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Hypochondrie-Gegenteil - möchte unbedingt krank sein

Cecile

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Hallo zusammen,

mein Titel sagt schon viel aus. Ich bin eine Art gegenteiliger Hypochonder. Ich sehne mich danach, krank zu sein und im Krankenhaus zu liegen. Mir ist bewusst, dass das rein die Suche nach Aufmerksamkeit, Liebe und Hilfe ist. Ich stehe beruflich unter extremen Druck (selbstständig als Alleinverdiener im fünfstelligen Bereich). Privat ist alles super, ich habe einen mich liebenden Ehemann und ein tolles Kind.

Dennoch: Ich leide seit ca. 15 Jahren an Depressionen. Diagnostiziert vor einem Jahr. Mittelgradige wiederkehrende Depression. Ich befinde mich seit einem Jahr in Therapie und bin medikamentös gut eingestellt. 60 mg Citalopram, 2x 50 mg Pregabalin und 1x 60 mg Amioxid.

Mein Problem ist nun aber, dass ich wirklich ständig daran denke und mich danach sehne, krank sein zu wollen. Wer von euch an der Hypochondrie leidet, der weiß, wie schlimm solche Gedanken sein können - ich habe sie nur blöderweise umgekehrt.

Es ist kein Münchhausen Syndrom, denn (noch) tue ich nichts, was Krankheiten erzwingt oder provoziert. Meine Gedanken kreisen nur andauernd darum und ich beneide alle Menschen, die krank sind, im Krankenhaus liegen.

Mir ist die Ursache wie gesagt vollkommen klar, mein Therapeut weiß auch Bescheid, aber er wüsste keinen Ansatz, so etwas zu therapieren, weil er nicht einmal weiß, ob es dafür überhaupt einen Namen gibt. Er kennt so einen Fall nicht. Für mich ist die Situation aber sehr schwer zu ertragen. Zu wissen, was das Problem ist und die Ursache zu kennen, aber der gesamte Kopf und Körper arbeitet gegen einen . ich weiß nicht, wie ich es ändern soll, dass ich diesen Drang habe.

Ich habe ehrlich gesagt auch Angst, dass es sich verschlimmert. Jede kleine Situation in Bezug auf Ärzten triggert mich extrem. Letztens hatte ich eine ambulante Mini-OP und mein Kopf ist quasi Amok gelaufen und hat sich die heftigsten Fantasien ausgemalt, in denen ich ständig erkranke, Autounfälle habe, Krebs bekomme usw. Hauptsache schlimm.

Es ist nicht der Wunsch zu leiden, darum geht es nicht. Es ist rein der Wunsch nach Erholung, ausruhen, Druck wegnehmen und auch Aufmerksamkeit (obwohl ich diese in meiner Familie wirklich genug bekomme, daher ist es eher die Erholung und Stressabbau, der mir fehlt).

Sämtliche Stressabbau-Taktiken mache ich bereits seit einem Jahr, vieles hat sich gebessert und der Druck hat sich massiv reduziert. Die Depressionen habe ich dank der Tabletten ebenfalls gut im Griff und habe nur manchmal ein Tief (wenn dann nur recht kurz). Doch diese Gedanken an Krankheiten .

Wer kennt so etwas vielleicht oder wüsste, wo ich in Sachen Therapie ansetzen kann? Mein Therapeut denkt, es ist "einfach nur" das Sehnen nach Ruhe und ich bin einfach nur erschöpft. Es ist aber mehr . es fühlt sich krankhaft an und das scheint er nicht so ernst zu sehen, wie es aber ist.

22.10.2018 11:02 • x 1 #1


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Wave77

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Hallo,

Zitat von Cecile:
Es ist kein Münchhausen Syndrom, denn (noch) tue ich nichts, was Krankheiten erzwingt oder provoziert.


daran dachte ich auch zuerst.

