Soll ich aufgeben oder weiter kämpfen?

SchwesterGabi

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Hi,

bin seit langer Zeit mal wieer hier im Forum. Ich muss feststellen, dass eigentlich alle "Bekannten" kaum noch aktiv sind. Fühle mich etwas wie abnormal, da ich wohl ein Sonderfall bin dass ich mich mit der ganzen Sch.... nach 3.5 Jahren immer noch rumschlage....

Kurz zu mir:
- Vor ca. 3.5 schwere Depression bekommen (Grund Diverses und Verlust der Liebe zum Freund), jetzt depressions-technisch wohl geheilt aber immer noch in Therapie (weil ich alleine noch nicht kann)
- Habe mittlerweile viel erreicht, bin selbstbewußter, eigenständiger, kann besser Grenzen setzen ABER Liebe zum (mittlerweile) Mann fehlt immer noch
- Jetzt lang ersehnten Studienplatz erhalten, nervigen Job gekündigt, Studentenjob ab Okt

ZUVIEL: zuviel ist mit gerade alles was sich ändert, das kommende Pflegepraktikum, das schwere Studium, das Verlassen der jetzigen Arbeitskollegen etc. ABER das alleine würde ich verkraften denn das STudium ist mein TRAUM, leider steht meine Beziehung auf der Kippe:
- er hat genug von meiner Gefühlskälte, meiner Distanz
- will öfters als alle 4 Wochen S.. (hat gemeint dass er ein Fremdgehen von seiner Seite bald nicht mehr ausschließen kann...)
- er will mehr und das verstehe ich, ich gebe ihm nicht viel, da die Liebe/das Gefühl fehlt

Denke wieder vermehr über eine Trennung nach, aber:
- das heißt eine eigene Whg, finanziell wird es schwierig, ALLEINE sein
- Sorge um meinen Mann, wird er sich fangen, wird er alleine sein, wird er Freunde zum reden haben (soviel Verantwortung lastet auf mir)
- Sorge um mich, schaffe ich das alleine? Die Schuld auf den Schulter zu tragen dass ich alles kaputt gemahct habe???

So dass musste jetzt mal raus!!!

Alles Liebe

Schwester Gabi
- soll ich aufgeben? Weiter kämpfen?

03.09.2010 14:06 • #1


schnuckelich

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Hallo Gabi;

ich denke, dass Du weiterkämpfen solltest.

Ich möchte einmal schreiben, ich leide selber nicht an dieser Krankheit, aber mein Mann.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Gedanken kreisen, gerade wenn icht alles so läuft wie es eigentlich erwünscht ist, aber wofür hat man denn einen Partner?

Ich denke immer nur, dass ich "nur" für ihn da sein kann. Vielleicht hilft der Gedanke zu wissen, dass immer ein Mensch da ist, wenn der andere Hilfe braucht, eine SChulter zu anlehnen oder was auch immer.

Ich wünsche Dir alles Liebe

Gruß Schnuckelich

03.09.2010 14:24 • #2


GastAccount

Wie du siehst, habe ich den Thread hierhin verlegt.

Ja, ich weiß nicht was ich dir raten soll. Meine Gefühle zu meinem Partner sind manchmal noch zu, aber sie blitzen immer wieder vor und mir geht es gut damit. Ich weiß, dass ich ihn liebe und dass ich ihn nicht verlieren will.

Bei dir bin ich mir aber nicht mehr sicher. Natürlich können wir dir hier keinen Rat geben, was du genau machen sollst. Und die Entscheidung ist wohl auch verdammt schwer, aber du wirst sie leider alleine treffen müssen.

Dir mit Fremdgehen zu drohen ist allerdings auch kindisch. Denn S. ist ja wohl nicht alles. Aber du solltest für dich feststellen woran das liegt. Ich arbeite gerade in meiner Therapie daran und ich kann dir sagen, es ist verdammt hart. Aber mir wird vieles bewusst.

