Zitat von Kate:Wenn ich also Schuld verspüre, dann weil mir eine andere Person nicht die gleichen Rechte zugesteht die sie hat?
Verstehe ich nicht.
Ich fühle mich schuldig, weil ich etwas getan oder unterlassen habe. Ich fühle mich schuldig für Gedanken, für Gefühle, ich fühle mich selbst schuldig, für Dinge die ich gern tun würde. Schuld ist mein Leben.
Wie passt das zusammen?
Schuldig fühlen kann man sich aus völlig unterschiedlichen Gründen. Meine Antwort war der Versuch,
einer Antwort, auf die gelernten Schuldgefühle, von der Wuslchen sprach.
Für das, was Du getan hast oder unterlassen hast, darfst Du Dir die Verantwortung zuschreiben.
Allerdings nur da, wo Du die Handlungsfreiheit in einer Situation hattest.
Wenn Du also wusstest, dass Du einen Menschen zu Unrecht beschuldigst, dann warst Du daran
schuld. Wusstest Du es nicht, kann es Dir später leid tun. Schuldig fühlen, würde ich mich aber
vermutlich weniger.
Zitat:Ich fühle mich schuldig für Gedanken, für Gefühle, ich fühle mich selbst schuldig,
Für meine Gedanken und Gefühle fühle ich mich im positiven Sinne verantvortlich, weil es meine
Gedanken sind. Ich kann meine Gedanken in Teilbereichen selbst steuern.
Im negativen Sinn empfinde ich nie Schuld, was meine Gefühle und Gedanken betrifft.
Nach meiner Sichtweise darf ich alles, alles denken. Aber sagen und tun darf ich nicht annähernd alles.Ich darf mir in Gedanken z.B. wünschen, dass jemand aus meinem persönlichen Umfeld verschwindet,
weil ich die Person nicht mag. Soll ich mich dafür schuldig fühlen, so zu denken?
Wenn ja, warum?
Anders wird es, wenn ich beginne diese Person in unfairer und ungerechter Weise zu benachteiligen,
ihr also direkt oder indirekt schade. Dann bin ich nach meiner Sichtweise natürlich für den Schaden
verantwortlich. Aber schuldig fühlen?
Ich wollte es doch so, weil es nach meinem inneren Wertesystem in diesem Moment gerecht ist.