9

Suche Gleichgesinnte mit Hypochondrie

18.08.2019 20:09 • x 4 #1


Hallo Ursula ,

Mir geht es genauso . Habe ständig Angst , Krebs zu haben oder daran zu erkranken.
Es beeinflusst mein Leben, mein Sein . gerade stecke ich wieder in einer wirklich starken Krise.
Begleitet von Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Rückzug von meiner Familie.
Es hat mit ca 25 angefangen. Musste meinen Arbeitsplatz wechseln ( Arztpraxis) und habe immer wieder Phasen wo es mir sehr schlecht geht.
Habe drei Therapien durch und nehme auch Medikamente. aber ich merke , es hilft nichts so richtig.
Habe natürlich auch immer Angst zum Arzt zu gehen, was ich dann aber doch mit Herzklopfen und extremer Angst mache.
Reden kann ich nur mit meiner Mutter darüber , sie versucht mir wirklich zu helfen diese Gedanken zu durchbrechen. Aber du weißt ja selber, man kann es sehr schwer abstellen. Eigentlich fast gar nicht.
Ich wünschte wirklich ich wäre ein anderer Mensch und könnte besser damit umgehen. Aber da muss ich durch!
Naja , geholfen habe ich dir bestimmt nicht , aber du bist nicht allein!
Liebe Grüße

28.08.2019 17:59 • x 3 #2



Hallo Ursula2010,

Suche Gleichgesinnte mit Hypochondrie

x 3#3


Auf der einen Seite ist es schön zu hören, dass man nicht alleine ist mit diesem Problem. Meine Eltern sind leider schon verstorben und im Grunde kann ich nur mit meinem Mann darüber sprechen, der aber auch schon sehr genervt darüber ist. Es fällt ihm auch sehr schwer, das nachzuvollziehen. Ein großes Problem bei mir ist es, diesen Kontrolltwang abzustellen und nichts mehr abzutasten. Kennt das jemand? Dadurch entstehen erst recht Schmerzen und ich komme in einen Teufelskreis hinein aus dem ich nur sehr schwer hinauskomme.
Wie viele Jahre geht das denn bei dir schon? Und gibt es irgendwelche Dinge, die dir helfen?

31.08.2019 15:33 • #3


Oh ja, das abtasten. Immer wieder rangehen um zu schauen, ist es noch da oder ist es wirklich so wie ich es erfühlt habe ?
Wenn ja, überkommt mich kalter Schweiß, Herzklopfen und ein Tunnelgefühl.
Ich versuche mich mit Fakten zu beruhigen und sachlich zu bleiben. Fällt mir aber sehr schwer. Ich hatte in den letzten Jahren schon zwei Nervenzusammenbrüche, die mit Therapie endeten.
Nichts hat geholfen. Die Probleme liegen woanders, aber wo konnte ich bis heute nicht herausfinden.
Reden, reden, reden.such dir jemanden, der dich darin nicht bestärkt, Dir aber zuhört und versucht dich zu verstehen.
Das können wenige und Männer sind da sehr schnell überfordert.
Niemand, der dass nicht durchmacht kann es nachvollziehen.
Ich kann nur sagen, alles Gute und dass wir bald aus diesem Teufelskreis herauskommen.

01.09.2019 09:53 • x 1 #4


Danke für deine Antwort. Ich bin auch gerade in einer Therapie, die Gründe für die Ängste sind mir teilweise auch bewusst, nur gelingt es mir immer nicht an meinen Gedanken zu arbeiten.
Ich bin auch auf der Suche nach jemandem, mit dem ich darüber sprechen kann. In meinem Freundeskreis halte ich mich eher damit eher bedeckt weil es mir unangenehm ist, darüber zu sprechen. Deshalb verkrieche ich mich auch oft zuhause.

01.09.2019 11:31 • #5


Hallo Ursula, wie geht es dir heute? Wie erfolgreich ist deine Therapie? Auch ich habe ähnliche Probleme mit meiner Angst vor Krebs. Ich gehe ab Montag in Therapie. Nimmst du parallel noch irgendwelche Medikamente? Bei mir ging alles im November los, Durchfall und Übelkeit etc. Erst dachte ich Darmkrebs dann Magenkrebs usw. Nun habe ich am Mittwoch noch Untersuchungen wegen Bauchspeicheldrüse. Hoffe es kommt nix schlimmes raus. Nun ist ja der Durchfall etc bei mir real, habe ja auch Fotos usw. Denkt ihr man kann sich so reinsteigern in ein Krankheitsbild das es dann wirklich zu Symptomen kommen kann?

01.02.2020 09:09 • #6


Zitat von Marius293:
Denkt ihr man kann sich so reinsteigern in ein Krankheitsbild das es dann wirklich zu Symptomen kommen kann?

Oh ja, das kann man auf jeden Fall! Gerade wenn es um Herz-Kreislauf- und Magen-Darm-Symptome geht, weil diese Organsysteme sehr unmittelbar auf Stress reagieren. Wenn man sich dann übermäßig Sorgen darüber macht, steigt der Stresspegel und befeuert die Symptome noch. Das hatte ich früher sehr ausgeprägt.