Zitat von Cecile:
Therapeut weiß auch Bescheid, aber er wüsste keinen Ansatz,


Ich hätte angenommen, dass ein Therapeut dies ableiten könnte. Finde es aber gut, dass er ehrlich ist.

Zitat von Cecile:
Es ist rein der Wunsch nach Erholung, ausruhen, Druck wegnehmen und auch Aufmerksamkeit


Der Wunsch nach Aufmerksamkeit ist meiner Meinung nach der entscheidende Punkt. Dort könnte man ansetzen. Hattest Du schon einmal das Gefühl der Vernachlässigung? In einer früheren Beziehung oder in deiner Kindheit?

Zitat von Cecile:
Sämtliche Stressabbau-Taktiken mache ich bereits seit einem Jahr, vieles hat sich gebessert und der Druck hat sich massiv reduziert.


Die Frage ist, warum gibst Du einem Krankenhaus den Vorzug gegenüber allen anderen Möglichkeiten zur Stressreduktion (Wellness-Tag, Kurzurlaub, Yoga, Ruhige Musik etc.)?

Kann es sein, dass Du das Krankenhaus wählst, weil Du dort auch zum Teil in deinen Augen ausgeliefert bist und nicht entscheiden musst? Bei allen anderen Dingen musst Du die Kontrolle behalten aber im Krankenhaus kannst Du dich fallen lassen?

Falls das so ist, dann könnte man dieses Defizit an Aufmerksamkeit in Verbindung mit Kontrollabgabe sicherlich mit vielem kompensieren, was aber vielleicht nicht dauerhaft möglich ist.

Ich würde versuchen, dass dieser Wunsch aufgelöst wird ohne ihn mit etwas Anderem kompensieren zu müssen. Da bleibt letztlich eigentlich nur das tiefe Verständnis darüber, dass Du NEIN sagen kannst.

Falls mir noch etwas anderes dazu einfällt, schreibe ich wieder.

22.10.2018 21:09 • x 1 #2


Cecile

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Hallo Timeless,

ich danke dir für deine Antworten!

Bezüglich der Vernachlässigung. Mein erster und auch mein aktueller Therapeut sprechen beide von einer sozialen Vernachlässigung meiner Mutter (Vater war nicht vorhanden). Ich bin die Kleinste von 3 Kindern (9 Jahre Abstand), aber alles andere als ein Nesthäkchen. Stattdessen war ich sehr früh selbstständig, da meine Mutter 3 Jobs hatte und daher fast nie da war und wenn, dann nicht gefühlvoll oder "sprechend", also keine typische Mama, wie es sein sollte.

Dadurch hat sich natürlich sehr früh eine Selbstständigkeit entwickelt, hatte recht früh eine feste Beziehung, bin früh ausgezogen usw. Hab aber wenig Erziehung genießen dürfen, sodass vieles schiefgelaufen ist. Ausbildung angefangen, nach einem Jahr abgebrochen, dann gejobbt, dann selbstständig gemacht.

Parallel dazu viele blöde Geschichten mit Männern, immer auf der Suche nach der einen, großen Liebe, mit der ich dieses Familienbild verwirklichen kann, was ich mir früher immer gewünscht habe. Das lief nicht sonderlich gut. Meine 1. Ehe wurde nach 5 Jahren geschieden (daraus mein Sohn) und nun bin ich allerdings glücklich verheiratet und endlich dort angekommen, was ich zumindest in Bezug auf Männer gesucht habe.

Bezüglich deiner Frage, warum ich das Krankenhaus vorziehe. Ja, der Kontrollverlust ist tatsächlich ein Teil dieser Sache. Es ist aber so, alles, was selbstverschuldet wäre (also selbst verletzen, selbst gegen den Baum fahren oder auch selbst Pause machen, Kurse besuchen, wegfahren etc.) - dafür müsste ich gerade stehen, mich rechtfertigen, begründen und dafür einstehen (gegenüber meinem Partner und meinem Kind). Beim Krankenhaus und einer Krankheit wäre das nicht der Fall. Da liegt die Ursache, warum ich das Krankenhaus vorziehe.