Wie ist das in deiner Therapie? Ist das ein Thema? Wie intensiv behandelt ihr das Thema? Oder versuchst du dem Thema, wie ich, ein bisschen auszuweichen?

Was mir noch auffällt, du gibst als Grund der Depression den Verlust der Gefühle zum Freund an. Da unterscheiden wir uns eklatant. Mein Gefühlsverlust war ein Symptom der Depression und kein Grund. Wenn es andersrum gewesen wäre, wäre ich wohl inzwischen solo. Denn wegen einer falsch verstandenen Beziehung zusammen zu bleiben, kann tatsächlich Depressionen ausleben.

Du stellst dir ja schon Fragen, die eigentlich von Trennung sprechen. Und ich glaube dein Partner ist erwachsen genug, auch alleine klar zu kommen. Das sollte also kein Hinderungsgrund sein. Aber möchtest du das auch?

Und noch etwas, wieso hast du ihn geheiratet, wo doch keine Gefühle da sind?

03.09.2010 14:24 • #3


Pyxidis

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Hallo SchwesterGabi,

fühlst Du grundsätzlich nichts, also hast zur Zeit keine Gefühle wie (Traurigkeit, Zuneigung zu Freunden, Wut, Glück, ...) oder fühlst Du nur nichts für Deinen Mann.

Weißt Du man kann sich mit der Zeit auch entlieben, das passiert und an sich etwas völlig Normales und absolut nichts Krankhaftes.

Ich glaube vielmehr, daß Du ein Problem hast alleine zu sein, wie Du ja auch schon schreibst und daran solltest Du arbeiten. Auf Teufel komm raus mit einem Mann zusammenzusein, den man nicht mehr liebt, hilft dabei kaum.

Was ist mit Deinem Freundeskreis? Du schreibst ja auch, daß Dir Deine Kollegen fehlen werden; Du Dich auf Dein Studium freust - das hört sich für mich alles nicht so an als würdest Du auf Grund einer Depression keine Gefühle mehr zu Deinem Mann mehr haben. Weil es sich für mich auch überhaupt nicht wie eine Depression anhört.

Warum hast Du ihn eigentlich geheiratet, wenn Du ihn seit drei Jahren nicht mehr liebst?

Und um Deinen Mann mußt Du Dir im Fall einer Trennung schon mal gar keine Gedanken machen; Dein Mann ist groß, heißt erwachsen, das schafft er schon.

Also warum kannst Du nicht ALLEINE sein, habt ihr das in der Therapie schon mal thematisiert?

Alles Gute für Dich
Scorpio

03.09.2010 14:57 • #4


SchwesterGabi

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Hallo an Alle,

Zitat von schnuckelich:
Ich möchte einmal schreiben, ich leide selber nicht an dieser Krankheit, aber mein Mann.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Gedanken kreisen, gerade wenn icht alles so läuft wie es eigentlich erwünscht ist, aber wofür hat man denn einen Partner?

Er war/ist auch für mich da, nur ist sein Verhalten leider aus Unsicherheit und Angst heraus sehr kontraproduktiv...

Zitat:
Wie ist das in deiner Therapie? Ist das ein Thema? Wie intensiv behandelt ihr das Thema? Oder versuchst du dem Thema, wie ich, ein bisschen auszuweichen?

Ich behandle das Thema sehr oft in der Therapie, nur trete ich auf der STelle, sie weiß auch nicht weiter...

Zitat:
Was mir noch auffällt, du gibst als Grund der Depression den Verlust der Gefühle zum Freund an. Da unterscheiden wir uns eklatant. Mein Gefühlsverlust war ein Symptom der Depression und kein Grund. Wenn es andersrum gewesen wäre, wäre ich wohl inzwischen solo. Denn wegen einer falsch verstandenen Beziehung zusammen zu bleiben, kann tatsächlich Depressionen ausleben.

