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Ich will schwer Krank sein - was dagegen tun?

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Hallo, Ich bin 16 Jahre alt und jetzt in der 10. Klasse.

Kurz zu meiner Vorgeschichte:

In der 5. Klasse wurde ich gemobbt, woraufhin ich einen Morbus Sudek bekam. Mein Kopf hat gesagt, meine Hand würde Schmerzen. Ich habe die Schmerzen echt empfunden, und sie deshalb ein halbes Jahr lang NICHT bewegt.

Für die Schmerzen jedoch gab es keinen Grund, so fand man nach 1000 Untersuchungen herraus, das ich einen Morbus Sudek habe.

Ich war in Therapien um meine Hand zu bewegen, das mit dem Mobbing kam raus, Ich wechselte die Schule.

In der 7.Klasse fing ich an mit Selbstverletzendem Verhalten, das kam dann im Sommer in der 9. Klasse raus.

Seit Herbst 2018 gehe ich zum Psychologen, habe diagnostizierte Sozialangst, Bewerthngsangst und Depressionen, und es hat sich raus gestellt das ich massiven Bluthochdruck habe.

Am 3 Januar, also vor ein paar wochen, war ich in der Psychiatrie. Für 4 Tage. Wegen Suizidalität.


Das ist meine Vorgeschichte, nun zum Wesentlichen

Ich habe ständig den Wunsch an einer schweren Krankheit zu erleiden. Ich hasse mich dafür.

Andere Menschen leiden so sehr darunter, und ich wünsche mir einfach nur an Krebs, oder irgendwas anderem schlimmen zu erleiden. Oder einen Unfall zu haben.

Wieso?

-Ich hab das Gefühl das mir alles zu viel wird. Wenn ich Krebs oder so hätte, hätte ich diesen "Krankheitsbonus". klingt doof. Ja. Aber es ist doch so. Man bekommt mit einer schweren Krankheit nun mal Vorteile.

-Ich habe keine Lust mehr auf mein Leben. Es ist ANSTRENGEND! Jeder sagt immer "Das Leben ist nunmal nicht einfach". Aber wenn das so ist, dann will ich es nicht!

-Ich könnte sterben, ohne das man denkt, es sei dumm. Wenn ich mich selbst umbringe, wäre jeder entäuscht von mir. Durch die Krankheit wäre der Tod unvermeidbar, und man könnte nicht MIR die schuld geben

-Ich möchte keine Aufmerksamkeit. Andererseits irgendwie schon. Es ist komisch. Ich bekomme viiiieeel Aufmerksamkeit.Ich habe 2 Geschwister. Und ich bekomme glaub ich am meisten, wegen meinen Psychischen Erkrankungen. Aber doch langt es mir noch nicht.

Ich verstehe mich selbst nicht mehr.
Ich trau mich nicht meiner Psychologin/Therapeutin davon zu erzählen.

Oder sonst jemanden. Gibt es eine Erkrankung (Psychisch) die dafür sorgt das man solche Wünsche hat? Oder liegt es Schlichtweg an den Depressionen? Sollte ich jemandem davon erzählen? Gibt es Therapien gegen solche Wünsche?

Hilfe.

03.02.2019 19:27 • x 1 #1


hardymei

Hallo, und willkommen hier im Forum.

Hoffentlich schreibe ich jetzt nicht den allergrößten Quatsch, der dir noch zusätzlich weh tut. Das möchte ich auf gar keinen Fall. Was mir spontan beim Lesen deines Posts einfiel, war der Begriff "Verantwortung".

Ich habe dich gelesen und fast durchgängig dabei gedacht: diese Frau hat Angst, Verantwortung für sich zu übernehmen.
Was mich definitiv nicht wundern würde.
Du bist jung, in einer sowohl psychisch wie physisch verändernden Lebensphase. Es wäre, wenn es denn so sei, ganz normal, in dieser Phase mehr denn je - für manche sogar erstmalig - auf der Suche zu sein . wer bin ich, wie bin ich, wer und wie möchte ich sein, was und wo ist mein Platz im Leben.
Das ging mir primär durch den Kopf bei deinen Zeilen.
Dazu noch das, was du erlebt hast und erlebst an - ich nenn es jetzt mal - Ausgrenzungen und Verletzungen.

Wie erwähnt möchte ich dir um Himmels Willen nicht noch zusätzlich weh tun mit meinen Gedanken. Aber doch meine Frage dazu: kannst du mit dieser Idee des "Verantwortung weg schieben" etwas anfangen?

Wenn du etwas dazu schreiben möchtest .

Gruß

03.02.2019 19:39 • x 2 #2


Liselotte

Liselotte

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Hallo Nnnnnnnn,

erzaehl das alles Deiner Therapeutin.
Keine Sorge,
alles wird besser.

Herzlich willkommen.

03.02.2019 19:42 • x 3 #3


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Hallo @hardymei

Ich bin mir nicht sicher ob das "Verantwortung wegschieben" auf mich zutrifft.

ich fühl mich einfach überlastet, fertig mit den Nerven.

Dabei mach ich nicht viel! Ich geh zur Schule, komme nach Hause, und den Rest des Tages Chille ich. Ich lieg im Bett oder male, lese,.

Ich fühle mich Kraftlos und so. Und mich damit auch überfordert mit dem was ich zurzeit mache. ABER ICH MACHE JA NIX. und das wundert mich.
Ich weiß nicht ob das "Verantwortung wegschieben" ist.

Grüße

03.02.2019 19:52 • x 2 #4


hardymei

Hallo Nnnnnnnnnnnnn.

Es war auch nur so ein Gedanke, der mir gekommen war.

Ich denke, das, was Liselotte geschrieben hat, ist ein wirklich sehr guter Tip.

03.02.2019 20:02 • x 2 #5


Frederick1

Frederick1

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liebe N,

erstmal von mir auch ein herzliches Willkommen hier im Forum. Ja Leben ist nicht nur easy. Und ich kenne mobbing auch aus meiner Lebensgeschichte, weil ich anders war, mich nicht angepasst verhalten habe. Du und so bin ich auch noch heute, anders halt.

Aber heute stehe ich viel mehr zu mir, ja ich darf anders sein als alle anderen, und du darfst das auch. Das macht dein Leben spannend. Vielleicht findest du es heute nur ätzend, du aber das ändert sich. Ja du bist noch wie schon geschrieben auf der Suche nach dir selbst, und eben weil du anders bist, geht es bei dir viel tiefer, und daher auch länger.

Weil du dir viel mehr Gedanken über dein Leben, über das Leben überhaupt machst. Ist Leben nur möglichst nur viel Geld verdienen, chice Klamotten kaufen, dann einen reichen Mann heiraten, der das alles finanziert.

Nein Leben ist anders, Leben ist mehr, viel mehr. Das was manche mehr so dahin leben, nimmst du auf deine Art viel zu ernst. Das erinnert mich an mein eigenes Leben.

Nur, vergesse bitte nie, du bist wertvoll, du hast ein Recht auf Leben. Lehne dich bitte nicht selbst ab. Aber das du mehr Aufmerksamkeit bekommen willst, das ist auch nicht so ganz fair von dir. Leben, und leben lassen. Mache dich mehr und mehr unabhängig von anderen Menschen und ihren Meinungen. Stehe ehrlich zu dir, kämpfe für dich.

Und schau mal genauer hin, viele spielen dir ein Selbstvertrauen vor, aber wenn du mal genauer hinschaust, hinter die ganze Schminke schaust ist da ja gar nichts.

Hey, jetzt sei ehrlich, sage deiner Therapeutin die Wahrheit, stehe auch zu deiner Wahrheit, verarsche dich doch nicht selbst. Davon hast du echt gar nichts.

Auf Dauer spielst du dir da nur etwas vor.

Fange an ehrlich zu leben auch wenn es am Anfang noch weh tut. Aber mit der Zeit wirst du merken, wie es dir hilft.

Dir selbst und auch deinen Geschwistern.

Ja chillen ist doch gut, aber nicht alles. Gut ist es, wenn du dich auch mal bewegst, nur wenn du dich bewegst, setzt du etwas in Bewegung, Und du bist so ein Mensch, du setzt irgendwann einmal in der Welt positiv in Bewegung. Deshalb halte durch.


liebe Grüße,

Frederich und Hund, dem Hund kannst du nichts vorspielen, der merkt das, der hat es drauf.

03.02.2019 20:08 • x 1 #6


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Hallo nochmal.
Ja ich denke ich werde meiner Therapeutin mal von dem Wunsch Krank zu sein erzählen. auch wenn ich Angst davor hab. Immerhin ist es ja schon komisch eine schwere Krankheit haben zu wollen

Naja vielleicht ist es auch einfach ein 'Nebeneffekt' des Erwachsenwerdens und der Depression

Danke nochmal für all die Antworten!

03.02.2019 21:18 • x 1 #7


Liselotte

Liselotte

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Supi,
viel Spass morgen in der Schule.

Bestimmt hast Du ein Lieblingsfach.
Meines war Deutsch.

Toll, auch das Du malst, da hatte ich in Deinem Alter keine Zeit fuer. Ich musste immer buegeln und putzen und so schreckliche Sachen machen und vor der Schule im Dunkeln Zeitung austragen.
Also, keep cool!

03.02.2019 21:27 • x 2 #8


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Ja danke Liselotte

Mein Lieblingsfach ist auch Deutsch und ja, das hab ich morgen

Das klingt echt anstrengend. Da hab ichs schon gut aber fühl mich mit meinen wenigen Aufgaben trozdem überbelastet. Dabei haben andere es noch schlimmer.

Danke nochmal für die Antwort,
schönen Abend noch

03.02.2019 21:37 • x 1 #9


Luna1985

Luna1985

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Hi N,

ich kenne diesen Wunsch auch. Habe seit ein paar Jahren eine Erschöpfungsdepression, die einfach nicht weggeht und habe mir viiiele Gedanen gemacht und recherchiert, was es alles sonst sein könnte als "nur" eine Depression. Habe mal eine Prodromalphase vermutet, die man bei einer Schizophrenie oder generell bei einer Psychose haben kann, ein anderes Mal habe ich eine bipolare Störung vermutet, die sich bisher halt nur im Depressiven zeigt, etc. Habe mir irgendwie gewünscht, dass es was dramatischeres wäre als "nur" eine Depression. Aber mittlerweile habe ich positive Erfahrungen damit gemacht, mit der Depression offen umzugehen (zB wissen in der Arbeit alle Bescheid, was meine Angst vor Erwartungen anderer gemindert hat) und es reicht mir aus, "nur" depressiv zu sein. Das alles klingt so niedergeschrieben total dämlich, ist aber wohl nicht nur auf Einzelfälle beschränkt. Ich denke mal, dass noch mehr Menschen diesen Wunsch kennen.

Ich habe mich jetzt auch für den Aufenthalt in einer Klinik entschieden und lasse mich überraschen, was da so auf mich zukommt. Vielleicht würde dir so eine Auszeit vom Alltag auch guttun? In der Schule muss man ja doch mit dem Kopf "arbeiten" und ich weiß, wie schwer das während einer Depression ist. Wenn nicht unmöglich.

LG Luna

03.02.2019 21:49 • x 2 #10


Liselotte

Liselotte

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Oh, das freut mich jetzt aber.

Wenn Du Lust hast, schreib mir doch mal morgen mal, was Du da gerade so machst in Deutsch in der 10ten.

Na,ja waren irgendwie andere Zeiten frueher, heute stell ich mir das auch nicht gerade einfach vor. Halt anders anstrengend.

Ich wuensch Dir auch einen guten Abend.

03.02.2019 22:03 • #11


Forenleitung

Forenleitung

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Hallo,

in diesem ähnlichen Thema findest Du ebenfalls Hilfestellungen:

hypochondrie-gegenteil-moechte-unbedingt-krank-sein-t24943.html

Liebe Grüße

06.02.2019 17:02 • x 3 #12




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