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Seelische Schmerzen durch Einsamkeit - wann wird es besser?

Wie soll ich sagen. Ich weiß einfach nicht was ich tun soll.
Ich weiß nicht was meine Gefühle gerade mit mir machen.
Ich bin von einer Yoga Sitzung nach Hause gefahren und auf einmal wurde ich einfach von einer massiven Traurigkeit umfasst.
Bei der nächst gelegenen Kirche bin ich stehen geblieben, ich wollte einfach nur ein bisschen mit jemanden (Gott in diesem Falle) über meine Sorgen reden und meine Gefühle erzählen, doch auch dies wurde mir verwehrt, da die Kirche zugesperrt ist.
Also stand ich vor geschlossenen Türen, sah eine kleine Bank und auf der sitze ich jetzt und weine mir mein halbes Leben aus dem Leib.
Die Fragen die mir durch meine Kopf gehen sind: "wann wird es besser?" , "wie lange dauert mein Leiden?", " was habe ich in meinem Leben verbrochen?" , "Was mache ich mit meiner Zukunft?" "Macht alles überhaupt noch einen Sinn?" UND "Was soll ich tun? Wie weiß ich das ich das Richtige mache? ", "Wie hören meine seelischen Schmerzen auf?"

Info:
Aufgrund eines Jobs (Nanny) bin ich vor 6 Monaten in ein neues Land zu einer neue Familie gezogen (6 Stunden Zeitverschiebung zu meiner Familie).
Ich habe hier keine Freunde bzw irgendjemanden mit dem ich reden kann.
(Meine Gasteltern sind auf Urlaub und die Großmutter des Babys und ich schauen zurzeit auf die Kleine, da die Großmutter eine 'Ich weiß und kann alles besser Person' ist hat mir diese verboten mit dem Kind etwas zu tun.
Jetzt fühle ich mich komplett alleine ohne "Arbeit" und ohne die kleine Maus)
Immer überschlägt mich meine Einsamkeit und meinen Geschehnisse von meiner Vergangenheit.
Ich weiß nicht ob ich die Familie wechseln soll, da die Familie an sich schon nett ist, aber meine Einsamkeit immer mehr Wunden in meiner Seele macht.
Und die Frage die mich auch so sehr blagt ist "Was soll ich tun wenn ich zurück in mein Heimatland gehe, ich will nicht zurück, ich will meinen erlernten Beruf nicht ausüben, da mir dieser auch unglücklich macht!"

So viele Fragen und Gedanken, ich kann bald einfach nicht mehr.

06.05.2019 18:43 • #1


maya60
Hallo Maja, ruf doch die Eltern der kleinen Maus an, die kennen ihre Granny ja und haben bestimmt gerade darum dich eingestellt und können die Granny zusammensch---wegen ihrer unverschämten Handlungen, dich von der Kleinen fernzuhalten.

Und auch an die Vermittlungsagentur kannst du dich wenden, wenn du wechseln willst, weil sich nichts verbessert oder dass die sich mit der Granny befassen, so war ja dein Job nicht gemeint.

Wie lange bist du denn noch im Ausland? Wenn es dir zu schlecht geht, kehre doch heim. So große Veränderungen vertragen emotional belastete Menschen oft nicht.

Hast du Medikamente oder eine Psychotherapie in D gemacht vor dem Auslandsaufenthalt? Deine ganzen Fragen könnten depressive Symptome sein oder andere Symptome, die deine Sichtweise unglücklich machen, aber nicht die Realität sind. Das kenne ich gut.

Dann sieht deine Lebenssituation nämlich schon ganz anders aus, wenn die Behandlung die richtige ist.

Und lenke dich auch hier im Forum ab. Schau doch nochmal in der Kaffeestube "ohne Schuh und Gardine" rein, viele von uns sind heute auch alles andere als gut beieinander und gemeinsam tun wir uns gut!

Wir hören dir hier zu und du bist nicht alleine.