Das ist die Frage: was war zuerst das Huhn oder das Ei? Mir ging es bevor es richtig schlimm wurde schon mies, ich wußte aber nicht warum, das Mies-Gefühl hatte auch nicht direkt was mit der Beziehung zu tun. Dann von einem Tag auf den anderen, war sie da die MEGA-Depression, plötzlich fand ich ihn abstoßend, liebte ihn nicht mehr und das hat mich immer tiefer rein gezogen. Meine Thera ist der Auffassung, dass der Wegfall der Liebe meine tiefe Depression ausgelöst hatte.

Zitat:
Du stellst dir ja schon Fragen, die eigentlich von Trennung sprechen. Und ich glaube dein Partner ist erwachsen genug, auch alleine klar zu kommen. Das sollte also kein Hinderungsgrund sein. Aber möchtest du das auch?

Mal will ich es mal nicht. Die Angst vor der Verantwortung die ich mit einer Trennung übernehmen würde scheint mir so unbewältigbar. Ich habe ein grundsätzliches Problem Verantwortung zu übernehmen, schiebe sie eher auf andere...

Zitat:
Und noch etwas, wieso hast du ihn geheiratet, wo doch keine Gefühle da sind?

Zitat von Scorpio:
Warum hast Du ihn eigentlich geheiratet, wenn Du ihn seit drei Jahren nicht mehr liebst?[/quote
Das war die Hoffnung das alles wieder gut wird und die Angst vor den Reaktionen vom Umfeld wenn ich alles abblase.

Zitat von Scorpio:
fühlst Du grundsätzlich nichts, also hast zur Zeit keine Gefühle wie (Traurigkeit, Zuneigung zu Freunden, Wut, Glück, ...) oder fühlst Du nur nichts für Deinen Mann.

Ich habe ein großes Distanzgefühl bzgl. meinem Mann, aber auch bei meinen Eltern, bei manchen Freunden auch (v.a. zu denen die eine glückliche Beziehung führen)

]
Zitat von Scorpio:
Was ist mit Deinem Freundeskreis? Du schreibst ja auch, daß Dir Deine Kollegen fehlen werden; Du Dich auf Dein Studium freust - das hört sich für mich alles nicht so an als würdest Du auf Grund einer Depression keine Gefühle mehr zu Deinem Mann mehr haben. Weil es sich für mich auch überhaupt nicht wie eine Depression anhört.

Richtig eine wirkliche DEpression habe ich nicht mehr, eher Phasen (u.a. mit leichtem SVV...)

Zitat von Scorpio:
Also warum kannst Du nicht ALLEINE sein, habt ihr das in der Therapie schon mal thematisiert?

Ich habe dan das Schicksal von meinem Mann nicht mehr unter Kontrolle (Familie gründen, Freundeskreis etc.) und ich habe Angst alleine zu bleiben und nie wieder jemanden so vertrauen zu können. Vor ihm kann ich (bis auf die Emotionen) sein wie ich will, morgens zerknautscht, rauchend am Küchenfenster stehen, daheim in Gammelklamotten rumlaufen mit dem Wissen das er mich trotzdem liebt- Ich kann mir nicht vorstellen dass ich das jemals wieder so finde. Alleine die Vorstellung von jemand anderem angefasst zu werden ist schlimm für mich (ich würde mich dick, unrasiert und häßlich finden).

Ich habe Angst dass ich etwas wegwerfe was eigentlich Gold wert ist... Vielleicht ist das über viele Jahre hinweg einfach so... aber glauben kann ich das nicht...

LG Schwester Gabi

03.09.2010 17:05 • #5


josie

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Hallo Sr.Gabi!
Zitat:
nd ich habe Angst alleine zu bleiben und nie wieder jemanden so vertrauen zu können. Vor ihm kann ich (bis auf die Emotionen) sein wie ich will, morgens zerknautscht, rauchend am Küchenfenster stehen, daheim in Gammelklamotten rumlaufen mit dem Wissen das er mich trotzdem liebt- Ich kann mir nicht vorstellen dass ich das jemals wieder so finde. Alleine die Vorstellung von jemand anderem angefasst zu werden ist schlimm für mich (ich würde mich dick, unrasiert und häßlich finden).

Ich habe Angst dass ich etwas wegwerfe was eigentlich Gold wert ist... Vielleicht ist das über viele Jahre hinweg einfach so... aber glauben kann ich das nicht...

Wenn Du dir diesen Absatz durchliest, was denkst Du dann. Also für mich, als Außenstehende ist das ein Liebeserklärung, mehr kann ich dazu leider nicht sagen.

Vielleicht doch noch ein paar Worte: Daß Du in der Depression keine Gefühle hast, ist doch durchaus nachvollziehbar. Die Frage ist, könnt ihr beiden die Zeit der Depression überbrücken, bis es dir besser geht, dann kannst Du dich auf deine Gefühle wieder verlassen.

03.09.2010 18:29 • #6


SchwesterGabi

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Hallo Josie,

danke für deine Antwort, die hat mich etwas aufgebaut. :-)

Aber ich bin verunsichert weil das eben schon 3.5 Jahre geht und ich habe denke ich keine wirkliche Depression mehr eher Phasen...

Meine Thera meint ja auch dass ich wohl durch die fehlende Liebe depressiv geworden bin, aber vor dem Super-Gau-Tag an dem plötzlich alles anders war, gings mir ja auch schon schlecht... keine Ahnung vielleicht sollte ich lieber vor schauen und nicht zurück und mehr auf meine Situation und Gefühle die aktuell da sind achten...

DAnke nochmal!

Liebe Grüße

SChwester Gabi

05.09.2010 21:47 • #7


GastAccount

Vielleicht achtest du auch zu sehr auf deine Gefühle. Ich habe irgendwann damit aufgehört, habe das hier und jetzt genossen, habe angenommen, dass die nun mal gedeckelt sind. Und siehe da, sie kamen wieder. Langsam und Stück für Stück, immer ein bisschen mehr. Ich glaube, wenn man sich die ganze Zeit konzentriert, dann kann das nichts werden. Denn das erzeugt Druck und Druck macht alles nur schlimmer.

Übrigens deine letzten Zeilen, wo du über die Vorzüge deines Partners spricht, finde ich sehr schön und vielsagend. Wie meine Vorredner schon schrieben, das ist Liebe. Schmetterlinge im Bauch ist nämlich Verliebtheit und die geht irgendwann weg. Aber Liebe ist viel tiefer.

06.09.2010 11:17 • #8


SchwesterGabi

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Ja mein Kopf-Kino ist die gnaze Zeit an? Ich prüfe mich, spinne "wenn dann-Fälle", denke, denke, denke, analysiere etc.

Habe mit meinem Mann ausgemacht, dass ich versuche nicht mehr "Friede-Freude-Eierkuchen" zu spielen sonder ihm authentisch gegenübertrete auch wenns mal verletzend ist... vielleicht hört dann das Denken eher auf wenn man authentisch im Hier und Jetzt lebt?

Mein Mann (und meine Eltern) meinen dass die Therapie an allem Schuld ist und das ich "ohne" viel unbeschwerter wäre... dagegen weigere ich mich enorm; auch wenn 3.5 Jahre Therapie lang sind, ich brauche sie noch, habe mich soooo gut weiterentwickelt mit ihrer Hilfe und will sie gerade jetzt (Neuanfang mit Studium, neuer Job etc.) nicht missen!!!

Bis dann und danke nochmal für das Feedback (dachte immer dass man im Partnerschafts-Unter-Forum nciht soviel Feedback erhält, RESPEKT DANKE)

LG Schwester Gabi

06.09.2010 11:40 • #9


FrolleinMau

Zitat:
meinen dass die Therapie an allem Schuld ist und das ich "ohne" viel unbeschwerter wäre... dagegen weigere ich mich enorm; auch wenn 3.5 Jahre Therapie lang sind, ich brauche sie noch, habe mich soooo gut weiterentwickelt mit ihrer Hilfe und will sie gerade jetzt (Neuanfang mit Studium, neuer Job etc.) nicht missen!!!


Kenne ich, ich sehe Therapie auch nicht als Makel oder etwas Angst machendes (viele Menschen haben ja wirklich Angst, diesen ersten Schritt zu tun), sondern als Bereicherung und als Lebenshilfe. Ich denke da genauso wie du. Ich weiß auch darum, wenn die anderen "die alte Angelika" zurückhaben wollen, die war ja damals wesentlich unentschlossener und stellenweise unselbständig, unsicher und und und ...

Dir weiterhin viele gute Schritte ...

06.09.2010 12:15 • #10


SchwesterGabi

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Hallo,

in den letzten wochen hat sich bei mir sehr viel getan.

mein mann war geschäftlich für fast 3 wochen unterwegs.

ich habe ihn in dieser zeit überhaupt nicht vermisst, ich habe mich frei gefühlt, habe gelebt und habe alle diesen positven ereignisse zugelassen.
dazu kam dann auch noch dass ich mich verliebt hatte. es war schön das gefühl. ich kann es doch fühlen, ich bin nicht krank, ich bin nicht abnormal, ich kann liebe fühlen, nur nicht meinem mann gegenüber. diese verliebheit ist fast vorbei, es ist nichts gelaufen und wird auch nie etwas laufe, ich bin nur froh um diese erfahrung.

die verliebtheit und die freiheit in diesen wochen hat mir die augen geöffnet.

ich habe nun fast 4 jahre gekämpft. ich bin seit fast 4 jahren in therapie, habe eine paartherapie mit meinem mann gemacht, hab versucht an mir zu arbeite und habe auch viel verändert. ich habe alles versucht um die liebe zu meinem mann wieder zurückzugewinnen.

jetzt sehe ich klarer!

ich werde noch heute ausziehen. es tut weh und ich schwanke zwischen panischen heulattaken aus sorge um meinen mann und wie er es verkraftet, um sorge wie meine familie reagiert, aus sorge um mich ob ich das alles packe und freude auf freiheit.

es hängt soviel an der ganzen beziehung. aber ich muss diesen schritt wagen, um mir klar zu werden was ich will. falls es eine hoffung für diese beziehung gibt dann nur mit einem krassen cut. die distanz wird zeigen ob ich zurück will.

schlafen kann ich nicht, ich konnte keine letzte nacht in unserem bett verbringen. ein teil meiner sachen ist schon bei einer freundin, demnächst werde ich in eine wg ziehen.

ich bin mir und auch meinem mann diesen schritt schuldig. ich würde mit dem warten auf besserung mein und sein leben kaputt machen. er ist ein lieber mensch und hat jemanden verdient die ihn wirklich liebt und ihm das gibt was er sich wünscht.

es wird hart werden, für ihn aber auch für mich.

ich wünschte ich hätte das gespräch schon hinter mir.

ich hoffe dass wir beide die kraft haben das alles durchzustehen! ich bekomme sehr viel unterstützung von meinen freundinnen. ich hoffe dass er auch jemanden findet der für ihn da ist.

wenn ich wieder die kraft und zeit habe werde ich mich hier wieder melden

lg schwester gabi

12.10.2010 03:11 • #11


steenie

Hallo Schwester Gabi,
ich wünsche Dir für diesen Schritt alles Gute !
So wie Du es schilderst, scheint es gut durchdacht zu sein.

Liebe Grüsse
von steenie

14.10.2010 16:42 • #12


SchwesterGabi

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Das alles ist jetzt schon fast 2 Monate her...

Ich bin ausgezogen. Hab erst in einer WG gewohnt, bin vor 3 Wochen mit einer Freundin zusammen gezogen. Hab 2 Umzüge in den letzten 7 Wochen hinter mir. So langsam steht alles, ein Teil der Küche fehlt noch aber es wird. Nebenher zwei mega Hammer Prüfungen an der Uni geschrieben. Ein neuer Nebenjob. Finanzielle Egpäße. Das sind die greifbaren Baustellen...

Die inneren Baustellen in meinem Leben... die sind nicht so greifbar.

Ja ich bin jetzt alleine. Bin frei. Lebe mein Leben so wie ich es will. Das ist alles wirklich schön. Und ich geniesse es. Bereue den Schritt diesbezüglich nicht.

Aber ich fühle mich so sehr alleine! Nach 13 Jahren Beziehung bin ich wieder alleine. Ich vermisse meinen Mann mit irgnedwie-aber nur deswegen weil ich gerade jemanden zum Anlehen bräuchte, jemand der mir zuhört, mich in den Arm nimmt, mich so nimmt wie ich bin. Ich sehe nur noch das positive der letzten Jahre (das es kaum gab), das negative rückt in den Hintergrund.

Laufend bin ich auf der Suche nach dem "neuen Mr. Perfekt". Beim weggehen, in der U-Bahn, überall. Aber ich weiß das ich mir erst selbst genügen muss bevor ich eine neue Beziehung eingehe, denn sonst ist die Gefahr dass ich mich wieder selbst aufgebe und abhängig mache viel zu groß.

Oft mache ich mir auch Sorgen um meinen Mann. Er hat die ersten Wochen nur mit Beruhigungstabletten und Alk. überstanden. Ich weiß ich bin nicht verantwortlich für ihn, fühle es aber anders.

Von meiner Mama bekomme ich nur Vorwürde. Der Zeitpunkt war falsch (direkt nach dem Urlaub), ich bin feige und hätte es früher machen sollen, ich bin ein Egoist geworden der nur noch nimmt und nicht gibt, sie überlegt ob es gut war das sie Kinder bekommen hat, da die eh nur Probleme machen, die würde mir an der Stelle meiner Schwiegermutter eine Bombe hinterher schmeißen, ihre Ehe hält das bald nicht mehr aus (sie kümmern sich sehr um meinen ex, was ok ist für mich) und und und. Ich weiß dass der Gedanke falsch und schlecht ist, aber meine Therapeutin gibt mir was ihre Anteilnahme, ihre Tipps, ihr Interesse angeht, dass was man sich eigentlich von seiner Mutter erhofft. Übertrgung hin oder her, sie ist gerade eben ein Mama Ersatz für mich...

Manchmal habe ich so Flashs, in denen ich denke was mache ich hier, das ist ein Film, ich gehöre doch in mein Haus (in das ich mittlerweile um Sachen zu holen meistens ohne Nervenzusammenbruch mit Tränen gehen kann...), wer bin ich, was tue ich, werde ich je wieder jemanden finden...

Ein Spruch von einem Freund (habe ich von einer Freundin erahren): Was will die denn, die ist dann ü 30, geschieden, die wird doch von jedem Mann verarscht werden... solche Sprüche ziehen zusätzlich runten.

Weihnachten steht vor der Tür. Das wird die Hölle. Meine Mama würde gerne wegfahren, weil SIE es daheim nicht aushält. Aber das will ich nicht. Da würde ich mich so gefangen fühlen, ich könnte nciht weg wenn ich will...

Nächste Woche ne Hammer Prüfung, heute nur Küche eingebaut, Zweifel ob die Prüfung klappt... ich fühle mich z.Z. SO überfordert. Habe oft wieder Rückenschmerzen, mein Gesicht ist angespannt, mein Herz rast, meine Augenlider zucken, Gedanken an SVV keimen leicht auf, Unruge, Selbstzweifel. Ich bräuchte eigentlich Ruhe, aber das Lernen ist Prio 1 da muss ich noch durch bis Mitte Dezember... wie soll ich das durchstehen?

Gute Nacht an alle!

LG Schwester Gabi

05.12.2010 02:20 • #13

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