Das ist ja das Problem. Analysieren fällt mir nicht schwer. Nur der Therapieansatz fehlt mir. :/

23.10.2018 08:42 • #3


Elli13

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Hallo,
mir geht es genauso. Ich hätte gerne Krebs oder Herzinfarkt oder auch einen Unfall.
Die Gründe sind wie bei Dir. Es einfach nicht mehr tragen müssen. Verantwortung abgeben.
Die ganze Last fallen lassen.
Arbeit Haushalt Job Kind Hund Mann, alles Energiefresser.
Mich damit auseinanderzusetzen fehlt mir die Kraft. Meine Bedürfnisse kenne ich nicht.
Ich will nur hier raus.

30.10.2018 15:01 • x 1 #4


aannoonnyymm

Hallo,
ich möchte mich auch mal zudem Them äußern, da ich das Gefühl auch kenne. Ich bin zwar erst 17 Jahre alt, aber ich wünsche mir ebenfalls fast dauerhaft krank zu sein. ich möchte einfach etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen, obwohl das jetzt doof klingt. Aber enfach umsorgt zu werden und die Last des Alltags nicht mehr zu spüren ist ein gutes Gefühl,nachdem ich mich sehne. Das einzige, was ich an der Stelle hier zu dir sagen kann, ist das du definitiv nicht alleine bist!

30.10.2018 23:18 • #5


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JuliaW

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Hallo Cecile, Elli13 und aannoonnyymm,

ich schreibe an Euch alle, weil Ihr ein ähnliches Thema beschreibt, wobei natürlich jede von Euch einzigartig ist und damit wahrscheinlich auch die Faktoren, die eine Rolle spielen. Als ich Eure Beiträge gelesen habe, kamen mir übergreifend zwei Punkte in den Sinn, die auf den ersten Blick nicht direkt mit dem Wunsch "krank sein" / "Verantwortung abgeben können" zu tun haben mögen. Gleichzeitig nehme ich es so wahr, dass Ihr alle nach einer Lösung sucht, denn ich würde mal behaupten, wenn es einen anderen Weg gäbe als krank zu sein, dann würde jede von Euch den nehmen, denn es geht ja weniger um die Krankheit, sondern mehr um Entlastung bzw. einen Weg aus der Überlastung, habe ich das richtig verstanden?


1) Therapieansatz
Bei der Frage nach einem Therapieansatz habe ich an die "Lösungsfokussierte Kurztherapie" gedacht. Das ist eine Therapieform, bei der es weniger um die Aufarbeitung der Vergangenheit geht, sondern vielmehr darum eine praktikable Lösung für die unüberwindbar scheinenden Probleme zu finden, die im täglichen Leben auch umsetzbar ist. Für alle, die in der Lage sind, auf die Frage "Wie wäre es, wenn es schön wäre?" mit einer positiven Zukunftsvision zu antworten, könnte alternativ auch ein Coaching in Frage kommen. (Und damit meine ich nicht die Möglichkeit "ich will krank sein", sondern "Wie wäre es, wenn es "läuft" in meinem Leben, ich gesund bin und privat wie beruflich zufrieden / glücklich"?) Coaching ist außerdem eine nützliche Methode, um innere Konflikte aufzulösen und für sich selbst mehr Klarheit zu schaffen: Was will ich eigentlich (Bedürfnisse)? Auf Basis welcher Überzeugungen lebe ich mein Leben und welche davon stehen mir eher im Weg? Wie kann ich mehr Lebensqualität in mein Leben bringen? Welche Themen gilt es anzugehen und wie kann ich das schaffen?
Falls Euch das interessiert, sind in diesem Beitrag mehr Informationen zu finden, denn gerade in Sachen Coaching gibt es einiges zu beachten: Verhaltens- oder Gestalttherapie, Beitrag # 5.


2) "Selbst-Mitgefühl" und "Selbstwert"
Ich weiß nicht wie sehr Euch diese beiden Themen ansprechen bzw. wie Ihr Euch selbst diesbezüglich einschätzen würdet. Keine von Euch hat das geschrieben, doch ich würde fast wetten, dass Ihr alle Euch für andere Menschen (oder den Job) ein Bein ausreißt, damit alles läuft, und am Ende die Kraft und die Zeit für Euch selbst fehlen? Vielleicht mehr, vielleicht weniger. Timeless77 hatte schon das Thema "Nein sagen können" ins Spiel gebracht. Das ist ein wesentlicher Punkt. Wie gut gelingt Euch das? Könnt Ihr Euch Freiräume schaffen? Das ist notwendig, um selbst bei Kräften zu bleiben. Dann habe ich zumindest zweimal über den Wunsch gelesen, mehr "Aufmerksamkeit zu bekommen". Was wäre, wenn Euch genau das fehlt und zwar vor allem von Euch selbst? Wie viel Aufmerksamkeit schenkt Ihr Euch selbst und Euren Bedürfnissen? Das sind vielschichtige Themen, denn dabei geht es nicht nur um Verhaltensveränderungen, sondern es geht um Eure tiefsten Überzeugungen: Bin ich liebenswert wie ich bin? Für wen darf ich Mitgefühl haben - für andere oder auch für mich selbst? Denn um "nein" zu sagen braucht es eine Grundlage, ein Wissen, dass es ok ist, dass man eben auch mal nein sagen kann und dass davon nicht die Welt zusammenbricht. Wenn Euch das anspricht, könnte es hilfreich sein, Euer Selbst-Mitgefühl und den eigenen Selbstwert unter die Lupe zu nehmen und hieran zu arbeiten. Dazu gibt es Möglichkeiten. Ein Einstieg könnten diese Bücher sein:

Zitat von JuliaW:
Selbstmitgefühl: Wie wir uns mit unseren Schwächen versöhnen und uns selbst der beste Freund werden
von Kristin Neff (https://www.amazon.de/Selbstmitgef%C3%B..._1?ie=UTF8)
Wenn es konkret um den Aufbau von Selbst-Mitgefühl geht, könnte für viele wahrscheinlich dieses Buch hilfreich[...] sein. Die Autorin ist Psychologieprofessorin und forscht seit Jahren zum Thema Selbst-Mitgefühl. Das Buch ist alles andere als trocken geschrieben und sie bringt sehr viel ihrer eigenen Geschichte als Beispiel mit ein, um bestimmte Zusammenhänge zu verdeutlichen. Es enthält Hintergrundinformationen und diverse Übungen.


Zitat von JuliaW:
"Du bist einzigartig": Starker Selbstwert - starkes Kind
von Dan Svarre (https://www.amazon.de/%C2%BBDu-bist-ein..._1?ie=UTF8)
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, weil ich zum einen die Art des Autors als sehr angenehm empfand und er zum anderen einen sehr eingängigen Erklärungsansatz hat: Er unterscheidet zwischen Selbstvertrauen und Selbstwert, wobei er den Selbstwert als Fundament bezeichnet. Dadurch lässt sich das Thema ganz anders handhaben. So habe ich das bisher noch nie gesehen gehabt und auch noch nirgendwo gelesen.
Das Buch ist als Elternratgeber geschrieben und zeigt, was Eltern tun können, um den Selbstwert bei ihren Kindern zu stärken. Das kann man natürlich genauso auch bei sich selbst anwenden.

(beide Zitate aus dem Beitrag: Gute Bücher über Depressionen zur Selbsthilfe?, Beitrag # 7)


Soviel zu meinen Ideen. Vielleicht ist ja irgendwas davon hilfreich für Euch?