01.02.2020 11:06 • #7


Hallo Violetta, danke für deine Antwort. Wie bist du wieder aus dem Teufelskreis rausgekommen? Jedes mal bilde ich mir mehr ein, dann google ich und die Symptome werden schlimmer oder setzen ein. nicht mehr normal

01.02.2020 11:10 • #8


Also frei von hypochondrischen Neigungen bin ich sicher nicht, aber ich habe meine eigenen Taktiken entwickelt, damit umzugehen. Ich google z.B gezielt auch nach den Informationen, die eine ernste Erkrankung in meinem Fall unwahrscheinlich machen. Das kann ich aufgrund medizinischer Vorbildung(Pflegeberuf) ganz gut. Weiß nicht, ob dir das hilft.

Aber du bist ja auch noch dabei, körperliche Ursachen abklären zu lassen, was auf jeden Fall wichtig ist, bevor man alles auf die Psychoschiene schiebt.
Ich habe auch ganz lange mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten herumprobiert. Laktose, Milch generell, Gluten, Histamin, Zucker, Zusatzstoffe usw.
Fazit bei mir: die Dosis macht das Gift, wie so oft bei anderen Dingen auch und im Urlaub vertrage ich sowieso ziemlich alles.

Hast du in der Richtung schon mal geforscht?

01.02.2020 12:18 • #9


Mit deiner Taktik klingt guti, vielleicht sollte ich mir das auch mal angewöhnen. Medizinisch bin ich auch ganz gut informiert, arbeite als Diätassistent. Damit ist es natürlich leicht für mich Nahrungsmittelunverträglichkeiten auszuprobieren, aber gerade bei Zöliakie sind die Symptome andere wie bei mir. Mit der Kuhmilch kann ich mal probieren wegzulassen- aber viel konsumiere ich eh nicht. Auf Zucker verzichte ich generell und Farb und Konservierungsmittel lasse ich auch so gut wie möglich weg. Ich lasse mich am Mittwoch untersuchen und dann weiß ich ja ob es organische Ursachen hat oder Psychische.

01.02.2020 12:54 • #10


Zitat von Marius293:
Denkt ihr man kann sich so reinsteigern in ein Krankheitsbild das es dann wirklich zu Symptomen kommen kann?


Ja, das kann man 100%

Zitat von Marius293:
Wie bist du wieder aus dem Teufelskreis rausgekommen? Jedes mal bilde ich mir mehr ein, dann google ich und die Symptome werden schlimmer oder setzen ein. nicht mehr normal


So habe ich es auch erfahren, deswegen google ich auch nicht mehr. Ich habe gelernt meinem Körper zu vertrauen. Sport kann dabei eine Hilfe sein.

Oft haben die Symptome eine seelische Ursache, der man nach körperlicher Abklärung auf den Grund gehen sollte. Eine Psychotherapie, in dem Fall eine Verhaltenstherapie, hat mir dabei geholfen. Aber es dauert, man kann nicht immer Wunder erwarten.

Wer auf seine Psyche nicht hört, da meldet sich der Körper.

01.02.2020 17:08 • #11


Ich versuche es mal mit dem Google sein zu lassen, wird mir sehr schwer fallen. Man liest es ja eigentlich immer wieder das man nicht im Netz nachsehen sollte, aber ist eben nicht so einfach. Eine Psychotherapie zu bekommen ist nicht so einfach, man muss eben so lange warten. Geduld ist gefragt

01.02.2020 21:56 • #12


Hallo ihr Lieben,

Ich bin neu hier und habe die schlimmsten Krankheitsängste, die nicht mal unbegründet sind.
Ich leide seit 2014 daran und seit 2017 habe ich tatsächlich körperliche Beschwerden. Ich habe dieses Jahr auch einige Diagnosen bestätigt bekommen und komme auf mein Leben nicht klar.

Heute ist einer dieser Tage wo ich mir wünsche einfach niemals auf die Welt gekommen gewesen zu sein. Ich mache zur Zeit meine 3. Therapie und es hilft einfach nicht. Der Leidensdruck ist massiv und ich weiss nicht mehr wie ich damit umgehen soll.

LG

Eliza

01.02.2020 23:11 • #13


Hallo Eliza, erstmal willkommen hier im Forum. Ich bin auch noch nicht so lange dabei. Deine Geschichte klingt nicht so schön. Das geht ja schon eine ganze Weile bei dir. Und keine Therapie hat geholfen? Was hast du denn für Diagnosen erhalten? Wenn du möchtest kannst du gerne darüber schreiben, manchmal hilft es.

02.02.2020 10:23 • #14


Zitat von Marius293:
Hallo Eliza, erstmal willkommen hier im Forum. Ich bin auch noch nicht so lange dabei. Deine Geschichte klingt nicht so schön. Das geht ja schon eine ganze Weile bei dir. Und keine Therapie hat geholfen? Was hast du denn für Diagnosen erhalten? Wenn du möchtest kannst du gerne darüber schreiben, manchmal hilft es.


- Metabolisches Syndrom (PCO)
zusätzlich eine damit verbundene Insulinrestistenz.
- Fibromyalgie

Und ich selbst vermute seit neustem Lipödem weshalb ich seit Tagen nicht mehr schlafen kann. Ich heule nur noch rum und möchte einfach nicht mehr leben.

02.02.2020 23:24 • #15





Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag