Therapeuten bringen dir viel Verständnis entgegen und haben immer ein Ohr für dich.
Bei mir war das Vorgespräch mit dem Therapeuten, den ich dann dort bekommen habe. Er war zusätzlich auch der Stationsarzt dort.
Das Gespräch dauerte ca eine knappe halbe Stunde. Ich musste etwas über meine Probleme erzählen, welche Symtome ich habe, ob ich schonmal in Therapie war. Damit entschieden werden kann, ob die Tagesklinik die richtige Einrichung für deine jetzige "Verfassung" ist. Dann dauerte es noch ca 2 Wochen, bis ich zur Aufnahme kommen konnte.
Der Tag dort geht relativ schnell rum. Es gab jeden Tag morgens ein kurzes Befindlichkeitsgespäch für Alle. Um evlt Probleme die akut sind und vielleicht zuhause oder vom Vortag hochgekommen sind zu besprechen. Dasselbe jeden Tag kurz vor Schluss.
Dann gab es fast täglich ein Gruppengespräch ( wo niemand gedrängt wird etwas zum Thema beizutragen oder ein Thema vorzuschlagen ), ein Einzelgespräch in der Woche mit dem Therapeuten, es gab Ergotherapie, Sport, Kochgruppe, und jeden Tag autogenes Training. Bei uns gab es zum Aufenthaltsraum auch noch ein weiters ,gemütlicheres Zimmer, das sogenannte Wohnzimmer, einen Ruhenraum, wo man sich zurück ziehen konnte, wenn einem mal alles etwas viel war.
Ich hatte auch ein mulmiges Gefühl vorher, auch Angst, wie ich den langen Tag rum bekomme. Aber nach kurzer Zeit, habe ich mich auf jeden kommenden Tag gefreut! der Abschied fiel mir nicht leicht, viele Tränen untereinander sind geflossen.
Nun fange ich mit Wiedereingliederung an, habe aber in der Therapie bemerkt, dass ich mir einen anderen Arbeitsplatz suchen sollte, da mir das Klima nicht mehr gut tut. das ist ein Problem für mich, weil da jetzt alles so ungewiss ist. Gestern hatte ich schon ein Vorstellungsgespäch und eine Zusage. Aber schaffe ich das alles? Kommt alles sehr schnell auf mich zu.
Ich habe in der Klinik auch eine meiner langjährigenTabletten (Venlafaxin) abgesetzt, auf eigenen Wunsch. Leider geht es mir dadurch nicht so gut. Ich bin sehr dünnhäutig und feinfühlig z.Z. Schnell aufbrausend, und ängstlicher als vorher. Also nehme ich sie erstmal wieder und warte auf die Wirkung.
So, dass war aber jetzt viel ;)

01.03.2019 20:17 • x 2 #7




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