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Suche Gleichgesinnte mit Hypochondrie

Hallo, es ist das erste Mal, dass ich so etwas schreibe. Ich bin auf der Suche nach Gleichgesinnten bzw. Menschen, die es geschafft haben Hyperchondrie und Zwangsgedanken unter Kontrolle zu bekommen.
Ich habe seit der Geburt meines Sohnes ständig Ängste, dass ich Krebs habe. Alles an meinem Körper macht mir sorgen und ich finde komische Dinge an den komischsten Stellen. Aktuell habe ich Angst, dass etwas mit meinem Hals nicht stimmt, da ich einen stechenden Schmerz bekomme, wenn ich meinen Kopf in einen bestimmten Winkel neige und die Halsmuskeln anspanne. Ich spüre links und rechts im Unterkiefer auch komische Knödchen, die auf der rechten Seite deutlich stärker ausgeprägt sind. Natürlich war ich schon etliche Male bei allen möglichen Ärzten und alle sagen ich brauche mir keine Sorgen zu machen. Es wurde Ultraschall etc gemacht, Blutwerte sind ok, beim Abtasten ist nichts auffällig, Schilddrüse ist normal und Kehlkopf etc auch. Wennschon aufhöre zu untersuchen wird es auch besser, wenn ich es schaffe mich abzulenken auch. Mein Problem ist allerdings, dass ich gedanklich nicht davon wegkomme. Ich bin aktuell wieder schwanger und schaffe es nicht positiv zu sein weil ich in ständiger sorge bin dass etwas nicht normal ist. Ich würde mich freuen wenn jemand Erfahrungen diesbezüglich hat und sich mit mir austauscht. Ich bin aktuell auch in einer Therapie nur gelingt es mir einfach nicht den Gedankenkreis zu durchbrechen.

18.08.2019 20:09 • x 2 #1


Hallo Ursula ,

Mir geht es genauso . Habe ständig Angst , Krebs zu haben oder daran zu erkranken.
Es beeinflusst mein Leben, mein Sein . gerade stecke ich wieder in einer wirklich starken Krise.
Begleitet von Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Rückzug von meiner Familie.
Es hat mit ca 25 angefangen. Musste meinen Arbeitsplatz wechseln ( Arztpraxis) und habe immer wieder Phasen wo es mir sehr schlecht geht.
Habe drei Therapien durch und nehme auch Medikamente. aber ich merke , es hilft nichts so richtig.
Habe natürlich auch immer Angst zum Arzt zu gehen, was ich dann aber doch mit Herzklopfen und extremer Angst mache.
Reden kann ich nur mit meiner Mutter darüber , sie versucht mir wirklich zu helfen diese Gedanken zu durchbrechen. Aber du weißt ja selber, man kann es sehr schwer abstellen. Eigentlich fast gar nicht.
Ich wünschte wirklich ich wäre ein anderer Mensch und könnte besser damit umgehen. Aber da muss ich durch!
Naja , geholfen habe ich dir bestimmt nicht , aber du bist nicht allein!
Liebe Grüße

28.08.2019 17:59 • x 2 #2


Auf der einen Seite ist es schön zu hören, dass man nicht alleine ist mit diesem Problem. Meine Eltern sind leider schon verstorben und im Grunde kann ich nur mit meinem Mann darüber sprechen, der aber auch schon sehr genervt darüber ist. Es fällt ihm auch sehr schwer, das nachzuvollziehen. Ein großes Problem bei mir ist es, diesen Kontrolltwang abzustellen und nichts mehr abzutasten. Kennt das jemand? Dadurch entstehen erst recht Schmerzen und ich komme in einen Teufelskreis hinein aus dem ich nur sehr schwer hinauskomme.
Wie viele Jahre geht das denn bei dir schon? Und gibt es irgendwelche Dinge, die dir helfen?

31.08.2019 15:33 • #3


Oh ja, das abtasten. Immer wieder rangehen um zu schauen, ist es noch da oder ist es wirklich so wie ich es erfühlt habe ?
Wenn ja, überkommt mich kalter Schweiß, Herzklopfen und ein Tunnelgefühl.
Ich versuche mich mit Fakten zu beruhigen und sachlich zu bleiben. Fällt mir aber sehr schwer. Ich hatte in den letzten Jahren schon zwei Nervenzusammenbrüche, die mit Therapie endeten.
Nichts hat geholfen. Die Probleme liegen woanders, aber wo konnte ich bis heute nicht herausfinden.
Reden, reden, reden.such dir jemanden, der dich darin nicht bestärkt, Dir aber zuhört und versucht dich zu verstehen.
Das können wenige und Männer sind da sehr schnell überfordert.
Niemand, der dass nicht durchmacht kann es nachvollziehen.
Ich kann nur sagen, alles Gute und dass wir bald aus diesem Teufelskreis herauskommen.

01.09.2019 09:53 • x 1 #4


Danke für deine Antwort. Ich bin auch gerade in einer Therapie, die Gründe für die Ängste sind mir teilweise auch bewusst, nur gelingt es mir immer nicht an meinen Gedanken zu arbeiten.
Ich bin auch auf der Suche nach jemandem, mit dem ich darüber sprechen kann. In meinem Freundeskreis halte ich mich eher damit eher bedeckt weil es mir unangenehm ist, darüber zu sprechen. Deshalb verkrieche ich mich auch oft zuhause.

01.09.2019 11:31 • #5




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