06.05.2019 19:15 • x 1 #2


Meine Gastmutter hat mir geschrieben wie es ist und ich hab ihr halt erzählt, dass die Oma die Kleine komplett für sich beansprucht hat und ich nichts mit ihr tun darf.
Die Antwort war, dass sie wahrscheinlich einfach nur Zeit mit der Kleinen verbringen will, da die Oma in einem anderen Staat wohnt und ich es nicht zu Herzen nehmen soll. Sie meinte das ich meine freie Zeit genießen soll.
Die Frage ist, wie genießt man Freizeit bzw was soll ich in meiner Freizeit unternehmen?

Es der Agentur zu erzählen bringt sich auch nichts in diesem Falle da ich ja extra Freizeit bekommen habe.

Das klingt vielleicht blöd von mir, wie ich mich beschwere mehr Freizeit bekommen zu haben.
Es ist einfach nur, nun da ich nun mehr freie Zeit habe, hat sich meine Einsamkeit intensiviert und ich habe mehr Zeit zum Nachdenken.

Bezüglich Familienwechsel bin ich mir auch unsicher, da ich die Kleine gerne habe und die Eltern mit meiner Arbeit zufrieden sind. Ich habe meine Gasteltern über einen möglichen Familienwechsel informiert und sie haben nachgefragt wieso und weshalb. Sie haben auch gemeint das ich alles aufschreiben soll was nicht passt, wie ich es mir vorgestellt habe und Verbesserungsvorschläge.
Aufgrund da sie sehr kooperativ scheinen stelle ich mir die Frage ob sie sich nun auch Gedanken über alles machen und etwas verändern. Vielleicht hat es nur diesen Gedankenanstoß von meiner Seite her gebraucht!?

Ich bin noch hier für zirka 6 Monaten, also insgesamt für 1 Jahr.

Ich möchte nicht zurück in mein Heimatland. Was soll ich dort arbeiten oder machen?
Eigentlich war der Plan 2 Jahr hier zu verbringen.

Zwecks anrufen meiner Eltern: habe ich schon diese Woche. Jedoch macht sich meine Mutter schon große Sorgen um mich (aufgrund meiner Vergangenheit) und weiß auch nicht mehr weiter und weint.
Ich will sie einfach nicht noch mehr belasten und in Sorgen werfen.

Zwecks Behandlung oder Medikation: ich bin noch nie zu einer Beratung gegangen oder habe irgendeine Art von Medikation zu mir genommen. Ich versuche seit ich 11 Jahre alt bin, meine Probleme selbst zu lösen.

Dieses Forum ist die erste Ansprechperson die ich meine Gedanke, Gefühle, Geschichte, . erzähle.

06.05.2019 20:14 • x 2 #3


maya60
Hallo Maja, und genau das machst du sehr gut, in dieses Forum gekommen zu sein und über dich zu erzählen und hier zu lesen und auch zu spielen.

Es gibt auch Online-Psychotherapie und dass du dabei nicht in D bist, spielt ja keine Rolle. Ich weiß jetzt nicht, wie das mit deiner Krankenversicherung ist, wenn du jetzt nicht in D bist?
Auf jeden Fall brauchst du Expertenunterstützung und vielleicht auch den Besuch eines Facharztes. So herumquälen mit innerem Schmerz und Einsamkeit und negativen Gedanken brauchst du dich nicht. Alles mit dir alleine ausmachen schonmal gar nicht. Aber das haben viele von uns getan, ist nicht so, als ob das was Ausgefallenes ist.

Wie lange soll denn jetzt diese Situation mit der Granny im Haus noch dauern?


Liebe Grüße! maya60

07.05.2019 07:11 • x 2 #4


@maya60

Ja, ich muss sagen, dass es mir dieses Forum gut tut.
Ich weiß einfach nicht was ich tun soll. Ich möchte es einfach selber schaffen und nicht zu einem Arzt aufgrund dessen gehen.
Meine Gedanken überfallen mich doch mein "Ego" ist zu groß um irgendwohin zu gehen.
Ich möchte einfach anonym bleiben und meine Außenwelt damit nicht konfrontieren.