Liebe Grüße,
Julia

31.10.2018 16:54 • x 2 #6


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Pilsum

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Hallo Cecile,
Zitat:
Mein Problem ist nun aber, dass ich wirklich ständig daran denke und mich danach sehne, krank sein zu wollen.


Du beschreibst meiner Meinung nach nichts Außergewöhnliches.
Wie es Dein Therapeut schon sagt, scheint das vor allem damit zu tun zu haben,
dass Du gern mal eine Pause einlegen möchtest.
Warum findest Du keine innere Ruhe für Dich?

Zitat:
Mir ist die Ursache wie gesagt vollkommen klar


Wenn Dir die Ursache bekannt ist, würdest Du dann hier etwas darüber schreiben?
Zitat:
aber der gesamte Kopf und Körper arbeitet gegen einen . ich weiß nicht, wie ich es ändern soll,
dass ich diesen Drang habe.


Ich glaube kaum, dass unser Kopf gegen uns arbeiten kann. Ich würde das anders beschreiben.
Zitat:
Es ist rein der Wunsch nach Erholung, ausruhen, Druck wegnehmen und auch Aufmerksamkeit (obwohl ich
diese in meiner Familie wirklich genug bekomme, daher ist es eher die Erholung und Stressabbau, der mir fehlt).


Dann gönne Dir mehr Ruhe. Wozu benötigst Du dazu eine Technik?
Kann es sein, dass Du im Tagesablauf häufig über Deine Kräfte hinaus gehst?
Zitat:
Es ist aber mehr . es fühlt sich krankhaft an


Dann beschreibe doch mal, warum Du findest, dass es mehr ist.

Viele Grüße

Pilsum

01.11.2018 21:38 • x 2 #7


nvm

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Hallo Cecile,

ich bin zwar erst 14, mache aber gerade etwas ähnliches durch, wie du. Zwar möchte ich nicht in ein Krankenhaus, bei mir ist es eher so, dass ich versuche, chronische oder psychische Erkrankungen an mir fest zu machen, um zu leiden. Das liegt nicht an mangelnder Aufmerksamkeit etc, ich möchte einfach nur leiden.
Das etwas mit mir nicht stimmt, wurde mir klar, als ich nach ewigen Internetrecherchen, nach Krankheiten, die aus Dehydrierung entstehen (denn ich habe schon seit Wochen bewusst kaum getrunken), gesehen habe, dass Dehydrierung Gewichtszunahme verursachen könnte und das das einzige Argument für mich war, wieder anzufangen zu trinken (was mir jedoch unfassbar schwer fällt). Nicht die chronischen Krankheiten/Depressionen etc haben mich erschreckt, die haben mich eher weiter angetrieben.

Das hat mir Angst eingejagt, aber es gibt nichts, was man eine Sucht nach Krankheit oder so bezeichnen könnte.

Ich bin mir bewusst, dass etwas falsch bei mir läuft. Auch wenn ich mir eine Internetdiagnose über eine Art Hypochondrie gegeben habe (was ja eigentlich der größte Beweis ist, dass ich irgendwie darunter leide), weiß ich nicht, was wirklich bei mir los ist. Ich überlege, meine Kinderärztin, die mich schon ewig kennt ohne das Wissen meiner Eltern aufzusuchen, um sie um eine Untersuchung zu bitten, weil ich mache mir sorgen um meine Gesundheit, auch wenn ich mir ja dann doch tief in mir wünsche, krank zu sein.

Kennt sich jemand auf diesem Gebiet aus? Weiß jemand Rat? Geht es jemandem auch so?
Ich wäre so dankbar, wenn es jemanden gäbe, dem es auch so geht wie mir, einfach, um jemandem zum Reden zu haben.
Danke.

12.01.2019 16:18 • #8


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robbi

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Zitat:
oder psychische Erkrankungen an mir fest zu machen, um zu leiden


Das hast Du bereits geschafft oder willst Du mehr?

12.01.2019 18:04 • x 1 #9


ndbxvdbsn

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Hey, ich bin gerade mal 11 Jahre alt und habe das selbe.ich habe mich zwar noch nicht verletzt oder so aber ich denke oft daran.ich habe viel Schul Druck und auch Hobby mäßig eine Last aber ich bemerke es im Alltag garnicht so wirklich.wäre nett wenn mir jemand sagen könnte wie das heißt.LG und Bleibt Gesund

02.04.2020 13:54 • #10


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maya60

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Da fällt mir zum Thema der "sekundäre Krankheitsgewinn" ein:

https://de.wikipedia.org/wiki/Krankheitsgewinn


Liebe Grüße! maya

02.04.2020 15:11 • #11


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Pilsum

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Zitat von ndbxvdbsn:
Hey, ich bin gerade mal 11 Jahre alt und habe das selbe.ich habe mich zwar noch nicht verletzt oder so aber ich denke oft daran.ich habe viel Schul Druck und auch Hobby mäßig eine Last aber ich bemerke es im Alltag garnicht so wirklich.wäre nett wenn mir jemand sagen könnte wie das heißt.LG und Bleibt Gesund


Hallo ndbxvdbsn,

willkommen hier im Forum.

Dein Einstieg hier ist etwas unglücklich. Wenn Du es ernst meinst, solltest Du und etwas mehr über Dich und
Deine Sorgen erzählen.
Bist Du 11 Jahre alt oder 19 Jahre?

Viele Grüße

Bernhard

04.04.2020 10:29 • x 1 #12


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anonymmmmmm

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Zitat:
nvm

hallo nvm,ich weiß noch nicht genau wie das hier funktioniert mit dem Zitat von ... ob du dann eine Benachrichtigung bekommen würdest,da ich mich eben erst hier eingeloggt hab,um dir zu antworten.
Du hattest geschrieben:
"Ich wäre so dankbar, wenn es jemanden gäbe, dem es auch so geht wie mir, einfach, um jemandem zum Reden zu haben."
deswegen wollte ich dir kurz mitteilen,dass es mir auch so geht statt sehr wenig zu trinken habe ich ungeheuer viel getrunken,so viel das ich mich beinahe übergeben musste und trotzdem weiter getrunken hab,nur weil ich gelesen habe,dass dies zu Wasservergiftung führen kann.
Ich bin gerade erst 13 Jahre alt aber habe vor circa einem Jahr etwas erlebt,was möglicherweise ein Trauma bei mir ausgelöst hat.
Ich habe seit nun circa 2 Jahren inmer wieder über Depressionen recherchiert und ich weiß nicht genau ob ich nur den Wunsch danach habe oder ob ich sie wirklich habe,denn ich habe schon unzählige Tests gemacht (was natürlich keine Diagnose vom Arzt ausschließt und auch nicht wahr sein muss),in denen raus kam,ich hätte eine mittlere bis schwere Depression.
Wie du,überlege ich mir auch oft meine Kinderärztin(die mich auch nach dem "Trauma" behandelt hat)aufzusuchen,ohne es meinen Eltern zu erzählen,denn ich fühle mich genau so wie du und stelle mir oft vor wie es wäre,Krebs oder eine Autounfall zu haben.
Ich glaube es ist circa ein Jahr her,seitdem ich bei meiner Kinderärztin war (unter anderem wegen ritzen),ich weiß zwar dass ich es nicht machen soll und das es keine Lösung ist aber manchmal würde ich es echt gerne wieder tun aber den ganzen Stress kann ich meinen Eltern nicht wieder antuen.
Ich weiß auch nicht genau wie ich es ihnen sagen soll,da ich weiß sie würden mich nicht ernst nehmen.
Ich erinnere mich nur noch ein ganz kleines bisschen daran,dass ich vor 1 einhalb Jahren mal meiner Mutter etwas in Richtung Depressionen erzählen wollte doch sie hat mich nicht ernst genommen da ich auch nur etwas wie "ich fühl mich nicht so als würde ich noch leben" "ich kann nicht mehr einschlafen und muss die ganze zeit nachdenken" gefaselt habe.
Sie meinte nur etwas wie "Ja es sind ja auch Ferien du musst nicht früh schlafen" und damit war das Thema für sie auch wieder gegessen.
Ich weiß nicht genau ob es nur eine Phase ist und ob mein Kopf nur versucht Aufmerksamkeit zu bekommen,da mir das auch schon so oft gesagt worden ist,aber es fühlt sich an als würde dieses Gefühl nie weggehen.
Wenn ich mit Freunden bin,bin ich immer die glücklichste und lauteste aber sobald ich allein bin ist es egal wie glücklich ich eben noch war dann bin ich einfach nur numb und wie betäubt.
Ich weiß nicht ob das hier irgendwem was gebracht hat aber ich hoffe es geht jemandem ähnlich wie mir,da ich dann wen zum austauschen hätte.
Danke fürs lesen.

14.04.2020 11:43 • #13


ndbxvdbsn

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gelöscht

26.04.2020 20:31 • #14


ndbxvdbsn

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Zitat von Pilsum:

Hallo ndbxvdbsn,

willkommen hier im Forum.

Dein Einstieg hier ist etwas unglücklich. Wenn Du es ernst meinst, solltest Du und etwas mehr über Dich und
Deine Sorgen erzählen.
Bist Du 11 Jahre alt oder 19 Jahre?

Viele Grüße

Bernhard






Hallo,
ja richtig gelesen..ich bin erst !11! (bzw. seit kurzem 12)

Ich reite gerne aber habe eine sehr strenge Lehrerin.
Ich lebe in einer Patchwork-Familie mit 5 großen Brüdern als jüngste und einziges Mädchen.
Von mir wird viel erwarten und ich habe wichtige Pflichten in der Familie.

Ich habe zwar Freunde denen ich vertrauen kann, aber ich verstumme eher in mich herein... eigentlich wissen meine Freunde nicht wirklich wie ich bin.

Ich fühle mich manchmal einfach nur verloren und glaube ich habe leichte Depressionen.
In der Schule bin ich beliebt und mich mögen sehr viele (Jungs&Mädchen) aber in der Schule bin ich eher oberflächlich und lache immer...was ich zuhause wenn ich alleine bin garnicht mache.



LG

26.04.2020 20:34 • x 1 #15


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Pilsum

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Zitat von ndbxvdbsn:





Hallo,
ja richtig gelesen..ich bin erst !11! (bzw. seit kurzem 12)

Ich reite gerne aber habe eine sehr strenge Lehrerin.
Ich lebe in einer Patchwork-Familie mit 5 großen Brüdern als jüngste und einziges Mädchen.
Von mir wird viel erwarten und ich habe wichtige Pflichten in der Familie.

Ich habe zwar Freunde denen ich vertrauen kann, aber ich verstumme eher in mich herein... eigentlich wissen meine Freunde nicht wirklich wie ich bin.

Ich fühle mich manchmal einfach nur verloren und glaube ich habe leichte Depressionen.
In der Schule bin ich beliebt und mich mögen sehr viele (Jungs&Mädchen) aber in der Schule bin ich eher oberflächlich und lache immer...was ich zuhause wenn ich alleine bin garnicht mache.



LG



Hallo an Dich.

Da Du noch sehr jung bist, finde ich es schwierig, Dir eine Antwort zu geben, welche Dir
wirklich helfen kann.
Deshalb empfehle ich Dir, über Deine Bedenken einmal mit Deinen Eltern zu sprechen.
Dies erscheint mir der sinnvollste Weg zu sein.

Viele Grüße

Bernhard

27.04.2020 01:06 • #16

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