Noch ein paar Tage. Wir reden einfach nicht miteinander und gehen uns aus dem Weg. Ich habe mich damit abgefunden, dass ich derzeit keinen Kontakt mit dem Baby haben darf und mache nun "Urlaub".

07.05.2019 19:49 • x 1 #5


maya60
1Biene, manche Dinge schafft man aber nicht alleine, vor allem, wenn es eine Depression ist, da hilft der stärkste Wille und Charakter nicht! Und du wärst nicht hier im Forum, wenn du nicht selber in Richtung Depression denken würdest, oder?.

Manchmal reicht auch eine Psychotherapie, aber die solltest du auf jeden Fall machen und wenn es online ist.

Der Unterschied zwischen Behandlung und Nichtbehandlung ist gigantisch, die Lebensqualität auch ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Heute ist mir diese Quälerei unvorstellbar, der ich mich früher aussetzte, weil es die heutigen Behandlungen noch gar nicht gab.

07.05.2019 20:17 • #6


Alexandra2
Liebe Biene,
Warum sollte man etwas alleine schaffen, das einen überfordert? Die Seele ist krank und braucht spezielle Behandlung, ihr das vorzuenthalten verschlimmert die Situation. Bei einer leichten Depression mag es evtl anders aussehen.
Es ist nicht schlimm krank zu sein, aber nicht in Behandlung zu gehen ist Selbstzerfleischung. Tue Dir das nicht an; auch weil Du eine Chronifizierung forcierst.
Es gibt keinen Grund zur Scham oder falschem Stolz. Begebe Dich bitte in Behandlung.
Liebe Grüße
Alexandra

07.05.2019 20:24 • x 1 #7


Ich weiß selbst nicht. Ich möchte meine Außenwelt nicht über meine Probleme informieren.
Manche meiner Mitmenschen verstehen schon nicht, wenn ich sage das ich traurig bin oder mit manchen Dingen unglücklich. Wie soll ich dann sagen, hey ich habe ein Problem.

07.05.2019 21:38 • x 2 #8


maya60
Jeder hat traurige und unglückliche Zeiten, Krisen, schwere Jahre, altes Leid in sich. Und viele Leute haben eine Depression oder sind ganz nahe dran. Immer wenn ich von meinen Dunkelheiten im Leben erzählte, öffnete das eine Verbindung zu meinem Gegenüber.
Natürlich erzähle ich nicht gleich von alten Leiden in mir, aber das Leben ist für viele schwer und wir alle gucken nur davor, aufs Äußere.
Mein ganzes Leben lang bin ich depressiv und habe mich damit jahrzehntelang nie versteckt vor anderen.

Aber die richtig schweren Sachen erzähle ich den Psychotherapeuten, die haben Schweigepflicht, da gibt es keine Öffentlichkeit.

07.05.2019 22:46 • x 2 #9


Ich weiß zwischenzeitlich auch nicht was mit mir los ist. Ich war bis jetzt immer vollständig unabhängig und habe nie etwas jemandem erzählen oder um Hilfe gebeten.
Ich glaube, dass alle denken das es mir gut geht und ich möchte diesen Schein irgendwie nicht durchbrechen.
Ich möchte unabhängig irgendwie bleiben. Das klingt so doof, wenn ich das ausspreche bzw schreibe.

Alleine mit den Problemen klar kommen, wenn man doch Unterstützung haben könnte. Ich traue mich nicht.
Deich zurzeit auch im Ausland bin, ist es für mich gleich 10000x schwerer mich meiner Familie zu öffnen. Da es Ihnen vielleicht nur noch mehr sorgen verursachen würde.

11.05.2019 01:12 • x 2 #10




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